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Re: Radlastwaage

Verfasst: 2020-10-22 23:16:19
von Weickenm
Moin,

die Idee mit der Reifenaufstandsfläche finde ich charmant-wäre ich nicht drauf gekommen.

Ich sehe nur 2 Probleme.
Fz=pi+A+k (Kraft in Z Richtung ist gleich Reifeninnenüberdruck * Aufstandsfläche + Reifenkonstante). Genau dieses k wird hier zum Probelm werden.
Darüber hinaus gibt es eine weitere Unschärfe über die Position des Reifens hinsichtlich der aufstehenden Profilblöcke.

Müsste man mal empirisch ermitteln, aber dafür fehlen mir die Radlastwagen zwecks Gegenprüfen...

Beste Grüße
Florian

PS: Ich will die Idee wirklich nicht klein reden, ich finde sie gut und "mit der Hand am Arm" gedacht, aber mir fehlt die Erfahrung in der Praxis um den Theoretischen Hintergrund zu ignorieren.

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2020-10-23 7:31:35
von Jimmy
Hallo,
warum immer von unten, kann man das Gewicht nicht auch mit einer Kranwaage ermitteln? Einfach dargerstellt: Schlupf ums Rad, Kranwaage, Kettenzug und dann natürlich oben gut festgemacht.
Kommt hier immer auf die Möglichkeiten an, die man zur verfügung hat.

Gruß Jimmy

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2020-10-23 9:12:19
von Pirx
Wombi hat geschrieben:
2020-10-22 20:48:11
Welches Profil,
Welcher Reifentyp,
Welches Alter der Reifen
Ein steinalter 14er Reifen hat mit 2 to. genau so viel Aufstandsfläche wie mit 4to.

Diese Punkte müssen dringendst beachtet und berechnet werden ......

Einfach kann jeder. ;) :angel:

Gruß, Wombi
Genau!

Nach meiner Erfahrung ist die Meßungenauigkeit dieser Methode mindestens +/- 1500 kg. :p
Ich hatte mal einen luftleeren Reifen 11.00-20, der seine Aufstandsfläche gegenüber dem aufgepumpten Zustand um keinen Milllimeter verändert hat ...

Pirx

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2020-10-23 11:03:27
von gunther11
Es gibt Palettenhubwaagen. so bis 2 t gebraucht und angerostet gibt es die für ca 100,00.
Das wäre sicherlich eine interessante Ausgangsidee um etwas zu bauen.

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2020-10-23 14:56:47
von Der Initiator
gunther11 hat geschrieben:
2020-10-23 11:03:27
Es gibt Palettenhubwaagen. so bis 2 t
Wirklich mit 2 a? Ansonsten sind wir damit wieder bei dem kleinen, hydraulischen Stempelwagenheber. Mit einem a...

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2020-10-23 15:00:46
von meggmann
Der Initiator hat geschrieben:
2020-10-23 14:56:47
gunther11 hat geschrieben:
2020-10-23 11:03:27
Es gibt Palettenhubwaagen. so bis 2 t
Wirklich mit 2 a? Ansonsten sind wir damit wieder bei dem kleinen, hydraulischen Stempelwagenheber. Mit einem a...
Ja ich denke Palettenhubwagen mit eingebauter Waage - die kenne ich auch noch aus Studentenjobzeiten.

Gruß Marcel

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2020-10-24 13:58:57
von Frieland
Wie wärs mit zwei Platten, zwischen denen eine (oder mehrere) Federn mit einer linearen Federkennlinie sitzen.
Anhand der einfedertiefe lässt sich die Kraft und damit das Gewicht berechnen.

Federn, die 7000N (ca 700kg) haben, kosten unter 20 Euro. Könnte man ja parallel schalten.....

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-14 11:03:02
von olli-64
Moin zusammen,

auch wenn der Thread schon etwas älter ist .....
ich baue gerade an unserem Wagen (MB 814 mit 7.5 to zGG), der ist nicht fahrbereit und ich komm halt grad nicht zu ner Waage. Ich möchte aber gerne die Gewichtsverteilungen vor Beginn des Aufbaus wissen und halbwegs brauchbare Radlastwagen sind ja nun, wenn man diese nicht dauernd benötigt ein blödes Invest.
Ich könnte mir ne kleine Kranhakenwaage (2 to) leihen. Idee wäre es, aus ein paar Rest-Stahlprofilen einen Bock zusammenschweißen, mit dem Waagenheber das Rad oder die Achse hochdrücken, Waage einhängen und dann die Last wieder kommen lassen.
Ist das wohl hinreichend genau oder übersehe ich da was?

Gruß
Olli

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-14 11:36:34
von Weickenm
Moin,

Frag mal bei Deiner nächsten TP oder ÜO ob die Wiegeplatten haben und ob Du da mal drüber darfst...

Beste Grüße
Florian

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-14 11:47:13
von olli-64
Moin Florian,

danke, aber ausleihen will die keiner, vorbeikommen wäre kein Thema aber im Moment halt grad genau das Problem, da nicht fahrbereit, ich aber gerade jetzt vor der Aufbau-Detailplanung wissen möchte, wie der Bock grade gewichtsmäßig in der Lastverteilung dasteht.

Gruß
Olli

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-14 12:50:09
von meggmann
Ich hab eine gebaut bis 5000 kg. Weiß nicht wo du wohnst könnte man aber eventuell auch versenden.

Gruß Marcel

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-14 12:55:07
von fridolin_22
meggmann hat geschrieben:
2026-03-14 12:50:09
Ich hab eine gebaut bis 5000 kg. Weiß nicht wo du wohnst könnte man aber eventuell auch versenden.

Gruß Marcel
Hallo Marcel,

mit dem Gedanken habe ich auch schon gespielt.
Könntest Du Deine Lösung einmal vorstellen?
Vielleicht wäre ich an einem Nachbau interessiert... :angel:

Gruß
Marc

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-14 16:36:52
von olli-64
Moin Marcel,
das ist ja echt cool. :rock: Wär super nett. Ich wohn in Straelen am Niederrhein. Hückeswagen ist ja fast am Weg. Wenn ich meine Eltern in Unna besuche könnte man das direkt miteinander verbinden. Ich fahr Ende März zur Hochzeit meines Neffen nach Unna. Passt das bei Dir? Bring ich Dir dann im April wieder. Kasten Bier?
Wenn ich die Büchse einmal im jetzigen Zustand verwogen habe, kann ich den Rest einzeln wiegen und mir in Calc ne Tabelle bauen, wo ich mir über die Hebellängen die Gewichtsverteilung ausrechnen lassen kann. Sollte hinreichend genau sein. :spiel:
Solche Tabellen gibts vermutlich bestimmt schon. Muss mal hier suchen, das hat hier mit Sicherheit schon der ein oder andere gebaut.
Gruß
Olli

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-14 17:59:06
von meggmann
Ja kein Problem. Geht auch Bier.

Ich mach die Tage mal ein Foto wenn ich daheim bin

Gruß Marcel

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-14 22:48:14
von olli-64
Moin Marcel,
der Kasten Bier war natürlich nen Synonym .... sag was Du dafür haben möchtest.
Danke
Gruß
Olli

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-15 9:22:48
von RainerKraft
Nur so eine Idee:

Könnte man nicht 2 Stück davon nehmen und oben drauf eine Stahlplatte um die Last zu teilen?

https://www.fritz-berger.at/artikel/ber ... DZJnDB35w8

Das wären 2x1500 kg = 3 Tonnen / Rad = 6 Tonnen / Achse.

Wenn man das mit dem Wagenheber drunter stellt und ablässt sollte das gehen.

Euro 200,- im Rahmen.

Lg Rainer

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-15 9:37:52
von fridolin_22
Da würde ich eher so etwas vorziehen:
https://deuklar.de/8-/-20-/-40-Tonnen-F ... gJzZvD_BwE
Ist zwar mit mehr Aufwand verbunden, aber sicherlich robuster.

Gruß
Marc

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-15 12:54:31
von pete
Rennleitung mit entsprechenden Equipment zum Grillen einladen.
Billiger wirds nicht gehen. ;) :D

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-15 13:06:02
von Wombi
Ich sag nur, Wolfratshauser Allrad Stammtisch ....
Schwerlasttruppe am WE eingeladen, Radlastwaagen aufgebaut und jeder durfte mal.

Lustiger Nebeneffekt.... straffreies Ergebnis von 7,5 to. Womos diskutieren.

Champion war bei 9,2 to. und hat das Gerät angezweifelt. :rock:

Gruß, Wombi

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-15 14:34:33
von ADK-Fahrer
Das leidige Thema mit den 7,5 t.

Der 7,5 ter vom Zwerg war ohne Wasser (360 L), ohne Diesel (600 L) und ohne jegliche Kleidung, Proviant oder sonst was bei 8,1 t.
Wurde mit dem H wieder auf 12 t aufgelastet 🙄

Hab glücklicherweise einen Schrotti mit Waage als direkten Nachbarn 😁
Beziehungen schaden nur dem, der keine hat 🤷🏼‍♂️

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-15 21:20:23
von olli-64
Moin Rainer,
auch ne gute Idee. Mal schaun. Ich warte mal auf Marcel. Das ist ne super Lösung, wenn wir uns einig werden.
Moin Marc,
Den Bausatz hatte ich auch schon mal gefunden, weiter vorne im Thread.
Da ich das Ding aber nie wieder brauchen werde, wäre es mir das Gebastel nicht wert.

Rennleitung wär natürlich auch ne Möglichkeit :D

Sobald die Möhre beweglich ist hab ich hier ohne Ende Möglichkeiten, aber jetzt vorher ist es zwingend.
Ich will das vor dem Aufbau wissen um die Möglichkeiten einer vernünftigen gleichmäßigen Gewichtsverteilung so früh wie möglich, sprich in der Planungsphase, noch sinnvoll nutzen zu können.
Da unser Kleiner von Hause aus nur ein 4x2 als 7,5 to ist, mach ich mir um Überschreitung keine Sorgen, eher halt um gleichmäßige Austarrierung.

Gruß
Olli

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-16 8:47:45
von Wombi
Radlasten re. li. nicht vergessen ...
Ich hatte schon einen am Hof mit 600 kg Unterschied nach dem Ausbau !

Gruß, Wombi

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-16 21:00:43
von olli-64
Moin Wombi,
genau, deshalb will ich die Radlasten vor der Ausbauplanung wissen.
Noch kann ich die Batteriebänke z.B. verteilen wie ich will und mir auch überlegen was ich wo in welche Staubox packe.
Achslasten und GG sind natürlich auch wichtig.
Gruß
Olli

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-18 16:47:16
von meggmann
So, das isse. Wiegezellen sind jeweils 3t (gesamt aber 5t plus Sicherheit). Nach dem Kalibrieren ist die für mich hinreichend genau. Set hat 100€ gekostet plus Stahl. Ich hab damit zum einen Radweise die Gewichte ermittelt als auch die Höhe des Schwerpunktes.

Gruß Marcel

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-18 19:56:16
von meggmann
olli-64 hat geschrieben:
2026-03-16 21:00:43
Moin Wombi,
genau, deshalb will ich die Radlasten vor der Ausbauplanung wissen.
Noch kann ich die Batteriebänke z.B. verteilen wie ich will und mir auch überlegen was ich wo in welche Staubox packe.
Achslasten und GG sind natürlich auch wichtig.
Gruß
Olli
Ja kannst Du haben brauche die nur vor Ende April wieder. Auch ohne Bier oder ähnliches. Ob die im Keller steht oder genutzt wird ist ja egal.
Melde dich einfach wenn’s absehbar ist.

Gruß Marcel

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-18 20:37:03
von Ulf H
meggmann hat geschrieben:
2026-03-18 16:47:16
So, das isse. Wiegezellen sind jeweils 3t (gesamt aber 5t plus Sicherheit). Nach dem Kalibrieren ist die für mich hinreichend genau. Set hat 100€ gekostet plus Stahl. Ich hab damit zum einen Radweise die Gewichte ermittelt als auch die Höhe des Schwerpunktes.

Gruß Marcel
Das sieht sehr gut aus ... ich habe fuer eine fertige Wiegeplatte in den 2010-ern nach meiner Erinnerung weit ueber 1000 EUR bezahlt ...

Gruss Ulf

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-03-19 21:20:08
von olli-64
Moin Marcel,
perfekt. Herzlichen Dank. Schreib Dir ne PN.
Gruß
Olli

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-05-02 8:29:41
von olli-64
Moin moin,
ich habe mich mit einem Zahlendreher vertan, richtig gelesen aber dann falsch reingetippt und nicht Korrektur gelesen.
In #61 hab ich kurz was geschrieben und noch Fragen präzisiert.
Frage nach einem Beladungsrechner bliebe aber dennoch. (s.a. #61)
Ich korrigiere hier in Fettdruck und lasse das alte, aber in Klammern stehen.
Sorry
Olli

Moin zusammen,
ich habe mit der Waage von Marcel unser Wäägelchen mal verwogen, herzlichen Dank auch nochmal an dieser Stelle dafür an Marcel!
Unser Wagen ist ein MB 814, 4x2, Radstand 3,16 m, ehem. LF8 mit Doka 9 Personen Besatzung eingetragen. zulGG 7,49 to.
Die Doka bleibt und hinten kommt eine neuer Koffer mit ca. 3 m drauf, vlt (20) 30 cm Überhang.

Doka ist nahezu fertig ausgebaut, der Koffer, der Tank und alle Stauboxen fehlen noch komplett.

Das Wiegeergebnis, habe jede Wiegung der Radlasten 3 mal wiederholt sieht folgendermaßen aus:
VA: links und rechts mit ca. (1.830) 1.380 kg je Rad nahezu identisch (keine 20 kg Unterschied, also nix)
HA: links und rechts mit ca. 730 kg je Rad nahezu identisch (keine 10 kg Unterschied, also nix)
Re/Li-Verteilung schön gleichmäßig.
Wiegug erfolgte mit allen unterbauten Rädern auf Höhenebene der Wiegeplatte.

Somit hätte ich jetzt ca. (3.650) 2.800 kg auf der VA und ca. 1.460 kg auf der HA.
Papiere sagen: zul. Achslast VA 3.500 kg und zul. Achslast HA 4.800 kg
Soweit ok, HA-Last werd ich niemals ereichen. VA-Last hab ich (schon gerissen) noch etwa 700 kg Reserve.

Mir ist klar, dass mit zunehmendem Ausbau und Belastung der Hinterachse auch eine Entlastung der Vorderachse einhergeht.
Ich würde dieses aber ganz gerne im weiteren Ausbau im Blick behalten, finde aber weder im Netz noch hier ein passendes Tool um dies zu berechnen.
Vielleicht (wahrscheinlich sogar) bin ich auch nur zu blöd für die SuFu.
Als Zimmerer sind mir natürlich Dinge wie Hebelarm bekannt, aber bei nem LKW verhält es sich mögicherweise anders. Technische Mechanik hatten wir nicht. Und ich möchte ungern erst am Ausbauende auf der Waage feststellen, dass die zul. VA-Last überschritten ist.
Könnt ihr mir da bitte weiterhelfen, Tips oder Exel Tool oder was auch immer.
Den "Beladungsrechner" hab ich gefunden, bin mir aber nicht so sicher ob der geeignet ist, da der wohl nur von gleichmäßiger Verteilung in Längsrichtung ausgeht.
In #61 hab ich noch ne Frage zur Lastverteilung präzisiert und ergänzt
Ganz herzlichen Dank.
Gruß
Olli

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-05-02 9:06:03
von Der Initiator
olli-64 hat geschrieben:
2026-05-02 8:29:41
Mir ist klar, dass mit zunehmendem Ausbau und Belastung der Hinterachse auch eine Entlastung der Vorderachse einhergeht.
Ist das so? Nur weil du hinten mehr rein packst wird das, was vorne auf die Waage drückt, weniger schwer? Ich meine, das gälte nur für das, was du hinter der HA einlädst. Was zwischen den Achsen platziert wird, drückt - meiner nicht immer richtigen Meinung nach - abhängig von der Position anteilig auf beide Achsen.

Re: Radlastwaage

Verfasst: 2026-05-02 10:22:21
von Seebser
Der Schwerpunkt des leeren Koffer wird sicher hinter der HA liegen und die VA entlasten.
Die Ganzen Anbauteile zwischen den Achsen gehen natürlich auch anteilig an die VA.
Das Ganze läuft nach dem Hebelgesetz, da macht die Physik für Fahrzeuge keine Ausnahme.
Interessant wäre wie die ursprüngliche Last der VA war, wenn da 9 Ausgewachsene und Ausgerüstete Feuerwehrmitglieder drinn sitzen.
Da kann ich mir fast nicht vorstellen das die Grenzen eingehalten wurden.