Was habe ich da für eine Scheisse wieder losgetreten ....
Frizzzz ... bei den epigenetischen "Immunitäten" handelt es sich nicht um eine Immunität im strengeren Sinne, sondern um ein statistisch besseres Überleben der Merkmalsträger: Die Giraffen mit den längeren Hälsen kommen an die weiter oben liegenden Blätter, Kinder mit Duffy-Faktor neg. bekommen weniger leicht/heftig Malaria und erleben häufiger das 5. Lebensjahr, haben aber z.B. einen Nachteil bei der HIV-Suszeptibilität .... Mit Immunität hat das gar nichts zu tun ... Eine Immunität gegen Malaria gibt es nicht, wenn dann nur eine Teilimmunität durch regelmässige wiederholte Infektionen ... wenn die längere Zeit aussetzen (Afrikaner in Europa), dann erwischt es ihn zuhause wieder richtig heftig.
Immunität kann nicht vererbt werden (Mit Ausnahme des von Wilma angesprochenen Netzschutzes, der aber einer Übertragung von Antikörpern und nicht einer Vererbung entspricht), sondern ist immer erworben ... sprich: das Immunsystem hat ein Antigen kennen gelernt.
Jetzt kann man durch Impfungen das Immunsystem "anlernen" ohne dass die Krankheit durchgemacht werden muss ... das ist eine der besten Erfindungen der Menschheit überhaupt ... Man impft z.B. einen Gelbfiebervirusstamm, der keine Krankheitssymptome hervorruft und ist anschliessend Lebenslang(!) gegen Gelbfieber immun (Lebendimpfung) oder man impft Oberflächenproteine des Hepatitis B-Virus und ist gegen diese Geisel der Menschheit Immun (Totimpfung) ....
Du hast aber völlig Recht in dem Punkt, dass es Gevatter Darwin schon richten wird: Impfgegenerkinder sterben signifikant häufiger an Masern oder Tetanus .....
Weiter frage ich, warum es noch immer keine Desinfektionswannen mit Chlorkalk an den grenzen und vor jedem Haus gibt....
Weil Westafrika leider nicht Mitteleuropa ist .... sondern die aktuell am meisten betroffenen Länder schon vor Seuchenausbruch der Inbegriff von Anarchie, Chaos und Unterentwicklung waren ...
Warum noch immer Verdachtsfälle mit Erkrankten in einem Zelt liegen?
Weil die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Verdacht zutrifft so hoch ist, dass es unverantwortlich wäre ihn weiter durch die Gegend laufen zu lassen ... Eine Ebola-Diagnose in Westafrika ist oft nur ein klinisches Bild ... die PCR-Bestätigung ist aufwendig und braucht Zeit (bei uns mind. 2 Tage)
Warum noch immer auf unwirksame Flüssigdesinfektonen vertraut wird- die schon verdunsten bevor sie wirken- merke in westafrika ist jetzt Sommer!
Wie würdest Du denn desinfizieren/entwesen? Geht nur flüssig ... oder haust Du Graphitpulver statt Öl in Deinen Motor? Wenn man den behüllten Ebolaviren ihre Hülle zerstört geht es ihnen nicht mehr gut ... und das geht mit 0,5%iger Chlorbleiche sehr gut und billig (bedenke wir sind im extrem armen Westafrika) ... wenn das Wasser verdunstet ist das nicht schlimm, da die Chlorbleiche damit höher konzentriert ... wenn alles trocken ist, ist das Ebolavirus ohnehin hinüber, das mag es nämlich nicht so gerne ;-)))) In Westafrika, das auf unserer Seite des Äquators liegt, ist jetzt auch bald mit dem Herbst Schluss ... Du hast aber Recht, dass es dort noch wärmer ist als bei uns heuer im August ...
So, Du hast ja geschrieben, dass man nicht so lange Texte schreiben soll, sonst werden sie nimmer gelesen, geschweige denn verstanden ...
Grüsse ... Simon