OliverM hat geschrieben: ↑2021-02-01 21:40:41
Da ist jemand mächtig angefressen . Ob das aber das richtige Format dazu ist sehe ich pers. eher kritisch .
Gruß
Oliver
Sehe ich nicht kritisch, wobei ich natürlich den gesamten Hintergrund der Situation nicht kenne.
Ich gehe davon aus, dass sich kein Kunde diese Arbeit macht, wenn die Firma ein gutes Reklamationsmanagement hat.
Diverse Mängel sind bereits im Netz offenkundig. Daraus schließe ich, dass das Produkt wirklich Schwachstellen aufweist.
Wenn der Hersteller dann auch noch spröde reagiert, hat man keine andere Wahl als an die Öffentlichkeit zu gehen.
War bei Audi mit dem R8 ebenso. Ein reiner Sportwaren. Audi hat die Käufer zu Trackdays auf Rennstrecken eingeladen.
Sie da, die Metallbremsscheiben der Fahrzeuge waren teilweise der Anforderung nicht gewachsen und sind geplatzt.
Denkt sich jeder "ok. ich habe ja Garantie, kann passieren".
Da hat man nicht mit einem deutschen Premiumhersteller gerechnet. Die Kunden wurden darauf hingewiesen, dass im Kaufvertrag folgender
Hinweis vermerkt ist: "Die Garantie erlischt, wenn man das Fahrzeug auf einer Rennstrecke bewegt wird bzw. an einem Trackday teilnimmt.
Egal ob der Hersteller selbst eingeladen hat. In der EInladung war jedenfalls kein Vermerkt. Ein Witz für einen echten Sportwagen.
Erst als das Thema über Auto Motor Sport publiziert wurde, hat Audi eingelenkt.
Der Verbraucher ist sich seiner Macht manchmal nicht bewusst. Ich habe auch in der ExMo-Community gemerkt, dass viele Fahrzeug,
teilweise namhaften Herstellern, erhebliche Mängel aufweisen. Teilweise aus Unwissenheit und Bequemlichkeit werden
diese Mängel aber von den Käufern nicht publiziert. Schade, viele andere verbrennen dann auch noch Ihr Geld.
Hier wäre m.E. mehr Information wünschenswert. So dass andere vor Schaden bewahrt werden oder sich Interessengruppen bilden können.
Hier ist rechtlich eine ganze Menge möglich, auch wenn manchmal im Netz wahre Horrorszenarien beschrieben werden für den Falle einer
Mängeldarstellung. Manchmal beschleicht mich der Eindruck, dass damit nur die mangelnde Courage erklärt werden soll.
Der Video zeigt jedenfalls, wie es gemacht werden kann.
Ich denke der ein oder andere hat auch Angst, dass er plötzlich der Dumme in der Community ist. Wie man auch hier an den Antworten sehen kann,
wird z.B. das Gesamtkonzept des Käufers in Frage gestellt. Kann man machen, aber zu den Reklamationen sehe ich keinen Zusammenhang.
Die Mängel sind lt. dem Video offensichtlich, der Hersteller hat es so abgenickt und gebaut. Hätte er Zweifel am Konzept gehabt,
hätte er den Auftrag ablehnen können.
Hier sollte vielleicht der Ein oder Andere etwas mehr Solidarität in Erwägung ziehen.
Deshalb finde ich den gewählt Weg, unter den angemerkten Prämissen, korrekt.
Manche Firmen brauchen einfach Druck um einen reklamierenden Kunden wahrzunehmen.
Andere auf Produktschwächen hinzuweisen ist der beste Verbraucherschutz.
Ich wünsche dem Käufer viel Erfolg bei seiner Reklamation.