Gleitlagerfrage

alles, was nicht in die übrigen Technik-Kategorien passt

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Gleitlagerfrage

#1 Beitrag von Der Initiator » 2026-06-07 20:56:31

Beim Entlüften der Lenkung habe ich festgestellt, dass die Ruderwelle sich doch recht stark im Ruderkoker bewegt. Alles andere habe ich inzwischen neu gemacht, jetzt würde ich das auch gerne erledigen. Der Ruderkoker hat einen Innendurchmesser von 74 mm. Die Ruderwelle ist 50 mm stark, abgedichtet wird sie mit einer Dichtschnur, die mit einem Monokel nachgestellt werden kann. Im Monokel hat die Welle 1,4 mm Spiel, das Monokel im Ruderkoker hat 1,5 mm Spiel. Dieses Spiel würde ich gerne minimieren, dazu schwebt mir eine einfache Buchse aus Kunststoff vor. Aber im Netz finde ich nicht die gewünschten Maße. Hat hier wer die Möglichkeit, mir so etwas zu drehen? Wenn ja, was für ein Material empfiehlt sich?

2606xx Ruderkoker 4-.JPG
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Re: Gleitlagerfrage

#2 Beitrag von RalfPetersen » 2026-06-07 22:36:08

Moin,

da du es als Gleitlager betitelst,müsste es Messing werden.Was denke ich viel wichtiger ist,ob die Ruderwelle eingelaufen ist.Und wenn eine neue Buchse eingepresst ist,wird diese mit einer verstellbaren Reibahle an die Ruderwelle angepasst.

Und ist der Ruderkoker geschraubt ?

Gruß Ralf
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Re: Gleitlagerfrage

#3 Beitrag von dharryh » 2026-06-07 23:21:27

Im Maschinenbau wird oft POM für Gleitlager genommen.
Ist auch Seewasser fest. Habe aber keine Ahnung von Schiffen.

Gruß
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Re: Gleitlagerfrage

#4 Beitrag von Der Initiator » 2026-06-08 6:21:10

Der Ruderkoker ist eingeschweißt und die Ruderwelle ("Ruderschaft" ist vielleicht die bessere Bezeichnung) ist nicht eingelaufen. Es gibt ja nichts, wo sie einlaufen könnte :D Jedenfalls nicht oben, wo ich die Buchse einsetzen will. Wenn sie unten ähnlich viel Spiel hat, kann ich das nicht ändern: das Ruder lässt sich ohne Zerstörung der Ruderhacke oder des Ruders selbst nicht ausbauen.
dharryh hat geschrieben:
2026-06-07 23:21:27
Im Maschinenbau wird oft POM für Gleitlager genommen.
Ist auch Seewasser fest. Habe aber keine Ahnung von Schiffen.
Danke, ich schaue mal, ob ich das als Hohlstab finde. Buchsen aus Polyamid habe ich gefunden, aber nicht in der gewünschten Größe.
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Re: Gleitlagerfrage

#5 Beitrag von ADK-Fahrer » 2026-06-08 6:48:59

Ich würde nach einer Buchse aus Lagerbronze schauen und die ggfs auf der Drehbank etwas anpassen....
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Re: Gleitlagerfrage

#6 Beitrag von Der Initiator » 2026-06-08 7:21:58

Eben, die Sache mit der Drehbank :angel: Ich habe keine, deshalb frage ich ja, ob hier wer die Möglichkeit hat, mir eine Buchse zu drehen :blume: Hohlstäbe aus Polyamid, POM, Teflon finde ich bei ebay.
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Re: Gleitlagerfrage

#7 Beitrag von Borsty » 2026-06-08 7:30:59

Kenne mich zwar mit Booten nicht aus, aber für mich sieht das auf dem Bild nach Stopfbuchse aus. Ich kenne sowas ähnliches mit auf den Kopf gedrehte Rührwerke. E- Motor, Welle mit Kupplung und Lager im Aussenbereich, Welle geht durch Stopfbuchse und wird nur durch diese geführt. Im Inneren des Kessels dann der Propeller sprich Rührwerk. Die Packung besteht aus Teflon manchmal auch aus anderen Material. Klinger ist da ziemlich stark. Schätze die Ruder Welle wird dasselbe Prinzip haben. Normal hebt man das letzte Spiel durch diese Packung auf und dichtet zugleich ab. Je nach Bauart ist es bei den Kesseln wie beim Boot. Im Prinzip könnte nach meiner Vorstellung das Monokel auch zur Führung dienen und dürfte im Aussendurchmesser zum Sitz im Rohr kaum Spiel haben. Also Monokel theoretisch am Aussensitz überarbeiten. Zur Welle hin gar nix. Da muss Spiel sein damit die Packung beim nachziehen sich gleichmässig um die Welle setzen kann. Packung mit Boot im Wasser zu tauschen geht ja wohl eher nicht. Weiss jetzt nicht ob bei Dir der obere Teil des Ruders nicht im Wasser liegt. Den ohne den Gegendruck des Monokels könnte der Wasserdruck dir die Packung rausdrücken. :eek: Hättest Du noch ein Bild des Monokels? Ganz leichte Leckage muss ja sein damit die Flüssigkeit hilft zu schmieren und zu kühlen. Da es nicht der Propellerschaft ist und nur zur zusätzlichen Führung dient ginge da auch einfach ne geschlitze Buchse (Spannbuchse) aus Rohrmaterial POM wie vorgeschlagen die man dann gut fettet. Ansonsten muss von der Druckseite her am Monokel eine Buchse mit Rand von unten rein. Spiel dort ist aber eigentlich in jeglicher Art normal da die Packung dafür da ist.
Keine Boots Erfahrung, dafür Maschinenbau mit Rührwerken.
Teuerster Umbau wäre auf Gleitringdichtung mit Lager :joke:
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Re: Gleitlagerfrage

#8 Beitrag von Der Initiator » 2026-06-08 8:02:53

Borsty hat geschrieben:
2026-06-08 7:30:59
Kenne mich zwar mit Booten nicht aus, aber für mich sieht das auf dem Bild nach Stopfbuchse aus.
Richtig, das ist eine Stopfbuchse, mir ist gestern nur der korrekte Begriff nicht eingefallen, deshalb habe ich das umschrieben. Da der Ruderkoker über der Wasserlinie endet, ist ein Wechsel problemlos möglich, nur verhindert die Packung leider die Bewegung nicht, deshalb die Idee mit einer Kunststoffbuchse, wie du sie von den Rührwerken beschreibst.
Borsty hat geschrieben:
2026-06-08 7:30:59
Hättest Du noch ein Bild des Monokels?
Kannst du mit den Fotos etwas anfangen? Sonst müsste ich noch eins machen.
2606xx Ruderkoker 2-.JPG
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2606xx Ruderkoker 7-.JPG
2606xx Ruderkoker 7-.JPG (161.59 KiB) 298 mal betrachtet
Borsty hat geschrieben:
2026-06-08 7:30:59
Den ohne den Gegendruck des Monokels könnte der Wasserdruck dir die Packung rausdrücken. :eek:
Das wird zwar oft gesagt und befürchtet, aber bei ~50 mbar Wasserdruck und einem Spalt von ca. 1 mm zwischen Widerlager und Welle ist das nicht zu erwarten. Im Gegenteil musste ich eine Schraube 8 x 160 mehrfach 1 cm tief reinschrauben, um die alte Packung rauszuzerren. Auch die Packung der Propellerwelle, die deutlich unter der Wasseroberfläche liegt, habe ich schon im Wasser gewechselt :D (Bei einem richtigen, großen Schiff würde ich das allerdings nicht probieren)

Borsty hat geschrieben:
2026-06-08 7:30:59
Teuerster Umbau wäre auf Gleitringdichtung mit Lager :joke:
Wenn das nicht so teuer wäre, hätte ich es für die Propellerwelle gemacht.
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Re: Gleitlagerfrage

#9 Beitrag von Der Initiator » 2026-06-08 8:10:55

Ich könnte natürlich auch erst einmal die Packung erneuern und richtig festziehen. Vielleicht war ich dabei nur zu zaghaft 🤔
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Re: Gleitlagerfrage

#10 Beitrag von Borsty » 2026-06-08 9:54:28

Ja, Prinzip ist genau was ich erwartete. Unterhalb des Monokels befinden sich keine Kontermuttern? Also dort wo die Augen sind und zum nachziehen gedacht ist. Wäre dazu da damit sich das Monokel gerade ausgerichtet nicht bewegt. Zwar fast unmöglich aber auch schon gehabt.
Zaghaft kann gut sein. Da es ja eine Ruderwelle ist denke ich kannst Du da schon ziemlich straff ziehen. Ich würde mal gucken mit mehr spannen. Finde das Spiel auch Bildmässig nicht schlimm. Wichtig ist halt auch das es genau ausgerichtet ist und dann eben gekontert das sich das Monokel nicht bewegt.
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Re: Gleitlagerfrage

#11 Beitrag von ingolf » 2026-06-08 11:52:00

Kann die Stopfbuchse oben von der Welle genommen werden um die POM Buchse aufzunehmen oder muss die geschlitzt werden ?
Von einer Drehbank weiß ich wo sie steht. Außen etwas abnehmen wird gehen, innen was rausdrehen könnte ein Problem werden mit dem Spannen.
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Re: Gleitlagerfrage

#12 Beitrag von Der Initiator » 2026-06-08 12:04:22

Borsty hat geschrieben:
2026-06-08 9:54:28
Unterhalb des Monokels befinden sich keine Kontermuttern? Also dort wo die Augen sind und zum nachziehen gedacht ist. Wäre dazu da damit sich das Monokel gerade ausgerichtet nicht bewegt. Zwar fast unmöglich aber auch schon gehabt.
Zaghaft kann gut sein. Da es ja eine Ruderwelle ist denke ich kannst Du da schon ziemlich straff ziehen. Ich würde mal gucken mit mehr spannen. Finde das Spiel auch Bildmässig nicht schlimm. Wichtig ist halt auch das es genau ausgerichtet ist und dann eben gekontert das sich das Monokel nicht bewegt.
Du meinst, das Monokel könnte kippeln? Dann müsste es sich ja einseitig tiefer in die Packung drücken. Habe ich noch nie von gehört. Ich messe immer, ob der Abstand auf beiden Seiten etwa gleich ist. Was du mit ausrichten meinst, weiß ich nicht. Wenn die Bolzen durch die Löcher auftauchen, bewegt sich nichts mehr :lol: Und bildmäßig hat mich das auch nicht gestört. Erst als ich gesehen habe, wie die Welle sich bewegt. Dynamisch statt statisch :angel:

@Ingolf
Jetzt, wo du es schreibst, fällt mir auch eine ein. Die Buchse kann einfach von oben eingesetzt werden. Aber ich habe die Dichtschnur gefunden und probiere es erst einmal mit anknallen.
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Re: Gleitlagerfrage

#13 Beitrag von ingolf » 2026-06-08 12:20:39

Die Schweißnaht an den Schrauben zum Rohr ... wenig knallen würde ich mich trauen.
Grüße Ingolf
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Re: Gleitlagerfrage

#14 Beitrag von ADK-Fahrer » 2026-06-08 13:51:11

Der Initiator hat geschrieben:
2026-06-08 7:21:58
Eben, die Sache mit der Drehbank :angel: Ich habe keine, deshalb frage ich ja, ob hier wer die Möglichkeit hat, mir eine Buchse zu drehen :blume: Hohlstäbe aus Polyamid, POM, Teflon finde ich bei ebay.
Ich habe auch nicht alles selbst, finde aber meist Leute die haben und es dann auch können 😉
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Re: Gleitlagerfrage

#15 Beitrag von Borsty » 2026-06-08 16:15:01

Der Initiator hat geschrieben:
2026-06-08 12:04:22
Borsty hat geschrieben:
2026-06-08 9:54:28
Unterhalb des Monokels befinden sich keine Kontermuttern? Also dort wo die Augen sind und zum nachziehen gedacht ist. Wäre dazu da damit sich das Monokel gerade ausgerichtet nicht bewegt. Zwar fast unmöglich aber auch schon gehabt.
Zaghaft kann gut sein. Da es ja eine Ruderwelle ist denke ich kannst Du da schon ziemlich straff ziehen. Ich würde mal gucken mit mehr spannen. Finde das Spiel auch Bildmässig nicht schlimm. Wichtig ist halt auch das es genau ausgerichtet ist und dann eben gekontert das sich das Monokel nicht bewegt.
Du meinst, das Monokel könnte kippeln? Dann müsste es sich ja einseitig tiefer in die Packung drücken. Habe ich noch nie von gehört. Ich messe immer, ob der Abstand auf beiden Seiten etwa gleich ist. Was du mit ausrichten meinst, weiß ich nicht. Wenn die Bolzen durch die Löcher auftauchen, bewegt sich nichts mehr :lol: Und bildmäßig hat mich das auch nicht gestört. Erst als ich gesehen habe, wie die Welle sich bewegt. Dynamisch statt statisch :angel:

@Ingolf
Jetzt, wo du es schreibst, fällt mir auch eine ein. Die Buchse kann einfach von oben eingesetzt werden. Aber ich habe die Dichtschnur gefunden und probiere es erst einmal mit anknallen.
Wenn Du misst ist das auch gut. :happy: Im Prinzip gehört da nach mir ne Gegenmutter darunter. In der Theorie kannst Du so auch das Monokel mit der Welle rundum dann mit Fühlerlehre genau richten. Das ist mit dem ausrichten meinerseits gemeint. Waagerecht zur unteren Fläche wie Du es machst passt auch. Ist ja keine raketenwissenschaft.
Ich hatte solche Fälle schon als sich was löste das es dann eben kippelte. Das könntest Du höchsten mal zu zweit gucken ob sich das Monokel bewegt wenn Du am Ruder drehst. Den die Packungsschnüre drücken da ja ziemlich dagegen und fallen nicht immer haargenau gleich zusammen. Aber eben. Dauerlaufende Wellen. Ist schon ein Unterschied.
Lustiger Ausdruck übrigens. :D Finde ich passender als Stopfbuchsenbrille.
Die Packung ist sicher aus mehreren einzelnen Schnüren bestehende Gesamtpackung. Meist sind die Enden ja nicht gerade geschnitten sondern in 45° Winkeln. Kommt eben darauf an Wer die herstellt und für was. Manche sind als Packung fertig und dann ne Folie drumrum die dann irgendwann wegreisst.
Wie alt die Packung ist weisst Du nicht zufälligerweise? Sehe da zwar auch Fett, aber existiert da auch ne Stauferbuchse oder Schmiernippel? Kann eben auch sein das eben Spiel ist wenn Du zwar noch mit dem Monokel drücken kannst, die Dichtungsschnüre aber hart und ausgetrocknet sind und eben dann nicht mehr genug. Beim ersten Bild das Du eingestellt hast sieht man eigentlich schon das die Schnüre der Packung nicht rundum an der Welle aufliegen. Daher rate ich zum Tausch.
Naja, bisschen wie Glaskugellesen wenn man es nicht vor Augen hat. Da sind immer ein paar Faktoren die Mitspielen. Welle gut und nicht eingelaufen ist ein Punkt. Dann eben wie alt die Packung ist. Dann wie schnell oder wenig bewegt sich das Ganze. Welches Material der Schnüre. Schnüre die richtige Dicke usw. Die halbe Differenz vom Wellendurchmesser zum Stopfbuchsenbrillendurchmesser. Sollte sich da geradeso reinquetschen lassen. Bei Dir also 12x12mm müsste die Schnur sein von den Massen her im ersten Thread. Eventuell das es sich da um ne Graphitpackung handelt. Da bei Dir soweit Alles sonst gut aussieht tauschen.
Selber würde ich da was mir die Bilder sagen nix verändern bis auf neue Packung und Fett rein. Nach ein paar Tagen nochmals nachziehen. Dann eben in regelmässigen Abständen bei Gebrauch nachstellen. Am Ruder darf das schon satt sein da es weder gekühlt noch durchs Wasser geschmiert werden muss.
Ein Umbau würde gehen indem man ein 45° geschlitztes Führungslager aus Kunstoff einsetzen würde. Braucht aber dennoch die Packung zum abdichten. 45°deshalb damit es besser gleitet, runder da immer ne Führung da ist und nicht ein Schlitz. Ne geschlossene Buchse geht nicht weil da Alles weg müsste damit man das über die Welle schieben müsste. Dichten damit alleine wäre fast unmöglich ohne grosse Kräfte aufzuwenden und da wären mir die beiden Schrauben ein zu heisses Eisen.
Wenn ich da in der Nähe wäre würde ich das gerne machen. War ne Arbeit die ich gerne machte bei der Instandhaltung. Ich würde mir der Funktion wegen da ne Packung Baumwollschnur diagonal geflochten und gefettet 12x12mm besorgen und ersetzen. Das reicht völlig für die Funktion. Da kommt nie und nimmer über 10 bar Wasserdruck und die sind bis 15 bar sicher. Da was zu basteln würde ich lassen. Ersetzen wie Du andenkst. Du kannst das Monokel ja dann wieder lösen und reingucken. Die muss dann satt rundum anliegen. Mach nicht das dir das Boot sinkt. :angel:
Gruss Uwe

ellwood25
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Re: Gleitlagerfrage

#16 Beitrag von ellwood25 » 2026-06-08 16:44:30

Hallo,

Ich bin in diesen Konstruktionen kein Profi. Vielleicht hilft diese Betrachtung trotzdem weiter:

Mein Verständnis wäre:

1) eine Stopfpackung hat immer ein (ganz kleines Bisschen) Spiel. Das liegt in der Flexibilität des Packungsmaterials begündet.

2) Wenn man es 'spielfrei' möchte trennt man die Funktionen Dichtung (z.B Stopfpackung) von Lagerung (z.b. Gleitlager oder aber auch andere Formen von Lagern).

3) Bei einem Ruder kann man vermutlich mit ein wenig Spiel leben.

Viele Grüße,
Florian
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Re: Gleitlagerfrage

#17 Beitrag von Der Initiator » 2026-06-08 22:46:11

Borsty hat geschrieben:
2026-06-08 16:15:01
Die Packung ist sicher aus mehreren einzelnen Schnüren bestehende Gesamtpackung. Meist sind die Enden ja nicht gerade geschnitten sondern in 45° Winkeln. Kommt eben darauf an Wer die herstellt und für was. Manche sind als Packung fertig und dann ne Folie drumrum die dann irgendwann wegreisst.
Wie alt die Packung ist weisst Du nicht zufälligerweise? Sehe da zwar auch Fett, aber existiert da auch ne Stauferbuchse oder Schmiernippel? Kann eben auch sein das eben Spiel ist wenn Du zwar noch mit dem Monokel drücken kannst, die Dichtungsschnüre aber hart und ausgetrocknet sind und eben dann nicht mehr genug.
Ich habe das Boot seit zehn Jahren und der Vorbesitzer war da sicher die letzten fünf Jahre nicht dran. Die alte Packung habe ich entfernt, die war nicht hart, ich konnte die Schraube gut reindrehen. Passende Dichtschnur habe ich und ich weiß sogar, wo sie liegt! Gerade gemessen: 13,5 mm. Ich schneide die immer selber, das geht gut an der Welle. Mache ich die Tage und berichte, sobald ich getestet habe.
Borsty hat geschrieben:
2026-06-08 16:15:01
Dann wie schnell oder wenig bewegt sich das Ganze.
Wenig, von hart nach hart 90°. Beim Boot wird nicht so viel und hektisch gelenkt wie im Auto. Letztes Jahr hatte ich eine Etappe, auf der der Autopilot in zwanzig Stunden zweimal den Kurs geändert hat :spiel:
Borsty hat geschrieben:
2026-06-08 16:15:01
Ne geschlossene Buchse geht nicht weil da Alles weg müsste damit man das über die Welle schieben müsste.
Da ist alles weg, eine Buchse ließe sich einfach von oben draufschieben. Aber das lasse ich als Plan B. Der Ruderkoker wird mit einer Lincoln HP4 geschmiert. Da in den letzten dreißig Jahren einiges reingedrückt wurde, dürfte längst das ganze Rohr fettgefüllt sein :lol: Und wie schon geschrieben - der Ruderkoker endet deutlich über der Wasserlinie :blume:
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Re: Gleitlagerfrage

#18 Beitrag von Borsty » 2026-06-09 6:22:13

Na dann wird's ja nach 15 Jahren sicher nicht schlecht sein. Nicht hart ist ja auch gut. Staune gerade über 13,5mm. Rein rechnerisch wär's 12mm. Aber egal, wenn Du die reinkriegst passt das. Denk dran im 45° Winkel schneiden. Die Handpumpe kenne ich sogar. Ja, das dürften ein paar Habe Fett da drin sein in der Zeit.
Das tönt doch vielversprechend. Wie ich schrieb würde ich höchstens eben 2 Gegenmuttern unters Monokel setzen. Muss nicht, für mich wär's jetzt wegem ausrichten zur Welle. Das mit der Buchse sein lassen. Da würdest Du deutliche Zeichen an der Welle sehen wenn das schleifen würde auch wenn's nicht viel und oft bewegt wird. Aber in den vielen Jahren.
Na dann viel Spass bei der Arbeit.
Gruss Uwe

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Re: Gleitlagerfrage

#19 Beitrag von Der Initiator » 2026-06-09 7:35:37

Borsty hat geschrieben:
2026-06-09 6:22:13
Wie ich schrieb würde ich höchstens eben 2 Gegenmuttern unters Monokel setzen. Muss nicht, für mich wär's jetzt wegem ausrichten zur Welle.
Das verstehe ich immer noch nicht. Ich habe jetzt mal nachgemessen, das Monokel ist 60 mm lang und innen 51,4 mm, die Welle, die da durch geht, hat 50 mm. Wieviel soll denn da kippeln?
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Re: Gleitlagerfrage

#20 Beitrag von Borsty » 2026-06-09 8:59:04

Der Initiator hat geschrieben:
2026-06-09 7:35:37
Borsty hat geschrieben:
2026-06-09 6:22:13
Wie ich schrieb würde ich höchstens eben 2 Gegenmuttern unters Monokel setzen. Muss nicht, für mich wär's jetzt wegem ausrichten zur Welle.
Das verstehe ich immer noch nicht. Ich habe jetzt mal nachgemessen, das Monokel ist 60 mm lang und innen 51,4 mm, die Welle, die da durch geht, hat 50 mm. Wieviel soll denn da kippeln?
Innerhalb der 1,4mm kann das passieren muss aber nicht. Schraubenlöcher selber haben ja auch Spiel und das Monokel sicher innerhalb des Rohrs auch. Kenne das halt so von den Anlagen wo ich dran arbeitete. Muss ja aber nicht sein da es ja keine volle Drehbewegung macht und nur extrem langsam. Passieren tut da nix. Hab nur das im Zusammenhang auf die schnelle gefunden. Kenne das nur so egal wo ich mal ne Packung getauscht habe. Manchmal auch statt unter dem Flansch eine Mutter oben dann ne Kontermutter.
Aber eben kein Muss bei ner Ruderwelle.
Gruss Uwe

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