Moin zusammen!
Hier noch der Abschlussbericht mit Erfahrungen zu dem Thema. Zuerst ein paar Bilder...
Die Ansicht von der frisch eingebauten, neuen Einheit unter der Wohnkabine. Links die Pumpe und rechts der neu (zusätzlich) eingebaute Dieselfilter mit Schauglas und Wasserabscheider
Hier kann man etwas besser erkennen, WO das eingebaut ist. Mit dem Dreck nach ca. 15000 Reisekilometern. Übrigens : Im Betrieb ist das Ganze noch durch eine Sichtblende aus Alblech kaschiert, um nicht unnötig Begehrlichkeiten zu wecken. Diese Blende wird zusammen mit dem Deckel von dem Metallkasten, in dem ich die VfP untergebracht habe, mit einem Handgriff abgenommen.
Hier das entnommene Schauglas nach 1500 bis 2000 Reisekilometern mit dem abgefangenen Rost.. Die Menge hätte gereicht, um bei dem wesentlich kleineren Sieb der originalen Vorförderpumpe insgesamt drei Mal die im Eingangsfred beschriebene Reinigungsprozedur zu erzwingen.
Eingedenk der Warnungen von Ulf H habe ich darauf geachtet, die Zahl zusätzlicher Verbindungsstellen so klein wie möglich zu halten. Trotzdem sind 2 hinzugekommen, diese allerdings auf der Druckseite, so dass eine eventuelle Undichtigkeit sofort sichtbar wird. Selbst diese zwei wären nicht notwendig gewesen, hätte ich es bei dem originalen Dieselfilter belassen. Aber durch das Zusatzteil habe ich einen ohne Öffnen des Fahrerhauses sichtbaren Wasserabscheider.
Und wie zufrieden bin ich damit?
Äusserst zufrieden, so sehr, dass ich mich schon geärgert habe, dass nicht bei Erstellung unseres WoMo glein mit erledigt zu haben. Ich kann das jedem nur empfehlen, dessen VFP ähnlich schlecht erreichbar ist.
Auf den gesamten 15 000km habe ich das Grobsieb drei mal gereinigt, statt ca 12 mal. Und das war jedesmal eine Prozedur von etwa 15 - 20 Minuten auf einer Tankstelle. Statt 1,5 Stunden am Strassenrand nach erzwungenem Halt.
Zusätzlich hat das den Vorteil, dass die VFP elektrisch betrieben ist, so dass ich mit dem in dem Kasten integrierten Schalter das Auto unauffällig lahmlegen kann, wenn ich will. Zudem kann ich das Dieselsystem entlüften, ohne den Motor laufen zu lassen (erhält die gute Nachbarschaft auf Campingplätzen)
Und sollte die elektrische Pumpe mal irgendwann streiken (wie irgend jemand garantiert unken wird), dann nehme ich mit wenigen Handgriffen die originale Pumpe wieder in Betrieb.
In einem der asozialen Netzwerke wäre das also geliked :-)
Übrigens hatte ich den Eindruck während der Reiseetappe, dass die aufgefangene Rostmenge geringer wird, was darauf hindeutet, dass ich mir das Zeug bei einer Betankung eingefangen habe. Aber sicher ist das noch nicht
Nur eines ist mir noch absolut unklar, wie nämlich diese Pumpe eigentlich funktioniert. Der angesaugte Sprit kommt von links herein, man sieht ihn auch schön an der Innenwand des Schauglases herunterlaufen. Und aus dem Anschluss nach oben wird er herausgedrückt. Nur: WIE kommt er da oben hin??? Ein Saugrüssel nach unten ins Schauglas ist nämlich nicht zu erkennen. Ich hatte schon überlegt, ob mit dem Bestromen der Pumpe ein Saugrüssel elektromagnetisch heruntergefahren wird. Und mir das ohne Schauglas angeguckt. Aber ist nicht, kein Rüssel.
Also: Kann mir jemand sagen, wie das mit dem hochfördern des Diesels innerhalb der Pumpe funktioniert? Ich kann nur sagen, DASS es funktioniert.
Danke noch mal an alle für Tipps und Mitdenken und Mitdiskutieren!
Gruss, Ulf