Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

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Willi Jung
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#61 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-21 13:40:53

Bahnhofs-Emma hat geschrieben:
2025-10-20 21:44:41
Dann trage ich mich mal auf der Warteliste ein. :cool:

Oder auf die Vorbestellerliste für die 2026er Ernte.

Grüße
Marcus
Vorbestellung ist aufgenommen 😘
Liebe Grüße
Willi
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siegerland
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#62 Beitrag von siegerland » 2025-10-21 16:00:41

Bahnhofs-Emma hat geschrieben:
2025-10-20 21:44:41
auf die Vorbestellerliste für die 2026er Ernte.
Beinahe wie eine Wette auf die Pöppenrader Ernte…. …mit bekanntem Ausgang :joke:

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Wombi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#63 Beitrag von Wombi » 2025-10-21 16:13:05

DäddyHärry hat geschrieben:
2025-10-20 22:19:58
Wenn die foreninternen NA-Überwinterer bei Willi einen "Zwangsstopp" einlegen, zwecks Ölverteilung....
ist das dann auch eine Schattenflotte? :angel:

Stelle mich hiermit hinter Bahnhofs-Emma an...

Gruß Härry
Wenn ganze Getriebe und Achsen mit einem Forumstransport bald weltweit ans Ziel kommen, dann dürften einige Liter "Suppe" im "Nahverkehr" auch funzen.

Gruß, Wombi
Es ist an der Zeit, die Reste der Welt zu entdecken........

15.4.2013, ab da werden wir uns für seeeehr lange Zeit nicht mehr sehen :-))))

Der Urlaub ohne Stress hat begonnen :-))) www.wombi-on-tour.de

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#64 Beitrag von DBrick » 2025-10-21 16:48:35

Hallo Willy, ich erlaube mir auch mal eine Anmerkung weil ich selber jahrelang in Sardinien mitgeerntet habe.
Die Besitzer haben es leider aufgegeben selbst zu ernten und somit findet unser jährlicher Novemberurlaub nicht mehr statt.
In Sardinien gilt die Regel das die Erntemanschaft die Hälfte des Ertrags für ihre Arbeit bekommt. So wird dort die Arbeit dort eingeschätzt.
Wir hatten gerüttelt mit elektrischen (Lifepo4 Akkus) Rüttlern. Auf Korfu habe ich letzte Jahr festgestellt das es auch Geräte mit Verbrennungsmotor gibt - was mir unkannt war. Ich gehe davon aus das dies zumindest in Sardininen schon lange nicht mehr erlaubt ist. Handernte hab ich auch versuchsweise gemacht - bei kleinen Bäumen und viel Zeit machte mir das Spass.

Dein Foto mit den abgefüllten 5l-Plastikbehältern iritiert mich aber: In ganz Italien gilt die Regel das Olivenöl in Plastikbehältern nur kurzfristig zum Transport genutzt werden darf. Blechkanister oder (Edel)Stahltanks sind die Regel.
Und was immer ein Dilemma war: Beste Qualität gibt es nur bei täglicher Verarbeitung zu Öl direkt nach dem Pflücken - bei Terminen in den kommunalen oder privaten Ölpressanlagen leider nicht zu machen !

Gruß
Erich

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Willi Jung
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#65 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-21 19:11:14

Hallo Erich,
wenn ich hier Leute finde, die es gerne für die Hälfte vom Ertrag machen würden, wäre das für mich der Weg der Zukunft. Wir können den Einsatz jedenfalls nicht mehr lange bringen.
Zeitnahe Pressung ist natürlich klar, aber unsere Mühle nimmt unter 600kg nicht an. Es geht ja darum, dass der Prozess so ist, dass du wirklich dein Öl bekommst.
Hier werden vorwiegend Verbrenner eingesetzt, aber der Krach reicht mir von den Nachbarfincas. Ich tendiere eher zu kabelgebundenen 230V Stromern und einer großen Powerstation statt Benzinaggregat.
Die Plastikbehälter sind hier leider Standart. Die 5L Bag-Inbox, die wir favorisieren, hatten sie gerade nicht mehr da. Deshalb haben wir jetzt beschlossen, dass wir die selbst besorgen (was günstiger ist) und umfüllen. Ein Vorteil ist, dass sich dabei noch ein paar Schwebstoffe absetzen. Das verbessert die Haltbarkeit.
Für nächstes Jahr werden wir uns dann ein Edelstahlgefäß für die Abholung organisieren mit Auslaufhahn.
Die Hälfte des Ertrags in Früchten? Oder in Öl? Oder in Hälfte vom Verkaufspreis?
Wir hoffen mittelfristig hier Mitstreiter zu finden, die bei uns durch die Ernte mehr erwirtschaften können als an anderer Stelle und aufgrund der Direktvermarktung für uns auch ein Wenig übrig bleibt, und sei es nur unser eigener Ölbedarf.
Die Pflege vom Olivenhain ist für uns eher meditatives tun in der Natur. Die Ernte in diesem Zeitdruck usw. ist für mich nicht mehr erstrebenswert. Aber wir haben das dieses Jahr komplett in Eigenregie und Eigenleistung gemacht, um genau die Erkenntnisse zu gewinnen, die wir jetzt haben und den Arbeitsaufwand an den verschiedenen Stellen richtig einschätzen zu können.
Aber für mich ist das nur ein gangbarer Weg, wenn daraus eine echte Win-Win-Situation entsteht.
Liebe Grüße
Willi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#66 Beitrag von Enzo » 2025-10-21 23:47:16

Moin Willi,

das ist ein anstrengendes Hobby. Muss man nicht unbedingt haben, ich zumindest nicht. Die Pflege der Bäume ist ja auch nicht so ganz ohne. Kannst ja mal mit den Nachbarn sprechen. Sollen deren Erntehelfer deine Olivenbäume schneiden und ernten und du bekommst dein Jahresbedarf an Öl.
Ich habe dreimal meine rund 300 Mandelbäume, die da noch irgendwo in Murcia herumstehen, von Hand geerntet. Kein Trecker mit Rüttelarm, sondern mit einem grossen Gummihammer den Stamm zum vibrieren gebracht. Dann einsammeln, mit einem kleinen Benzin betriebenen Knacker die erste Schale entfernt. Dann zum Aufkäufer. Die ganze Fuhre wird gewogen. Dann werden Proben aus jedem Sack entnommen und gewogen. Danach wurde die zweite Schale geknackt und die reine Mandel gewogen. Dann wird hochgerechnet wieviel Mandeln angeliefert wurden und bezahlt. Vor 20 Jahren gab's 80 Cent pro Kg Mandel.
Ausser Spesen nichts gewesen :D Danach habe dem Nachbarbauer gesagt, wenn er Lust hat kann meine Bäume ernten.

Gruß Jens

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#67 Beitrag von DBrick » 2025-10-21 23:47:50

Hallo Willy,
Ausgezahlt wird in Litern. Zumindest wenn es um die private Erntehilfe geht.
Meine Freunde haben erst nach ein paar Jahre einen zuverlässiger Pflücker (im familiären Umfeld) gefunden.
Das mit dem Zeitaufwand der Ernte war für uns ein Lernprozeß: nach ein paar Jahren waren wir schließlich viermal so schnell und hatten alle unnötige Gründlichkeit abgelegt und die nötigen Fertigkeiten entwickelt, z.B. rationelles Verlegen der Netze, angepasst an die Geographie der Grundstücke.

Öl abholen im leichten Kunststoffkanister ist schon üblich, zu Hause wird aber gleich umgefüllt. In Sardinien war jeder Landwirtschaftsladen gut mit allen Behältern bestückt.
Das Qualitätsbewustsein scheint ja in Italien wirklich ausgeprägter zu sein - hätte ich so nicht erwartet.
Ich hab noch jede Menge 5/10l Weissblechkanister übrig - könntest du haben (ab Nürnberg).
Ihr könntet, wie die Diskussion hier zeigt, die Ernte als Ferienangebot bewerben - Nachfrage gibt es. Das Problem ist der schwankende Erntezeitpunkt und die wirkliche Durchhaltefähigkeit der Interessenten. 9h lang den Rüttler nach oben ausgesteckt zu schwingen merkt man erstmal, nach 3 Tagen dann nichts mehr.
Rüttelgeräte und Netze gibts sicher auch bei euch zum Ausleihen ? Mit einem Benzinrüttler würde ich wohl nie arbeiten - ich hasse schon die Laubbläser.
Erntezeitrahmen ist bei euch der Oktober ? ich merke schon mein eigenes Interesse ...

Lieben Gruß
Erich

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#68 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-22 0:32:06

Hallo Erich,
Leihgeräte sind mir hier bislang nicht über den Weg gelaufen.
Sei mir nicht böse, aber gebrauchte Weißblechkanister sind für mich jetzt nicht der Weisheit letzter Schluss.
Der Erntezeitpunkt ist dieses Jahr wohl extrem früh und bei uns auf dem "Berg" noch Mal zwei Wochen früher im Vergleich nach meinen Beobachtungen.
So hatten wir dieses Jahr auch in besagter Ölmühle den ersten möglichen Termin.
Das mit den vier Jahren Lernprozess macht ja Mut, dass da noch Potential drin ist.
Das mit dem Durchhaltevermögen der Interessenten ist so ein Thema.
Wenn man eh schon so ein enges Zeitfenster hat und dann noch schauen muß, ob die Helfer im Ansatz wissen, auf was sie sich da einlassen, neige ich eher zum Deal mit Profis, die das schon lange kennen und dann die Ernte ganz in andere Hände geben.
Ware zur Olmühle bringen, Qualität sichern, vermarkten und Reinerlös teilen.
Dazu dann noch den Olivenhain selbst pflegen. So, oder so ähnlich könnte für mich ein Modell daraus werden. Aber das ist alles Zukunftsmusik.
Jetzt müssen wir erst einmal diese Ernte heim bringen. Starke Regenfälle machen uns in den nächsten drei Tagen schon einen Strich durch die Planung.
Liebe Grüße
Willi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#69 Beitrag von Gogomobil » 2025-10-22 12:48:12

Weißblech oder farbiges Glas ist nicht unbedingt nötig. Beide sind sauerstoffundurchlässig und schützen vor Licht, damit wird das Öl länger haltbar für den Verkauf. Privat kann man es dunkel und kühl lagern, das hilft schon viel gegenüber warmen Regalplatz in Lager und Handel. Umfüllen in Glasballons oder Blech geht immernoch, kommt eben auf die geplante Lagerzeit an.
Wie gut Glas gegenüber Plasik ist, hat ne Glascolaflasche gezeigt die hatte trotz weit über 10 Jahre Alter noch gefühlt vollen Druck. Ne PET-Kunststoffbuddel dagegen ist nach nem Jahr schlapp, Kohlendioxid "verdunstet" durch die Wandung. Umgekehrt eben mit Sauerstoff, der wandert rein, weswegen Tetrapack und Co eben die Alufolie als Stopp haben, damit die Milch... länger hält.
Die alten Ölkrüge aus Ton, auch Amphoren genannt, waren aber noch schlechter als heute die Plasikballons, alles relativ, wenn auch nicht nach Einstein.
"Jahrgangsöl" würde also Blech/Glas passen, für Verbrauchsöl reicht auch weniger dicht :D

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#70 Beitrag von Bahnhofs-Emma » 2025-10-22 14:09:33

Hallo,

ich glaube, allein aufgrund des Kultfaktors dürften sich für das Öl, idealerweise in Literflaschen, hier im Forum einige Interessenten finden, die bereit sind, einen Preis oberhalb von 20 EUR pro Liter zu bezahlen. Die üblichen Treffen liegen dummerweise vor der Ernte, da würde sich sonst eine schöne Logistik drauf aufbauen lassen. Dann noch das Jahrgangs-Etikett, nummeriert und geschmückt mit einem echten Cactus...

OK, nicht weiterdenken, das wird sonst kommerziell und dann gibt's (zurecht) 'nen Rüffel von der Cheffin.

Grüße
Marcus
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#71 Beitrag von Wilmaaa » 2025-10-22 16:32:11

Ich bekomme mein Olivenöl im 3l-Blechkanister aus Griechenland. :angel:

Aber ja. Existenzgründungsberatung, Prozessoptimierung, Personalgewinnung, Lagerlogistik und ähnliches sind eigentlich nicht die Themen des Forums. :spiel:
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#72 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-23 18:46:31

Hallo Wilma,
da bin ich ganz bei dir!
Es erschien mir eher höflich, auf die doch lieb gemeinten Anregungen einzugehen und die Erfahrungen alter Erntefüchse sind allemal willkommen.
Und nein, kommerziell soll es auf keinen Fall werden. Genau deshalb auch der grobe Einblick in die Margen. Da würden mir ganz viele andere Sachen einfallen, die lukrativer wären ( hätte einfach meinen Job weiter machen können, der mir auch Freude gemacht hat).
Mir geht's eher um das weiter führen des Erbes der Vorbesitzer (also nicht den Olivenhain platt machen und Stellplätze anlegen). Wir haben die Finca ja im Wesentlichen gewählt, weil sie so ist, wie sie ist und wollen hier mit möglichst geringen Eingriffen für unsere Bedürfnisse anpassen und ansonsten die heilsame Wirkung der Natur und des Arbeitens in der Natur genießen.
Übrigens bedingen die aktuellen Regenfälle kiloweise Steinpilze im Kastanien-Wald, die auch geerntet und verzehrt bzw. verarbeitet werden wollen. Die Kinder unserer Mitbewohner sind da schon ganz scharf drauf.
Liebe Grüße
Willi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#73 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-23 18:52:28

Bahnhofs-Emma hat geschrieben:
2025-10-22 14:09:33
Hallo,

ich glaube, allein aufgrund des Kultfaktors dürften sich für das Öl, idealerweise in Literflaschen, hier im Forum einige Interessenten finden, die bereit sind, einen Preis oberhalb von 20 EUR pro Liter zu bezahlen. Die üblichen Treffen liegen dummerweise vor der Ernte, da würde sich sonst eine schöne Logistik drauf aufbauen lassen. Dann noch das Jahrgangs-Etikett, nummeriert und geschmückt mit einem echten Cactus...

OK, nicht weiterdenken, das wird sonst kommerziell und dann gibt's (zurecht) 'nen Rüffel von der Cheffin.

Grüße
Marcus
Hallo Marcus,
da zuckt es natürlich auch in meiner kreativen Hand, was das Thema Etiketten angeht, aber aus besagten Gründen, lasse ich das auch bleiben. An einen Cactus komme ich da aber ganz sicher nicht ran. Das wäre bei mir alles bisschen geometrischer und technischer in der Bildsprache :D
Liebe Grüße
Willi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#74 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-23 18:58:34

Gogomobil hat geschrieben:
2025-10-22 12:48:12
Weißblech oder farbiges Glas ist nicht unbedingt nötig. Beide sind sauerstoffundurchlässig und schützen vor Licht, damit wird das Öl länger haltbar für den Verkauf. Privat kann man es dunkel und kühl lagern, das hilft schon viel gegenüber warmen Regalplatz in Lager und Handel. Umfüllen in Glasballons oder Blech geht immernoch, kommt eben auf die geplante Lagerzeit an.
Wie gut Glas gegenüber Plasik ist, hat ne Glascolaflasche gezeigt die hatte trotz weit über 10 Jahre Alter noch gefühlt vollen Druck. Ne PET-Kunststoffbuddel dagegen ist nach nem Jahr schlapp, Kohlendioxid "verdunstet" durch die Wandung. Umgekehrt eben mit Sauerstoff, der wandert rein, weswegen Tetrapack und Co eben die Alufolie als Stopp haben, damit die Milch... länger hält.
Die alten Ölkrüge aus Ton, auch Amphoren genannt, waren aber noch schlechter als heute die Plasikballons, alles relativ, wenn auch nicht nach Einstein.
"Jahrgangsöl" würde also Blech/Glas passen, für Verbrauchsöl reicht auch weniger dicht :D
Danke Gogomobil,
in die Richtung gehen die Überlegungen jetzt auch schon, dass die Empfänger dann umfüllen. Dann ist auch noch eine Weitergabe bzw. Aufteilung denkbar. Hier in Spanien verbraucht ein Paar in unserem Alter 5 Liter im Monat. Das ist hier halt Grundnahrungsmittel.
Beim Zähne Putzen wird schon damit gegurgelt und auf dem Frühstücksbrot ist schon die erste Ladung drauf.
Liebe Grüße
Willi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#75 Beitrag von Why Not Tours » 2025-10-23 22:18:17

Gerade kam auf ARD alpha ein Beitrag mit dem Titel "Wut auf Spaniens Olivendiebe", der wohl in der Extremadura aufgenommen wurde.
Leider habe ich zu spät reingeschaut, um wirklich zu sagen, um was es ging.
Aber das findet sich bestimmt in der Mediathek, wenn es jemanden interessiert.

Gruß, Jens

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#76 Beitrag von DBrick » 2025-10-23 23:10:01

Oliven unter kommerziellen Überlegungen zu vermarkten geht eigentlich nicht ohne irgendwie zu tricksen. Zumindest für Neuanfänger.
Was ich hauptsächlich aus Italien und jetzt etwas aus Korfu kenne, sind Oliven einfach eine alte Familientraditon die ohne Rücksicht auf Kosten weitergepflegt wird, wenn es denn noch entsprechende Opas, Omas, Onkels ... vor Ort mit viel Freizeit gibt. Davon profitieren dann die emigrierten Kinder und Enkel in den Großstädten.

Willi, was spricht denn gegen unbeschädigte, einmal gebrauchte Blechbehälter (die du optisch gar nicht von neu gekauften unterscheiden kannst) ? Wirst du deine teuren Edelstanks nach einmaligen Gebrauch wegwerfen ? Die Säuberung erfolgt auf die gleiche Weise und hat die gleiche Wirkung ! Mehrfaches Spülen mit Heisswasser oder Heissdampf (ohne Zusätze) und gründliches Entleeren - wird zumindest in Sardinien so gemacht.
Die vollen Blechkanister werden ja nur einmal zum Umfüllen in Küchentisch taugliche Flaschen (0,5 - 1l) geöffnet - das haben wir so aus Italien abgeschaut.

Gruß
Erich

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#77 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-23 23:29:30

Lieber Erich,
wir haben hier solche Blechkanister nicht im Zugriff und hundert Blechkanister von Deutschland nach Spanien zu schaffen ist rein Volumentechnisch schon unrentabel und unökologisch. Und wenn du von z.B. 10 Kanistern sprichst, löst das unsere Verpackungsherausforderungen auch nicht.
Und nein, ich möchte kein Lebensmittel, das bis zu zwei Jahren haltbar sein soll, in gebrauchten Behältern abfüllen.
Das kann man für den Eigenkonsum so machen, aber ich nicht, wenn ich so ein Produkt an andere Menschen weiter gebe.
Wenn sich das ein Besucher hier so abfüllen würde, dann wäre das seine Sache.
Liebe Grüße
Willi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#78 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-23 23:31:09

Why Not Tours hat geschrieben:
2025-10-23 22:18:17
Gerade kam auf ARD alpha ein Beitrag mit dem Titel "Wut auf Spaniens Olivendiebe", der wohl in der Extremadura aufgenommen wurde.
Leider habe ich zu spät reingeschaut, um wirklich zu sagen, um was es ging.
Aber das findet sich bestimmt in der Mediathek, wenn es jemanden interessiert.

Gruß, Jens
Danke Jens für den Tipp.
Liebe Grüße
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#79 Beitrag von Enzo » 2025-10-23 23:36:50

https://youtu.be/cPQ8LPkIUck?si=3Y_iaiiFrH2N2DEC

Hatte ich vor einiger Zeit angeschaut

Gruß Jens

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#80 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-24 11:50:19

Ich habe mir den Beitrag gestern angeschaut. Ich finde ihn in vielen Bereichen reißerisch aufgemacht und ungefiltert Aussagen widergegeben (übersetzt), die so einfach nicht stimmen. Den Verlust von 800kg Oliven mit 1200,-€ zu beziffern ist einfach unseriös. Das wäre der Verlust für das in Deutschland vermarktete Bioöl. Die Bauern hier bekommen einen Bruchteil dieses Betrags für die Oliven bei ihrer Cooperativa.
Das Thema illegale Brunnen scheint mir auch sehr aufgeblasen. Wenn ich in unserem Fall sehe, wie einfach es ist hier in der Region eine Genehmigung für einen Brunnen zu bekommen (wir haben eine 😊), glaube ich eher, dass es um alte Brunnen geht, aus einer Zeit, wo das eben noch viel lachser gehandhabt wurde und die Bauern die Notwendigkeit nicht sehen, das jetzt noch "legalisieren" zu lassen.
Der Teil über den Bio-Olivenbauern hat mir gefallen. Er bestätigt mich in unserem Tun (bezüglich Gras und Schädlingen und der resultierenden Erntequalität)
Die Transportscheine sind aber wohl wirklich in erster Linie den Diebstählen geschuldet. Da passen die Forderungen der Großbauern im Beitrag genau zum jetzt gültigen Prozedere. Das spricht für eine sehr schnelle Umsetzung im bürokratischen Apparat.
Ich musste mich ausweisen bei der Beantragung, den Grundbesitz nachweisen und die Flächen der Olivenhaine wurden über Applikationen von Google Earth exakt ermittelt und als Grundfläche erfasst. So kann man zumindest einen Abgleich zwischen abgelieferter Olivenmenge und plausibler Ernte herstellen.
Liebe Grüße
Willi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#81 Beitrag von DBrick » 2025-10-24 13:35:47

Hallo Willi, mir war nicht klar das du Behälter für den Weiterverkauf suchst. Da würde ich dann auch neue nehmen.

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#82 Beitrag von Der Initiator » 2025-10-24 14:05:45

Willi Jung hat geschrieben:
2025-10-24 11:50:19
Den Verlust von 800kg Oliven mit 1200,-€ zu beziffern ist einfach unseriös. Das wäre der Verlust für das in Deutschland vermarktete Bioöl. Die Bauern hier bekommen einen Bruchteil dieses Betrags für die Oliven bei ihrer Cooperativa.
Dann verstehe ich noch weniger, dass sich diese Diebstähle lohnen. Auch wenn die Diebe keine Rücksicht auf die Bäume nehmen, so haben sie doch Arbeit damit und die Ölmühlen... Ich will jetzt nicht behaupten, dass das alles Hehler sind, aber denen fällt doch auf, dass bei ihnen nach der Saison Oliven in nennenswerter Menge angeliefert werden. Und zahlen bestimmt nicht den vollen Preis.
Lebe im Verborgenen (Epikur, nicht Plutarch)

Wer zu doof ist zum Lesen, der kläre das bitte mit seiner Lehrerin, statt mich anzupöbeln.

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#83 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-26 18:13:14

So, heute haben wir nach anhaltenden Regenfällen die zweite Ernteetappe begonnen. Wir haben Besuch bekommen und so zwei Helfer mehr und siehe da, bei strahlendem Sonnenschein heute knapp 400kg geschafft. Wenn wir die Schlagzahl halten können, bekommen wir einmal alle Kisten voll, die wir haben.
Liebe Grüße
Willi
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#84 Beitrag von Pinzlinger » 2025-10-26 20:54:35

Hallo,

Das ist ja ein Zufall, Durch die Sierra de La Gata bin ich vor kurzem durchgefahren....Meine Kinder wohnen in Plasencia...

Bin öfters Mal dort, meist mit hüKFZ.

Grüße Stefan
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#85 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-26 21:09:30

Hallo Stefan,
dann komm doch nächstes Mal einfach vorbei.
Was ist ein hüKfz?
Liebe Grüße
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#86 Beitrag von Pinzlinger » 2025-10-26 23:26:53

Hallo,

hükfz= handelsübliches Kraftfahrzeug... Also ein normales Auto,...

Ja, un den Jahreswechsel bin ich wieder unten....dann melde ich mich!

Grüße

Stefan
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#87 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-27 17:33:38

Heute bei strahlendem Sonnenschein mit gleicher Besetzung leider nur 240kg geerntet. Scheint wohl doch sehr von den jeweiligen Bäumen abzuhängen. Stunden waren heute die gleichen wie gestern. Aber wir haben ja noch 1,5 Tage.
Liebe Grüße
Willi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#88 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-27 22:35:37

Die ersten Maronen für dieses Jahr. Die waren köstlich.
IMG_20251027_213353_096.jpg
Liebe Grüße
Willi
Der wieder nur noch mit dem Steyr tanzt
- Steyr A 680 GL mit Hesskoffer

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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#89 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-28 18:47:29

Heute bei bewölktem Himmel wieder 240kg geerntet.
Morgen um 13 Uhr haben wir den nächsten Presstermin.
Liebe Grüße
Willi
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Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!

#90 Beitrag von Willi Jung » 2025-10-29 22:38:55

So, heute hatten wir 93l Ertrag. Die Qualität erschien uns im direkten Vergleich sogar etwas besser, obwohl der Anteil reifer Oliven (negras) deutlich höher war.
Liebe Grüße
Willi
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