Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

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Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#1 Beitrag von Landei » 2015-05-26 13:39:01

Ich schwanke gerade zwischen den 2 Extremen, dem Tipp aus einem Jaguar Forum nachzugehen und mir eine kleine Ölauffangwanne unter die Ölauffangwanne unterhalb des Schwungrads zu friemeln und die nächsten Jahre mit der halben Ölsauerei zu fahren oder den Borgmannring hinten wechseln zu lassen.

Das knapp 20€ billige Ersatzteil ist nicht das Problem, aber ich habe gerade wenig Zeit, den Motor zu diesem Zwecke auszubauen.
Mit der Lust dazu sieht es übrigens auch nicht besser aus.

Hat jemand das schon einmal in einer Werkstatt offiziell machen lassen und kann einen groben Preis nennen?
Es ist ja wirklich kein Hexenwerk, ein paar Schrauben zu lösen und mit geeigneter Infrastruktur (Getriebewagenheber und Gabelstapler) den Motor heraus und wieder hineinzuheben, zumal vor gerade 7 Jahren alles von mir erst frisch eingebaut wurde und alle Schrauben noch schön gängig sein müssten.

Wer Erfahrungen nur mit dem etwas einfacheren Wechseln der unteren Hälfte hat, möge sich bitte ebenfalls äußern. Wenn dadurch die Undichtigkeit zu 80% eingedämmt wird, könnte ich damit auch leben.

Die Undichtigkeit hat sich während der letzen 1.000km von jetzt auf gleich entwickelt. Das ist dann wohl wie bei der Forelle. Heute morgen schwamm sie noch quicklebendig im Bächlein und jetzt liegt sie auf meinem Teller...


Gruß Jochen

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#2 Beitrag von ingolf » 2015-05-26 14:04:51

Hallo Jochen,
entweder den halben Ring tauschen und den oberen Teil dabei etwas stauchen bedeutet die Ölwanne abzubauen und das letzte Kurbelwellenlager. Arbeitsaufwand x 100 € die Stunde auf dem Lande.
Motor raus und wie im Buch abgebildet den Block am Montageständer den neuen "Ring" einbauen dürfte locker 5 mal so viel verschlingen.
Jener Burgmannring ist eigentlich ein Gewebe, dass durch das Öl etwas aufquillt und bei selten und wenig gefahrenen Autos immer etwas undicht ist.
Ist die Abdichtung bei täglichem Gebrauch undicht und tropft immer, dann könnten auch die Kurbelwellenlager verschlissen bzw eiförmig geworden sein.
KM-Stand oder Betriebsstunden?

Grüße, Ingolf
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#3 Beitrag von Freddy » 2015-05-26 14:48:47

Detlef Stamer hat für die Hanomags ein Kit entwickelt was den alten Schlabberfilz gegen einen handelsüblichen Siri ersetzt, dazu wird eine Hülse auf die KW geschrupft.

Möglichweise kann man das für den OM352 umfrickeln!

Viele Grüße

Freddy

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#4 Beitrag von Nelson » 2015-05-26 15:15:41

Moin Freddy,

das geht leider nicht, denn wenn ich mich richtig erinnere sitzt der Borgmannring mit im letzten Kurbelwellenlager (hinter den Lagerschalen natürlich), ist also in einem teilbaren Gehäuse und selbst auch teilbar. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass man dort einen Wellendichtring so reinbekommt, dass er außen dichtet.

Oder gibt es Vorschläge?

Grüße
Nils

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#5 Beitrag von Landei » 2015-05-26 15:35:34

Ist die Abdichtung bei täglichem Gebrauch undicht und tropft immer, dann könnten auch die Kurbelwellenlager verschlissen bzw eiförmig geworden sein.
KM-Stand oder Betriebsstunden?
Der Motor ist komplett instandgesetzt worden, neue Kolben etc. Es war auch in der ersten Zeit kein Öl an irgendeiner Stelle zu sehen.
Er hat bei mir noch keine 20.000km gelaufen, das bedeutet aber eben auch, dass er nicht täglich gebraucht wird.

Ich habe ja bei der letzten Fahrt am Wochenende auch gehofft, dass durch das Quellen die Undichtigkeit etwas weniger wird aber das absolute Gegenteil ist eingetreten. Es tropft schon beim kurzen Boxenstop auf der Raste auf das Pflaster, damit macht man sich keine Freunde.

An der Dampflok befindet sich nahezu in jeder Stopfbuchse dieses graphithaltige Gewebeband. Pfiffigerweise kann man diese Stopfbuchsen alle nachziehen. Manchmal passiert es auch, dass nach scharfem Anfahren die Schieberstopfbuchse etwas pfeift und sich dann nach einiger Zeit selbst repariert. Da ist der Dampfer dem Diesel wieder mal überlegen.


Good news,

mein lokaler Schrauber wird den Wechsel ambulant machen, d.h. Getriebe und Kupplung raus und dann von hinten den Ring erneuern.

Jochen

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#6 Beitrag von Freddy » 2015-05-26 17:59:41

6std halte ich schon für sehr sportlich, beim 4x4 PKW hab ich eigentlich idr. nen vollen Tag gebraucht.

Also beim alten LKW würd ich mit 10 Std rechnen + 3 in Reserve für abgerissene Krümmerschrauben, zerfranste Silentblöcke und irgentwas was nicht rein oder raus will.

Aber ich hab das beim Kurzhauber noch nie gemacht.

Beim Hanomag war das bemerkenswert einfach weil VTG ja drinne bleiben kann


@ Nelso: so ähnlich sieht das beim Hano ja auch aus, deshalb gibt es da eben extra das Umbaukit.
Diese Schlapperringe sind ne vorprogrammierte Sollbruchstelle

Viele Grüße

Freddy

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#7 Beitrag von Landei » 2015-05-26 18:17:37

Entschuldigung, dass ich meinen Beitrag mit den 6 Stunden editiert habe.

Da ich das ja schon einmal gemacht habe (absoluter Laie und alleine) ist mir außer der Fleißarbeit, ein paar Schrauben gegen den Uhrzeigersinn loszudrehen, beim Motorausbau nichts Weltbewegendes passiert.

Jochen
Zuletzt geändert von Landei am 2015-05-26 23:49:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#8 Beitrag von Mark86 » 2015-05-26 21:50:39

"Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass man dort einen Wellendichtring so reinbekommt, dass er außen dichtet."

Gibts, als 2 teiligen Simmering zumindest für Ami V8 Motoren in den USA. Nur jeder deutsche Ingenieur sagt, das geht nicht, aber es geht.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#9 Beitrag von naumi0 » 2015-05-26 22:20:20

Hallo Jochen,
Sehr untypisch, Ölverlust an diesen Gewebedichtringen kommt langsam.
Habe jetzt schon zwei mal Ölverlust an der Getriebeeingangswelle durch defektes Lager der Getriebeeingangswelle erlebt.
Das abtropfende Öl war schwarz wie Motoröl ( durch den Abrieb der Kupplung in der Getriebeglocke)
Schon mal in diese Richtung gedacht?
Viel Erfolg bei der Fehlersuche.
Gruß
Stefan
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Es ist unser Leben, das wir verschwenden
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Wir bezahlen mit unserer Lebenszeit, die wir aufwenden mussten,
um dieses Geld zu verdienen.
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Jose Mujica

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#10 Beitrag von Mark86 » 2015-05-26 23:28:27

Wenn der Motor komplett in Stand gesetzt wurde hat man doch auch den Dichtring erneuert?
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#11 Beitrag von Landei » 2015-05-26 23:49:33

Davon gehe ich zwar aus, aber ich weiß es nicht.

Ich habe den Motor aus dem Internet von einem Zwischenhändler, der ihn wiederum von einem Instandsetzer erwarb, der einen zahlungsunfähigen Kunden hatte.

Braucht kein Mensch. Auf der Rechnung sind die Hauptposten notiert aber nicht so ein Kleinkram wie der Borgmannring. Ich gehe zunächst einmal von erstklassiger Arbeit aus und schiebe es auf Standschaden.

Getriebeöl schließe ich aus, denn rotes ATF und Motorenöl sind doch recht gut zu unterscheiden. (ATF hat bei der Geschmacksprobe den pelzigen Abgang während Motorenöl den Gaumen geschmeidig verschmitzt umspült und fröhlichen Würgereiz verursacht.)

Ich bin jetzt erst einmal wieder im grünen Bereich. Nächste Woche geht es auf die Werft. Da ohnehin zuerst das Getriebe runterkommt (und ich im Zweifelsfall noch eins auf Halde hätte) könnte ich mich eines Besseren belehren lassen und es auf ein defektes Lager an der Getriebeeinganswelle schieben.

Vi ska se

Jochen

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#12 Beitrag von ingolf » 2015-05-27 7:41:37

Hallo Jochen,
vielleicht habe ich nicht alles richtig gelesen aber das Getriebe muss für den Ausbau des Burgmannringes nicht ab.
Ölwanne und letztes KW-Lager und man erreicht die untere Hälfte des "Ringes". Hoffentlich ist weder das KW-Lager noch Dichtfläche beschädigt.
Das Öl seitlich am Motor entlang läuft vom Turborücklauf oder der vorderen Ölkanalverschlußschraube ist ausgeschlossen? Läuft dann oberhalb der Dichtfläche der Ölwanne zum Ende des Motors.
20Tkm ist auf jeden Fall verdächtig wenn er erst dicht war.

Grüße, Ingolf
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#13 Beitrag von Mark86 » 2015-05-27 9:15:49

Ah, also kein neuer sondern ein Instandgesetzter Motor? Hat mal wer n Bild von der Dichtfläche des Burgmanrings einer 352 Kurbelwelle, bitte?

Den Ring hat zu 99,9% einer neu gemacht, der ist im Dichtsatz mit drin, warum sollte man ihn nicht einbauen???
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#14 Beitrag von Nelson » 2015-05-27 9:32:08

Hallo Mark und Freddy,

sehr interessant, wo kann man denn mal Details dazu ansehen? Es gibt ja die OM352-Kurbelwelle mit einem Ölrückführgewinde und auch ohne. Daher würde ich mir gerne mal ansehen, wie das in Amerika und bei den Hanomag-Motoren aussieht ist und ob das zusammenpassen könnte.

Grüße
Nils

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#15 Beitrag von Ulf H » 2015-05-27 11:36:19

... also unter Borgmanndichtung verstehe ich die Filzpackung um eine Welle mit Ölrückführgewinde ...

... um eine Wellendichtring zu montiren braucht es dagegen eine glatte Welle ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#16 Beitrag von Freddy » 2015-05-27 11:57:10

und diese Aufgabe übernimmt die Schrumpfhülse in dem Kit von Detlef... ;-)

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#17 Beitrag von Nelson » 2015-05-27 11:59:34

Hallo Ulf,

ja, so glaube ich auch. Ich glaube der eine Satz war missverständlich, ich kenne den OM352 auch nur mit Rückführgewinde, habe aber mal gehört oder in Reparaturanleitungen gelesen, dass es auch welche ohne gibt (wie auch immer da gedichtet wird).

Wie sieht denn so ein Umbau beim Hanomag aus?

Nils



Editiert, weil Freddy schneller war:

Ok, die Dichtfläche ist eine Hülse (stelle ich mir wie eine Reparaturhülse vor?) und was wird als Dichtung eingesetzt und wie?

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#18 Beitrag von Mark86 » 2015-05-27 13:21:26

Also ich hab mal irgendwann n Amimotor gemacht, der hatte ne Packungsdichtung auf glatter Fläche und dafür gabs im Dichtsatz 2 halbe Simmeringe ohne Feder, das ist bis heute dicht ^^

Dann kenn ich den ganzen Kram nur von Reihenweise Opels, die haben alle kein "Rückfördergewinde" und da kannst du neu machen wie du willst, das wird nie dicht, und dann von Reihenweise Mercedes, die werden dicht, solange das Gewinde noch da ist. Wenn man so ne Welle macht und das Gewinde ist runtergeschliffen, pissen die danach auch raus, ein nachrändeln der Welle wirkt dann wunder und danach sind die wieder dicht...

Soviel ist mein Knowhow zum Thema.

Wenn der Motor überholt ist, hat vieleicht jemand das Rückfördergewinde (wie heist das eigentlich in der Fachsprache richtig?) nicht nachgerändelt, so dass der deshalb undicht ist?
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#19 Beitrag von Landei » 2015-05-27 13:28:56

Naja, er war ja ca. 19.000 km so richtig dicht, da kam kein Tropfen heraus.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#20 Beitrag von Freddy » 2015-05-27 13:34:48

Nelson hat geschrieben:
Ok, die Dichtfläche ist eine Hülse (stelle ich mir wie eine Reparaturhülse vor?) und was wird als Dichtung eingesetzt und wie?
Richtig! auf die KW wird eine Hülse geschrupft welche wiederum die Dichtfläche für einen Siri/Wedi ist.
Dieser wird in ein Gehäusetei eingeschlagen welches wiederum das Gehäuse des Borgmannrings ersetzt oder z.T. ersetzt.

Live gesehen habe ich das Kit auch noch nicht, nur weiß ich dass der Entwickler selbst bei dir vorbei kommt und die Hülse platziert, da du nur eine Chance hast die richtige Position zu treffen.

Hätte ich nun chronisch Probleme mit dem Borgmannring, dann würde ich mir das Kit mal näher ansehen und gucken ob man das für den OM352 entfremden kann.
Das ist es was ich Jochen als Tip mitgeben wollte.

Viele Grüße

Freddy

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#21 Beitrag von Freddy » 2015-05-27 13:36:13

Landei hat geschrieben:Naja, er war ja ca. 19.000 km so richtig dicht, da kam kein Tropfen heraus.
Entlüftung verstopft maybe?

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#22 Beitrag von Mark86 » 2015-05-27 15:15:36


Richtig! auf die KW wird eine Hülse geschrupft welche wiederum die Dichtfläche für einen Siri/Wedi ist.
Dieser wird in ein Gehäusetei eingeschlagen welches wiederum das Gehäuse des Borgmannrings ersetzt oder z.T. ersetzt.

Hätte ich nun chronisch Probleme mit dem Borgmannring, dann würde ich mir das Kit mal näher ansehen und gucken ob man das für den OM352 entfremden kann.
Das ist es was ich Jochen als Tip mitgeben wollte.

Viele Grüße

Freddy
Mir stellt sich die Frage, was da für ein Ring reinkommt.

Wenn man son Motor eh überholt, kann man ja grundsätzlich den Teil in welchem der Borgmandichtring sitzt, ausspindeln und so den Sitz für einen normalen Simmering schaffen. Auch kann man statt einer Hülse auf die Kurbelwelle zu schrumpfen eben den Rückförderteil abdrehen, so tief ist der nicht... Oder wenn man die Welle schleife eben einmal mit der Kurbelwellenschleifmaschine drüber gehen, das ist überhaupt kein Trick...

Das Hauptproblem ist aber idr. das der hintere Wellenstumpf auf welchen das Schwungrad kommt dicker ist als der Teil auf welchem der Burgmanndichtring läuft, da bekommt man einen normalen Radialwellendichtring nicht drüber, außer du ziehst ihn größer und schrumpfst ihn wieder zusammen. Deshalb ja auch die USA Lösung mit 2 halben Ringen...

Darüber hinaus kann ich dir sagen, dass das Thema Material von Dichtringen an der Stelle sehr heikel ist. Es gibt nur ganz weniger Hersteller die es schaffen, einen Simmering aus so gutem Material zu produzieren, dass der da wirklich ein Motorleben lang hält. Ford soll das nach eigenen Angaben mitlerweile können, Mercedes OE kann das seit gut 30 Jahren, aber in der Zweitausrüstung ist das idr. sehr schwierig...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#23 Beitrag von Freddy » 2015-05-27 15:35:26

joah,.... wenn man das ding abdreht braucht man einen schrupfenden Ring...
Wenn man eine Hülse drüber bekommt braucht man einen größeren Ring...
...außer die Hülse schrumpft gewaltig...

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#24 Beitrag von Mark86 » 2015-05-27 20:35:40

Freddy hat geschrieben:joah,.... wenn man das ding abdreht braucht man einen schrupfenden Ring...
Wenn man eine Hülse drüber bekommt braucht man einen größeren Ring...
...außer die Hülse schrumpft gewaltig...

Den versteh ich nicht.
Ich hab mir n Bild der KW im Netz angeschaut und da ist die Lauffläche des Borgmannrings 2cm kleiner im Durchmesser als der hintere Teil wo die Kupplung drauf kommt, ich wüsste nicht wie man da eine Hülse drauf bekommen soll?
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#25 Beitrag von Landei » 2015-05-27 22:20:57

So, es wird noch etwas ominöser.

Neben dem Ölverlust ist auf den letzen 140km noch ein merkwürdiges Geräusch in Erscheinung getreten, welches ich auf eine andere Ursache geschoben habe.

Letzes Jahr habe ich ja von Walter das original Hosenrohr mit Motorbremse erstanden und eingebaut.

Statt dem 1017er Hosenrohr mit Flexauspuff und pneumatisch angesteuerter Motorbremse kann ich nunmehr den original Auspuff und das Originalgestänge für den dicken Motorbremshebel am Lenkrad verwenden.

Die Motorbremse bremste anfangs ganz gut mit diesem tiefen Wummern. Irgendwann hat sich aber ein kreischendes Geräusch eingestellt und die Bremswirkung war nicht mehr ganz so doll.
Wahrscheinlich hatte ich die kleine Schraube an der verzahnten Welle nicht stark genug angezogen, die Welle mit der kleinen Klappe hatte sich verdreht und die Klappe schloss deshalb nicht mehr vernünftig, aber im Winter hatte ich keine Lust zu dieser Frickeleinstellung.

Am Wochenende vor der Heimfahrt habe ich die Einstellung korrigiert.
Beim Beschleunigen gab es unter Last jedoch ein Geräusch, welches sich fast wie ein leichtes Zirpen wie beim Motorbremsen anhörte. Auch bei Marschfahrt und konstanter Drehzahl gab es das Geräusch, wenn der Tempomat etwas mehr Last einregelte. Das Geräusch trat anfangs selten, gegen Ende der Fahrt (140km) recht häufig auf.

Ich habe eben den Auspuff direkt unterhalb der Motorbremse abgenommen. Die Klappe sitzt fest auf der Welle und konnte noch ein wenig mehr in Richtung "Schließen" nachkorrigiert werden.
Beim Motorbremsen gibt es jedoch nach wie vor den kreischenden Radau statt eines tiefen Wummerns aber das ganz Blöde ist:

Der Motor hat jetzt beim Beschleunigen von Leerlaufdrehzahl bis etwa 2.000 U/min auch dieses Zirpen, dann ist es ca. 400 U/min weg und setzt bei 2.400 bis 2.800 wieder ein.

Das Ganze sowohl beim Fahren als auch beim Hochdrehen ohne Last.

Vom Turbolader kommen keine Geräusche sondern das Zwitschern ist eher im Innenraum 20cm über dem Fußboden mittig hinter der Motorauswölbung zu hören.

Der Nachbar und Forumskollege meinte, ein Kurbelwellenlager höre sich anders an und tippte auf irgendetwas im Ventiltrieb.

Die Preisfrage ist jetzt, ob ich noch eine 2. Baustelle habe oder ob das Geräusch mit dem Ölverlust zusammenhängt?

Anbei mal 2 Bilder, es tropft fast nur aus dem Loch in der Auffangwanne unter dem Schwungrad raus.

Das Getriebe ist definitiv raus aus der Nummer. Erstens ist das ATF Öl noch auf dem Stand von vor ein paar Jahren und zweitens tritt das Geräusch auch bei getretener Kupplung auf.

Jochen

P.S. Nachdem ist das hier schrieb kam mir doch noch der Gedanke, mal die hinteren Schrauben vom Krümmer zu kontrollieren, vielleicht zwitschern da ja Verbrennungsgase durch. Hoher Staudruck beim Motorbremsen und Gasstößen?
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#26 Beitrag von ud68 » 2015-05-27 22:50:06

Moin Jochen
was aus dem Mercur-Bereich - ob das für Benz überhaupt zutreffen kann, weiß ich nicht.
Die Bremsklappen sind mit Stift auf der Klappenwelle gesichert. Wenn der nachlässt dann kann sich die Klappe auf der Welle verdrehen. Dadurch steht die "Unfug", auch wenn die Markierung der Welle korrekt ist.
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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#27 Beitrag von Nelson » 2015-05-28 9:01:56

Hi Jochen,

genau das Geräusch hatte ich auch schon. Jetzt wäre es wunderschön einen großen Spannungsbogen über diverse Pleullagerreparaturen und Risse im Zylinderkopf zu führen, aber ich löse mal auf, dass es schlussendlich einfach lose Schrauben am Krümmer waren. Daher pfiff es zwischen Krümmerflansch und Kopf munter raus. Deine Beschreibung passt ziemlich gut auf meinen Fall vor ein paar Jahren. Bei mir hat sogar eine Schraube gefehlt. Das Geräusch trat nur beim Motorbremsen auf, nicht unter Last, dafür hat der 1017-Motor ja auch mit Sicherheit mehr Abgasdruck vorm Turbo als meiner einer.

Ich hatte auch erst die Motorbremsklappen verdächtigt und eine Menge Sachen auseinander- und wieder zusammen geschraubt, ohne Besserung. Das simple Nachziehen der Krümmerschrauben war das letzte, was mir einfiel.

Grüße
Nils

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#28 Beitrag von Freddy » 2015-05-28 9:41:44

Nach der Instandsetzung meiner Motorbremese trag bei mir übrigens auch erhöhter Ölverlust/Verbrauch auf, dadurch dass er eben unter Staudruck einfach mehr Ölnebel aus der Entlüftung bläst, dieser sammelt sich weiter hinten am Block.

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#29 Beitrag von Nelson » 2015-05-28 9:42:46

Danke für die Erklärung zur Änderung der Kurbelwellendichtung. Das kommt für den OM352 nach meinem Weltbild ja nur mit einem amerikanisch-teilbaren Simmering infrage (interessant, dass es so etwas gibt).

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Re: Borgmannring OM 352 wechseln LASSEN

#30 Beitrag von Buclarisa » 2015-05-28 9:44:17

Das lässt sich ja durch den Anschluss der Motorentlüftung an den Luftansaug vermeiden.
"Der Anfang einer jeden Katastrophe ist eine beschissene Vermutung"

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