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MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-13 17:10:07
von _Murmeltier_
Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe gleich ein paar Fragen an das Forum hier, da ich derzeit ein kompaktes 4x4-Reisefahrzeug für zwei Personen auf Basis eines MAN TGM 18.320 4x4 plane. Das Fahrzeug sollte schon professionell aufgebaut werden, es geht also keinesfalls um einen Selbstbau. Von daher interessiert mich, wie ihr einige Eckdaten aus praktischer Erfahrung einschätzt. Wohlgemerkt ich bin ziemlicher Laie, mit einer technischen Ausbildung.

Der derzeitige Arbeitsstand:

MAN TGM 18.320 4x4, Zweiachser oder MB vergleichbar
Wohnkabine außen ca. 5,80 m
Gesamtfahrzeug ca. 8,60 m, maximal 8,80 m
Breite ca. 2,50 m
Höhe ungefähr 3,70–3,80 m
momentan mit etwa 4.600 mm Radstand geplant, aber noch ausdrücklich offen
Einzelbereifung, derzeit 365/80 R20 als Arbeitsannahme
zwei Personen, gelegentlich dritte Person im Fahrerhaus
rund 480 l Frischwasser, 200 l Grau-, ca. 100 l Schwarzwasser
etwa 15 kWh LiFePO4
Dieselheizung/Warmwasser, Induktionsküche
Waschtrockner
zwei Fahrräder im Fahrzeug
Fotoausrüstung, Werkzeug und übliche Reiseausrüstung
kein Motorrad, Quad oder Pkw an Bord

Der Aufbau soll wintertauglich sein und auch für längere Reisen in Skandinavischem Winter, Nordafrika und Zentralasien funktionieren. Mir geht es dabei nicht um maximalen Offroad-Einsatz, sondern um ein zuverlässiges Reisefahrzeug, das auf Straße angenehm fährt und bei schlechten Wegen ausreichend Reserven besitzt.

Mich interessieren insbesondere vier Punkte:

1. Welches reale reisefertige Gewicht würdet ihr bei dieser Konfiguration erwarten?
Meine derzeitige Überschlagsrechnung landet ungefähr bei 11,9 bis 12,3 t reisefertig. Ist das aus eurer Erfahrung plausibel oder zu optimistisch?

2. Welcher Radstand wäre für etwa 5,8 m Kabinenlänge sinnvoll?
Die derzeit angenommenen 4.600 mm sind ausdrücklich noch keine Vorgabe. Interessant wären Erfahrungen hinsichtlich Achslastverteilung, hinterem Überhang, Wendekreis und Fahrverhalten.

3. Welche Achslastverteilung sollte man bei einem solchen Fahrzeug anstreben?
Insbesondere interessiert mich, wie viel Reserve auf der Vorderachse sinnvoll ist und wie kritisch ihr größere Massen hinter der Hinterachse seht.

4. Wie sind eure Erfahrungen mit dem TGM 4x4 auf langen Straßenetappen?
Also Federung, Geräusch, Geradeauslauf und Reifenwahl. Falls jemand 365/80 R20 oder eine ähnliche Einzelbereifung auf dem TGM fährt, wären praktische Erfahrungen sehr hilfreich.

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, den maximal möglichen Aufbau auf das Fahrgestell zu setzen. Die größere TGM-Klasse soll Reserve schaffen, nicht zusätzliche Größe. Das Fahrzeug soll so kompakt und leicht bleiben, wie es das Raumprogramm zulässt.

Vielen Dank vorab für praktische Erfahrungen, insbesondere von TGM-Fahrern oder Leuten, die Fahrzeuge in dieser Größenordnung selbst gewogen oder aufgebaut haben.

Viele Grüße
Murmeltier

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-13 17:56:43
von Pirx
_Murmeltier_ hat geschrieben: ↑
2026-09-13 17:10:07
Einzelbereifung, derzeit 365/80 R20 als Arbeitsannahme
Hallo Murmeltier!

Willkommen im Forum!
Die Einzelbereifung eines 18-Tonners mit 365/80R20 MPT kannst Du allerdings direkt wieder vergessen. Dafür reicht die Tragfähigkeit dieser Reifen nicht.
Das wird Dir der MAN-Händler dann aber schon sagen, wenn es ans Bestellen geht.

Pirx

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-13 19:42:38
von Johannes D
Hi,

Nicht das mein Magirus ein Kleinwagen wäre, aber bei einem kompakten 4x4 Fahrzeug für zwei Personen würde ich jetzt nicht als erstes an ein 18 to Fahrgestell mit 5,8m Kabine denken.

Für schlechtwege dürfte Allrad nicht zwingend notwendig sein, die Holz-LKW bei uns haben meist keinen Allrad und fahren schon ziemlich schlechte Wege mit deutlich mehr Gewicht.

Lg

Johannes D.

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-13 20:23:29
von Ulf H
... wenn du schon mit satten 12 t rechnest, werden es praktisch gerne mal 14 ...

... meiner war auch mal mit 7,5 t zugelassen und mit an die 10 t unterwegs ...

Gruss Ulf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-13 20:28:02
von sico
Für das genannte Basisfahrzeug und die Konfiguration mit Kofferaufbau etc würde ich mal einen zulässigen Gesamtgewicht von etwa 16 to ausgehen.
Zur Bereifung hat ja Pirx schon einiges richtiggestellt. Das Fahrgestell braucht mindestens Räder der Dimenson 395/85 R 20.
LG. Sico

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-13 21:31:20
von _Murmeltier_
Hey Leute,

danke euch sehr für die Hinweise. Genau solche Erfahrungswerte sind für mich sehjr hilfreich.

Die 365/80 R20 stammen noch aus einer früheren Auslegung auf die leichtere TGM-Variante. Beim 18.320 muss das natürlich neu betrachtet werden. Ich werde deshalb keine Reifendimension festschreiben, sondern zunächst mit MAN bzw. dem Aufbauer die tatsächlich sinnvollen Vorder- und Hinterachslasten festlegen und daraus Reifen und Felgen ableiten.

Interessant finde ich auch den Hinweis auf ca. 16 t zulässiges Gesamtgewicht. Mein Gedanke wäre ohnehin nicht, die 18 t auszunutzen, sondern eh' den 18.320 als technisch robustes Fahrgestell zu nehmen und dann das fertige Fzg. gegebenenfalls auf etwa 16 t abzulasten. Reisefertig will ich deutlich drunter bleiben.

Die derzeitige Rechnung liegt bei knapp über 12 t. Dass daraus während des Ausbaus schnell mehr werden kann ..., hm ja, ist mir bewusst. Deshalb möchte ich das Gewicht nach Baugruppen fortschreiben und nicht erst am Ende auf der Waage überrascht werden.

Beim Allrad geht es mir weniger um das Hardcore- Offroad Gedöns als um Reserve bei Winter, nasser Wiese, losem Untergrund und schlechten Wegen (zB. Island F- Piste) . Ich mag einfach gern Reserven haben. Das gibt mir Sicherheit. Für ein reines Straßenfahrzeug würde ich sicherlich anders denken. Dann wäre ich auch in einem anderen Forum ;-) .

Viele Grüße
Murmeltier

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-13 22:19:16
von Lassie
Servus Murmeltier,

ich nehme mal an, dass der TGM nicht gerade dein erstes Reisemobil ist?!
Unter kompakt verstehe ich die 'alte Formel' von vielen Selbstbauern aus den 90ern: max 6 m lang, max 2 m breit, max 3 m hoch, als noch AL28, Unimog, MAN G90 und Konsorten selbst ausgebaut wurden - und da ist dein Laster schon ein gutes Stück drüber. Das gibt natürlich viel Platz zum Wohnen, aber enge Sträßchen in den Alpen, Pyrenäen, so manche Ortsdurchfahrt, Altstadt oder Nebensträßchen oder gar Berg- und Waldpisten bleibt halt schlicht unerreichbar. Für Touren in Europa würde ich deutlich kleiner planen, für die Weltreise auf den 'großen Straßen und Pisten' dieser Welt mag so ein Komfortlaster das richtige Mobil sein.

Von der Handlichkeit: auf kleinen Sträßchen und Pisten bis ins Offroad gilt je kleiner, leichter, kürzer, schmaler und niedriger desto besser. Aber wenn du Spaß am Lasterfahren und Overlanding auf Autobahnen, Haupt- und Nebenstraßen hast, dann ist wohl alles gut. Die Frage ist für mich, ob du schon Fahr- und Reiseerfahrung mit so einem Gefährt hast - sonst kann sich so eine finanzintensive Mobilplanung durchaus als teurer Fehlschuß erweisen. Also lieber mal ein paar Tage mit so einem Gerät dieser Größenklasse rumfahren und etwas Er-Fahr-ung sammeln, bevor es an die fröhliche Planung und Umsetzung geht.

Viele Grüße
Jürgen, dem sein Mog U1300L mit seinem Reiseprofil zu groß wurde....

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-13 22:36:08
von _Murmeltier_
Servus Jürgen,

danke Dir und Deinen Einwand finde ich absolut berechtigt. Doch wird tatsächlich mein erstes Reisemobil. Wenn man mal davon absieht, dass ich mir Anfang der achziger Jahre meinen Bedford Blitz komplett selbst ausgebaut habe. Da bin ich mehr druntergelegen, als selbst dringesessen :-). Trotz alledem finde ich gerade Deinen Punkt mit der Fahr- und Reiseerfahrung wichtig. So ein Fahrzeug auf dem Papier zu planen ist eine Sache, ein paar Tage damit wirklich unterwegs zu sein, ist eben eine andere. Deshalb möchte ich vor einer endgültigen Entscheidung auf jeden Fall ein Fahrzeug in dieser Größenklasse fahren und damit nicht nur über die Autobahn rollen.

Mit „kompakt“ meinte ich tatsächlich nicht kompakt im Sinne eines alten G90 oder Unimog, sondern eher: so kompakt wie für unser Raum- und Reiseprogramm sinnvoll möglich. Mir ist absolut klar, dass sich 8,5 oder 8,6 m Länge und 2,5 m Breite gewisse Wege schlicht einfach ausschließen. Ist aber völlig ok und das nehme ich aber auch bewusst in Kauf. Ich mag damit nicht in Altstädte, enge Bergdörfer oder auf irgendwelche Waldwege, nur weil es theoretisch gehen könnte. Mir geht es eher um längere Reisen, Skandinavien, Island, später vielleicht Zentralasien usw., mit der Möglichkeit auch einmal längere Zeit an einem Ort zu bleiben.

Und ja, kleiner, leichter und schmaler wäre fahrdynamisch immer besser. Irgendwo kommt dann aber der Punkt, an dem ich den Komfort und die Autarkie, die ich gerne hätte, gegen die Erreichbarkeit der letzten 500 Meter tauschen muss. Genau diesen Punkt versuche ich gerade herauszufinden.

Viele Grüße
Murmeltier

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-14 8:15:27
von Johannes D
Hi,

wenn ich mal so an die Reiseberichte hier im Forum und die Videos die ich dazu gesehen habe denke, glaube ich, dass Du für die angeführten Gegenden nicht zwingen Allrad benötigts. Du kannst auf jeden Fall ganz gut ohne 20" Räder auskommen (mehr Komfort auf der Straße und weniger Verschleiß, echte Winterreifen verfügbar, das wäre für Skandinavien interessant). Zumal wenn Du nicht ins "richtige" Gelände fahren willst/musst.
Aber ich bin bei Dir, haben ist manchmal (auch nur fürs Gefühl) besser als brauchen (bezogen auf den Allrad).

Bei der Gewichtsverteilung ist vermutlich eine 50%50 Lastverteilung das was im Gelände (gerade bei Einzelbereifung) als Ideal anzusehen ist.

Die Idee ein Fahrzeug dieser Größenordnung mal Probe zu fahren (vielleicht sogar mal für ein paar Wochen zu mieten) ist bestimmt gut.

Die Höhe von 3,7 bis 3,8m kommt mir aus dem Bauch heraus etwas wenig vor.

cu

Johannes D.

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-14 8:16:28
von lura
Moin Murmeltier, willkommen hier. Hier bist Du gut ufgehoben. Bei 14 t und 320 PS bei Deinem Ansatz würde ich eher Leistungsmäßig noch ne Schippe drauf legen. Gibt es heute noch 4x4 mit 320 PS?
Nächste Frage ist Schaltgetriebe manuell oder automatisiert geschaltet. Wann hast Du den den C gemacht? Ich würde manuell nehmen, da sind ein paar Fehlerteufel weniger.
Bei 4,6 m Radstand und über 8 m Länge solltest Du rückwärtsfahren (links und rechts um die Ecke) geübt haben und beherrschen. Ich kann mit 3,6 m Radstand auf ner normalen Straße wenden, das geht bei über 8 m nur selten, da braucht es Kreuzungen oder Wege. Allgemein gilt,je kürzer der Radstand umso wendiger das Fahrzeug. Busse haben den Vorteil eines besseren Lenkeinschlages. Das ist bei Allrad-Lkw anders.
Mit den Wassermengen sollte das passen, Grauwasser wird man bei entsprechender Zusammensetzung ja schnell mal los. Schon mal über andere Toilettenkonzepte nachgedacht ( Trockentrenn, Verbrenner?)
Für Dauerduscher gibt es ja Umlaufduschen.
15 kWh sollten reichen für alles elektrisch bei entsprechender Solarstromproduktion.
Antwortest Du selbst oder mit KI?

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-14 8:40:58
von Der Initiator
lura hat geschrieben: ↑
2026-09-14 8:16:28
Allgemein gilt,je kürzer der Radstand umso wendiger das Fahrzeug. Busse haben den Vorteil eines besseren Lenkeinschlages.
Trotzdem ging das oft nur, wenn ich mit dem Fahrersitz über Bordstein und Radweg schwenken konnte.

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-14 8:49:22
von lura
Das ist u.a. der Reiz des Busfahrens, über den Bordstein/Rasen/Gehweg/Abgrund schweben.

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 15:54:57
von urologe
Servus Murmeltier ,

wir fahren zu zweit plus großer Hund ,

Länge ges. 8,80m , Breite 2,55m , Höhe 3,60m Radstand 4,50m

14,3 to ges. - reisefertig 12,9to

Gewichtsverteilung grob 25x25x25x25% , also ideal über alle Achsen , Räder ausbalanciert.

Wasser 500l plus 100l Reserve (weil Zerhackertoilette durch Clesana ohne Wasserverbrauch ersetzt)

600Ah/24V Lithium 1,4Kw Solar , Induktion , Klima , Fußboden- und Wandheizung (Webasto) .

4x4 14.00R20 Pirelli - läuft.

passt ganz gut zu Deinem Anforderungsprofil - wenn Fragen , gerne PN

LG
Ralf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 18:16:25
von _Murmeltier_
Hey Leute,

danke Euch sehr, das hilft mir. Und ich bin ein wenig positiv überrascht, ob Eures Engagements. :-) Echt cool.

@Johannes: Allrad ist bei mir keine Geländefrage. Ich will im Winter im Norden nicht am ersten verschneiten Weg umdrehen und nicht auf der nassen Wiese stehenbleiben. Neunzig Prozent der Zeit brauche ich ihn sicherlich nicht, aber die restlichen zehn entscheiden darüber, wo wir stehen ;-). Bei den Rädern bin ich über Nordic Tire gestolpert, die bauen einen 395/85 R20 mit Alpine-Symbol. Damit fällt das Winterreifenargument gegen 20 Zoll für mich weg, Komfort und Verschleiß bleiben dann halt ein echter Nachteil, das gebe ich zu. Zur Höhe: die 3,73 sind gerechnet, nicht gewünscht. Innen 2080 Stehhöhe, darunter beheizter Doppelboden, dazu Rahmen und Aufbaulagerung. Wenn am Ende 3,85 herauskommen, dann isses halt so. Unter vier Metern will ich aber auf alle Fälle bleiben. Und ja, mieten statt nur Probe fahren, hab ich schonmal auf dem Schirm gehabt. Wer kennt eine Verleihfirma von ExMo'en, die nicht gleich -zig tausende Euros für zwei Wochen aufrufen.

@Lura: Zur direkten Frage, weil sie berechtigt ist. Klar, ich lasse das komplette Forum von KI-Agenten absuchen und Beiträge schreiben. Nein, quatsch. Natürlich nicht. Ich schreibe selbst. Für Rechnerei, Recherche und Sortieren nutze ich Google mit Gemini. Lastenheft, Grundrisse und Entscheidungen erstelle ich selbst, die Fehler darin allerdings auch. Ich schreibe beruflich viel, deshalb mag es hier ggf. manchmal glatter klingen als üblich.

Zur Leistung lege ich bewusst nix drauf. 320 PS auf 14 Tonnen sind rd. 23 PS pro Tonne. Das ist mehr als ausreichend. Ein Sattelzug schiebt sich mit der Hälfte über den Brenner. Ich will nicht schnell sein, ich will gleichmäßig, leise und sparsam fahren und hätte gern ein wenig Leistung, wenn ich sie benötige. Jede Klasse darüber kostet Gewicht, Geld und Baulänge, und Gewicht ist bei mir die knappe Größe, nicht Leistung. Mein Favorit ist ein MAN TGM 18.320 4x4 BB, den gibt es. Einen MB habe ich angefragt. Was anderes möchte ich nicht.

Radstand und Rangieren: Dieser Punkt sitzt! Die 4,6 m sind Folge meiner entworfenen Kabinenlänge und der Achslastverteilung, nicht Wunsch. Wenden auf der normalen Straße wird damit nichts, das ist mir klar, rückwärts um die Ecke muss ich üben. Dafür habe ich bei mir ausreichend Möglichkeiten meine Klasse 2 Kenntnisse mal wieder auszupacken :-))). Nun erkenne ich wieder, wofür der Barras gut war. Und ja, ich werde den C, ob der mangelnden Fahrpraxis neu machen, mit meiner Tochter. Das motiviert sie gerade sehr.

Getriebe ist noch offen. Dein Argument der geringeren Fehlerquellen beim Handschalter habe ich auf dem Schirm. Allerdings bin ich mit meinen Geschäftsautos in der Tat schaltfaul geworden.

Toilette: so ziemlich gesetzt ist ein Vakuum-WC mit Aktivkohlefilter und beheizten Ablassventilen. Ich möchte das Fahrzeug im Übrigen komplett gasfrei halten (Induktion und Dieselhzg.). Wenn jemand Trenn- oder Verbrennertoilette bei längerem Frost gefahren hat, höre ich mir das gern an. Bin gespannt. Wasser sind 480 l frisch mit eigenem Heizkreis und 200 l grau. Beim Strom liege ich in der Größenordnung, die Du genannt hast.

@Ralf: Dein Fahrzeug ist tatsächlich von allem, was ich bisher gesehen habe, am nächsten an meinem Profil, danke für die Zahlen, besonders für die Achslastverteilung und das Reisegewicht. Drei Fragen dazu, wenn Du erlaubst: Wie hält sich die Clesana im Dauerbetrieb und was kostet Dich das Verbrauchsmaterial im Monat? Wie fahren sich die 14.00R20 auf nasser Autobahn, wie verhalten sie sich im kalten festgefahrenen Schnee oder nassen Schneematsch? Und würdest Du bei Wand- und Fußbodenheizung wieder zu Webasto greifen?

Grüße
Murmeltier

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 19:27:10
von Ulf H
... kennst du solche verschneiten Wege im Norden aus eigener Anschauung? ...

Gruss Ulf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 19:32:49
von _Murmeltier_
Yep, sehr gut sogar!

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 19:41:37
von Ulf H
... ok, magst du mir dann berichten wo es diese Strassen gibt, welche man mit einem Allradlaster sicher befahren kann, aber mit einem serienmässigen PKW mit Spikesreifen nicht? ...

Gruss Ulf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 20:34:13
von _Murmeltier_
Sehr gerne, Ulf. Ich fahre regelmäßig oberhalb des Polarkreises mit dem SUV auf Spikes. Das funktioniert bestens. Und wo es nicht mehr weitergeht, ist es die Schneehöhe und nicht die Traktion. Da hilft mir der Allrad auch nicht. Da hast Du absolut Recht.

Aber mein Thema ist nicht das Fahren, sondern das Stehen und das Wiederwegkommen. 13 Tonnen, zwei, vielleicht drei Nächte auf einem Platz, der beim Ankommen befahrbar war und beim Losfahren nicht mehr, angetaut, wieder gefroren, leicht schräg, Einzelbereifung, kein Anlauf. Ich habe da schlichtweg keine Erfahrung. Dafür will ich Allrad und Sperren.

Nur, wenn Du das anders löst, interessiert mich das brennend. Wäre nämlich Gewicht und Geld, das ich ggf. spare. Bin gespannt.

Cheers!

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 21:18:05
von Ulf H
... ok, dann haben wir da dieselbe Erfahrung ... wo geräumt wird kann man auch ohne Allrad fahren, wo nicht geräumt wird nichtmal mit ...

... auf ungeräumten Strecken sieht man gerne mal den Wegverlauf nicht ausreichend und landet genau dort im Graben wo bis zur Schneeschmelze keiner vorbei kommt ... wenn man den 6 x 2 nur im Graben neben der Zufahrt beim Ausliefern versenkt, kennt der Empfänger meist den örtlichen Traktorfahrer (unter Traktor versteht man in Nordschweden heutzutage einen ausgewachsenen Radlader) ...

Schneeketten helfen in der Situation um raus zu kommen schon sehr gut ... das aufziehen in halb festgefahren ist gerne etwas das man sich erspart ...

Splitt und Schuaufel gehören im skandivavischen Winter in jedes Fahrzeug und helfen sehr gut, vor allem wenn man sie rechtzeitg anwendet und nicht meint mit Allrad und Sperren graben zu muessen ...

Absolut entscheidend ist die Bodenfreiheit, sobald die Karre breitflächig aufliegt geht es nicht mehr lange vorwärts ... ob 20 cm beim Fronttriebler PKW, 25 cm bei diversen Dienst-SUVs oder 50 cm beim Hecktrieblertraktor (hier ist nicht der Radlader sondern das Lieblingsgerät des Bauern gemeint) mit Ketten macht da nur graduelle Unterschiede ...

Gruss Ulf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 21:23:08
von Ulf H
... nach längerer Fahrt sind auch im Winter die Reifen gerne etwas warm ... das schmilzt kleine Mulden in den Schnee, die einem Lastzug mit nur einer angetriebenen Achse ohne Spikes gewaltig am nächsten losfahren hindern können ... fährt man nach einigen Minuten nochmal ein kleines Stueck, erspart man sich diese Schwierigkeit ...

Gruss Ulf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 21:47:01
von Ulf H
... nach drei Nächten im skandinavischen Winter ist die viel intressantare Frage, wie man die Karre wieder in Gang bekommt ... ich löse das wie die Einheimischen, indem ich nicht länger als eine Kabellänge von einer Steckdose entfernt parke ... das geht bis - 30 Grad sehr gut, bei den - 40 im letzten oder vorletzten Winter war ich froh um eine isolierte Garage ... Auto mit elektrischer Motorvorwärmung und Heizluefter im Innenraum halten meine Garage auf 20 Gard ueber Aussentemperatur ...

Das Thema Winter in Skandinavien wird im Forum in murmeltierartiger Reglmässigkeit jedes Jahr behandelt ... dort findest du eine grosse Sammlung leidvoller Erfahrungen ...

Gruss Ulf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 22:01:55
von _Murmeltier_
Danke Ulf! Das nenne ich Erfahrung, die man nicht kaufen kann.

Ich hatte tatsächlich drei Punkte, die Du ansprichst, so nicht auf dem Schirm. Splitt, den hatte ich schlichtweg nicht im Kopf. Deinen Hinweis mit den warmen Reifen und dem Nachrücken nach ein paar Minuten, das erklärt genau die Situation, die ich vermeiden will. Und die Bodenfreiheit als eigentliche Grenze, unabhängig vom Antrieb. Ich gebe das den techn. Verkäufern von MAN und MB nochmal in die Hand. Ich habe da bisher auf andere Zahlen geschaut.

Schaufel, Ketten und meine geliebten Fiskars Äxte, sowie ein kleine Kettensäge sind eh' eingeplant. Beim Gedanken ans ggf. Kettenauflegen auf die 395er Reifen im Halbfestgefahrenen und -gefrorenen graust es mir.

Nochmals Danke und Grüße

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 22:17:32
von Ulf H
... sehe ich das richtig, dass es ein neues Fahrzeug sein soll? ... was bieten denn die ab Werk als Winterpaket an? ... elektrischen Motorwärmer und Heizluefter im Innenraum hat hier zumindestens fuer PKW so gut wie jede Werkstatt im Programm ... das haben auch meine beiden suedländischen PKW nachträglich mit sehr gutem Erfolg verpasst bekommen ...

... interessanterweise gibts in Nordschweden bei den grossen Lastern fast nur Volvo und Scania ... seit einiger Zeit vereinzelt Actrose ... einen MAN sucht man hier sehr lange ... Standard sind Strassenfahrgestelle, gerne mindestens 6 x 2, oft auch mit deutlich mehr Achsen, aber Antrieb selten auf 2 und so gut wie nie auf noch mehr Achsen ...

... bei den Verleiler LKW ist der kleine Volvo als 12 t 4 x 2 der Standard, Ategos in der gleichen Konfiguration gibts gelegentlich ... sonst eher wenig ...

Gruss Ulf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 22:26:06
von netnomergn
_Murmeltier_ hat geschrieben: ↑
2026-09-15 18:16:25
….und nicht auf der nassen Wiese stehenbleiben….
Du wirst dich noch als mal wundern….. :joke:
Nasses Gras, am besten schön hoch bei schön beständigem Regen um das schön glitschig zu machen in Kombi mit ner leichten Steigung lassen deine 4 Hufe schön scharren…. :eek:

Halt den Radstand so kurz als dass es euch noch taugt! Serpentinen fahren und in jeder Kehre zu kurbeln und im Worst Case den kompletten Unmut der Folgenden auf sich ziehen ist nicht so nice…. Ja, ist ein Extrembeispiel, aber Wendigkeit ist genial! Genauso mit dem Gewicht: auch wenn der Laster 14to. kann, bleib so leicht wie möglich innerhalb eurer Reisegewohnheiten! Jedes Kilo zuviel auf den Hüften tut uns Menschen nicht gut (ich mache gerade einen Selbstversuch…. :( ), und so halten wir das auch bei unserem Laster…. leichter=agiler…

Wir haben bei 3,26m eine 4,7m Kabine drauf, bei deinen Vorgaben um ca. 1m länger würde dein angepeilter Radstand von 4,6m großzügig bemessen sein…, das Ding wird halt nicht mehr so wendig sein…

Achslastverteilung: sehr wichtig denn das bestimmt das Fahrverhalten (und Verschließ) enorm…. „arschlastige“ Auto`s fahren halt sehr schwammig….
Auch Seitenlasten beachten: alles Schwere z.B. Tank, Wassetank, Abwassertank, Batterien,…. nicht alles auf eine Seite planen….

Abmessungen: bleibt so niedrig wie möglich! 3,8m ist schon was… Nicht wegen Unterführungen (da haben wir mit 3,6m schon oft geflucht…), sondern Lichtraumprofil in unwegsamen Gegenden…. Entweder dir ist der Lack egal, oder du sägst dich zu Tode an den Ästen die deinem Auto im Wege sind….

Wasser/Abwasser: kommt auf euer Reiseprofil an! Knapp 500l Frischwasser in Skandinavien umher zu fahren ist kirre… Frischwasser bekommst du überall, Entsorgung ebenso…. Fährst du weitab der Zivilisation ist das anders… Das Reiseprofil entscheidet! Bei dem Ansatz „one size fits all“ investierst du halt in Monster-Kapazitäten, die du wahrscheinlich nie nutzen wirst…

Ebenso beim Strom: Sommer oder Winter-Fahrer? Sommer: gute Solar-Kapazität erlaubt kleinere Batterien… Wenn ihr zudem nicht eine Woche steht sondern als mal fahrt, werden die Batterien auch über den B2B geladen, gut!
Winter-Fahrer? Große Solar-Kapazität nutzt nicht wirklich was, wenn auf den Paneelen 20 cm Schnee liegt oder die Sonne nur paar Stunden scheint…. Hier: größere Batterie-Kapa und als mal fahren….

Waschtrockner??? Im Ernst???

Generell zur Ausstattung: alles was ihr da reinbaut muss irgendwie irgendwann gewartet werden, braucht Ersatzteile / Verschleissteile (z.B. Filter, Dichtungen….) UND: musst du unter eventuell wiedrigen Umständen SELBST reparieren oder zumindest temporär Instand setzen / halten können…..
Gibt halt nicht überall einen „Bosch-Dienst“, daher: unsere Empfehlung: keep it simple!!!! Und auf einem Level was ihr selbst beherrscht oder reparieren könnt….
Wir sind mal gespannt, wie das in paar Jahren ausschaut, wenn all die aktuellen Monster-Technik-Fussbodenheizung-SmartHome-AmbienteBeleuchtung-THW Salzwasseraufbereitungsanlagen-NASA-Autos (jaaaa… überzogen, aber ihr wisst was ich meine…) weiterlaufen, wenn eine piefige Dichtung oder ein Softwareupdate fehlt…
Hersteller halten Support und Ersatzteile nicht mehr lange vor aber unsere Autos sollen ja noch lange laufen…..

Zwei Fahräder im Auto sind schon wünschenswert, da sind wir dabei, aber die Dinger sind sperrig oder man baut sich nen Wolf um die dann fahrfertig zu bekommen…. Ist halt Platz und dem jeweiligen Prioritäten geschuldet…

Reifen: die genannten MPT`s würde ich nicht bevorzugen bzw. gehen nicht…. Größere Reifen senken die Drehzahl, bringen paar cm Bodenfreiheit und passen denke ich besser zu den Proportionen des TGM… Vorsicht: Geschmackssache!!!

Leistung: fährst du nach Nordafrika in den großen Sandkasten, sind 400PS oft „wenig“, es ging aber auch in der Vergangenheit mit der BW-Küchenemma, AL28 und anderen klasse Allradlern suppi da durch (um das Erlebnis beneide ich alle, die das gemacht haben!!! :rock: )…. Reisen oder rasen ist die Frage….
Nordeuropa: Reisetempo ca. 50-60 km/h z.B. in Norwegen abseits der Highways…. Leistung extremst irrelevant… In vielen anderen Ländern auch….

Die Auflistung kann man auch durch den Input der anderen Kollegen hier endlos weiter führen…

Euer individuelles Reiseprofil ist entscheident: macht euch klar, wohin ihr mit dem Auto wollt, was eure Ansprüche sind, wie lange autark dort sein wollt, weiviel Zeit habt ihr (reisen oder rasen),…. usw. usw….

Und: keine Ahnung was eure LKW / Offroad Erfahrung ist, so ein Ding richtig einschätzen zu können ist noch ne andere Sache…. alle Sperren, XZL`s, Bergekissen, 500 PS, usw, usw… nutzen wenig, wenn man kopflos auf die Technik vertraut und „überall“ reinfährt….
Nicht bös gemeint, aber das haben wir beim Umstieg vom LR Defekter auf den unseren kleinen 4x4 Laster auch anfangs machen müssen…
„If you can`t walk it - don`t drive it“ bleibt uns in nachhaltiger Erinnerung….. :eek: :blume:

Dann könnt ihr das für EUCH richtige Setup definieren. Das wird sehr individuell sein!

Just our 5 cts…. :blume:

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-15 22:31:17
von Ulf H
... bei neuen Lastern ist ja der hintere Unterfahschutz auf Kniehhöhe ... ich meine die ganz neuen duerfen auch vorne wohl wegen Fussgängerschutz nur recht wenig Bodenfreiheit haben ...

... ich habe einen Winter in Kiruna und Gällivare mit dem 6 x 2 Waren ausgeliefert, in mancher Situation hat die weit verstellbare Luftfederung was gebacht um das entscheidende kväntchen Traktion zu bekommen ... Liftachse hoch hilft auch, nur verträgt das nur der Scania auf Dauer mit Last, die anderen schmeissen den Anker sobald man etwas Fahrt aufgenommen hat ...

... Winterreifen, Schraubspikes sind ein Muss ... Schleuderketten halte ich fuer eine sehr elegante Lösung und vestehe nicht warum die hier kaum verbreitet sind ...

... lustige, regional frueher uebliche Sachen sind Sandstreuer die pneumatisch an die Antriebsachse geklappt werden ... oder der Robson-drive, eine Stahlrolle welche zwischen die beiden Hinterachsen vom 6 x 2 geklappt wird und die zweite Achse antreibt ...

Gruss Ulf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-16 5:55:52
von Ulf H
... hier: https://de.wikipedia.org/wiki/MAN_Truck ... 44295).jpg ... ein Laster mit Unterbiss ... das hässliche Ding unter der vorderen Stossstange ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wegen einer Vorschrift dort gelandet ...

Hier in Schweden brauchts das nicht, weil selbst Holzlaster freiwillig sehr tief liegen ... noch beliebter ist nur das exzessive Pimpen der Laster mit Licht, da gibts praktisch Sachen, welche kaum mehr einer Vorschrift entsprechen ...

Gruss Ulf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-16 8:00:14
von lura
Die Nordic Tyre sind auf Schnee ultimativ zu empfehlen. Wüste, Sand und hohe Temperaturen können die auch ab. Ich fahre die, auf der VA ist dann aber "wombisieren" angesagt.

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-16 9:10:11
von Uwe
lura hat geschrieben: ↑
2026-09-16 8:00:14
Die Nordic Tyre sind auf Schnee ultimativ zu empfehlen. Wüste, Sand und hohe Temperaturen können die auch ab. Ich fahre die, auf der VA ist dann aber "wombisieren" angesagt.
Dafür sind sie nicht sooo das Traktionsprofil für die feuchte Wiese ;)
Ulf H hat geschrieben: ↑
2026-09-16 5:55:52
... hier: https://de.wikipedia.org/wiki/MAN_Truck ... 44295).jpg ... ein Laster mit Unterbiss ... das hässliche Ding unter der vorderen Stossstange ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wegen einer Vorschrift dort gelandet ...

Hier in Schweden brauchts das nicht, weil selbst Holzlaster freiwillig sehr tief liegen ... noch beliebter ist nur das exzessive Pimpen der Laster mit Licht, da gibts praktisch Sachen, welche kaum mehr einer Vorschrift entsprechen ...
Geländefähige Fahrzeuge "xxG" benötigen imho keinen Frontunterfahrschutz.

Auch die schwedischen LKW haben einen FUS, ist halt Teil der Stoßstange - die MAN sind m.W. die einzigen, die den FUS bei hohem Rahmen und Stahlstoßstange so offen tragen.

@Murmeltier: Stichwort Robustheit: hast du für dich den 18-to TGM mal gegen den 15-to TGM verglichen? Geringeres Fahrgestellgewicht und folglich weniger Bedarf, dieses durch höhere Reserven abzufedern?

Gruß
Uwe

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-16 13:48:11
von urologe
_Murmeltier_ hat geschrieben: ↑
2026-09-15 18:16:25
Drei Fragen dazu, wenn Du erlaubst: Wie hält sich die Clesana im Dauerbetrieb und was kostet Dich das Verbrauchsmaterial im Monat? Wie fahren sich die 14.00R20 auf nasser Autobahn, wie verhalten sie sich im kalten festgefahrenen Schnee oder nassen Schneematsch? Und würdest Du bei Wand- und Fußbodenheizung wieder zu Webasto greifen?
Clesana Dauerbetrieb - ich betreibe sie erst seit 6 Monaten - da sie für Kliniken , etc. entwickelt wurde , gehe ich von wenig Problemen aus , wie auch andere user schreiben . Die Billig-Imitate würde ich eher nicht ausprobieren .

Kosten für 2 Personen bei ausschließlichem Gebrauch geschätzt pro Tag : 2 EUR
das kann man durch den Pippi-Einsatz ähnlich Trockentrenntoilette verringern , aber dann ist m.E. der maximale Komfort , den diese Toilette gegenüber allen Anderen dahin . Kleine Nebeneffekte : Du kannst alles absolut geruchdicht einschweißen wie Fischreste , Hygieneartikel... falls momentan keine Entsorgung möglich ist . Sie ist failsafe - man kann immer einen Kunststoffbeutel einhängen und verknoten . Du sparst Wasser , Gewicht und spezielles Toilettenpapier und einen frostsicheren Fäkalientank mit beheizten Entnahmearmaturen . Das war für mich der Auslöser - Fäkaltank bei -20 Grad
vergessen , V2A-Schweißnaht gerissen . Ansonsten war ich über 20Jahre mit der Zerhackertoilette zufrieden - Vacuum war seinerzeit keine Lösung , da ich damals auf der Düsseldorfer Messe am Vorpressetag erlebt habe , wie verzweifelt die Mannschaft über Stunden versucht hat , das Vacuumleck an der Vorführtoilette zu finden ... da denke ich auch den Druckluftverlust am Lkw -

Bezüglich der 14.00R20 (für mich die max vernünftige Größe) wird Dir vermutlich jeder andere Erfahrungen berichten . Ich ! war mit der Original-MPT-Bereifung eigentlich sehr zufrieden vor 22 Jahren , habe mich aber dann belehren lassen , daß man XZL oder HCS fährt . Auf nasser Straße und im Schneematsch eher kein Drama , auf festem Schnee oder beginnender Vereisung ein reines snowboard - bergauf kein großes Problem , wer bergab keine Ketten aufzieht lernt es auf die teure Tour .

Wand- und Fußbodenheizung für mich ein absolutes Muß ! Komfort ähnlich Clesana . Wenn ich auf den 220 000km in 20 Jahren Ärger hatte , dann immer und ausschließlich mit der Webasto-Heizung , die aber lt. Techniker jeweils entsprechend viel gelaufen war und ein normaler Glühstift Abbrand etc darstellte . Ich würde heute statt einer 5KW-
Wasserheizung 2 parallele 2Kw-Heizungen einbauen , damit man redundant und bedarfsgerecht die 2. Heizung dazuschalten kann . Als weitere Heizquelle dient die Wärmepumpe der Klimaanlage und ggfalls die 5Kw-Webasto im Führerhaus , die bei vollem Gebläse die Kabine durch den Durchgang bis auf 30 Grad aufheizt . Heizungsredundanz bei Euren Reiseplänen ein absolutes Muß .

zum Thema Allrad : lieber haben als brauchen ! und noch wichtiger Sperren -vorne -Mitte - hinten , Untersetzung .
Ich würde mich bei Neukauf heute sehr intensiv mit dem Thema Hydrodrive beschäftigen ...

ja ,das reicht jetzt mal
viel Spaß beim Planen
Ralf

Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?

Verfasst: 2026-09-16 15:05:00
von Johannes D
Hi,

Sperren, das ist richtig. Ohne Sperren hilft Allrad schnell nichts mehr. Mit meinem 130D7 hab ich auf nasser Wiese schon die Sperre gebraucht
um auf meine 10cm Ausgleichshölzer zu fahren (zugegeben, das sind einfach abschnitte von 10 x 20 Balken-Resten ohne "Rampe").
Ohne Sperre reicht ein Rad das durchdreht.

cu

Johannes D.