Moin zusammen,
da steht schon ganz viel richtiges in den Antworten. Und am Ende spielen auch alle bisher genannten Faktoren zusammen.
Eine ganz simple Sache ist aber , soweit ich das rausgelesen habe, noch vergessen worden.
Falls der Lärm schon immer doof war:
Es gibt das Phänomen der sogenannten stehenden Welle.
Meist tritt hier eine mehrfache Überlagerung dann bei einem Viertel der Wellenlänge der Hauptfrequenz ein.
Es gibt dadurch Konzentrationspunkte der Schallwellen in einem Raum.
Klingt jetzt erstmal etwas technisch, ist aber jedem aus der Praxis bekannt.
Es gibt z.B. in manchen Räumen Stellen, wo einem der Bass quasi in die Magengrube geht, einen Schritt weiter rechts oder links scheint jemand den Lautsprecher abgeschaltet zu haben.
Das liegt daran, dass sich Schall als Welle ausbreitet und als solche auch genauso gespiegelt und hin und her geworfen werden kann.
Diese Verwerfungen und Spiegelungen können sich schlimmstenfalls an einer Stelle treffen bzw. durch die Geometrie des Raumes begünstigt werden.
So ein bischen wie Monsterwellen auf See, nur, dass diese ortsfest sind.
Würde bei Wasser saublöd aussehen, bei Luft ist es aber dann genauso.
Klartext:
Dein Steuerhaus könnte genau ein Lamda/4 der fiesesten Dröhnfrequenz des Antriebes sein.
Die anderen Räume besitzen eine andere Geometrie und sind folglich leiser.
Bei BHKW sind es meistens 50hz bzw. die harmonischen Schwingungen bei 1500u/min des Antriebsmotors.
Wenn man die kennt, kann auch im Voraus sagen, wie der Aufstellraum für die Maschine ausgelegt werden sollte.
Im Bestandswohnbau haben wir schon häufig relativ leichte "Rigips"Wände aufgestellt und das Problem war weg, nachdem vorher Unsummen für Gutachter und Körperschallmaßnahmen ausgegeben worden sind.
Ist nur blöd, dass einige der Schlechtachter nie zugeben würden, dass der Vertreter des Herstellers evtl. auch Kenntnis von der Materie haben könnte
Mach mal die Handymessung und guck dir das Terzband oder auch Oktavband der Messung an.
Viel Erfolg und schönes Wochenende
Henning