marylin hat geschrieben:Schade- ich hab den Eindruck KEINER liest, und versteht die Problematik.
...genauso wie Du die Antworten entweder nicht liest oder verstehst. Es wurde im Grunde schon mehrfach alles wesentliche zum Thema geschrieben:
1) Ein passiver GPS-Tracker (der nur aufzeichnet) ist unter Feldbedingungen praktisch nicht aufspürbar. Das geht nur im EMV-Labor.
2) Ein aktiver GPS-Tracker, der gerade am Senden ist, ist während des Sendens aufspürbar. Nutzt er GSM, hört man ihn im Autoradio, ganz ohne Scanner.
3) Ein aktiver GPS-Tracker, der gerade nicht sendet, verhält sich wie 1) mit der Folge, dass er ebenfalls nicht aufspürbar ist, solange er schweigt.
4) Es genügt für eine Objektverfolgung über Stunden oder Tage, wenn der Sendeteil des Trackers einmal pro Tag zu einer zufällig gewählten Zeit "aufwacht" und das geloggte Tagesprotokoll überträgt. Ob Du dann gerade mit Deinem Scanner um das Auto herumläufst, entscheidet der Zufall.
5) Wäre ich der Bösewicht, würde ich in Deinem präferierten Szenario (Päckchenmitgeber am Hafen) einen Tracker so programmieren, dass er sich erst nach gewisser Zeit per Funk meldet, ggf. erst nach zwei, drei Tagen. Bis dahin bliebe er stumm. Wie willst Du diesen Tracker nun rechtzeitig aufspüren?
6) Ein aktiver Tracker, der ein registrierungspflichtiges Funknetz (GSM, LTE, Inmarsat, Globalstar etc. pp.) nutzt, muss in diesem Netz registriert sein, einmal über die IMEI (eindeutige Seriennummer) des Funkmoduls und zusätzlich über das subscriber identification module (landläufig auch SIM-Karte genannt). D.h. der Anwender erzeugt und hinterlässt zwangsläufig Spuren: die Herkunft des Funkmoduls und der SIM-Karte lässt sich schnell herausfinden. Ob das im Sinne des bösewichtigen Anwenders ist? Es kann natürlich mit einer geklauten SIM-Karte gemacht werden, wenn der rechtmäßige Eigentümer zu dusselig war,
die Karte umgehend zu sperren. Andererseits muss das SIM-Kartenkonto mit Guthaben gefüttert sein, sonst geht bekanntlich nichts.
7) Bleibt die ebenfalls schon im Thread genannte Möglichkeit, einen simplen Funksender in den Tracker zu bauen, der mit ein paar mW Sendeleistung hin und wieder die Log-Daten hinausposaunt. Ist dieser Sender zeitgesteuert, gilt wieder das gleiche wie bei 3) Um ein paar hundert Bytes zu senden, reichen ein paar Millisekunden - der Aufspürscanner müsste also permanent scharf sein.
Es gibt mit Sicherheit funktechnische Ausrüstung, die so etwas leistet: hochempfindliche Messempfänger, ein Spektrumanalyser, diverse Antennen, ein PC, entsprechende Software (SDR - software defined radio). Frag mal bei Rohde&Schwarz nach...
Ist nur zu befürchten, dass das Equipment a) teuer und b) nur an staatliche Stellen mit Berechtigungsnachweis geliefert wird
Mit so einer Ausrüstung kann man dann die elektromagnetische "Signatur" des unmanipulierten Fahrzeugs und der Einstrahlungen von außen über ein breites Frequenzspektrum erfassen und dann laufend diese Signatur und Einstrahlungen auf Änderungen überwachen. Man wird dabei eine Menge zu tun haben, denn jedes vorbeifahrende Auto, oder noch schlimmer, wenn man selber durch die Gegend fährt, sorgt für ständige Änderungen in der Signatur und der Einstrahlungen. Am besten, man besorgt sich eine Hilfsmannschaft, die in einem schwarzen Van mit abgedunkelten Scheiben das rollende Hochfrequenz-Meßlabor hinterherfährt.
Bleibt am Ende am ehesten tatsächlich nur das Jamming übrig, also das aktive Stören der in Frage kommenden Frequenzbereiche. Gibts im handlichen
Manpack oder als Fahrzeug-Einbau-Version, man sollte auf alle Fälle
genügend Antennenhalter am Wagen vorsehen.
Der verlinkte Taschen-Jammer stört auf Wunsch auch das GPS-Signal - eigentlich die praktischste Idee: dazu brauchts nicht viel Leistung, die GPS-Satelliten senden mit schlappen 40W aus 20.000km Entfernung, da reichen wenige zehntel Watt im Meterbereich um einen vermuteten GPS-Empfänger, um ihm die Positionsbestimmung zu verleiden.
Grüsse
Tom