Seite 3 von 3

Verfasst: 2009-10-23 12:24:10
von Pirx
Hallo Bernd,

da habe ich wohl in meinem Beitrag die Hälfte weggelassen, weil ich dachte, das versteht sich von selbst. Zum Verständnis hier mal meine Wasseranlage, die so ähnlich wohl auch im nächsten Wohnmobil wieder zu finden sein wird. Ich will aber keineswegs behaupten, daß das nun die ultimative und einzig richtige Lösung ist. Dieser Aufbau funktioniert bei mir nun allerdings schon über 10 Jahre störungsfrei (das betrifft sowohl Mensch als auch Maschine :) ).

Wassertank - Im Tank Zugabe eines Silber-Präparats ohne Chlor - Grobfilter - Wasserpumpe - Druckspeicher - Katadynfilter - Verbrauchsstellen.

Als Filter benutze ich genau das von Dir erwähnte Gehäuse mit der pistenfesten Filterkerze. Die Leitungen vom Filter zu den Verbrauchern sind schon sehr kurz, werden bei der nächsten Installation aber nochmal kürzer. Jedes Wasser wird gefiltert, auch das Brauchwasser (Dusche gibt's in diesem Auto nicht).

Die Idee dahinter ist, ohne Chlor-Präparat auszukommen, daher ist die Filterung notwendig. Also aus meiner Sicht kein Gürtel mit Hosenträgern. Die neue Anlage wird zusätzlich einen Aktivkohlefilter bekommen.

Bei Deinem geplanten System sehe ich zwei Probleme:
- eine Filterung bereits bei der Befüllung der Vorratstanks dauert sehr lange bzw. erfordert eine sehr leistungsfähige Filteranlage.
- das nun zu Trinkwasser gewordene Wasser in den Tanks und Leitungen wird sehr schnell wiederverkeimen.

Pirx

Edit: hatte den Druckspeicher vergessen. Jetzt eingefügt.

Verfasst: 2009-10-23 12:30:24
von B.Eng. Chris
Wie sieht es denn aus, wenn man das Wasser in den Tanks durch eine UV-Lampe durch Wiederverkeimen hindert?

Oder ist da irgendeine Pampe, die man reinkippt besser, weil dort vielleicht auch die Schwermetalle gebunden werden?

Grüße
Chris

Verfasst: 2009-10-23 14:40:43
von Nummer 4
Übrigens:
Auf dem Messestand von Katadyn auf der Boot in D'dorf habe ich alles (Filtergehäuse, Keramik und Kohle Patronen) mit 40% Rabatt bekommen. Und eine Jahresmenge Micropur nach gratis dazu. War letztes Jahr auch schon so. Da spart man (auch für Reservepatronen) ne Menge.
Grüße Lothar

Verfasst: 2009-10-23 21:12:45
von Hatzlibutzli
@Pirx: Was Du da hast würde ich als die Musterlösung ansehen ... auch Deine Einwände zu Bernds Lösung wären die meinen ...

Bernd, das Problem ist die Nachverkeimung ... auch die Legionellen wachsen Dir da drin, wenn Du kein Silber rein schüttest ... die brauchen allerdings wirklich lange, da sie eine elend lange Vermehrungszeit haben ... so lange habe ich die nächsten 30 Jahre nie Urlaub ;-))))

Nimm Doch die Lösung von Claus und nimm Dir Dein Duschwasser ohne Filter aus dem "gesilberten" Tank das ist 100% Legionellenfrei und damit besser als in jedem Tunesischen Hotel
(Die Gefahr dort ist real! Mein einziger ernsthafter Einsatz bei 3 Wochen Reisebegeltung in Libyen war eine Legionellenpneumonie, die auf der Heimfahrt auf der Fähre ausbrach, nachdem wir noch 2 Nächte in Hotels verbracht hatten)
... Da Dir der Kohlefilter einen Teil des Silbers wieder herausfiltert (und sich damit selbst gegen Durchwuchs schützt und etwas länger hält!) ist das sogar eine Lösung, mit der "naturbelassenes Wasser"-Fanatiker leben können ...

Grüsse ... Simon

Verfasst: 2009-10-23 23:40:33
von Geishardt
Hallo Pirx

Nach dem Du die vollständige Anlage beschrieben hast, betrachte ich diese als eine wirkungsvolle Lösung, mit hoher Sicherheit.

Ich persönlich tendiere zu einer Filterung beim befüllen, auch wenn die Anlage aufwendiger ist -höherer Pumpendruck-.
Den Vorteil sehe ich, bei der nach meiner Meinung häufigsten Befülltechnik - kommunaler Wasseranschluß- wenn bei der sensorischen Prüfung ein "Desinfektionsmittelgeschmack" feststellbar ist, vertraue ich auf die Desinfektionsmittel im Wasser und die von der Filterkerze ausgespülten Silberionen.

Bei Wasser aus Brunnen, suspekten und natürlichen Vorkommen, geht es nicht ohne Micropur forte im Tank.

Zum Schluß eine Frage, Pirx wo hast Du den Filter gekauft. Ich mußte den über einen Freund in der Schweiz bestellen.?

Hallo Simon,
ich bin keine "naturbelassenes Wasser Fanatiker", ich mag nur keinen Kaffee aus Micropurwasser.
Die Gefahr der Legionellen bekämpfe ich dadurch, dass die gesamte Anlage zweimal im Jahr mit Hilfe von Chlordioxid gereinigt wird.

Beim schreiben kommt mir die Idee, hinter die Wasserpumpe noch eine Filtereinheit zu setzen. Werde ich mal ausprobieren um zu testen, ob sich dann der Geschmack verändert. Wenn nein, wird montiert.


Hallo Chris,
UV macht Keime vorübergehend Vermehrungsunfähig. Dies bedeutet, die Bestrahlung muß alle 24 Stunden wiederholt werden. Es ist daher bei ordnungsgemäßer Anwendung eine sehr wirkungsvolle Wasserbehandlungsmethode.

Die Probleme im Telegrammstil:
Das letzte Wassermolekül darf nur in einer Entfernung von max X cm von dem Brenner entfernt sein. Dies bedeutet bei Kansiterlagerung pro Kanister ein Brenner und bei Tanklagerung je nach Form eine unterschiedliche Anzahl. Ich bin bei einem 300 Liter Tank auf 5 Brenner gekommen.

PE ist als Material nur bedingt geeignet. Der optimale Tank für UV ist rostfreier Stahl - reflektiert die Strahlen-. Es muß sichergestellt werden, daß beim Ausfall eines Brenners die Fahrzeugbesatzung wirkungsvoll informiert wird.

Dies alles in eine funktionsfähige Anlage einzuzbinden, war mir dann doch zu aufwendig, daher bin ich davon abgekommen.

Solltest Du eine für einen Nichtelektroniker überschaubare Anlage z.B. im Störfall stellt die Versorgungspumpe den Dienst ein, entwickeln informiere mich bitte.

Die "Pampe" Micropur bindet keine Schwermetalle. Einen gewißen Effekt in diese Richtung erzielst Du mit einem Aktivkohlefilter.

Gruß
Bernd

Verfasst: 2009-10-24 7:04:54
von cookie
Kommt darauf an wo man rumfaehrt:
"Komunaler Wasseranschluss" mit entsprechenden Druck hatten wir seit Deutschland nicht mehr.
Tanken nur mit Kanistern unter fliessend Wasser... Was anderes gibts hier nicht.

Verfasst: 2009-10-24 12:03:58
von Geishardt
Hallo,

Kommunale Wassernetze gibt es in fast allen Städten dieser Erde. Beim befüllen des Tanks gibt es zwei kleine Probleme, Verbindung (Wasserhahn-Schlauch) und gelegentlich Druck.

An Wasseraufnahmen aus Bachläufen oder Wasserlöchern und Brunnen , kann ich mich nur in Afrika und im Hochgebirge erinnern.

Gruß
Bernd

Verfasst: 2009-10-24 18:54:31
von Pirx
Geishardt hat geschrieben:Zum Schluß eine Frage, Pirx wo hast Du den Filter gekauft. Ich mußte den über einen Freund in der Schweiz bestellen.?
Hallo Bernd,

ich habe das Filtergehäuse und die Filterkerze bei Woick gekauft, weil das damals gleich bei mir um die Ecke war (habe etwa 20 km entfernt gewohnt). Aber das war vor über 10 Jahren, ich weiß nicht, ob Woick die Teile noch anbietet.

Auch der Aufbau meiner Wasseranlage war von Woick so beschrieben. Ich hatte ursprünglich, wie von Woick empfohlen, zwei Druckspeicher verbaut, einer vor und einer nach dem Katadynfilter. Nachdem ich aber viel Ärger mit den Speichern hatte, ist jetzt nur noch einer vor dem Filter verbaut - das funktioniert gut.

Pirx

Verfasst: 2011-04-15 21:21:47
von 1017A
Jofri hat geschrieben:

Mein bezahlter Preis für diese Anlage: 47.- Euro

HAllo Jochen, wo ist denn diese Quelle? Ich finde keine Keramikfilter mit 0,15µ Feinheit unter €80!

Gruß

Frieder