Iveco 90-16 Motorschaden- was tun
Verfasst: 2026-10-18 15:52:05
Hallo liebe Experten,
ich brauche mal Eure Einschätzung: Der Deutz BF6 L913 hat 31.000 km runter und ich dachte da bin ich auf der sicheren Seite, aber leider Pech gehabt
Bei der ersten größeren Tour von Tipi nach Frankreich und zurück hat unser Iveco auf der Rückfahr angefangen Öl zu verbrauchen und /oder nach aussen zu vernebeln.
Mit Nachfüllen alle 100km nachhause geschafft. Ich bin von einer Undichtigkeit der Dichtungen an den Stösselstandenhüllrohre ausgegangen. Öldruck immer fast 5 bar, keine Warnung der Kontrollleuchte oder auffällige Geräusche, allerdings extremer Weissnebel bis 3 Minuten nach Kaltstart auch im Sommer.
Wieder zuhause: Nach Abbau der Kühlluftleitblechen war ich mir dann nicht mehr so sicher, denn Zylinder 3 hat auch auf der Kühlluftseite am Übergang zum Zylinderkopf Ölfeuchte. Beim Laufenlassen im Stand konnte ich auch "Blubbern" zwischen Kopf und Zylinder sehen und habe auf eine defekte Zylinderkopfdichtung getippt, konnte mir aber nicht erklären wieso da Öl hinkommen soll. Fahrt zur Deutz-Werkstatt:
Der wirklich freundliche Deutz-Experte der Region hat alles gründlich sauber gemacht, sich den Motor angeschaut und folgendes diagnostiziert:
Mit Endoskop Riefen in Zylinder 3, dieser scheint auch schon mal gewechselt worden zu sein, da er andersfarbige Schrauben und rote Lackierungsspuren an den unteren Kühlrippen hat.
Die anderen Zylinder sind unauffällig, es ist also da sschon was passiert bei der Feuerwehr....
Ausserdem hat jemand schon mal an der ESP geschraubt
Nach Abbau des Auspuffkümmers deutliche Ölmengen im Auspuff bei Zylinder3, und jetzt noch als neuer Befund auch geringe Spuren bei 1. Vorschlag: Tauschen von Zylinder 3 und ggf auch des Kolbens. Falls neuer Kolben nötig auch Demontage des Nachbarzylinders um den Kolbenbolzen von Kolben drei herausziehen zu können.
Original Deutz-Ersatzteile sind noch alle verfügbar.
Weiterer Vorschlag: Bei der Gelegenheit besser alle Zylinder mal rausbauen und anschauen, denn ein Haupteil der Demontagearbeiten sei ja dann schon gemacht. (Nummer 1 aber auf alle Fälle)
Danach entscheiden was nötig ist, vielleicht bei Zylinder 1 neue Kolbenringe, wenn es sonst noch passt.
Er schlägt auch vor das Öldruckbetätigte Thermoventil des Kühlerlüfters zu überbrücken. Wenn das nicht korrekt funktioniert wird das Axialgebläse nicht auf voller Last laufen und ggf. kommt daher das Heisslaufen des Motors.
Das Ventil sei irsinnig teuer und dennoch fehleranfällig und nicht wirklich nötig. Besser also überbrücken, gerade wenn es öfter in den Süden geht. Frühere Versionen des Motors seien ohne diese Steuerung ausgekommen und es diene mehr dem Komfort der Besatzung damit das Öl für die Heizung schneller warm wird. Ob das Axialgebäse korrekt funktioniert haben wir noch nicht testen können.
Meine Fragen an Euch:
A) Die Stundensätze der Werkstatt sind saftig, ich überlege das ggf in Eigenregie zu versuchen, was der Experte auch gut nachvollziehen kann. Wie schätzt Ihr das ein für den engagiereten Hobbyschrauber? Spezialwerkzeug? Zeitbedarf? Werkstatthandbuch für den Motor habe ich.
B) Warum Zylinder 3 : Ob es daran liegen könnte, dass die Kolbenkühlung mit Spritzöl vielleicht nicht an Zylinder 3 funktioniert. Hat jemand schon mal hier Defekte festgestellt oder ist das unwahrscheinlich? Wie kann das getestet werden bei demontierem Zylinder.
C) Ersatzteile für Zylinder 1 und 3 : Wann auch den Zylinder 1 tauschen. Müssen es original Deutz-Ersatzteile sein, was ist mit Koblenschmidt (sowieso identisch mit Erstausrüster) oder Nüral
D) Wer hat schon das Thermoventil für das Axialgebäse stillgelegt? Oder auch nicht? Ist der Fehler hier bekannt?
E) Habt ihr sonstige Anmerkungen die helfen könnten?
ich brauche mal Eure Einschätzung: Der Deutz BF6 L913 hat 31.000 km runter und ich dachte da bin ich auf der sicheren Seite, aber leider Pech gehabt
Bei der ersten größeren Tour von Tipi nach Frankreich und zurück hat unser Iveco auf der Rückfahr angefangen Öl zu verbrauchen und /oder nach aussen zu vernebeln.
Mit Nachfüllen alle 100km nachhause geschafft. Ich bin von einer Undichtigkeit der Dichtungen an den Stösselstandenhüllrohre ausgegangen. Öldruck immer fast 5 bar, keine Warnung der Kontrollleuchte oder auffällige Geräusche, allerdings extremer Weissnebel bis 3 Minuten nach Kaltstart auch im Sommer.
Wieder zuhause: Nach Abbau der Kühlluftleitblechen war ich mir dann nicht mehr so sicher, denn Zylinder 3 hat auch auf der Kühlluftseite am Übergang zum Zylinderkopf Ölfeuchte. Beim Laufenlassen im Stand konnte ich auch "Blubbern" zwischen Kopf und Zylinder sehen und habe auf eine defekte Zylinderkopfdichtung getippt, konnte mir aber nicht erklären wieso da Öl hinkommen soll. Fahrt zur Deutz-Werkstatt:
Der wirklich freundliche Deutz-Experte der Region hat alles gründlich sauber gemacht, sich den Motor angeschaut und folgendes diagnostiziert:
Mit Endoskop Riefen in Zylinder 3, dieser scheint auch schon mal gewechselt worden zu sein, da er andersfarbige Schrauben und rote Lackierungsspuren an den unteren Kühlrippen hat.
Die anderen Zylinder sind unauffällig, es ist also da sschon was passiert bei der Feuerwehr....
Ausserdem hat jemand schon mal an der ESP geschraubt
Nach Abbau des Auspuffkümmers deutliche Ölmengen im Auspuff bei Zylinder3, und jetzt noch als neuer Befund auch geringe Spuren bei 1. Vorschlag: Tauschen von Zylinder 3 und ggf auch des Kolbens. Falls neuer Kolben nötig auch Demontage des Nachbarzylinders um den Kolbenbolzen von Kolben drei herausziehen zu können.
Original Deutz-Ersatzteile sind noch alle verfügbar.
Weiterer Vorschlag: Bei der Gelegenheit besser alle Zylinder mal rausbauen und anschauen, denn ein Haupteil der Demontagearbeiten sei ja dann schon gemacht. (Nummer 1 aber auf alle Fälle)
Danach entscheiden was nötig ist, vielleicht bei Zylinder 1 neue Kolbenringe, wenn es sonst noch passt.
Er schlägt auch vor das Öldruckbetätigte Thermoventil des Kühlerlüfters zu überbrücken. Wenn das nicht korrekt funktioniert wird das Axialgebläse nicht auf voller Last laufen und ggf. kommt daher das Heisslaufen des Motors.
Das Ventil sei irsinnig teuer und dennoch fehleranfällig und nicht wirklich nötig. Besser also überbrücken, gerade wenn es öfter in den Süden geht. Frühere Versionen des Motors seien ohne diese Steuerung ausgekommen und es diene mehr dem Komfort der Besatzung damit das Öl für die Heizung schneller warm wird. Ob das Axialgebäse korrekt funktioniert haben wir noch nicht testen können.
Meine Fragen an Euch:
A) Die Stundensätze der Werkstatt sind saftig, ich überlege das ggf in Eigenregie zu versuchen, was der Experte auch gut nachvollziehen kann. Wie schätzt Ihr das ein für den engagiereten Hobbyschrauber? Spezialwerkzeug? Zeitbedarf? Werkstatthandbuch für den Motor habe ich.
B) Warum Zylinder 3 : Ob es daran liegen könnte, dass die Kolbenkühlung mit Spritzöl vielleicht nicht an Zylinder 3 funktioniert. Hat jemand schon mal hier Defekte festgestellt oder ist das unwahrscheinlich? Wie kann das getestet werden bei demontierem Zylinder.
C) Ersatzteile für Zylinder 1 und 3 : Wann auch den Zylinder 1 tauschen. Müssen es original Deutz-Ersatzteile sein, was ist mit Koblenschmidt (sowieso identisch mit Erstausrüster) oder Nüral
D) Wer hat schon das Thermoventil für das Axialgebäse stillgelegt? Oder auch nicht? Ist der Fehler hier bekannt?
E) Habt ihr sonstige Anmerkungen die helfen könnten?