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Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 12:01:54
von 4x4tripping
friesengold hat geschrieben: ↑2021-02-05 10:46:44
Aber von einer Friedensnobelpreisträgerin konnte man schon was anderes erwarten als die Politik der letzten Jahre, auch wenn sie offiziell überhaupt kein Staatsamt bekleidet. Die Aberkennung des Preises wurde wohl erwogen aber verworfen, schließlich hat man auch Sadat, Begin und Arafat ihre Preise nicht abgenommen.
Nun müssen wir die Kirche aber mal im Dorf lassen. Schliesslich hat der noble Friedensnobelpreisträger Obama ziemlich dolle gekriegsgurgelt. Dieser Artikel beleuchtet dies jedoch mal erfreulich mehrschichtig:
https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... rack-obama
Da ist die reine Erwägung einer Aberkennung eines Preises für lokale Grenzüberschreitungen in der jeweiligen Region - wieder mal eine unglaubliche - Doppelmoral
Mayanmar ist als Reiseland auch nur für Selbstfahrer so restriktiv. Mit dem Flugzeug eingereist, mit Mietwagen ausgerüstet, reist es sich recht ungeniert. Zelt, Kühlbox, Isomatte - nichts was die meisten hier nicht auch schon gemacht haben. Die Botschaft
https://www.botschaft-myanmar.de/verkeh ... anmar.html äussert sich da positiv und gleichzeitig etwas schwamming Jörn, Du weist da doch bestimmt mehr dazu.
Mir war es in Indien und Laos jedoch problemlos möglich selber zu fahren, auch wenn dies nicht den lokalen gegebenheiten entspricht. Einen
Reisebericht zu Laos hatte ich vor Jahren mal geschrieben..

Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 12:16:15
von Eschwege
Was für eine Stossrichtung hat denn der Bezahlartikel im Spiegel ?
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 12:20:29
von 4x4tripping
Eschwege hat geschrieben: ↑2021-02-05 12:16:15
Was für eine Stossrichtung hat denn der Bezahlartikel im Spiegel ?
Ich habe die "Zeit" mit einem Free Artikel verlinkt

Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 12:40:42
von Eschwege
Ok, also das Nobel Kommitee hat für mich keine Bedeutung.
Ob sie da Obama ,Trump, Greta Thunberg oder Osama bin Laden einen Preis verleihen ist doch ohne konkreten Wert.
Die schwierige Frage ist doch, ob es gerechtfertigt war die gegen die Diktatur kämpende Heldin medial fallen zu lassen, weil sie die harten massnahmen gegen die Einwanderer aus Bangladesh verteidigt hat.
Und sich nichtmal von den bewiesenen Massakern mit identifizierten Tätern von sich aus distanziert hat.
Es gab sicher auch Propaganda seitens der Rohingya, aber eben auch bestätigte Menschenrechtsverletzungen.
Man kann sagen es gibt überhaupt keinen Grund sie hier zu schonen, denn sie ist nach unseren Massstäben eine menschenfeindliche Faschistin und Rassistin, der vermutlich sogar die Mitgliedschaft in der AfD verweigert würde.
Und nur weil sie schwarze Haare hat und kein alter , weisser Mann mit Hundekrawatte....muss sie trotzdem den Preis aberkannt kriegen.
Man kann aber auch sagen, dass sie sich nicht weit aus dem Fenster lehnen konnte um nicht vom Militär eingesackt zu werden.
Man kann auch sagen der politische Islam muss mit allen Mitteln an der Ausbreitung gehindert werden und Myanmar soll nicht so enden wie grosse Teile von Indonesien .
Ehrlich gesagt ich weiss es nicht und ich bin froh, dass ich mir da keinen Kopf drüber machen muss und gleich vor der vergleichsweise simplen Aufgabe stehe, wie ich den Hof gegen den kommenden Schneesturm absichern soll.
Und das ist auch das Schöne daran .
Ihr könnt alle etwas den Fuss vom Gas nehmen, den / die Andere nicht vors schienbein treten .
Keiner hat nämlich die Möglichkeit dort einzugreifen und unterschiedliche Meinungen sollten nicht culture gecancelt werden.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 12:52:29
von joern
Ich will die Nobelpteisträgerin gar nicht verteidigen, aber die Dinge sind komplizierter. Sie hat den Preis 1991 für ihren Einsatz für Demokratie bekommen. Das Militär hatte 50 Jahre die Macht, auch wirtschaftlich. In den letzten 10 Jahren ging die Entwicklung langsam in Richtung Demokratie. Das Militär schrieb die Verfassung, stellte weiter wichtige Minister und Entscheidungen zu Sicherheit und Militareinsätzen blieben vollständig beim Militär. Der jetzige Machthaber hat zu weiten Teilen die Gräuel gegen die Rohingya zu verantworten (auch da ist es kompliziert, es gab auch Terroranschläge)
Ein offener Machtkampf zwischen Militär und Zivilregierung wurde aus Angst vor einem erneuten Militärputsch (zunächst) verhindert.
Zu Visa: es gibt Hinweise, dass Touristenvisa zukünftig restriktiver vergeben werden sollen.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 13:25:15
von Eschwege
Es müsste eine Computersimulation geben was passieren würde, wenn das Militär sich komplett rausziehn würde.
Jugoslawien reloaded oder nicht.
Es gab ja die Spannungen mit den Rohingya schon Jahrzehnte, auch die Shan haben einen Bürgerkrieg auf niedrigem Niveau und die Fluchtbewegungen der Kachin im Land selbst gibt es auch.
Man weiss beim Verbessern immer erst hinterher ob es nicht schlimmer wurde.
Schiefer Vergleich aber trotzdem :
Was wurde nicht alles für Blödsinn erzählt, dass " Die Libyer " ohne den grössten arabischen Paradiesvogel als Gewaltherrscher sich nun endlich ihrer Potentiale bewusst werden und vom Lebensstandard her an die Golf Region anknüpfen würden....
Fazit: Wunschdenken, da es sowas wie DIE Libyer garnicht gibt und nun alles dort vor die Hunde geht.
Das soll keine Argumentation pro Diktatur sein - man muss nur wissen wo die Risiken liegen , wenn man ein running system changed.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 14:27:35
von friesengold
4x4tripping hat geschrieben: ↑2021-02-05 12:01:54
Mit dem Flugzeug eingereist, mit Mietwagen ausgerüstet, reist es sich recht ungeniert. Zelt, Kühlbox, Isomatte - nichts was die meisten hier nicht auch schon gemacht haben
Auto mit Chauffeur kostet nicht viel. Aber auch die Busse sind bequem. Campinggedöns ist überflüssig. Dafür gibt es keine Infrastruktur, aber Hotels / Gästehäuser sind preiswert, und vor allem kommt man mit den Leuten in Kontakt. Über den Standard wird man sich streiten können. Aber das ist wohl vorerst alles Makulatur,denn die Grenzen werden wohl erstmal dicht bleiben.
Ein Blick in die Nachbarschaft nach Thailand ist hilfreich. Da gibt es seit 1932 eine konstitutionelle Monarchie. Kurz gesagt: Es gibt zwar ein Parlament, aber letztlich herrscht der König.
Das war alles wunderbar zu Zeiten von König Bhumibol. Den hat das Volk geliebt und verehrt, obwohl er ein Diktator war, aber eben ein guter.
Heute hat man da eine Figur, die sich gerne nabelfrei in bayrischen Baumärkten zeigt, aber auch er hat immer noch die Macht und das Geld.
Ich denke, der Gegend stehen unruhige Zeiten bevor.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 14:31:20
von 4x4tripping
Eschwege hat geschrieben: ↑2021-02-05 13:25:15
Schiefer Vergleich aber trotzdem :
Was wurde nicht alles für Blödsinn erzählt, dass " Die Libyer " ohne den grössten arabischen Paradiesvogel als Gewaltherrscher sich nun endlich ihrer Potentiale bewusst werden und vom Lebensstandard her an die Golf Region anknüpfen würden....
Interessant ist auch die zeitliche Abfolge der angestrebten und der durchgeführten Regimechange`s der letzten Jahre.
Die Lernkurve war sehr gering. Bezüglich Lybien darf sich auch Deutschland gerne den Hut mit anziehen.
Auch spannend sind die ganzen Stiftungen, NGO`s die vor Ort Millionen umgesetzt haben - die auch naheliegendere Krisen massgeblich "vorangetrieben" haben.
Das ist alles öffentlich zugänglich, gut dokumentiert und dennoch in der öffentlichen Wahrnehmung nicht vorhanden oder wird nicht berücksichtigt. Auch in neueren (und naheliegenderen) Konflikten wo man dank Socialmedia doch alle Aspekte der Auseinadersetzungen sehen konnte - wie friedlich Aufstände waren - so als Beispiel, war das in den hiesigen Medien verbreitete Bildmaterial schon tendeziell etwas einseitig.
Da kann man Google anwerfen und dann den Links folgen und sich einarbeiten:
https://www.degruyter.com/document/doi/ ... -0002/html
https://www.jstor.org/stable/20202932?seq=1
Geopolitik, Strategien, Thinktanks - da wird doch mehr "gemauschelt" darf man bei der Offenheit ja eigentlich nicht sagen. Wie viel man dann einer einzelnen Person zuschreiben darf - bez. Friedensnobelpreis - müsste mann dann eigentlich wirklich mal diskutieren. Das geht doch an der Realität sowieso vorbei...
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 14:45:30
von HaraldS50
Das ist halt ein weltweites Problem. Westliche Werte muss man sich leisten können. Deswegen bringt es ja auch nix immer mit erhobenem Zeigefinger rumzulaufen. Die Realität ist eben: Seit dem Fall des Eisernen-Vorhangs ist es eher schlechter als Besser geworden. Natürlich sind daran auch die von westlichen Kolonial-Mächten gezogenen völlig willkürlichen Grenzen schuld, die wir aber doch immernoch vehement als hohes Gut verteidigen wollen. Aber wieso ist das so? Weil doch im Grunde alle wissen, dass die Volksgruppen dann aufeinander los gehen. Da ist der Balkan doch das beste Beispiel und zeigt sich auch jetzt in mindestens einem Dutzend Ländern. Das wird auch in den nächsen Jahren garantiert nicht besser. Die wirtschaftlichen Kollateralschäden der Corona-Politik wird vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern die Verteilungkämpfe noch drastisch verschärfen. Da sind Reiseeinschränkungen nun wirklich das kleinste Problem und eher nur ein Ärgernis. Ein kleiner Preis den Wir da zahlen müssen

Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 16:08:59
von micha der kontrabass
HaraldS50 hat geschrieben: ↑2021-02-05 14:45:30
...Die Realität ist eben: Seit dem Fall des Eisernen-Vorhangs ist es eher schlechter als Besser geworden. ...
Das darfst du mir jetzt gerne genauer erklären.
Ich verstehe das nämlich nicht, weil es für mich und viele Andere doch deutlich besser geworden ist.
Oder ist es jetzt schlechter geworden, weil nur noch "der Westen" das Monopol auf Regimechange hat?
Gruß
Micha d.k.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 16:12:10
von HaraldS50

Irgewie doppelt

Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 16:21:30
von HaraldS50
micha der kontrabass hat geschrieben: ↑2021-02-05 16:08:59
HaraldS50 hat geschrieben: ↑2021-02-05 14:45:30
...Die Realität ist eben: Seit dem Fall des Eisernen-Vorhangs ist es eher schlechter als Besser geworden. ...
Das darfst du mir jetzt gerne genauer erklären.
Ich verstehe das nämlich nicht, weil es für mich und viele Andere doch deutlich besser geworden ist.
Oder ist es jetzt schlechter geworden, weil nur noch "der Westen" das Monopol auf Regimechange hat?
Gruß
Micha d.k.
Ganau das ist der Punkt. Für Uns ist es besser geworden. Weltweit gibt es aber seitdem weit mehr Kriege und lokale Konflikte. Und ich finde westliches Regime-Change alla Irak nicht weniger bescheiden, wie Kommunistisches. Auf ZDF-Info gibt es grade sehr interessante Doumentationen zu sehen.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 16:32:40
von bo
Naja, ich würde Dir Recht geben dass die Kriege nach dem Fall der Mauer immer besser in Szene gesetzt wurden. Aber friedlicher war es früher auch nicht.
Koreakrieg, Vietnam, Sechstagekrieg, Jom-Kippur Krieg, Algerienkrieg, das sind nur die ersten die mir gerade einfallen, ganz abgesehen von den sachen die in Südamerika passiert sind.
Also von friedlichen Zeiten würde ich da nicht sprechen, man hat es nur weniger „live“ mitbekommen als heute
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 16:40:14
von 4x4tripping
HaraldS50 hat geschrieben: ↑2021-02-05 16:21:30
Für Uns ist es besser geworden.
Wir sollten leisetreten und weiterhin profitieren. Einer gewinnt schliesslich meistens

Mit einer leisen kleinen moralischen Schuld leben kann doch schliesslich jeder... Wir verdanken ein Teil unserer Wohlfahrt ja auch zu einem Teil dem Kolonialismus.
Was meinen Moral-Kompass triggert ist dieses "Gutmenschentum" und das zelebrieren von solchen Farce-Veranstaltungen wie der Friedensnobelpreis, das zelebrieren der UNO die selber keinen demokratischen Anspruch erfüllen kann.. Die westlichen Werte dh die der Doppelmoral - mit der sollten wir weniger hausieren
Einfach die Vorteile der Sonnenseite geniessen und

Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-05 16:45:27
von HaraldS50
Hallo Bo
Das stimmt auch wieder. Man kann jetzt auch noch Uns, Lenin, Stalin, Mao, PolPot... dazu rechnen. Das sind aber für mich eher Effekte der Industrialisierung und des Kolonalimus und der darauf folgenden Machtverschiebung. Wir sind jetzt aber im Zeitalter der Verteilungskriege angelangt. Und das wird sich nicht bessern. Da zählich ich auch die Millionen von Flüchtlingen mit als Opfer und auch die Opfer von Drogenkriegen oder lokaler Säuberungen und was sonst noch so alles grassiert. Aber da kann man sicher anderer Ansicht sein.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-06 18:04:52
von joern
In Myanmar ist das Internet stark eingeschränkt.
Heute mit Demonstrationen in der Innenstadt, die Polizei hält sich zurück:
https://youtu.be/ADcm3sX8TVU
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-02-08 11:15:01
von friesengold
Die schärfste Waffe der kleinen Leute ist der Generalstreik, der das Land zum Stillstand bringt.
Aber das braucht einen langen Atem und Opferbereitschaft, wie die Inder sie unter dem "Mahatma" Gandhi gezeigt haben.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-03-31 10:34:08
von joern
Der Widerstand der Bevölkerung gegen das Regime geht weiter. Das Militär agiert immer brutaler, es werden Kriegswaffen (Rpg, scharfe Granaten, Sturmgewehre) eingesetzt und unbewaffnete Demonstranten mit Ansage (" Wer auf die Strasse geht, dem wird in Kopf oder Rücken geschossen") ermordet, alleine am "Feiertag der Armee" über 100 Zivilisten, auch Kinder.
Was kann man von hier aus machen? Wenig bis nichts wahrscheinlich. Vielleicht diese Firma (Giesecke&Devrient) bitten, die Geschäftsbeziehungen einzufrieren und keine Rohstoffe zum Gelddrucken mehr zu liefern:
https://www.gi-de.com/de/kontakt
Aktualisierung: vor 2 Stunden hat G&D bekannt gegeben, dass sie bis auf weiteres nichts mehr liefern.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-03-31 16:33:34
von joern
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2021-03-31 17:42:01
von 2brownies
Die Bundesregierung verurteilt ja bereits das Vorgehen der Militärjunta gegen die Demonstranten scharf. Es wird wohl erwogen, ausländische Konten der Machthaber einzufrieren. Viel mehr wird D und der EU auch nicht übrig bleiben. Großartige Geschäftsbeziehungen mit europäischen Ländern gibt es nicht und somit auch kein Druckmittel. Das müssen die Nachbarländer klären. Ich sehe da allen voran Thailand als möglichen Schlichter. Die bereiten sich auch schon auf die kommenden Flüchtlinge vor. Große Hoffnungen liegen wohl immer noch auf Aung San Suu Kyi. Ich glaube aber nicht, dass diese Dame irgendwelche Erwartungen erfüllen kann oder will.
Grüße
Frank
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 5:53:24
von joern
Zur Zeit läuft es zum Glück ziemlich unrund für das Militär. Die verschiedenen bewaffneten ethnischen Volksgruppen inklusive der burmesischen Widerstandskämpfer rücken immer weiter vor, hauptsächlich das Zentrum des Landes mit Yangon, Mandalay und der Hauptstadt Nay Pyi Daw sind noch unter Militärkontrolle.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 13:58:04
von wrathchild053
joern hat geschrieben: ↑2021-02-02 18:44:22
Ich möchte dazu anmerken, dass niemand den Myanmarern die demokratische Staatsform aufgedrängt hat, sondern das haben sie sich selber blutig erkämpft. Wer sehen möchte, wie der Aufstand der Mönche 2007 ausgegangen ist, kann sich zB dieses Video ansehen.
https://youtu.be/TuCMzOx7xkc
Um da mal eine EU- Parlamentarierin aus dem letzten Jahr zu zitieren, welche das Vorgehen der letzten 2 Jahre der nie gewählten EU- Komission anprangert:
"Noch keine Demokratie dieser Welt wurde
nicht blutig erkämpft."
Will heißen, daß Volk aufstehen und die Demokratie einfordern muss... wenn nötig mit Gewalt. Denn ein übergriffiger Staat wird immer den ersten Stein der Gewalt gegen einen ( zu Beginn unblutigen) demokratischen Aufstand werfen...
Adi
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 14:35:51
von vale
wrathchild053 hat geschrieben: ↑2023-11-12 13:58:04
[der nie gewählten EU- Komission anprangert:
Wieso sollte die EU Kommission nicht gewählt worden sein?
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 15:04:32
von LutzB
vale hat geschrieben: ↑2023-11-12 14:35:51
wrathchild053 hat geschrieben: ↑2023-11-12 13:58:04
[der nie gewählten EU- Komission anprangert:
Wieso sollte die EU Kommission nicht gewählt worden sein?
Hab' ich auch nicht verstanden. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich bei den Europa-Wahlen mein Kreuzchen gemacht habe.
Lutz
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 15:41:58
von Lenker
Hust..., nur mal zur Klarstellung:
Ich habe auch an der Wahl teilgenommen. Habe aber für das europäische Parlament gewählt. Die EU-Kommission wird von Vertretern der Mitgliedsstaaten gewählt. Und ja, somit ist die EU-Kommission gewählt.
Aber, wenn ich mich recht erinnere, ging es hier um Myanmar.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 16:04:34
von vale
Lenker hat geschrieben: ↑2023-11-12 15:41:58
Die EU-Kommission wird von Vertretern der Mitgliedsstaaten gewählt.
Hust.
Die genannten Vertreter (mdep) der der Mitgliedstaaten sind von den Bürger:innen gewählt und nicht einfach „nur“ Vertreter.
Übrigens wird die Kommission nicht als Ganzes, sondern die Kandidaten einzeln durch das Parlament befragt und im Zweifel können Kandidaten dann auch durchfallen.
Im Gegensatz zu Bundesminster:innen die nur vom Staatsoberhaupt ernannt werden.
Und ja, es ging hier um Myanmar… aber dennoch muss man Unwahrheiten (nicht Wahl der Kommission) nicht stehen lassen.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 17:51:34
von camper1
vale hat geschrieben: ↑2023-11-12 16:04:34
Die genannten Vertreter (mdep) der der Mitgliedstaaten sind von den Bürger:innen gewählt und nicht einfach „nur“ Vertreter.
Ja, wer Weber wählt, bekommt von der Leine

Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 17:58:15
von Wilmaaa
Bitte zurück zum Thema!
Ich mag nicht noch einen Thread schließen müssen.
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 18:39:49
von OliverM
joern hat geschrieben: ↑2023-11-12 5:53:24
Zur Zeit läuft es zum Glück ziemlich unrund für das Militär. Die verschiedenen bewaffneten ethnischen Volksgruppen inklusive der burmesischen Widerstandskämpfer rücken immer weiter vor, hauptsächlich das Zentrum des Landes mit Yangon, Mandalay und der Hauptstadt Nay Pyi Daw sind noch unter Militärkontrolle.
Hallo Joern,
danke für die Meldung. Das lässt ein gewisses Maß an Hoffnung zu.
Gruß
Oliver
Re: In Myanmar läuft es unrund
Verfasst: 2023-11-12 19:29:13
von wrathchild053
Lenker hat geschrieben: ↑2023-11-12 15:41:58
Hust..., nur mal zur Klarstellung:
Ich habe auch an der Wahl teilgenommen. Habe aber für das europäische Parlament gewählt. Die EU-Kommission wird von Vertretern der Mitgliedsstaaten gewählt. Und ja, somit ist die EU-Kommission gewählt.
Aber, wenn ich mich recht erinnere, ging es hier um Myanmar.
Stimmt so leider nicht... das EU- Parlament wird von den Bürgern
direkt gewählt, die Mitglieder der EU-Komission werden von den Abgeordneten im EU-Parlament gewählt!
Somit haben die Bürger keinen direkten Einfluss auf die Auswahl der EU- Komissions-Mitglieder.
Nachzulesen hier:
https://www.europarl.europa.eu/news/de/ ... er-ernannt
Adi