Hallo Luigi,
der Preis erscheint mir fair, soweit man es am relevanten Markt professioneller Anbieter orientiert (und nicht am "Freundschafts- oder Eigenbau").
Eine Frage, die fuer mich dann noch im Raum steht ist eher grundsätzlich und konzeptionell, nämlich: in wie weit man den FM2 als Kompromiss betrachtet (wegen Masse, Gewicht, Alter etc) und daher irgendwann mal die Investmentbremse anzieht. Ich weiss, wenn schon 1500 Stunden und 25000 Euro drin sind.....wann zieht man die Bremse. jeder wird das fuer sich beantworten. Vielleicht kann man ja den Traeger auch mal zur neuen Huette "umziehen".
Alles Gute
@Romenthaler: Sorry, habe Deinen Kommentar mit dem Wert, den man in einen Shelter baut oder dranhängt ganz übersehen.
Generell würde ich sagen, dass man den Shelter nicht als Zwischenlösung sehen sollte, den man irgendwann mal runterschmeißt, wenn man sich eine Gfk-Schachtel leisten kann. Klar ist ein Shelter eine Kompromisslösung und ich empfehle jedem, der es sich leisten kann, eine individuell gebaute, kältebrückenfreie Kabine zu kaufen oder eine solche selbst zu bauen - steht ja auch in meinem Buch, wie man das macht. Andererseits macht es keinen Sinn, irgendwann umzusatteln, sondern den Shelter mit all seinen Vor- und Nachteilen zu akzeptieren. Das ist wie mit einer Frau. Wenn Dir eine Hübschere über den Weg läuft, dann kannst Du ja auch nicht gleich "umsatteln". Denn das wird Dir übermorgen wieder passieren.
Wenn man einen Shelter ordentlich nachisoliert, dann macht es durchaus Sinn, diesen immer weiter zu entwickeln, so wie ich das mit meinen Lithium-Ionen-Batterien oder jetzt mit dem Heckträger auch getan habe. Vielleicht werden irgendwann sogar mal Echtglasfenster folgen, denn im Prinzip bin ich mit unserem Ausbau, dem Grundriss und dem Fahrzeugkonzept und damit auch mit dem Shelter zufrieden. Und wenn Du immer in Richtung Gfk-Kabine schielst, dann wirst Du Deinen Shelter nicht so hegen, pflegen und weiterentwickeln, wie das vielleicht notwendig wäre. Das ist wie mit einem Haus, das Du nicht fertig baust, weil Du immer denkst, es zu verkaufen und ein neues zu kaufen oder zu bauen.
Der Shelter hat ein paar massive Nachteile in Bezug auf Gewicht und Kältebrücken. Beidem kann man begegnen:
Bei Gewicht kann man die Stabilität des Shelters nutzen und einen einfacheren, leichteren Zwischenrahmen bauen. Der wiegt dann nur knapp 200 kg und gleicht damit die 350 kg Mehrgewicht teilweise aus, die ein Shelter mehr wiegt als eine vergleichbare Gfk-Kabine.
Bei den Kältebrücken kann man den Shelter zusätzlich innen isolieren, so wie ich das auch gemacht habe - nur leider nachträglich, was wesentlich mehr Arbeit bedeutete.
Wenn man beide Karten spielt hat man eine tolle Wohnschachtel, die nahezu unkaputtbar ist. Und das hat auf der großen Reise ja durchaus auch seinen Sinn und seine Berechtigung.
Wenn Du Dir ähnlich stabile Alu-Sandwichkabinen wie beispielsweise die von Alu-Star anschaust, dann sind die kein bisschen leichter als ein Shelter, eher sogar schwerer. Aber dafür machen die halt auch Vieles mit, wo eine Gfk-Kabine längst die Grätsche macht. Ein Kumpel von mir hat in Tunesien seinen Steyr mit Zeppelinshelter umgeworfen und ihn an den Containerlocks mit einem Geländewagen und Seilwind wieder aufgestellt. Das stelle ich mir mit einer Gfk-Kabine etwas schwieriger vor. Der Shelter hatte danach außer ein paar Dellen keine größeren Schäden.
Shelter ist meiner Meinung nach bei den meisten Leuten eine Geldfrage - so auch damals bei mir - und keinen Philosophiefrage. Wenn man sich aber entschieden hat, dann kann und sollte es zur Philosophiefrage werden, denn ansonsten ist man nie zufrieden mit seiner Wohnbox und schielt immer nach der nächsten Möglichkeit, die Kiste wieder abzustoßen.
Deshalb werden wir - mit dem Kopf von heute - sicherlich noch länger bei unserem Shelter bleiben. Denn er ist meiner Meinung nach auch die Minimallösung in Sachen Raum. Kürzer und schmäler dürfte er nicht mehr sein, will man alle Funktionen wie Küche, Bad mit Dusche, gemütliche Sitzecke und ausreichend großes Bett erfüllen. Aber alles was größer ist, macht ein Auto auch unhandlicher. So gesehen "zwingt" ein Shelter auch dazu, sich zu beschränken, was am Ende ein kleines, kompaktes Fahrzeug möglich macht.
In diesem Sinne wünsche ich Dir frohes Weiterbasteln an Deinem Shelter - oder auch nicht.
Luigi