Hallo,
wildandfree hat geschrieben: ↑2020-11-19 10:28:22
Welchen Kleber bzw. welches Dichtmittel würdest du für die Verklebung von der Aluplatte auf dem Dach empfehlen?
entschuldigung, ich hatte die Frage übersehen.
Eine konkrete Produktempfehlung kann ich nicht geben, da ich einerseits den Einbaufall nicht in allen Details kenne, andererseits nicht weiß, zu welchen Produkten Ihr überhaupt Zugang habt und welche Möglichkeiten zur Verarbeitung.
Wichtiger als das Produkt selbst ist aber m.E. nach, sauber zu arbeiten, sich penibel an die Verarbeitungshinweise zu halten, und dem Produkt die nötige Zeit zu geben, die es im jeweiligen Klebefall zum abbinden braucht.
Ich kenne Fälle, wo Leute z.b. mit Sikaflex was geklebt haben, und ein Jahr später war der Kleber noch nicht komplett trocken...
Es gibt z.B. mehrere Arten, wie die jeweiligen Kleber härten, da gibt es beispielsweise feuchtigkeitsvernetzende Produkte wie das vorgenannte von Sika. Das härtet aus durch Wasser (Luftfeuchtigkeit), da setzt natürlich voraus, daß diese auch überall hin kommt. bei zu dicken Klebenähten dauert das ewig (offiziell sind 2mm/Tag angegeben, ist die Naht aber 20mm dick, wird das eher einen Monat als eine Woche dauern. Mehrere Reihen Kleber sind auch problematisch, bei drei Reihen wird die Mittlere praktisch nie fest, da die Äußeren beiden Reihen sie gegen die Luftfeuchtigkeit abdichten. Bezüglich Dichtigkeit ist das weniger ein Problem, dafür bringt die mittlere Kleberaupe halt keine nennenswerte Festigkeit.
Zu diesen Produkten gehören die meisten Dichtkleber, die bei den gängigen Lieferanten und im KFZ-Zubehör erhältlich sind. Ich nehme da meistens das, was verfügbar ist.
Dieses Problem gibt es bei zweikomponentigen Produkten nicht, dafür sind die tendenziell weniger elastisch (was eine etwas dickere Klebung sinnvoll macht, die Durchhärtung ist ja gegeben).
Ich kenne da mittlerweile Mehrere, die auf Körapur 666 schwören, das ist auch explizit zur Verklebung von Metallen empfohlen.
Ich persönlich würde das Blech wohl in mehreren Schritten aufkleben. Zuerst eine dicke Kleberaupe, um das Ding erst einmal richtig auf dem Dach zu fixieren (Optik egal). Je nach Situation mit 1K oder 2K.
Und erst wenn die richtig hält, die Außenkanten noch mal extra abdichten, so daß es auch gut aussieht. Je nach Produkt dann lackieren (UV-Schutz!)