so, weiter gings.
Nicht nur die Tage, mehr so im letzten Jahr. Aber von vorne;
2023, zu Beginn der Sachverständigenausbildung hatte ich damit geliebäugelt Elke zu verkaufen. Irgendwie war die Luft draußen und in einem Moment der Geistigen Umnachtung dachte ich, ich müsste jetzt vernünftig werden. Oder zumindest Erwachsen.
Also Elke verkaufen, das Kapital als Geld als Eigenkapital für 'ne Doppelhaushälfte im Osten verwenden und sesshaft werden.
Somit stand zu erst an, das Auto verkaufsfertig zu machen.
Dazu gehörte das korrekte Einstellen des ALB, die Hinterachse hatte nach dem Entfernen der Pritsche bös überbremst.

- ALB auf die Achslast eingestellt
Danach wurde das Armaturenbrett neu lackiert. Zum Glück haben wir in der Garage die alte Küche wieder aufgebaut, so konnte das lackierte Armaturenbrett schön eingebrannt werden damit der Lack stabiler wird.

- Backe, Backe, Kuchen
Danach ging es an die Staukästen auf der Getriebebrücke. Dort kamen Unterteilungen rein.

- Staukisten
Des Weiteren wurde der verlorene Blinker wiedergefunden *.*
Aber wie heißt es so schön, wenn Du Gott Lachen hören willst, mache Pläne.
Durch private Umstände habe ich nach der Ausbildung die Möglichkeit genutzt firmenintern vom Osten zurück in die Pfalz zu ziehen. Dort stand ein altes Haus einer Ziegelei, dass ich nach Absprache mit dem Vermieter sanieren durfte um es etwas mehr unseren Bedürfnissen anzupassen.
Da das Haus im Mischgebiet stand ein guter Deal für beide Seiten, so konnte legal der ganze Haufen Edelrost im Garten vor sich hinrosten und ich habe nach Feierabend täglich der Vielzahl offener Baustellen beim Wachsen zusehen konnte.
Zwischendurch wurde Elke für diverse Kurzausflüge hergenommen:

- der Kessel muss brennen!
Die Zeit verflog, die Sanierung schritt voran und Elke stand stoisch im Garten, noch mit dem Rest Saverne 2023 an den Hufen und ertrug die strägliche Missachtung stillschweigend.
Irgendwann fingen dann die ersten kleineren Probleme an.
Durch die Standzeit gingen irgendwann die Batterien in die Knie. Das sorgte dann dafür, dass ich mit leeren Batterien auf dem Techno Festival gestrandet war und dankenswerter Weise von Trompkas Azubine Starthilfe erhalten.

- Manchmal darf man sich auch blamieren :D
Da konkretisierten sich dann die Gedanken, was tun?
Verscherbelen, getreu dem Motto, schlechtem Geld kein Gutes mehr hinterherwerfen, oder doch das Auto behalten und endlich mal wieder ein bisschen Pflege angedeihen lassen.
Andererseits, Elke ist so gut wie immer die - in meinen Augen - geilste Karre aufm Hof.

- Parkplatz Ausbildungszentrum
Also woher der Frust und warum nicht einfach in die Hände spucken?
Irgendwann im Laufe des letzten Jahres beim Klönschnacken meinte dann noch Pit, Exmuff, zu mir, er hätte Bock mit mir meinen Innenausbeu neuzugestalten, sofern ich das Projekt je angehen täte. Ich solle doch mal bitte Maße vom Koffer durchgeben, er hätte da zwei, drei Ideen.
Parallel dazu meinte Vicy irgendwann, "Schatz, wir fahren hier mit 'nem 14 Tonner durch die Gegend. Ich habe es Satt daas Wasser aus einem Kanister unterm Bett hervorzuziehen und einen Backofen durch die Gegend zu schippern der seit drei Jahren nicht angeschlossen ist. Und die Solarmodule haben wir mittlerweile auch dreimal umgezofen, die sind beim nächsten Festival gefälligst auf dem Dach!
Manschmal wird das PFerd eben doch zu Wasser getragen.
Nun denn, also machte ich mir Gedanken was ich eigentlich will, besprach das mit Vicy und schickte Pit ein Foto meiner Bleistiftskizzen zum Innenausbau. 4 Tage später schickte mir Pit ein Link mit einer CAD Zeichnng des Koffers und seiner Interpretation eines Innenausbaus.

- Entwurf Koffer

- Entwurf Koffer 2
Doch bevor es an den Innenausbau gehen konnte wurde dem Koffer noch ein wenig Liebe geschenkt.
Im Bereich der Hecktür hatte sich Patina in seiner schönsten Blüte gebildet und die Gummidichtung war auch tot.

- die Dichtung ist TeOhTeTe
Bevor der neue Innnenausbau malträtiert wird sich dafür entschieden das vor der Renovierung zu tun. So wurde der Koffer mittels Kunststoffplane nach innen abgeklebt, die Freundin mit einer Zopfbürste und der Flex bewaffnet und auf Arbeit verabschiedet.

- Schleifvorbereitungen
Am Ende des ersten Tages war der Rost weg und das Stahlprofil am Eingang metallisch blank geschliffen.

- nicht nur sauber, sondern rein :)
Dann zwei Schichten 2k PUR Epoxy Grundierung

- grundiert
im Abschluss die farbliche Anpassung an den Rest des Koffers.

- lackiert
Nachdem wir den Farbtopf eh offen hatten konnten wir auch gleich den Rest des Innenraums farblich anpassen und die verbrauchten Karosserieteile in grün neu streichen und die Wände haben in dem Zuge auch einen Kleks Weiß abbekommen.

- vorher

- nachher
2019 hatte ich in einer Vorausplanung zwei Stauklappen eines Brtischen Shelters besorgt die von den Maßen noch immer super zum Kung passen. Auch epochal gesehen passen die Klappen zum Zeitgeist sodass der leere Koffer und die Gunst der Stunde genutzt wurden um zumindest eine Stauklappe einzubauen.
Da ich mir richtig, richtig schwer tat Löcher in die Außenhaut zu schneiden wurde das Ganze zu einem Projekt für die Schraubergruppe, deren Großherzige Hilfe mir die Last abnahm und mir ein bisschen zu meinem Glück weiterhalf. Manchmal muss der Berg eben zum Propheten getragen werden...
Im Endeffekt bin ich unglaublich dankbar für die Unterstützung, die Stauklappe passt hervorragend und ist mit rund 45X65 perfekt geeignet.

- Stauklappen brachct das Land
Nun waren Stauklappe und Einstieg abgearbeitet. Zeit für die Solaranlage.
Nachdem Madamme der Schuh mitm Strom mindestens genauso drückte wie mir - nein, eigentlich drückte ihr der Schuh ganz eindeutig mehr - hat sie mich gebeten doch endlich mit ihr die Solaranlage zu besprechen und sie in meine Vorstellungen der Befestiungen miteinzubinden.
Aufs Dach sollten zwei Meyer Burger Haushaltsmodule mit je 385Wp die die beiden Natoklötze mit Strom versorgen sollten. Aber ohne eine Schraube dabei durchs Dach zu jagen.
Nachdem es von Büttner ein Klebeset für Solaranlagen mit Teilegutachtem vom TÜV gibt war mir hinsichtlich der Produzentenhaftung klar, dass es diese Produkte werden sollen.
Wie es sich für eine ordentliche Klebun gehört wurde also das Dach geputzt

- Vorbereitung ist wichtig
die Klebeflächen abgeklebt, mit Silikonentferner gereinigt und mittels Zopfbürste vom Lack befreit

- ganz wichtig, Sicherheitcrocs!
Daraufhin die Fügepartner mittels Primer und Aktivator vorbereitet

- Klebegeraffel
Und anschließend die C-Schienen aufs Dach geklebt

- fertige Klebung
...