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Re: MAN 12.232 4x4 mit NUR Hecksperre?

Verfasst: 2021-11-21 12:16:54
von ClausLa
Moin,
Mark86 hat geschrieben:
2021-11-21 11:18:54
Zumindest bei den mir bekannten 6x6 Fahrgestellen ist der Hinterachssatz über einen Starren Durchtrieb verbunden, da auf Grund der kurzen Achsabstände die Drehzahlunterschiede zwischen vorderer und hinterer Achse bei Kurvenfahrten eher gering ausfallen.
Quatsch, die Durchtriebsachsen haben (i.d.R auch beim 6x4 und 8x4) serienmässig ein Sperrdifferential

Schaltreihenfolge 6x6 oder 8x8 (Beispiel MAN)

Längssperre Hinterachsen

Längssperre VTG/Vorderachse(n)

Quersperre hinten

Quersperre vorne

Jede Schalterstellung schaltet die jeweilige(n) Sperren zu den vorherigen dazu

Bei den Belastungen eines 3-oder 4-Achsers will da keiner dauerhafte Spannungen im Antriebsstrang; wer mal ein Differential aufgemacht hat, das es nicht überlebt hat, weiss, was da für Kräfte wirken.

Gruß Claus

Re: MAN 12.232 4x4 mit NUR Hecksperre?

Verfasst: 2021-11-21 14:26:13
von urologe
Seebser hat geschrieben:
2021-11-18 12:30:50
Klar am besten 4 Ketten, dann geht wieder alles ungesperrt, aber Gerade wenn man größere Räder Montiert ist bei vielen die Freigängigkeit der VA zu wenig für Schneeketten. Die gehen dann nur an der HA. Wenn man jetzt bremsen will, überbremst die Vorderachse und man rutsch irgendwo hin. Längs gesperrt wird das Bremsmoment von vorne nach hinten weiter gegeben und man erreicht deutlich höhere Verzögerungen.
Und das alles sind für alle die nicht nur im Süden/Sommer unterwegs sind, Szenarien die im ganz normalen Fahrbetrieb auftreten. Zumindest wenn man wo ist wo es Schnee geben kann.
Heißt das jetzt für mich :
auf verschneiten/vereisten Pässen abwärts nur mit Längssperre ?
(sowohl mit als auch ohne 2 oder 4 Ketten).
Gruß Ralf

Re: MAN 12.232 4x4 mit NUR Hecksperre?

Verfasst: 2021-11-21 14:47:52
von Lampenhalter
ClausLa hat geschrieben:
2021-11-21 12:16:54
Moin,
Mark86 hat geschrieben:
2021-11-21 11:18:54
Zumindest bei den mir bekannten 6x6 Fahrgestellen ist der Hinterachssatz über einen Starren Durchtrieb verbunden, da auf Grund der kurzen Achsabstände die Drehzahlunterschiede zwischen vorderer und hinterer Achse bei Kurvenfahrten eher gering ausfallen.
Quatsch, die Durchtriebsachsen haben (i.d.R auch beim 6x4 und 8x4) serienmässig ein Sperrdifferential

Schaltreihenfolge 6x6 oder 8x8 (Beispiel MAN)

Längssperre Hinterachsen

Längssperre VTG/Vorderachse(n)

Quersperre hinten

Quersperre vorne

Jede Schalterstellung schaltet die jeweilige(n) Sperren zu den vorherigen dazu

Bei den Belastungen eines 3-oder 4-Achsers will da keiner dauerhafte Spannungen im Antriebsstrang; wer mal ein Differential aufgemacht hat, das es nicht überlebt hat, weiss, was da für Kräfte wirken.

Gruß Claus
Ich hab ja nicht so die Ahnung was andere Hersteller so gebaut haben. Aber mein 6x6 hat in der Durchtriebsachse keine Diff-Sperre (hat überhaupt keine Quersperren) und trotzdem einen starren Durchtrieb ohne Drehzahlausgleich zwischen den Hinterachsen. Drehzahlausgleich in engen Kurven nur über radieren, Bremsenprüfstand nur mit vorwärts/rückwärts-Einzelradprüfung. Und auch fast alle anderen russischen Dreiachser die ich kenne arbeiten so. Außer der KrAZ (6x4 und 6x6), der hat vom Verteiler zwei Kardanwellen nach hinten - für jede Achse eine - und kann den Verteiler als Längssperre schalten.

Gut, is halt kein MAN. Und man merkt es am Wendekreis. :blush:

Re: MAN 12.232 4x4 mit NUR Hecksperre?

Verfasst: 2021-11-21 18:18:21
von Seebser
urologe hat geschrieben:
2021-11-21 14:26:13


Heißt das jetzt für mich :
auf verschneiten/vereisten Pässen abwärts nur mit Längssperre ?
(sowohl mit als auch ohne 2 oder 4 Ketten).
Gruß Ralf
Das musst natürlich selbst entscheiden, kommt auch auf die Überbremsneigung deiner Hinterachse an.
Bei meinem sind die doch etwas unterforderten Hinterachse doch schneller am Blockieren als die VA.

Beim Holztransport hatte ich halt auch immer die Einstellung lieber 10 min für 3 Ketten investieren als im Graben landen.
Vor allem voll bergab, bergauf bin ich auch immer ungesperrt gefahren (egal ob 6x6 oder 6x4). Wenns dann hatte ich immer Reserven. Und da bin ich oft ohne alles rauf und dann mit 3 bis 7 Ketten am Zug wieder runter. Wobei die Zwillingsketten am Anhänger einfach nicht mehr Lustig waren. Die 315/80r22,5 an der Vorderachse gingen in 2 min, so ein 6x6 TGA Radkappen ist einfach riesig, Das war auch ein Grund warum vorne keine 385er montiert waren. Mehr Platz und leichtere Ketten.

Zum Thema Längssperre beim 6x4, 8x4, alle mir bekannten Zivilen Fahrzeuge haben einen Längssausgleich zwischen den Hinterachsen.
Ist eigentlich auch zwingend notwendig weil ja sehr oft achsweise verschiedene Profiltiefen am Start sind.