Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Moderator: Moderatoren
Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hallo zusammen,
ich bin nach meiner Umbauphase nun endlich dazu gekommen mein Fahrzeug eine längere Strecke am Stück zu bewegen.
Dabei ist mir unteranderem die Geräuschkulisse, aber auch die Temperaturentwicklung am Verteilergetriebe negativ aufgefallen.
Zurück in der Halle wollte ich dem nachgehen und habe direkt ein paar Punkte recherchiert - komme nun aber nicht weiter und hoffe auf eure Hilfe und vor allem auf Expertenwissen.
Ausgangslage
- MB T2 LN1 814 mit Allrad (Vorgänger Vario)
- Feuerwehrfahrzeug mit 25.000 km
- Höhergelegt und 285/70R19,5 Bereifung
- Ab 50 km/h ein brummendes Geräusch wahrnehmbar
- Verteilergetriebe wirklich grenzwertig Heiß (Infrarotmessung am Gehäuse ca. 101 °C / Vorder- und Hinterachse nur bei 50 - 60 °C)
Was habe ich bisher geprüft:
1. Das Verteilergetriebe im Leerlauf
Prüfung: Das Fahrzeug wurde komplett aufgebockt. Bei laufendem Motor und ohne eingelegten Gang (Leerlauf) drehte sich das hintere Rad auf der Fahrerseite.
Ergebnis: Hinteres Rad drehte leicht mit, aber konnte mir nahezu keinem Kraftaufwand gestoppt werden. Es lag also kein mechanischer Druck vor, was das Mitdrehen als normale, harmlose Schleppölwirkung entlarvte.
2. Die Trennung des Allradantriebs (Stand-Test)
Prüfung: Bei ausgeschaltetem Motor und OHNE Mittelachssperre das vordere Rad von Hand drehen.
Ergebnis: Das Rad ließ sich sehr leicht drehen. Die vordere Kardanwelle drehte sich mit, aber die hintere Kardanwelle und die Hinterräder blieben komplett still. Das beweist: Das Verteilergetriebe trennt den Allrad mechanisch sauber; es liegt im normalen Heckantrieb-Modus keine Verspannung zwischen den Achsen vor.
3. Die Funktion der Pneumatik (Sperren-Test)
Prüfung: Mittelachssperre aktiviert und erneut das vordere Rad gedreht.
Ergebnis: Das gegenüberliegende Vorderrad drehte sich nun entgegengesetzt, das Drehen ging deutlich schwerer und das hintere Rad drehte sich mit. Das beweist: Die pneumatische Schaltung im Verteilergetriebe funktioniert einwandfrei und rastet sauber ein und aus.
4. Das Lagerspiel am Getriebeausgang
Prüfung: Kardanwelle direkt am Ausgang des Verteilergetriebes nach vorne auf radiales Spiel (Wackeln) geprüft.
Ergebnis: Die Welle hat kein Spiel. Ein akuter, fortgeschrittener Lagerschaden an diesem Flansch liegt somit nicht vor.
5. Wartungszustand & Fahrwerksgeometrie
Prüfung Öl: Ölstand kontrolliert (passt) und vor 1.000 km erneuert (mineralisches SAE 90 / 85W-90 nach Handbuch).
Ergebnis: Eventueller Wechsel auf ein niedriger viskoses Öl
Erst nach dieser Liste ist mir bei der Sichtprüfung der vorderen Kardanwelle aufgefallen, dass die Phasenlage (Gabeln nicht in einer Flucht) verdreht sind. Laut meiner Recherche sollten diese Gabeln gegenüberliegend fluchten, d. h. die eine Seite ist steht mit einer Gabel exakt lotrecht so muss das andere Ende ebenfalls mit einer Gabel exakt lotrecht stehen.
Ausnahme: Wenn die Kardanwelle nicht nur einen Höhenversatz, sondern auch einen Seitenversatz ausgleichen muss, ABER ist dies bei der Vorderachse der Fall? (Siehe Bild)
Das Bild zeigt die unterschiedlichen Stellungen der Gabeln: Im unteren Teil des Bildes (Gabel am Verteilergetriebe steht hier Lotrecht) / im oberen Teil des Bildes (Gabel an der Vorderachse ist schräg versetzt --> Erkennbar an dem Zollstock direkt dadrunter)
Soll das so sein? Ist das normal? Ich finde leider keine Pfeile auf der Kardanwelle um die Stellung zu prüfen.
Ich weiß vom Vorbesitzer, dass an dem Fahrzeug wohl die Kupplung gemacht wurde --> Dafür könnte die vordere Kardanwelle ausgebaut und ggf. wieder falsch eingebaut worden sein. Zumindest bezweifle ich das Mercedes dies sonst bereits im Werk falsch gemacht haben könnte und kann mir es nur so erklären - falls es so nicht sein sollte.
An der Hinterachse sehen beide Seiten der Kardanwelle identisch aus - was mich stutzig macht, weil hier ein Höhen- UND Seitenversatz vorliegen.
Ich hoffe ihr könnte mir hierbei weiterhelfen! Ich bin ebenfalls für jeden weiteren konstruktiven Vorschlag offen!
Viele Grüße
Julian
ich bin nach meiner Umbauphase nun endlich dazu gekommen mein Fahrzeug eine längere Strecke am Stück zu bewegen.
Dabei ist mir unteranderem die Geräuschkulisse, aber auch die Temperaturentwicklung am Verteilergetriebe negativ aufgefallen.
Zurück in der Halle wollte ich dem nachgehen und habe direkt ein paar Punkte recherchiert - komme nun aber nicht weiter und hoffe auf eure Hilfe und vor allem auf Expertenwissen.
Ausgangslage
- MB T2 LN1 814 mit Allrad (Vorgänger Vario)
- Feuerwehrfahrzeug mit 25.000 km
- Höhergelegt und 285/70R19,5 Bereifung
- Ab 50 km/h ein brummendes Geräusch wahrnehmbar
- Verteilergetriebe wirklich grenzwertig Heiß (Infrarotmessung am Gehäuse ca. 101 °C / Vorder- und Hinterachse nur bei 50 - 60 °C)
Was habe ich bisher geprüft:
1. Das Verteilergetriebe im Leerlauf
Prüfung: Das Fahrzeug wurde komplett aufgebockt. Bei laufendem Motor und ohne eingelegten Gang (Leerlauf) drehte sich das hintere Rad auf der Fahrerseite.
Ergebnis: Hinteres Rad drehte leicht mit, aber konnte mir nahezu keinem Kraftaufwand gestoppt werden. Es lag also kein mechanischer Druck vor, was das Mitdrehen als normale, harmlose Schleppölwirkung entlarvte.
2. Die Trennung des Allradantriebs (Stand-Test)
Prüfung: Bei ausgeschaltetem Motor und OHNE Mittelachssperre das vordere Rad von Hand drehen.
Ergebnis: Das Rad ließ sich sehr leicht drehen. Die vordere Kardanwelle drehte sich mit, aber die hintere Kardanwelle und die Hinterräder blieben komplett still. Das beweist: Das Verteilergetriebe trennt den Allrad mechanisch sauber; es liegt im normalen Heckantrieb-Modus keine Verspannung zwischen den Achsen vor.
3. Die Funktion der Pneumatik (Sperren-Test)
Prüfung: Mittelachssperre aktiviert und erneut das vordere Rad gedreht.
Ergebnis: Das gegenüberliegende Vorderrad drehte sich nun entgegengesetzt, das Drehen ging deutlich schwerer und das hintere Rad drehte sich mit. Das beweist: Die pneumatische Schaltung im Verteilergetriebe funktioniert einwandfrei und rastet sauber ein und aus.
4. Das Lagerspiel am Getriebeausgang
Prüfung: Kardanwelle direkt am Ausgang des Verteilergetriebes nach vorne auf radiales Spiel (Wackeln) geprüft.
Ergebnis: Die Welle hat kein Spiel. Ein akuter, fortgeschrittener Lagerschaden an diesem Flansch liegt somit nicht vor.
5. Wartungszustand & Fahrwerksgeometrie
Prüfung Öl: Ölstand kontrolliert (passt) und vor 1.000 km erneuert (mineralisches SAE 90 / 85W-90 nach Handbuch).
Ergebnis: Eventueller Wechsel auf ein niedriger viskoses Öl
Erst nach dieser Liste ist mir bei der Sichtprüfung der vorderen Kardanwelle aufgefallen, dass die Phasenlage (Gabeln nicht in einer Flucht) verdreht sind. Laut meiner Recherche sollten diese Gabeln gegenüberliegend fluchten, d. h. die eine Seite ist steht mit einer Gabel exakt lotrecht so muss das andere Ende ebenfalls mit einer Gabel exakt lotrecht stehen.
Ausnahme: Wenn die Kardanwelle nicht nur einen Höhenversatz, sondern auch einen Seitenversatz ausgleichen muss, ABER ist dies bei der Vorderachse der Fall? (Siehe Bild)
Das Bild zeigt die unterschiedlichen Stellungen der Gabeln: Im unteren Teil des Bildes (Gabel am Verteilergetriebe steht hier Lotrecht) / im oberen Teil des Bildes (Gabel an der Vorderachse ist schräg versetzt --> Erkennbar an dem Zollstock direkt dadrunter)
Soll das so sein? Ist das normal? Ich finde leider keine Pfeile auf der Kardanwelle um die Stellung zu prüfen.
Ich weiß vom Vorbesitzer, dass an dem Fahrzeug wohl die Kupplung gemacht wurde --> Dafür könnte die vordere Kardanwelle ausgebaut und ggf. wieder falsch eingebaut worden sein. Zumindest bezweifle ich das Mercedes dies sonst bereits im Werk falsch gemacht haben könnte und kann mir es nur so erklären - falls es so nicht sein sollte.
An der Hinterachse sehen beide Seiten der Kardanwelle identisch aus - was mich stutzig macht, weil hier ein Höhen- UND Seitenversatz vorliegen.
Ich hoffe ihr könnte mir hierbei weiterhelfen! Ich bin ebenfalls für jeden weiteren konstruktiven Vorschlag offen!
Viele Grüße
Julian
- Joerg404114
- süchtig
- Beiträge: 778
- Registriert: 2015-07-06 6:53:12
- Wohnort: 69250 Schönau
Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hallo,
nach Betrachtung von Deinem Foto ist die Vermutung das das Schiebestück der Kardanwelle nicht in der richtigen Position zusammengesteckt wurde. Normalerweise gibt es auf dem Schiebestück eine Markierung wie dieses zusammen zu stecken ist. Körnermarkierung oder eingeschlagenen Pfeile irgendwo auf der Verzahnung.
Grüße
Jörg
nach Betrachtung von Deinem Foto ist die Vermutung das das Schiebestück der Kardanwelle nicht in der richtigen Position zusammengesteckt wurde. Normalerweise gibt es auf dem Schiebestück eine Markierung wie dieses zusammen zu stecken ist. Körnermarkierung oder eingeschlagenen Pfeile irgendwo auf der Verzahnung.
Grüße
Jörg
Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Moins,
Wie Jörg schrieb.
Die Kardanwelle ist im Schiebestück falsch zusammen montiert.
Abbauen (ein Flansch reicht), Auseinanderziehen, und bei den Markierungen zusammen bauen .
Viel Erfolg
Andy
Wie Jörg schrieb.
Die Kardanwelle ist im Schiebestück falsch zusammen montiert.
Abbauen (ein Flansch reicht), Auseinanderziehen, und bei den Markierungen zusammen bauen .
Viel Erfolg
Andy
Kein Zaster aber zwei .. äh nee jetzt drei .........ups jetzt vier Laster - bald wieder nur drei-- jetzt sind nur noch zwei -- nu doch wieder drei :) .... und auf einmal sind es zwei;)--arrgh jetzt wieder drei--und es sind jetzt nur noch zwei---
Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Danke für eure Rückmeldung.
Ich werde mich mal unter den LKW setzen und schauen, dass ich die Markierungen finde --> Wo wären die denn üblicherweise? An auf dem Rohr direkt am Schiebestück oder so eher weiter Richtung Kardangelenk?
Viele Grüße
Julian
Ich werde mich mal unter den LKW setzen und schauen, dass ich die Markierungen finde --> Wo wären die denn üblicherweise? An auf dem Rohr direkt am Schiebestück oder so eher weiter Richtung Kardangelenk?
Viele Grüße
Julian
Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hi Julian, hohe Temperaturen sind bei Verteilergetrieben häufig anzutreffen.
Daher ist der richtige Ölstand und das Einhalten der Ölwechselintervalle wichtig.
Manche Leute verwenden höherwertige synthetische Öle um den Temperaturen zu begegnen.
Einige bauen auch eine Temperaturüberwachung und nehmen dann Gas weg, wenn es zu warm wird.
Daher ist der richtige Ölstand und das Einhalten der Ölwechselintervalle wichtig.
Manche Leute verwenden höherwertige synthetische Öle um den Temperaturen zu begegnen.
Einige bauen auch eine Temperaturüberwachung und nehmen dann Gas weg, wenn es zu warm wird.
Gruß
Bernd
Gewinne Zeit durch Langsamkeit
Bernd
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- Ulf H
- Rauchsäule des Forums
- Beiträge: 25820
- Registriert: 2006-10-08 13:13:50
- Wohnort: Luleå, Norrbotten, Schweden
Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
... Markierung habe ich schon sehr verschieden erlebt ... von deutlich sichtbarem Pfeil und grossem Körnerpunkt sehr nahe dran ueber schwache Markierungen weit weg bis halt gar keine war alles dabei ... Welle ausbauen und mit Lattenstuecken auf einer Tischplatte zusammenbauen ging am besten ... eine gut konstruierte Welle fluchtet nur in genau einer Position richtig, 180 Grad verkehrt geht nicht, das ergibt knapp mehr oder weniger ... dieser kleine Unterschied ist unterm Laster eher schlecht feststellbar ...
Gruss Ulf
Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!
Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!
Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.
Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.
Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...
Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!
Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.
Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.
Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...
Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Moin,
wenn keine Markierung vorhanden ist, gibt es nur eine Position, in der die Gabeln genau parallel stehen.
Viele Grüße
Constantin
wenn keine Markierung vorhanden ist, gibt es nur eine Position, in der die Gabeln genau parallel stehen.
Viele Grüße
Constantin
Hallo Iura,lura hat geschrieben: ↑2026-07-19 19:00:06Hi Julian, hohe Temperaturen sind bei Verteilergetrieben häufig anzutreffen.
Daher ist der richtige Ölstand und das Einhalten der Ölwechselintervalle wichtig.
Manche Leute verwenden höherwertige synthetische Öle um den Temperaturen zu begegnen.
Einige bauen auch eine Temperaturüberwachung und nehmen dann Gas weg, wenn es zu warm wird.
danke für deine Rückmeldung.
Ölstand habe ich nochmal kontrolliert und passt sehr gut.
Tatsächlich habe ich inzwischen festgestellt, dass viele wohl auf ein anderes Öl gehen, weil dieses deutlich zu zäh sei und erst bei anhaltenden Temperaturen von 30 °C und mehr sinnvoll sei.
Beste Grüße
Julian
Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hallo Ulf,Ulf H hat geschrieben: ↑2026-07-19 20:39:32... Markierung habe ich schon sehr verschieden erlebt ... von deutlich sichtbarem Pfeil und grossem Körnerpunkt sehr nahe dran ueber schwache Markierungen weit weg bis halt gar keine war alles dabei ... Welle ausbauen und mit Lattenstuecken auf einer Tischplatte zusammenbauen ging am besten ... eine gut konstruierte Welle fluchtet nur in genau einer Position richtig, 180 Grad verkehrt geht nicht, das ergibt knapp mehr oder weniger ... dieser kleine Unterschied ist unterm Laster eher schlecht feststellbar ...
Gruss Ulf
das ist ein wirklich guter Tipp.
Ich werde die Kardanwelle ausbauen und schauen, ob sie überhaupt fluchtet.
Auseinanderbauen und neu zusammenstecken wollte ich sie nun eh und werde deinen Tipp dabei definitiv berücksichtigen!
Beste Grüße
Julian
Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hallo Constantin,
auch dir nochmal vielen Dank für deine Rückmeldung.
Das bestätigt auch nochmal das wovon ich mittlerweile ausgegangen bin.
Ich werde die Welle nun auseinander bauen, korrekt zusammen stecken und ggf. nochmal wuchten lassen.
Beste Grüße
Julian
- Pirx
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hallo Julian!
Woher kommt die Angabe "mineralisches SAE 90 / 85W-90 nach Handbuch"?
Ich finde in meinen Unterlagen folgende vorgeschriebene Öle für das Verteilergetriebe:
Viskosität entweder 80W/85W oder 75W-90.
Nur Getriebeöle nach MB-Bevo Blatt 235.4 = DTFR 13B110 oder Blatt 235.11 = DTFR 13B150.
Beide Öle sind vollsynthetisch.
Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Moin,
die Kardanwelle korrekt zu montieren beugt späteren Folgeschäden vor. Hat aber nichts mit der Temperatur im VTG zu tun.
Ich denke da hat der Vorbesitzer unwissentlich das falsche Öl eingefüllt. Nimm das von Pirx beschriebene 75W90 und schau dir die Temperaturen dann erneut an.
MLG
Felix
die Kardanwelle korrekt zu montieren beugt späteren Folgeschäden vor. Hat aber nichts mit der Temperatur im VTG zu tun.
Ich denke da hat der Vorbesitzer unwissentlich das falsche Öl eingefüllt. Nimm das von Pirx beschriebene 75W90 und schau dir die Temperaturen dann erneut an.
MLG
Felix
- MartinK
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Genau so. Kardan korrekt montieren und passendes Öl. Hochbelastete Getriebe und kein Synthese? Habe ich mich auch gewundert aber keine Herstellerangaben gefunden.
--
Hauptsache man ist gesund und die Frau hat Arbeit
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hallo Pirx,Pirx hat geschrieben: ↑2026-07-20 15:49:50Hallo Julian!
Woher kommt die Angabe "mineralisches SAE 90 / 85W-90 nach Handbuch"?
Ich finde in meinen Unterlagen folgende vorgeschriebene Öle für das Verteilergetriebe:
Viskosität entweder 80W/85W oder 75W-90.
Nur Getriebeöle nach MB-Bevo Blatt 235.4 = DTFR 13B110 oder Blatt 235.11 = DTFR 13B150.
Beide Öle sind vollsynthetisch.
Pirx
nach dem Kauf habe ich gesehen, dass es noch die originalen Handbücher zu kaufen gibt.
Dort habe ich dann diesen Eintrag gefunden:
Im noch vorhandenen Servicebuch habe ich dann einen Vermerk auf ein Hypoidöl gefunden - also wahrscheinlich dann 85W90, wenn sie sich an die MB Freigabe gehalten haben.
Dieses Öl ist aber nur für den Einsatz bei anhaltenden Außentemperaturen von über 30 °C bestimmt.
Dementsprechend wollte ich nun auf das 80W/85 mit MB Freigabe 235.1 wechseln.
Beste Grüße
Julian
- Pirx
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hallo Julian!
Ich habe hier ältere Unterlagen (bis zurück nach 2006) zu den Mercedes-Benz Betriebsstoffvorschriften, die aber in diesem Punkt zu 100% mit den aktuellen Daimler Truck Vorschriften übereinstimmen.
Letzte Seite, Punkt "MB Verteilergetriebe":
https://bevo.mercedes-benz-trucks.com/p ... 013A110/de
Hier die Erklärung zu den Ölen:
https://bevo.mercedes-benz-trucks.com/p ... 013A100/de
Pirx
Ich habe hier ältere Unterlagen (bis zurück nach 2006) zu den Mercedes-Benz Betriebsstoffvorschriften, die aber in diesem Punkt zu 100% mit den aktuellen Daimler Truck Vorschriften übereinstimmen.
Letzte Seite, Punkt "MB Verteilergetriebe":
https://bevo.mercedes-benz-trucks.com/p ... 013A110/de
Hier die Erklärung zu den Ölen:
https://bevo.mercedes-benz-trucks.com/p ... 013A100/de
Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.
---
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- MartinK
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hei, Pirx.
Seit der Trennung von Daimler PKW und Daimler Trucks komme ich mit den Spezifikationen der LKW-Sparte nicht mehr gut zurecht. Aber 235.1 ist ja jetzt eine PKW-Spezifikation und vermutlich für LKW gar nicht mehr gültig, oder? Gruß, Martin
Seit der Trennung von Daimler PKW und Daimler Trucks komme ich mit den Spezifikationen der LKW-Sparte nicht mehr gut zurecht. Aber 235.1 ist ja jetzt eine PKW-Spezifikation und vermutlich für LKW gar nicht mehr gültig, oder? Gruß, Martin
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Hallo Martin!
Blatt 235.1 ist jetzt DTFR 13 B 100 und nach wie vor (auch) für LKW gültig.
Siehe hier:
https://bevo.mercedes-benz-trucks.com/D ... rsicht.pdf
Pirx
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Danke!
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- brummiwomo
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Was sind denn das für Folgeschäden ?
Is halt immer was :)
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Das sind zerstörte Kardangelenke, Getriebe, Kugellager. Das schlägt alles kaputt.
Gruß
Bernd
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- brummiwomo
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Ach so, wegen Unwucht.
Verstanden. Danke.
Verstanden. Danke.
Is halt immer was :)
Iveco 95-17 (90-16) kurze Hütte mit FM2
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Re: Hohe Temperaturen im Verteilergetriebe
Moin,
ne wegen Drehschwingungen. Eine Unwucht muss dadurch nicht zwangsläufig entstehen.
Viele Grüße
Constantin
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Viele Grüße
Constantin