Re: Motor stirbt nach längerer Standgas-Phase ab
Verfasst: 2021-11-25 20:04:58
Guten Abend, zusammen!
Es gibt wieder ein Update. Ich habe eigentlich zwei Probleme: 1. Das Absterben des Motors und 2. die schwierige Entlüftung, wenn mal Luft im System ist (eine Folge von Punkt 1).
Zunächst zu Punkt 1:
Ursache ist höchstwahrscheinlich die Fallrohreinheit im Tank. Nach etwa 12 Minuten im Standgas stirbt der Motor wiederholbar ab. Die Enden der Dieselleitungen (Zulauf und Rücklauf) habe ich zur Analyse direkt an der Fallrohreinheit getrennt und dann verlängert, um sie in einen mit Diesel gefüllten Kanister stecken zu können. Den Kanister habe ich von der Höhe zunächst auf ein Niveau gestellt, dass meinem vollen Tank entspricht und dann den Motor gestartet. Nach 20 Minuten, die der Motor problemlos im Standgas lief, habe ich die Versuchsanordnung geändert und den Kanister nur noch so hoch gestellt, dass das Dieselniveau dem eines fast leeren Tanks von der Höhe entspricht. Nach weiteren 20 Minuten habe ich dann auch dies abgebrochen - der Motor lief anstandslos in dieser Anordnung. Da in dieser Anordnung nur das Fallrohr nicht verwendet wurde, vermute ich dort eine Undichtigkeit, durch die Luft gezogen wurde. Es ist neu bestellt und werde es dann morgen einbauen und hoffentlich keine Probleme mehr mit längeren Standgas-Phasen haben. Hoffentlich war es das dann.
Zu Punkt 2:
Als ich bei der o.a. Versuchsanordnung den Kanister auf dem Boden abgestellt hatte, versuchte ich mit der Handpumpe zu entlüften. Dazu habe ich zunächst die Schraube am Auslass des Hauptfilters gelöst und wartete darauf, dass dort nach dem Pumpen Diesel austrat. Keine Chance. Selbst nach gefühlt 10 Minuten Pumpen kam da nix an. Die kleine (originale) Handpumpe scheint nicht in der Lage zu sein, bei einer solchen Förderhöhe noch ordentlich zu arbeiten. Erst wenn ich das Dieselnieveau deutlich erhöht habe (Kanister höher stellen), gab es mit der Handpumpe endlich den gewünschten Effekt und Diesel trat aus. D.h. für mich, je weniger Diesel ich im Tank habe, um so schwieriger (bis unmöglich) wird das Entlüften mit der Handpumpe bei meinem nachträglich verbauten 400 Liter Tank. Hier hatte Pirx (mal wieder) völlig Recht: das Lösen der Überwurfmutter bewirkt gar nix (habe den Deckel mal gelöst und mir das Ganze von innen angeschaut). In der früher beschrieben Situation machte ich den Fehler, zwei Sachen gleichzeitig zu machen, nämlich 40 Liter Diesel mit Kanistern nachzutanken und dann den Rat des Mechanikers folgend die Überwurfmuttern zu lösen und dann zu Entlüften. Nach den aktuellen Beobachtungen gehe ich davon aus, das der Schlüssel zum Erfolg das Anheben des Dieselniveaus war, so dass die Steigleistung der Handförderpumpe wieder ausreichend war. Ich habe nun eine leistungsfähigere Handpumpe bestellt, die man anstelle der originalen Pumpe einschrauben können soll und hoffe dann damit auch dieses Problem zu lösen.
Noch ein Nachtrag zum Entlüften: im Handbuch steht, man soll solange Pumpen, bis man ein deutlichen Klacken an der Einspritzpumpe vernimmt - verursacht durch das Überstromventil. Ich habe da NIE was gehört. Wenn man zu zweit ist, kann man sich viel besser helfen, indem einer pumpt und der andere in den Tank leuchtet und Bescheid gibt, wenn durch den Rücklauf der Diesel durch das Pumpen wieder zurück in den Tank strömt (danke Michael, falls Du mitliest!). Auf der Hochdruckseite hilft nur der Motor, also den Starter ggf. deutlich länger betätigen - dann wird es auch was mit dem Entlüften (zumindest bei mir).
Wünsche noch einen schönen Abend,
Thomas
Es gibt wieder ein Update. Ich habe eigentlich zwei Probleme: 1. Das Absterben des Motors und 2. die schwierige Entlüftung, wenn mal Luft im System ist (eine Folge von Punkt 1).
Zunächst zu Punkt 1:
Ursache ist höchstwahrscheinlich die Fallrohreinheit im Tank. Nach etwa 12 Minuten im Standgas stirbt der Motor wiederholbar ab. Die Enden der Dieselleitungen (Zulauf und Rücklauf) habe ich zur Analyse direkt an der Fallrohreinheit getrennt und dann verlängert, um sie in einen mit Diesel gefüllten Kanister stecken zu können. Den Kanister habe ich von der Höhe zunächst auf ein Niveau gestellt, dass meinem vollen Tank entspricht und dann den Motor gestartet. Nach 20 Minuten, die der Motor problemlos im Standgas lief, habe ich die Versuchsanordnung geändert und den Kanister nur noch so hoch gestellt, dass das Dieselniveau dem eines fast leeren Tanks von der Höhe entspricht. Nach weiteren 20 Minuten habe ich dann auch dies abgebrochen - der Motor lief anstandslos in dieser Anordnung. Da in dieser Anordnung nur das Fallrohr nicht verwendet wurde, vermute ich dort eine Undichtigkeit, durch die Luft gezogen wurde. Es ist neu bestellt und werde es dann morgen einbauen und hoffentlich keine Probleme mehr mit längeren Standgas-Phasen haben. Hoffentlich war es das dann.
Zu Punkt 2:
Als ich bei der o.a. Versuchsanordnung den Kanister auf dem Boden abgestellt hatte, versuchte ich mit der Handpumpe zu entlüften. Dazu habe ich zunächst die Schraube am Auslass des Hauptfilters gelöst und wartete darauf, dass dort nach dem Pumpen Diesel austrat. Keine Chance. Selbst nach gefühlt 10 Minuten Pumpen kam da nix an. Die kleine (originale) Handpumpe scheint nicht in der Lage zu sein, bei einer solchen Förderhöhe noch ordentlich zu arbeiten. Erst wenn ich das Dieselnieveau deutlich erhöht habe (Kanister höher stellen), gab es mit der Handpumpe endlich den gewünschten Effekt und Diesel trat aus. D.h. für mich, je weniger Diesel ich im Tank habe, um so schwieriger (bis unmöglich) wird das Entlüften mit der Handpumpe bei meinem nachträglich verbauten 400 Liter Tank. Hier hatte Pirx (mal wieder) völlig Recht: das Lösen der Überwurfmutter bewirkt gar nix (habe den Deckel mal gelöst und mir das Ganze von innen angeschaut). In der früher beschrieben Situation machte ich den Fehler, zwei Sachen gleichzeitig zu machen, nämlich 40 Liter Diesel mit Kanistern nachzutanken und dann den Rat des Mechanikers folgend die Überwurfmuttern zu lösen und dann zu Entlüften. Nach den aktuellen Beobachtungen gehe ich davon aus, das der Schlüssel zum Erfolg das Anheben des Dieselniveaus war, so dass die Steigleistung der Handförderpumpe wieder ausreichend war. Ich habe nun eine leistungsfähigere Handpumpe bestellt, die man anstelle der originalen Pumpe einschrauben können soll und hoffe dann damit auch dieses Problem zu lösen.
Noch ein Nachtrag zum Entlüften: im Handbuch steht, man soll solange Pumpen, bis man ein deutlichen Klacken an der Einspritzpumpe vernimmt - verursacht durch das Überstromventil. Ich habe da NIE was gehört. Wenn man zu zweit ist, kann man sich viel besser helfen, indem einer pumpt und der andere in den Tank leuchtet und Bescheid gibt, wenn durch den Rücklauf der Diesel durch das Pumpen wieder zurück in den Tank strömt (danke Michael, falls Du mitliest!). Auf der Hochdruckseite hilft nur der Motor, also den Starter ggf. deutlich länger betätigen - dann wird es auch was mit dem Entlüften (zumindest bei mir).
Wünsche noch einen schönen Abend,
Thomas
