Kardanwelle Hinterachse

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Joerg404114
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Kardanwelle Hinterachse

#1 Beitrag von Joerg404114 » 2025-10-16 21:44:09

Hallo,
ich habe eine technische Frage zur Kardanwellen. Genau gesagt geht es um die hintere Kardanwelle eines langen Mercurs 4,2m Radstand.
Wieviel radiales Spiel darf das Axialschiebestück der Kardanwelle haben?
Die Vordere hat minimales Spiel, muss sie ja haben sonst wäre sie fest.
Das hintere axiale Schiebestück hat Radial richtig Spiel. Wenn ich mich drunter lege, hoch und runter drücke macht das mittlerweile richtig klack klack. Gibt es das Messwerte was zulässig ist und was verschlissen?
Die Kreuzgelenke haben kein merkliches Spiel.

Grüße

Jörg

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LutzB
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Re: Kardanwelle Hinterachse

#2 Beitrag von LutzB » 2025-10-17 7:52:17

Die Schiebestücke sollten so gut wie gar kein Spiel haben. Messen kann man das m. W. n. nicht.

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unihell
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Re: Kardanwelle Hinterachse

#3 Beitrag von unihell » 2025-10-18 21:33:15

Hallo
Joerg404114 hat geschrieben:
2025-10-16 21:44:09
hoch und runter drücke macht das mittlerweile richtig klack klack.
Im großen Gang dreht die Welle mit Motordrehzahl, und erzeugt eine mächtige Unwucht. Die geht voll auf das Zwischenlager, Kreuzgelenk und die Flanschschrauben. Im schlimmsten Fall gibt es einen Stabhochsprung wegen abgerissener Kardanwelle, wäre nicht der erste Fall.
Gruß Helmut

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lura
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Re: Kardanwelle Hinterachse

#4 Beitrag von lura » 2025-10-19 9:55:11

Moin, wie schon geschrieben: Kein fühlbares Spiel, also gehört die vordere Kardanwelle auch neu.
Gruß
Bernd

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Joerg404114
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Re: Kardanwelle Hinterachse

#5 Beitrag von Joerg404114 » 2025-10-22 13:03:14

Hallo,

habe jetzt mal die Messuhr auf das Schiebestück gestellt und die Welle von Hand hoch und runter gedrückt, an der Hinterachse. Ergebnis 1,5 mm radiales Spiel, macht richtig klack klack.
Dann das Gleiche mit der neuen Welle der Vorderachse durchgeführt. Diese Welle hat jetzt eine Laufleistung von 20367 Km. Das Spiel beträgt hier 0,6 mm radial.
Habe die Wellen mehrmals gedreht um den Einfluss des Kreuzgelenkespiels nicht mit zu erfassen.

Die Frage ist die Verschleißgrenze. Die Hintere ist wohl verschlissen. Das Fahrzeug hat eine Laufleistung von 66413 km gesamt.

Grüße

Jörg

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Wombi
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Re: Kardanwelle Hinterachse

#6 Beitrag von Wombi » 2025-10-22 14:04:20

Egal wie, Spiel sollte da nicht zuviel sein .

Auf meine lange Hintere ( 4,20 Radstand ) habe ich jetzt exakt 400.000 km draufgefahren ... die bekommt jetzt leicht Spiel am Schiebestück.

Meine Vordere habe ich bei einer brachialen Mammutaktion vor 250.000 km beschädigt.... neues Schiebestück und ein neues Kreuzgelenk, neu gewuchtet und lackiert.
Damals GKN München, 600,- €.... teuer, aber immer noch spielfrei.

Qualität an Kreuzgelenken macht sich auf Dauer bezahlt.
Denn erst kommt Spiel am Kreuzgelenk, dadurch leidet das Schiebestück.
Schiebestück überfetten, auch ganz schlecht.
Bei mir, alle 2500 km ein Pumper der Fettpresse.
Kreuzgelenke auch alle 2500 km abschmieren.

Gruß Wombi
Es ist an der Zeit, die Reste der Welt zu entdecken........

15.4.2013, ab da werden wir uns für seeeehr lange Zeit nicht mehr sehen :-))))

Der Urlaub ohne Stress hat begonnen :-))) www.wombi-on-tour.de

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Rabi4
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Re: Kardanwelle Hinterachse

#7 Beitrag von Rabi4 » 2025-10-22 14:58:23

Hallo Jörg,

hast Du diesen Thread schon gesehen, dort insbesondere die Beiträge von Sico ab #18: https://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/ ... o#p1130922

Das habe ich bei mir angewendet, also Messen unter Verspannung / Last. Dabei habe ich bei unserem Mercur auch Spiel (wenn auch bisher nur sehr leicht) im Schiebestück festgestellt. Ausbau der Antriebswelle mit gleichzeitigem Tausch der WeDis am VTG-Ausgang ist jetzt eines meiner Winterprojekte.

VG Thorsten

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Re: Kardanwelle Hinterachse

#8 Beitrag von Joerg404114 » 2025-10-24 21:39:12

Hallo,
war heute mit der Hinteren und der Vorderen Kardanwelle beim Gelenkwellenbauer.
Das Axialschiebestück der hinteren Kardanwelle ist nach 66000 km verschlissen, eigentlich viel zu früh, warum ist in der Klärung.
Es wird wohl eine Neuanfertigung der hinteren Kardanwelle geben, da die passenden Schiebestücke und Kreuze für diese Welle seit vielen Jahren nicht mehr hergestellt werden und lieferbar sind. :eek:
Also ist eine Reparatur der Welle nicht möglich.

Die vordere Kardanwelle habe ich auch prüfen lassen, ist ja erst vor 20000km neu gebaut worden. Das Ergebnis der Prüfung war enttäuschend. An der neuen Welle ist das Schiebestück jetzt schon wieder verschlissen.
Ich war extra bei einem anderen Gelenkwellenbauer, also nicht mehr bei dem der die Welle gebaut hat.
Das verwendete Schiebestück ist erstens von bescheidenen Qualität und hat eine Dauerschmierung ohne Schmiernippel im Schiebestück. Es war viel zu wenig Fett drinnen und Wasser und das nach so kurzer Zeit. Die Kreuze sind auch vom Lagerdurchmesser nicht optimal ausgelegt im Vergleich zur Werksausstattung von Deutz.
Das finde ich zum :sick: . Die Gewährleistung auf die neue Welle ist seit 2 Jahren abgelaufen.

So das heißt zwei neue Kardanwellen. Am Montag kommt das Angebot, ich muss noch den Knickwinkel und die maximaldrehzahl der Wellen durchgeben.

Grüße

Jörg

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Joerg404114
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Re: Kardanwelle Hinterachse

#9 Beitrag von Joerg404114 » 2025-11-07 23:30:36

Guten Abend,

heute habe ich die beiden neuen Kardanwellen für der Mercur abgeholt. Die Schiebestücke sind von besserer Qualität und sollen besser ausgelegt sein, sagt der Gelenkwellenbauer.
Was das Hauptproblem ist, für beide Wellen, der Beugewinkel ist bei der Drehzahl zu hoch, daraus folgt: der nxBeta Faktor ist zu hoch. Es gibt keine Kardanwelle, die bei der Drehzahl und dem Beugewinkel am Mercur auf Dauer halten wird.
Tja, das Problem ist, das die Mercurbaureihe für Höchstgeschwindigkeiten um die 70 km/h konstruiert worden ist.
Meiner läuft jetzt 103 km/h bei Nenndrehzahl. Somit ist die Drehzahl der Kardanwellen zur VA und HA bei den gegebenen Beugwinkel zu hoch.
Ändern lässt sich das nicht, will das VTG nicht tiefer in den Rahmen hängen oder nur noch 70 km/h schnell fahren. :joke:

Mal schauen wie lange die jetzt halten.
Habe auch das radiale Spiel der Vierpunktlager am VTG vermessen ohne montierte Wellen.
VA 7 Hundertstel radial, HA 13 Hundertstel radial. Ich denke mal das ist OK

Die Neue Welle HA
Welle HA.JPG
Schiebestück HA
Schiebestück HA.JPG
Welle VA
Welle VA.JPG
Schiebestück VA
Schiebestück VA.JPG
Es ist wahrscheinlich, das die Wellen auch einen Einfluss auf die Schwingungen im Antriebsstrang haben. Hier hat der Mercur ja schon immer Probleme bei höheren Geschwindigkeiten.
Wenn die neuen Wellen montiert sind werde ich berichten jedoch dann in dieser Beitragsreihe: https://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/ ... 31&t=87211

Grüße

Jörg

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Re: Kardanwelle Hinterachse

#10 Beitrag von Solarer » 2025-11-08 6:50:00

Zuerst einmal Glückwunsch zu den neuen Wellen und viel Spaß beim Einbau und dem (ruhigeren) fahren.
Die Haltbarkeit von Serinteilen beim Tuning ( schließlich gibst du ca fast 35 % mehr Leistung aufs Material) kommt zwangsläufig an seine Grenzen. Die einzige Alternative wäre vielleicht sich etwas von einem Spezialbetrieb anfertigen zu lassen. Ob es sich allerdings lohnt muss jeder für sich entscheiden.
Ich kenne mich nicht mit dem Merkus aus kenne das Thema aber noch sehr gut vom Käfer bei dem regelmäßig die Achswellen abscherten wenn die Fahrzeuge "unwesentlich" mehr Leistung und "etwas" breitere Reifen bekamen.....
Udo

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Re: Kardanwelle Hinterachse

#11 Beitrag von buckdanny » 2025-11-08 8:43:17

Würde ein Gleichlaufgelenke auf Einer Seite was bringen?
das Leben ist eher breit wie lang, und wir steh´n alle mittenmang!!

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Re: Kardanwelle Hinterachse

#12 Beitrag von Borsty » 2025-11-08 10:45:06

buckdanny hat geschrieben:
2025-11-08 8:43:17
Würde ein Gleichlaufgelenke auf Einer Seite was bringen?
Haltbarer sind die nicht unbedingt. Ohne grösseren Aufwand nicht nachschmierbar.
Spielmässig dauerts ewig bis da was passiert. Also ich würde sagen ja. Aber es kommt auf die Verbindung an.
Der Knackpunkt finde ich ist die Verzahnung. Da hatte ich am Pajero 2x Karies. Beim Landcruiser waren die Mitnehmernaben und das Endstück hin. Allerdings nach 400k Laufleistung. Als Längswellen, sprich Kardan wüsste ich keine Probleme ausser bei 2-teiligen Wellen das Stützlager.
Weiterer Punkt ist der maximale Knick Winkel und das es in der Grösse für ein Lkw kaum was geben wird. Lieferwagen ist wohl das grösste Fahrzeug das damit ausgerüstet ist.
Noch ne Anmerkung für Kardanwellen.
Oft werden die Kreuze selber getauscht, je nachdem sind Distanzbleche zum Sicherungsring. Man muss ja das radiale Spiel daran einstellen. Auch wenn man es perfekt macht kommt es zu leichter Unwucht und über mehr oder weniger Zeit zerstört dies andere Lager oder eben auch Schiebestücke. Ich von meiner Seite lasse die Wellen immer Auswuchten mit Ausnahme sie sind Neu. Im Schiebstück verwende ich ein Fett der Klasse NLGI 2 der EP Klasse ohne irgendwelches Graphitgedöns. Denke die Klasse wird bei jedem als Schmierfett für Alles verwendet. Wenn ich Spiel bemerkte habe ich da auch schon im Schiebstück NLGI 4 verwendet. Aber nur dort.
Gruss Uwe

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Re: Kardanwelle Hinterachse

#13 Beitrag von Seebser » 2025-11-08 14:08:32

Joerg404114 hat geschrieben:
2025-11-07 23:30:36

Tja, das Problem ist, das die Mercurbaureihe für Höchstgeschwindigkeiten um die 70 km/h konstruiert worden ist.
Meiner läuft jetzt 103 km/h bei Nenndrehzahl.
Jörg
Je nach Machart der höheren Geschwindigkeit ergibt diese nicht automatisch eine Höhere Drehzahl der Kardanwelle.
Größere Räder und schnellere Achsübersetzungen hab da keinen Einfluss drauf.
Scheiß da nix, daun feut da nix!

(auf Deutsch, frei übersetzt: "Mach dir keine Sorgen, dann hast du keine!")

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Re: Kardanwelle Hinterachse

#14 Beitrag von Joerg404114 » 2025-11-08 17:00:35

Ja, wenn sich der Abrollumfang ändert und die Achsübersetzung ist das korrekt . Ich habe jedoch auch das VTG mit anderer Übersetzung verbaut.
Grüße Jörg

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