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Verfasst: 2008-06-03 17:13:20
von cookie
So, ich hab jetzt das komplette Sortiment zusammen gestellt .. sind so roundabout 100kg an Werkzeug. :blush:

LOL - ich muss lachen. Dann hätt ich eine super Ausrüstung ... muss ich im Pannenfall nur noch warten bis jemand vorbeikommt, der auch weiss was zu tun ist !!! :lol: :lol: :lol:

Zur Liste:
- Wasserpumpenzange ist zweimal aufgeführt
- Für was braucht man einen Hakenschlüssel und in welcher Größe?
- Zange zum Ausziehen von Federringen hab ich weggelassen...
- Gabel zum Gelenkkopflösen auch, da ich nicht weiss welche Größe...
- Abzieher? Welche denn nun?!
- Entlüftungsgerät??
- Für was braucht man denn 1-2 große Schraubzwingen?!

Grüße!
Jan

Verfasst: 2008-06-03 17:59:46
von Ulf H
cookie hat geschrieben: - Wasserpumpenzange ist zweimal aufgeführt
- Für was braucht man einen Hakenschlüssel und in welcher Größe?
- Zange zum Ausziehen von Federringen hab ich weggelassen...
- Gabel zum Gelenkkopflösen auch, da ich nicht weiss welche Größe...
- Abzieher? Welche denn nun?!
- Entlüftungsgerät??
- Für was braucht man denn 1-2 große Schraubzwingen?!
- eine kleine und eine ausgewachsenen Wapuza sind durchaus manchmal recht nützlich.

- Hakenschlüssel um Nutmuttern zu lösen, geht feldmässig auch mit Meisel oder grossen Schraubendreher.

- für Federringe gibt es Zangen mit Wechselaufsaätzen, ersparen viel Fummelei, aber wirklich nötig sind sie nicht.

- Gabel braucht´s unterwegs kaum

- Abzieher, irgendwas mittleres, sollte halt universell passen, alles ist mit einem eh nicht abdeckbar.

- kein Entlüftungsgerät, Schlauch und passender Schraubenschlüssel reichen vollkommen. Wenn kein Helfer zum Pedal-pumpen da ist, hilft eine Schnur, mittels derer man von jedem Platz unterm Fahrzeug aus das Bremspedal bedienen kann.

- Schraubzwinge (mind. 20 cm Ausladung, die kleineren bringen nicht wirklich Kraft auf) als universelles Zusammen- oder Auseinaderdrückgerät, ich hab das meiste mit der Wapuza oder Gripzangen wieder in Position und fixiert bekommen.

Gruß Ulf

Verfasst: 2008-06-03 22:07:48
von Tomduly
Moin,

die nächste Frage nach der W-Frage ist die E-Frage: welche Ersatzteile nimmt man mit. Korrespondiert ja auch teilweise mit der Werkzeugliste... Z.B. nen Lenkradabzieher brauch ich nicht mitnehmen, wenn ich keine E-Teile dabei hab, die mir im Bereich Lenkrad nützen würden.

Sinnvoll ist das Herangehen an die Mitnehm-Planung, wie von Stefan/osterlitz geschildert: rappelnde, undichte, brechende und sonstige Teile sollen repariert/stillgelegt oder ersetzt werden können.

Ich würde mal sagen, dass 90% der Unterwegs-Reparaturen mit der minimalen Standard-Ausstattung eines Werkzeugkoffers wie dem "Proxxon PKW-Koffer" oder dem "Heyco Expert Plus" erledigt werden können. Investition beim Proxxonkoffer um 100 Euro neu, die Heyco-Koffer findet man recht häufig in Ibääh, der Expert plus ist mir da mal für 40 Euro zugelaufen.
Was man nie genug haben kann, sind Ratschen, 13er-Schlüssel, Kabelbinder und Spanngurte - also mehrfach mitnehmen. Manche Ratschen reagieren empfindlich auf feinen Sand, vor allem die umschaltbaren. Da sind die alten Durchsteck-Ratschen robuster.

Bei den Spezialwerkzeugen würde ichs von den Ersatzteilen abhängig machen, die ich dabei hab.

Lieber bei den gemeinen Kleinteilen aufpassen, die sich hartnäckig der Improvisation entziehen: Winkelverschraubungen von Luftleitungen, Fittinge für die Spritleitungen (bei BW-Fahrzeugen wurde da gerne "nicht-standard" verbaut, z.B. die Plastik-Spritleitungen beim Unimog) etc.
Das Ersatz-Schauglasfür den Dieselvorfilter an der Pumpe ist mindestens so wichtig wie die Filtereinsätze selbst...
Oder ein Bremsflüssigkeitsbehälter mit Deckel oder Ventileinsätze und -käppchen.
Da fällt mir noch ein praktisches Werkzeug ein: ein Ventilschlüssel für die Reifenventile. Ist zehnmal praktischer als ein Ventilkäpchen mit eingebautem Schlüssel. Mit etwas Übung kann man mit dem Ventilschlüssel den V-Einsatz zum flotten Reifendrucheinstellen komplett rausnehmen, ohne dass einem der Einsatz davonfliegt und kriegt ihn auch wieder "gegen den Strom" eingefädelt und verschraubt.

Als Bordelektroniker hab ich selbstredend immer ein Multimeter und eine regelbare Lötstation für 12-24V (gabs mal bei Pollin für'n Appel und 'n Ei) dabei :cool: Sowas spricht sich im Camp rasend schnell rum und schwupps hat man nen schmollenden Wechselrichter aufm Schoß und braucht sich über die Bierversorgung später am Abend keine Gedanken mehr machen... Wir haben auch schon mal nen erschöpften Luftmassenmesser eines Syncro-Bus in Douz mit Lötkolben bei Stirnlampenlicht wieder instandsetzen können.

Ich hatte auch schon mal nen 24V-Akkuschrauber/bohrer dabei, ist aber wieder rausgeflogen, so viele Löcher gabs dann doch nicht zu bohren...

Manche Achsgehäuse (Unimog-Diffs. z.B.) brauchen Inbus-Schlüssel in XL, die sollte man dann dabei haben.

Wer unterwegs viele Reifen verschleisst (sei es weil er mit alten Schlappen fährt oder weil die Strecke ihren Tribut fordert), sollte sich ein entsprechendes Reifen-Reparaturset zulegen, speziell die Schlauchlos-Fahrer können viele Reifenpannen mit den "Durchzieh-Gummistöpseln" per Stechahle elegant und fix reparieren.
Über den Reifentreiber wurde schon viel geschrieben. Vom "Drauffahren" auf den zu lösenden Reifen halte ich nichts, die Gefahr, dass Drähte in der Karkasse brechen oder der Materialverbund aufgewalkt wird, wäre mir zu gross. Denn die Methode klappt nur, wenn die Lauffläche dabei massiv gequetscht werden kann. Wende ich nur bei Reifen anderer Leute und nur auf deren Risiko an...
Wer Kontakte nach Down Under oder Amiland hat, kann sich einen Bead-Breaker oder Bead-Cheata mitbringen lassen. Das Teil ist dort in der Landwirtschaft verbreitet und ist ein kleiner spezieller hydraulischer Mini-Schraubstock, der an den Felgenrand geklemmt wird und dann mittels aufgesetztem Schraubenschlüssel als Kurbel einen Abdrückstempel in die Reifenflanke drückt.

Grüsse

Tom

Verfasst: 2008-06-03 22:29:52
von x.l.
Moin,

so wahnsinnig viel war ich ja auch noch nicht unterwegs....

...aber wenn man so 2-3 Tage an eibem einsamen See in Kanada steht un daus seinem Liegestuhl ständig den Karren im Blick hat, fällt einem schnell ein was man schon lange mal machen wollte. Und weil mir sowas immer keine Ruhe lässt hab ich dann oftmals schupsdiwups die werkzeugkiste rausgekramt und mal was gemacht.

Dafür braucht man aber nur die Standardsachen die man sonst auch ständig in der Hand hat. Der Rest ist Luxus und kommt höchstens mit wenn genug Platz und noch Gewichtsreserven vorhanden sind.

Gruß
Axel

Verfasst: 2008-06-04 8:26:24
von egn
Tomduly hat geschrieben: Wer unterwegs viele Reifen verschleisst (sei es weil er mit alten Schlappen fährt oder weil die Strecke ihren Tribut fordert), sollte sich ein entsprechendes Reifen-Reparaturset zulegen, speziell die Schlauchlos-Fahrer können viele Reifenpannen mit den "Durchzieh-Gummistöpseln" per Stechahle elegant und fix reparieren.
Sealastic das häufig bei Offroad-Zubehörversendern zu haben ist nur für Diagonalreifen und geringe Geschwindigkeiten geeignet.

Für Radialreifen muss Sealfix verwendet werden.

Den Bead Cheata gibt es auch in Deutschland.

Verfasst: 2008-06-04 19:50:16
von Wombi
Genau die,
meine sind von Berner.....LKW REP. Set. habe ich in Marokko eingezogen......20 min Arbeit....fertig.
Reifen ist noch immer dicht, und bleibt auch drauf.

Meiner Meinung nach, unverzichtbar.

Gruß, Wombi

Verfasst: 2008-06-16 15:52:56
von Schraubermeister
Hallo zusammen,

bei der Menge an Werkzeug und Ersatzteilen wäre ein Servicewagen angebracht. Da passt dann auch noch ein Schweißgerät rein !!! :lol:

Und du, Axel, DREH deinen Liegestuhl um!!!! :angel:

Viele Grüße vom
Schraubermeister


P.S.: Bitte nicht alles Bierernst nehmen, es hat mich nur in den Fingern gejuckt beim Lesen in der Mittagspause!

Verfasst: 2008-06-16 15:56:26
von x.l.
Moin,

also wenn ich den Liegestuhl umdrehe, dann gucke ich auf den Wald in dem ich stehe... und stelle mir vor was man da alles für tolle Sachen machen kann... Holz hacken, Bäume fällen und nen Floß draus bauen... oder so... oder nen Steg für das Boot... usw. :eek: :D

Gruß
Axel

Verfasst: 2008-07-09 10:44:11
von cookie
Ich hab noch mal ne Frage zum Werkzeug:

Ist ein Ratschenkasten in 3/4" wirklich notwendig?

Ich schwanke gerade zwischen zwei Ratschenkasten:
1/2" mit Nüssen in 10,11,12,13,14,15,16,17,18,19,21,22,24,27,28,30,32mm
oder
3/4" mit Nüssen in 22,24,27,30,32,36,38,41,46,50mm

Der 3/4" kostet doppelt so viel wie der 1/2".

Einen 3/8" von 8mm-24mm hab ich schon.

Ich glaub ich hatte noch keine Schrauben in 36,38,41,46,50mm - muss ja nix heißen. :) Brauch ich die Nussgrößen?

Kann ich mit dem 3/4" auch die Radmuttern anziehen, oder lieber extra Radsteckschlüssel nehmen?

Danke!
Grüße,
Jan

Verfasst: 2008-07-09 10:52:18
von Kami
ich würde keinen ganzen kasten gr. 3/4 Zoll mitnehmen.

aber ne 32er Nuss an ner 1/2 Zoll Ratsche bedeutet oftmals den Tot der Ratsche (wenn mal die Mutter nciht aufgeht und man mit nem 1,5m Wasserrohr nachhilft)

Gruss

Kami

Verfasst: 2008-07-09 10:54:31
von Kami
Ausserdem würde ich nur WErkzeug für die sachen mitnehmen,d as du auch selber reparieren kannst - ansonsten nützt dir das schöne wErkzeug herzlich wenig (Es wird sich auch irgendwo in Asien jemand finden der ne 46er Nuss (beim Jupiter Schraube am Diff vorne z.B.) bzw etwas adäquades hat und dir dann hilft


Gruss

Kami

PS: sicher kannst du damit die Räder anziehen! - für hinten aber die 400mm verlängerung nicht vergessen....