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Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-11 4:29:40
von Ingenieur
Hallo,
Jarky hat geschrieben:
Ich komm aus dem Metallurgie/Gusseisenbereich (RWTH Aachen) und bin kein Schweißfachingenieur.
Dann würde ich vorschlagen, sich bei der GSI einzuschreiben.
Nach erfolgreicher Ausbildung zum Schweißfachingenieur haben wir dann beide das gleiche Ausgangswissen.
Anschließend diskutieren wir dann die Feinheiten des Gußschweißens weiter.
...
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-11 6:20:59
von ClausLa
Moin,
OliverM hat geschrieben:
So einen Scheiß kann wirklich nur ein KFZ-Mechaniker-Bademeister schreiben, der an völliger Selbstüberschätzung leidet.
Gruß
Oliver
...na ja, soll er doch erstmal beim Seepferdchen anfangen
@Mark:
Du weisst schon, warum man hypoidverzahnte Teller/Kegelräder normalerweise gepaart bekommt?
Der Verzahnung dürfte es wurscht sein, ob sie im PKW durch die Geschwindigkeit oder im Schlepper langsam, aber gerade dadurch mit wohl heftigeren Stössen zermöllert wird.....
wenn die Lastwechselstösse das "Aussenrum" nicht eher zerlegen.
ich denk da an Wellblech, langsam drüber nimmt man jede Welle mit, schnell genug "fliegt" man drüber.
Halten wird sowas so oder so nicht.
Gruß Claus
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-11 9:01:52
von Mark86
ClausLa hat geschrieben:
Du weisst schon, warum man hypoidverzahnte Teller/Kegelräder normalerweise gepaart bekommt?
Gruß Claus
Ja, und dass man die trotzdem bunt zusammen werfen kann und es trotzdem vorwärts fährt, weis ich auch.
Wahrscheinlich ist hier also die Frage, ob man 5.000€ plus für eine Neuanfertigung ausgibt, sprich, sich auf Internetforenniveau auf den Arsch setzt und weil die fachgerechte Instandsetzung leider viel zu teuer ist und sich nicht lohnt Blumen drauf pflanzt, oder ob man es zusammen grillt und wieder fährt.
Wärend ihr also noch alle jammert, das es nicht geht, haben die es einfach gemacht und fahren wieder
Und wärend Sie noch fahren, scheisst sich der Rest hier schon wieder in die Hosen wann es kaputt geht, blendet dabei völlig aus das es so lange hält wie jedes Teil, nämlich bis es kaputt ist...
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-11 10:57:50
von Jarky
Ingenieur hat geschrieben:Hallo,
Jarky hat geschrieben:
Ich komm aus dem Metallurgie/Gusseisenbereich (RWTH Aachen) und bin kein Schweißfachingenieur.
Dann würde ich vorschlagen, sich bei der GSI einzuschreiben.
Nach erfolgreicher Ausbildung zum Schweißfachingenieur haben wir dann beide das gleiche Ausgangswissen.
Anschließend diskutieren wir dann die Feinheiten des Gußschweißens weiter.
...
Ohne dir jetzt auf die Füße treten zu wollen - ich glaube mein (demnächst) Dr. im Gießereiwesen reicht aus um das einschätzen zu können.
Zumal lege ich dir eine umfassende Recherche zum Thema Spannungsarmvibrieren oder anderen Eigenspannungsreduzierenden Maßnahmen nahe.
Gruß
Jakob
PS: Ich würde dir sehr gerne die Arbeit über die Vergleichsmessungen zukommen lassen - da ist nur leider ein Sperrvermerkt drauf...
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-11 20:42:22
von DäddyHärry
Mark, du wirst im nächsten Leben vielleicht Mediziner, aber nie im Leben Arzt!
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-11 20:51:40
von Mark86
Die Diskusion erübrigt sich, weil ich nicht ans nächste Leben glaube :d
Im Zweifelsfall würde ich dann halt Anwalt werden, egal ob man gewinnt oder verliert, sein Geld bekommt man immer
Davon ab, ich habe grade im Bereich Auspuffkrümmer genug Superteureichbinwichtigfachschweißungen gesehen, die doch nicht gehalten haben.
Dagegen Brocken von nem Kaufmann aus ner Schäune, und die haben gehalten ^^
Also ich betrachte bei solchen Dingen lieber das Ergebnis.
Das ist wie bei Autos, es gibt Leute, die machen Diagnosen für X.000€ und alle Reparaturen nützen nix, und Leute die gehen mit ner Kanne Bier und ner Kippe dran vorbei und sagen was kaputt ist ^^
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-13 0:41:30
von Ingenieur
Hallo,
Jarky hat geschrieben:
PS: Ich würde dir sehr gerne die Arbeit über die Vergleichsmessungen zukommen lassen - da ist nur leider ein Sperrvermerkt drauf...
Na, das ist ja besonders glaubwürdig.
Nach der Methode: Ich weiß was, sage es aber nicht ?
Nun habe ich schon eine ganze Reihe von Promotionen erfolgreich 'bearbeitet'.
Aber das Zitieren von Quellen mit "Sperrvermerk" ist eine neue Variante.
Weder in Hannover, noch in Leipzig, noch in Berlin, noch in Gießen ist die Variante
in der Promotionsordnung vorgesehen.
Aber ich lerne gerne dazu.
...
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-13 10:39:17
von Bernhard G.
Muß ja keine Doktorarbeit sein. Bei Bachelorarbeiten in der Industrie ist das fast schon üblich. Teilweise liefern die Unternehmen NDAs, die eine Notenfeststellung unmöglich machen würden.

Aber daß Arbeiten z.B. nicht in der Bücherei öffentlich gemacht werden dürfen, kommt öfter vor. Keine gute Entwicklung, aber so ist es.
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-13 23:27:43
von Jarky
Hallo Ingenieur, hallo Bernhard,
Sperrvermerke sind der absolute Status Quo in der angewandten Forschung. Es kann denke ich jeder nachvollziehen, dass kein Unternehmen gewillt ist sechsstellige Beträge in die Hand zu nehmen um die Ergebnisse auch der Konkurrenz zur Verfügung zu stellen. Zugegebener Maßen sind Promotion hierbei meist ausgenommen, da dort gemäß der Promotionsordnungen ein Publikationszwang besteht (das ist bei mir in Aachen genau das selbe). Da es sich bei der betreffenden Arbeit aber um eine Diplomarbeit gehandelt hat, besteht keinerlei Zwang zur Veröffentlichung.
@Ingenieur: Dass sowas argumentativ nicht gerade schön ist, brauchst du mir nicht zu erklären. Aber da ich mit dem Entwicklungsleiter des Unternehmens relativ gut gestellt bin werde ich mich um einen Auszug bemühen den ich hier hochladen kann.
Schönen Abend
Jakob
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-14 13:29:50
von Bernhard G.
Jarky hat geschrieben:
Sperrvermerke sind der absolute Status Quo in der angewandten Forschung. Es kann denke ich jeder nachvollziehen, dass kein Unternehmen gewillt ist sechsstellige Beträge in die Hand zu nehmen um die Ergebnisse auch der Konkurrenz zur Verfügung zu stellen.
Klar, wenn es Auftragsforschung ist. Nur stellt sich mir die Frage, ob so ein Thema eine Bachelor- oder Masterarbeit sein sollte.
Re: Kann man Guß wirklich so schweißen?
Verfasst: 2016-07-14 14:23:35
von Jarky
Bernhard G. hat geschrieben:Jarky hat geschrieben:
Sperrvermerke sind der absolute Status Quo in der angewandten Forschung. Es kann denke ich jeder nachvollziehen, dass kein Unternehmen gewillt ist sechsstellige Beträge in die Hand zu nehmen um die Ergebnisse auch der Konkurrenz zur Verfügung zu stellen.
Klar, wenn es Auftragsforschung ist. Nur stellt sich mir die Frage, ob so ein Thema eine Bachelor- oder Masterarbeit sein sollte.
Vollkommen berechtigt, die Diplomarbeit reicht gerade für ein bisschen Theorie und die beiden entsprechenden Versuchsreihen. Wenn man soetwas in seiner vollständigen Komplexität erfassen möchte reicht auch ein Verbundforschungsprojekt über mehrere Jahre nicht aus.