Hallo zusammen,
ich bin neu hier und habe gleich ein paar Fragen an das Forum hier, da ich derzeit ein kompaktes 4x4-Reisefahrzeug für zwei Personen auf Basis eines MAN TGM 18.320 4x4 plane. Das Fahrzeug sollte schon professionell aufgebaut werden, es geht also keinesfalls um einen Selbstbau. Von daher interessiert mich, wie ihr einige Eckdaten aus praktischer Erfahrung einschätzt. Wohlgemerkt ich bin ziemlicher Laie, mit einer technischen Ausbildung.
Der derzeitige Arbeitsstand:
MAN TGM 18.320 4x4, Zweiachser oder MB vergleichbar
Wohnkabine außen ca. 5,80 m
Gesamtfahrzeug ca. 8,60 m, maximal 8,80 m
Breite ca. 2,50 m
Höhe ungefähr 3,70–3,80 m
momentan mit etwa 4.600 mm Radstand geplant, aber noch ausdrücklich offen
Einzelbereifung, derzeit 365/80 R20 als Arbeitsannahme
zwei Personen, gelegentlich dritte Person im Fahrerhaus
rund 480 l Frischwasser, 200 l Grau-, ca. 100 l Schwarzwasser
etwa 15 kWh LiFePO4
Dieselheizung/Warmwasser, Induktionsküche
Waschtrockner
zwei Fahrräder im Fahrzeug
Fotoausrüstung, Werkzeug und übliche Reiseausrüstung
kein Motorrad, Quad oder Pkw an Bord
Der Aufbau soll wintertauglich sein und auch für längere Reisen in Skandinavischem Winter, Nordafrika und Zentralasien funktionieren. Mir geht es dabei nicht um maximalen Offroad-Einsatz, sondern um ein zuverlässiges Reisefahrzeug, das auf Straße angenehm fährt und bei schlechten Wegen ausreichend Reserven besitzt.
Mich interessieren insbesondere vier Punkte:
1. Welches reale reisefertige Gewicht würdet ihr bei dieser Konfiguration erwarten?
Meine derzeitige Überschlagsrechnung landet ungefähr bei 11,9 bis 12,3 t reisefertig. Ist das aus eurer Erfahrung plausibel oder zu optimistisch?
2. Welcher Radstand wäre für etwa 5,8 m Kabinenlänge sinnvoll?
Die derzeit angenommenen 4.600 mm sind ausdrücklich noch keine Vorgabe. Interessant wären Erfahrungen hinsichtlich Achslastverteilung, hinterem Überhang, Wendekreis und Fahrverhalten.
3. Welche Achslastverteilung sollte man bei einem solchen Fahrzeug anstreben?
Insbesondere interessiert mich, wie viel Reserve auf der Vorderachse sinnvoll ist und wie kritisch ihr größere Massen hinter der Hinterachse seht.
4. Wie sind eure Erfahrungen mit dem TGM 4x4 auf langen Straßenetappen?
Also Federung, Geräusch, Geradeauslauf und Reifenwahl. Falls jemand 365/80 R20 oder eine ähnliche Einzelbereifung auf dem TGM fährt, wären praktische Erfahrungen sehr hilfreich.
Mir geht es ausdrücklich nicht darum, den maximal möglichen Aufbau auf das Fahrgestell zu setzen. Die größere TGM-Klasse soll Reserve schaffen, nicht zusätzliche Größe. Das Fahrzeug soll so kompakt und leicht bleiben, wie es das Raumprogramm zulässt.
Vielen Dank vorab für praktische Erfahrungen, insbesondere von TGM-Fahrern oder Leuten, die Fahrzeuge in dieser Größenordnung selbst gewogen oder aufgebaut haben.
Viele Grüße
Murmeltier
MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?
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_Murmeltier_
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Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?
Hallo Murmeltier!_Murmeltier_ hat geschrieben: ↑2026-09-13 17:10:07Einzelbereifung, derzeit 365/80 R20 als Arbeitsannahme
Willkommen im Forum!
Die Einzelbereifung eines 18-Tonners mit 365/80R20 MPT kannst Du allerdings direkt wieder vergessen. Dafür reicht die Tragfähigkeit dieser Reifen nicht.
Das wird Dir der MAN-Händler dann aber schon sagen, wenn es ans Bestellen geht.
Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
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"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.
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- Johannes D
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Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?
Hi,
Nicht das mein Magirus ein Kleinwagen wäre, aber bei einem kompakten 4x4 Fahrzeug für zwei Personen würde ich jetzt nicht als erstes an ein 18 to Fahrgestell mit 5,8m Kabine denken.
Für schlechtwege dürfte Allrad nicht zwingend notwendig sein, die Holz-LKW bei uns haben meist keinen Allrad und fahren schon ziemlich schlechte Wege mit deutlich mehr Gewicht.
Lg
Johannes D.
Nicht das mein Magirus ein Kleinwagen wäre, aber bei einem kompakten 4x4 Fahrzeug für zwei Personen würde ich jetzt nicht als erstes an ein 18 to Fahrgestell mit 5,8m Kabine denken.
Für schlechtwege dürfte Allrad nicht zwingend notwendig sein, die Holz-LKW bei uns haben meist keinen Allrad und fahren schon ziemlich schlechte Wege mit deutlich mehr Gewicht.
Lg
Johannes D.
- Ulf H
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Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?
... wenn du schon mit satten 12 t rechnest, werden es praktisch gerne mal 14 ...
... meiner war auch mal mit 7,5 t zugelassen und mit an die 10 t unterwegs ...
Gruss Ulf
... meiner war auch mal mit 7,5 t zugelassen und mit an die 10 t unterwegs ...
Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!
Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.
Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.
Ackerbau ohne Viehzucht, Nebenwirkungen einer Sesshaftwerdung am Nordende der Ostsee.
Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.
Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.
Ackerbau ohne Viehzucht, Nebenwirkungen einer Sesshaftwerdung am Nordende der Ostsee.
Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?
Für das genannte Basisfahrzeug und die Konfiguration mit Kofferaufbau etc würde ich mal einen zulässigen Gesamtgewicht von etwa 16 to ausgehen.
Zur Bereifung hat ja Pirx schon einiges richtiggestellt. Das Fahrgestell braucht mindestens Räder der Dimenson 395/85 R 20.
LG. Sico
Zur Bereifung hat ja Pirx schon einiges richtiggestellt. Das Fahrgestell braucht mindestens Räder der Dimenson 395/85 R 20.
LG. Sico
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_Murmeltier_
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Re: MAN TGM 18.320 4x4, 5,8-m-Kabine -> realistisches Reisegewicht u. Radstand?
Hey Leute,
danke euch sehr für die Hinweise. Genau solche Erfahrungswerte sind für mich sehjr hilfreich.
Die 365/80 R20 stammen noch aus einer früheren Auslegung auf die leichtere TGM-Variante. Beim 18.320 muss das natürlich neu betrachtet werden. Ich werde deshalb keine Reifendimension festschreiben, sondern zunächst mit MAN bzw. dem Aufbauer die tatsächlich sinnvollen Vorder- und Hinterachslasten festlegen und daraus Reifen und Felgen ableiten.
Interessant finde ich auch den Hinweis auf ca. 16 t zulässiges Gesamtgewicht. Mein Gedanke wäre ohnehin nicht, die 18 t auszunutzen, sondern eh' den 18.320 als technisch robustes Fahrgestell zu nehmen und dann das fertige Fzg. gegebenenfalls auf etwa 16 t abzulasten. Reisefertig will ich deutlich drunter bleiben.
Die derzeitige Rechnung liegt bei knapp über 12 t. Dass daraus während des Ausbaus schnell mehr werden kann ..., hm ja, ist mir bewusst. Deshalb möchte ich das Gewicht nach Baugruppen fortschreiben und nicht erst am Ende auf der Waage überrascht werden.
Beim Allrad geht es mir weniger um das Hardcore- Offroad Gedöns als um Reserve bei Winter, nasser Wiese, losem Untergrund und schlechten Wegen (zB. Island F- Piste) . Ich mag einfach gern Reserven haben. Das gibt mir Sicherheit. Für ein reines Straßenfahrzeug würde ich sicherlich anders denken. Dann wäre ich auch in einem anderen Forum ;-) .
Viele Grüße
Murmeltier
danke euch sehr für die Hinweise. Genau solche Erfahrungswerte sind für mich sehjr hilfreich.
Die 365/80 R20 stammen noch aus einer früheren Auslegung auf die leichtere TGM-Variante. Beim 18.320 muss das natürlich neu betrachtet werden. Ich werde deshalb keine Reifendimension festschreiben, sondern zunächst mit MAN bzw. dem Aufbauer die tatsächlich sinnvollen Vorder- und Hinterachslasten festlegen und daraus Reifen und Felgen ableiten.
Interessant finde ich auch den Hinweis auf ca. 16 t zulässiges Gesamtgewicht. Mein Gedanke wäre ohnehin nicht, die 18 t auszunutzen, sondern eh' den 18.320 als technisch robustes Fahrgestell zu nehmen und dann das fertige Fzg. gegebenenfalls auf etwa 16 t abzulasten. Reisefertig will ich deutlich drunter bleiben.
Die derzeitige Rechnung liegt bei knapp über 12 t. Dass daraus während des Ausbaus schnell mehr werden kann ..., hm ja, ist mir bewusst. Deshalb möchte ich das Gewicht nach Baugruppen fortschreiben und nicht erst am Ende auf der Waage überrascht werden.
Beim Allrad geht es mir weniger um das Hardcore- Offroad Gedöns als um Reserve bei Winter, nasser Wiese, losem Untergrund und schlechten Wegen (zB. Island F- Piste) . Ich mag einfach gern Reserven haben. Das gibt mir Sicherheit. Für ein reines Straßenfahrzeug würde ich sicherlich anders denken. Dann wäre ich auch in einem anderen Forum ;-) .
Viele Grüße
Murmeltier