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Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2013-11-27 7:48:02
von egn
Puffi hat geschrieben: Olli: Es tropft das Trinkwasser. Das mit dem Sicherheitsventil klingt plausibel und könnte Abhilfe bringen obwohl ein Sicherheitsventil für den ständigen Druckausgleich nicht die Regel sein sollte.
Man braucht bei jedem Heisswasserspeicher so ein Sicherheitsventil, weil sich heißes Wasser eben ausdehnt. Ob es vor dem Heisswasserspeicher in der Kaltwasserleitung, direkt am Heisswasserspeicher, oder danach in der Warmwasserleitung (vor einem Mischventil) ist, ist egal, denn überall ist der Druck gleich. Das Sicherheitsventil muss einen Öffnungsdruck haben, der etwas höher ist als der Kaltwasserdruck, aber deutlich kleiner als der max. zulässige Druck des Behälters. Man sollte sich auch nicht wundern wenn dort Wasser tropft, sondern es mit einem Schlauch nach außen leiten.

Du hast immer noch nicht geschrieben wo genau am Warmwasserbehälter das Wasser herausgetropft ist.

Vielleicht tropft normal ja nur das Sicherheitsventil, und wenn Du das nicht nach außen geleitet hast dann wird es halt unter dem Warmwasserbehälter nass. Und Du solltest die Anschlüsse auf jeden Fall mit flexiblen Leitungen verbinden, da es sonst bei Wärmeausdehnung zu erheblichen Spannungen und damit zu Rissen kommen kann.

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2013-11-27 8:00:19
von Bluekat
Hallo,
ich habe den Ablauf des Sicherheitsventils am Boiler mit einen 3/8" Schlauch mit dem Ablaufschlauch des Frischwassertanks verbunden. So kann ev. Überdruck immer nach draußen abfließen.

Die Sicherheitsventile scheinen immer ein wenig zu "tropfen", in dem durchsichtigen Ablaufschlauch sehe ich immer wieder ein wenig Wasser.

Meinen Boiler habe ich auch flexibel angeschlossen.
Eine starre Verbindung der Leitungen zum Boiler und dann noch Piste fahren geht nicht!

Gruß,
Rainer

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2013-11-27 9:31:53
von Puffi
Hallo zusammen,

danke an alle für die Tips.

Die Bedeutung eines Sicherheitsventiles ist mir klar und die Funktionsweise ebenfalls. In der Haustechnik ist es so, daß dieses Ventil öffnet wenn es zur Überschreitung der gewünschten Drücke kommt, besagt auch das Wort Sicherheitsventil und heißt eben nicht Druckregelventil. Zurückliegend hatten wir ein Weltreisefahrzeug wo wir nie Probleme und nie einen Wasseraustritt über das Sicherheitsventil hatten. Bei normalen Wohnmobilen mit z.B. Truma bzw. Alde Heizungen gibt es solche Überdruckaustritte ebenfalls nicht.

Bei den von mir beschriebenen Undichtheiten tropft es aus der Verkleidung des Boilers und nicht aus der Ablaufleitung des Sicherheitsventiles die nach außen geführt ist. Es ist auch ganz sicher nicht die Flanschdichtung des Heizstabes. Es ist jedesmal ganz klar eine Undichtheit am Boiler.

Folgende Anschlußsituation ist vorhanden:
Boileranschluß von unten, Anschluß fest, Boiler max. Druck 5,5 bar, Sicherheitsventil am Boiler 5 bar, weiteres Sicherheitsventil im System mit 4 bar, Anlagendruck zwischen 2,5 und 4,5 bar zu sehen über Manometer.

Das mit den flexiblen Anschlußleitungen leuchtet mir ein, dies werde ich berücksichtigen. Trotzdem ist unzweifelsfrei, daß die Geräusche und und die darauf folgenden Undichtheiten im Betrieb über die Motorwärme kam und nicht beim Betrieb über die Dieselstandheizung.

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2013-11-27 10:47:18
von Ulf H
Puffi hat geschrieben:... meinst Du ein Bypassventil in der Kaltwasser- bzw. Warmwasserzuleitung als sogenannten Verbrühschutz. Damit wird Kalt- und Warmwasser gesmischt damit an den Zapfstellen kein Wasser größer 65° ankommt....
... ja, ist wohl das, hatte es wie schon im letzten Beitrag eingesehen, falsch in der Erinnerung ...

Gruss Ulf

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 13:47:41
von Puffi
Supergau Nun ist Boiler Nr. 4 ( Edelstahl ) innerhalb von 2 Jahren undicht. Das gesamte Anschlußsystem wurde mittlerweile abgeändert. Der letzte Boiler hatte eine Betriebszeit von ca. 6 Monaten. Was auffällt, es passiert in der Regel immer auf Seehöhe! Evtl. haben wir in einigen Ländern chloriertes Wasser erwischt was evtl. eine Spannungsrißkorrosion beschleunigen könnte. Ich hänge mal ein Foto an von Boiler Nr.3 an. Wenn jemand eine Idee hat, bzw. zu dem Bild eine passende Aussage machen kann bin ich dankbar.
SAM_0576.jpg

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 14:19:31
von ingolf
Hallo Puffi,
ist das eine Vertiefung? Ist da innen etwas befestigt? Vielleicht unedel geschweißt oder später nicht passiviert?

Spannungsrisse durch gechlortes Wasser sind bei verschiedenen Edelstählen denkbar wobei die Chlorkonzentration in Trinkwasser eigentlich zu klein sein sollte.

Zuschweißen oder zurückgeben. Je nachdem, was gerade mehr Sinn macht.

Grüße, Ingolf

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 14:47:32
von Puffi
Hallo Ingolf,

es ist eine Vertiefung komischerweise von außen nach innen mit einem Riß. Ob etwas befestigt war oder ob es ein Schweißpunkt ist kann ich nicht beantworten da der Hersteller dieses Bild bei Boiler Nr. 3 gemacht hat, ohne es selbst gesehen zu haben. Die starke Verfärbung des Edelstahles AISI 316 / 1.4401 ist auf jeden Fall ungewöhnlich.

Zurückliegend hatten wir bei 3 Boilern immer wieder Knall- bzw. Dehngeräusche. Nachdem wir nun das komplette Anschlußsystem abgeändert haben sind die Geräusche weg und die Haltbarkeit ist länger, von ca. 4-10 Wochen auf 24 Wochen. Im Süden wo wir unterwegs sind und mittlerweile 3 Boiler kaputt gingen ist die Wahrscheinlichkeit chlorides Wasser aufzunehmen sicher gegeben.

In den nächsten Tagen werden wir nach Absprache mit dem Hersteller eine Marina in Kalamata ( Griechenland ) ansteuern und sehen. Dieses Mal will ich den Boiler selbst in Augenschein nehmen und mit Fotos festhalten.

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 15:22:08
von ingolf
Hallo Puffi,
die Verfärbung ist ein Schweißpunkt. Wenn da wie ich vermute innen etwas angeschweißt wurde und sich die Boilerwandung bewegt, reißt dieser Punkt aus und die Hülle wird undicht.
Fehlkonstruktion.

Grüße, Ingolf

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 15:40:07
von Bluekat
http://www.indelwebastomarine.com/filea ... de-525.jpg

...sieht aus wie ein Schweisspunkt einer Heizrohrhalterung.
Könnte es sein, dass beim Abkühlen / Aufheizen des Wassers im Boiler ein großer Unterdruck/ Überdruck entsteht?
Überdruckventil falsch eingestellt?
Zurückliegend hatten wir bei 3 Boilern immer wieder Knall- bzw. Dehngeräusche.
Das hört sich nicht normal an.

Gruß
Rainer

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 15:43:13
von Bluekat
...Entlüftung vom Wassertank zu, sodass die Wasserpumpe beim Fördern ein Vakuum zieht?

Die nach innen gezogene Boilerhaut deutet meines Erachtens auf einen Unterdruck hin...
Könnte natürlich auch eine mechanische Einwirkung von außen gewesen sein, aber das wüsstest Du ja dann...

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 16:15:00
von Puffi
Wir haben mittlerweile 2 Überdruckvenile, einmal das Original, das direkt am Boiler sitzt und 5,5 bar hat. Ein zweites in der Leitungsverknüpfung mit 4,5 bar zur erhöhten Sicherheit. Überdruckventile sind generell fest auf einen entsprechenden Wert eingestellt. Zusätzlich haben wir einen Druckmanometer eingebaut um zusehen wie sich der Druck generell verhält. Die Pumpe schaltet bei ca. 4 bar ab und bei 1 bar ein. Einen Unterdruck schließe ich aus. Die Knall- und Knackgeräusche kamen von einer zu hohen thermischen Belastung über Motorwärme. Dies wurde alles abgeändert und zur Sicherheit haben wir zusätzlich ein 3 Wege Ventil mit Anlegefühler eingebaut um 100% keine zu hohen Temperaturen in den Wärmetauscher zu bringen. Trotzdem haben wir wieder eine Undichtheit!

Ich halte das ganze für einen Schweißpunkt, die Verfärbung kommt von einer falschen Behandlung, siehe Beispieltexte per Zitat:

ENTFERNEN VON VERFÄRBUNGEN DURCH SCHWEIßEN AUF
EDELSTAHL, UM KORROSION VORZUBEUGEN:

Während des Schweißvorgangs von Edelstahl entsteht durch die
Oxidation der Metalloberfläche die typische Verfärbung, wenn der
Schutz in Form eines inerten Gases (wie Argon) fehlt. Natürlich kann
diese Oxidation bei vorhandenem Sauerstoff auch während anderer
Wärmebehandlungen von Edelstahl auftreten.
Zum einen führen diese Verfärbungen, auch thermische Oxide
genannt, zu einem nicht akzeptablen Aussehen des Materials. Zum
zweiten können die porösen thermischen Oxide den Prozess des
Mediums verunreinigen. Drittens, und dies hat die deutlich
negativsten Folgen, führen diese porösen thermischen Oxidschichten
dazu, dass der Edelstahl für verschiedene Arten von Korrosion
anfällig ist. Der Korrosionswiderstand von Edelstahl ist abhängig von dem
Vorhandensein einer dünnen, schützenden, passiven Chromoxidhaut
auf der Metalloberfläche. Als Folge der Wärmezufuhr, die beim Schweißen (oder anderen Wärmebehandlungen) entsteht, diffundiert
Chrom aus den Metallkristallen in Richtung Oberfläche, wodurch in der unteren Metallbasis der Verfärbung
eine dünne, chromarme Zone entsteht. Dies ist eine wichtige Ursache für den verminderten Korrosionswiderstand. Dazu kommt, dass die porösen thermischen Oxide Chloride selektiv absorbieren können, wodurch eine örtliche Zunahme der Chloridkonzentration auftritt und der pH-Wert absinken wird. Das untenstehende Foto zeigt eine Verfärbung einer GTAW-Schweißung auf Duplex X2CrNiMoN22-5-3.
Die vorhandene Verfärbung macht Edelstahl darum deutlich anfälliger für verschiedene lokale Formen von Korrosion, da ein homogener passiver Oxidfilm fehlt. Mögliche Formen dieser Korrosionen, die entstehen könnten sind:
- Lochfraßkorrosion
- Interkristalline Korrosion
- Spaltkorrosion
- Mikrobiologisch induzierte Korrosion
Um diesen Korrosionsformen vorzubeugen ist es wichtig, dass die Verfärbungen entfernt werden, bevor der Edelstahl einem aggressiven oder nassem Milieu ausgesetzt wird. Für die Fälle, bei denen Materialien für Mittel verwendet
werden, die einen beizenden Effekt wie Salpetersäure haben, kann eine Ausnahme gemacht werden. Man
sollte immer einen Korrosionsspezialisten fragen, wenn man nicht sicher ist, ob die Verfärbung entfernt
werden muss.
Technical Bulletin
Das Entfernen einer Schweißverfärbung kann mittels mechanischer oder chemischer Oberflächenbehandlung
oder einer Kombination aus beiden erfolgen.
Mechanische Oberflächenbehandlung
Edelstahl kann wie folgt mechanisch behandelt werden:
- Polieren
- Bürsten
- Perlstrahlen
Chemische Oberflächenbehandlung
Eine chemische Oberflächenbehandlung wird in der Regel mit einem Beizmittel auf Säurebasis durchgeführt,
wie:
- Salpetersäure + Fluorwasserstoffsäure
- Schwefelsäure + Fluorwasserstoffsäure + Wasserstoffperoxid
Vor einer Beizbehandlung muss die Oberfläche frei von Verschmutzungen wie Fett, Öl, Farben- und
Tapetenresten u.a. sein. Wenn ein normales Beizmittel nicht funktioniert, kann es notwendig sein, ein
Beizmittel in einer stärkeren Zusammensetzung zu gebrauchen. Eine derartige Behandlung muss gut
beobachtet werden.
Bei Untersuchungen stellte sich heraus, dass, aus dem Blickwinkel der Korrosion betrachtet, einer
chemischen Oberflächenbehandlung vor einer mechanischen Behandlung der Vorzug gegeben werden sollte.
In diversen Veröffentlichungen wird angegeben, dass eine Beizbehandlung den Korrosionswiderstand von
Edelstahl nach einer Schweißung vollständig wiederherstellt.
Um einem Überbeizen, z.B. durch das Vorhandensein einer dicken Oxidhaut, vorzubeugen, kann vorab eine
mechanische Behandlung durchgeführt werden. Der Korrosionswiderstand sollte in vergleichbarer Form
wiederhergestellt sein.
Schlussfolgerungen und Empfehlungen
- Das Vorhandensein von thermischen Oxiden (Verfärbungen) beschleunigt die Auslösung verschiedener
Arten von örtlicher Korrosionsbildung wie Lochfraß, -interkristalline und mikrobiologisch induzierte
Korrosion.
- Um die Möglichkeit von Korrosion zu verringern, müssen thermische Oxide entfernt werden.
- Aus dem Blickwinkel der Korrosion betrachtet, sollte einer chemischen Oberflächenbehandlung vor einer
mechanischen Behandlung der Vorzug gegeben werden.[/color]

Spannungsrisskorrosion (SPRK) tritt nur dann auf, wenn ein Werkstück oder Bauteil Zugspannungen enthält, der verwendete Werkstoff eine SPRK-Empfindlichkeit besitzt und ein spezielles Medium einwirkt. Es entsteht eine Rissbildung unter mechanischer Beanspruchung in Anwesenheit von korrosionsbildenden Flüssigkeiten (z. B. chloridhaltig und stark alkalisch) bei austenitischen CrNi-Stählen (Edelstahl).

Lochkorrosion kann auftreten, wenn die Passivschicht örtlich durchbrochen wird.
Wenn Chloridionen, besonders bei erhöhten Temperaturen, vorliegen, können an
diesen Stellen -häufig nur nadelstichartig- Löcher entstehen. Durch Ablagerungen,
Fremdrost, Schlackenreste und Anlauffarben auf der Oberfläche wird die Gefahr einer
Lochkorrosion verstärkt.
Durch weitere Erhöhung des Chromgehalts, insbesondere durch Zusatz von Molybdän
und z. T. von Stickstoff, wird die Beständigkeit der nichtrostenden Stähle gegenüber
Lochkorrosion erhöht.

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 16:19:49
von Puffi
Etwas fällt mir noch ein, aus Platzgründen ist es ein Ovalboiler also nicht zylindrisch!

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 16:20:06
von Puffi
Etwas fällt mir noch ein, aus Platzgründen ist es ein Ovalboiler also nicht zylindrisch!

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 16:53:25
von Wilmaaa
Lasst doch bitte den Mods die blaue Farbe für Moderationsbeiträge.

Um einen Text hervorzuheben, könnt Ihr z.B. die Tags "quote" oder "code" verwenden.

Code: Alles auswählen

So sieht es aus, wenn man "code" verwendet hat.

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 17:42:14
von Puffi
Hab es geändert, blau ist ein Zustand und der soll den Mods auch bleiben, smile..... :unwuerdig:

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-10 23:19:09
von Bluekat
Einen Unterdruck schließe ich aus.
Wieso?
Wir haben mittlerweile 2 Überdruckvenile, einmal das Original, das direkt am Boiler sitzt und 5,5 bar hat. Ein zweites in der Leitungsverknüpfung mit 4,5 bar zur erhöhten Sicherheit.
Halte ich nicht für sinnvoll.

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2014-12-11 10:15:02
von Puffi
Hallo Rainer,

den Unterdruck schließe ich aus weil ich zum einen das am eingebauten Manometer verfolgen könnte, es zu Geräuschen an der Pumpe käme und weil so ein Punktriß in so kleiner Größe niemals durch einen Unterdruck entsteht. Das ganze System würde dabei dann schon vorher verrückt spielen.

Ob 1 oder 2 Sicherheitsventile bzw. Überdruckventile eingebaut sind macht keinen Unterschied. Sie haben einzig die Funktion bei Überdruck zu öffnen. Ob aus Sicherheitsgründen 2 unterschiedliche Druckbereiche verbaut sind, auch das ist bei den angesprochenen Defekten nicht das Thema. Ich hab nochmals nachgeschaut, es ist ein 5 und ein 4 bar verbaut. Keines davon hatte angesprochen.

Zur Information, ich bin gelernter Heizungsbauer und kenne mich schon etwas aus, auch mit Boilern. Leider habe ich die Anlage nicht selbst gebaut. Dieser verfärbte Punkt muß von einem Heft- bzw. Schweißpunkt stammen und hier kam es zur Undichtheit. Warum aber mittlerweile 4 Boiler undicht sind, ist das große Rätsel.

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-08 18:06:24
von Puffi
Hallo zusammen,

nachdem nun insgesamt 5 undichte Boiler :frust: zu verzeichnen sind haben wir einen Boiler von einem anderen Hersteller eingebaut und dabei die Wasserpumpe und das Druckverhältnis dem neuen Boiler angepaßt ( 2 bar ).

Die Bilder unseres letzten Sorgenkindes will ich Euch nicht vorenthalten und bitte alle Fachleute um Ideen und Diskussion was die eventuellen Ursachen der Undichtheiten sein könnten. Die Laufzeiten der jeweiligen Boiler betrugen zwischen 1 und 7 Monate. 2 Boiler wurden nachweislich an den Heftpunkten der Zwischenstege die sich im Ovalboiler befinden undicht. Die restlichen 3 Boiler konnten wir nicht begutachten. Was auffällt ist vor allem die schlechte Schweißverarbeitung des Edelstahlboilers und dazu dann noch die Kupferheizschlange, Stichwort unterschiedliche Metalle und dadurch fließende Ströme.

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-09 10:23:30
von ingolf
Hallo Puffi,
dass die ovale Form untauglich ist und punktförmige Befestigungen innen auch ist ja nun klar.
Wie wäre es denn mit einem selbst gebauten Warmwasserspeicher? Wenn Du Klempner bist, sollte das doch kein Problem darstellen.
Ich habe schon einige gebaut und keiner ist undicht geworden.
Kupfer hart gelötet eröffnet viele Möglichkeiten. Vorschlag: Behälter aus Kupferblech für das Heizwasser. Darin eine Schlange (natürlich Kupferrohr) für das Brauchwasser.
Wenig stehendes Wasser, Einbau Heizstab möglich, druckunempfindlich.

Grüße, Ingolf

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-09 12:44:01
von Puffi
Hi Ingolf,

vielen Dank für die Einschätzung. Mit viel Glück und Stehvermögen hatten wir bis zu Boiler Nr. 4 volle Unterstützung. Bei Boiler Nr. 5 einigten wir uns gegen Kostenerstattung, daß wir ein anderes Fabrikat einbauen. Dies haben wir mittlerweile durchgefürt.

Tatsächlich ist ein Ovalboiler problematisch was man aber leider erst später rausfindet. Zur Stabilisierung werden die 2 Stege innen eingepunktet. Für mich sind alle Schweißungen und Heftpunkte an diesem Produkt zu hochtemperiert, blaue Verfärbung = ( Schweißverfahren ). Warum angeblich nur bei uns solche Probleme aufgetaucht sind erschließt sich mir nicht. Der Boiler ist ein Schiffsboiler und wird des öfteren eingesetzt. Ob chlorides Wasser bei Edelstahl AISI 316 oder die unterschiedlichen Drücke ( Höhe über Null ) bzw. die hohe Temperatur des Motorkreislaufes eine Ursache ist bleibt ungeklärt. Was trotz Einbauvorschrift ein Problem sein kann ist der stehende Einbau mit Anschluß von unten. Damit wird der Boiler nie richtig entlüftet. Wir hatten immer wieder hörbare Entspannungsgeräusche oder Dampfschläge. Was ebenfalls stutzig macht, warum dieser Boiler ( oval ) solch hohe Drücke ( 5 bar ) aushalten soll, das hat für Boote und Fahrzeuge normalerweise keine Priorität.

Ich suche halt eine einigermaßen bzw. die plausible Erklärung :idee:

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-09 13:36:00
von ingolf
Hallo Puffi,
die Ursache ist die Form. Flächen lassen sich bei hohen Kräften schlecht beherrschen.
Angenommen der Speicher hat eine Oberfläche seitlich von 50 x 50 cm dann lasten bei 2 bar 50000 N auf der Fläche. Eein Teil der Kraft von den Böden aufgenommen. Wenn dann 2 Schweißpunkte den fehlenden Weg bis zur Kugel aufhalten wollen... das geht einfach nicht und schon gar nicht auf Scherung denn innen ist ja kein Stab sondern ein gewinkelter Blechstreifen.
Auch die Schweißnaht unten auf der Kante ist Murks. Gewölbte Böden nimmt der Profi. Edelstahl nicht gebeizt nach der Verarbeitung alleine ist schlecht und alleine deshalb sieht das Ding nach Bastelarbeit aus.
Die Einbaulage mag nicht optimal sein weil nicht das volle Volumen bzw die volle Leistung genutzt wird aber ursächlich für das Versagen der Hülle ist es sicher nicht solange ein Sicherheitsventil mit einem Öffnungsdruck unterhalb des Maximaldrucks des Speichers nicht absperrbar verwendet wurde.
Mach´selber. Schlechter kann es nicht werden.

Grüße, Ingolf

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-09 21:08:15
von Puffi
Hi Ingolf,

;) deckt sich voll und ganz mit meiner Denkweise.

Wie aber kann ein ziemlich namhaftes Unternehmen solcher Art Boiler herstellen und dies angeblich ohne große Probleme. Sind auf Schiffen denn andere Bedingungen die letztlich nicht zu Undichtheiten führen!? Glaub ich nicht so recht :wack:

"Bastelarbeit ist gut" :frust: Der eigentliche Hersteller sitzt in Italien, die Fertigung ist soweit richtig in Rumänien. Mehr braucht es nicht als Aussage. Der Boiler sieht mit Verkleidung absolut top aus und gehört letztlich zu den Hochpreisigen........

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-09 22:54:37
von tichyx
Hallo,

wie bereits hier mehrfach erwähnt, kommen die gerissenen Schweisspunkte sehr wahrscheinlich von zu hohem Druck im Behälter. Das Problem tritt auf, wenn das geschlossene System durch die Standheizung oder den Motor aufgeheizt wird und das Wasser sich ausdehnt ohne dass der Druck abgelassen wird.
Ich habe bei mir ein Manometer im Wasserkreis und wenn ich das Wasser von 20° C auf 60° C aufheize, steigt der Druck auf 4.5 bar und weiter - erst dann öffnet irgendwann das Überdruckventil des Boilers bei etwa 5-6 bar. Dafür sind die Boiler aber nicht auf Dauer ausgelegt. I.d.Regel darf ein Betriebsdruck von max. 2-3 bar nicht überschritten werden, das 5 bar Ventil ist nur ein Sicherheitsventil für den Notfall. Problematisch ist das vor allem, wenn Kupferleitungen oder andere starre Materialien verlegt wurden und keine Schläuche, die sich ausdehnen können. Dann bekommt der Boiler bei jedem Aufheizvorgang vollen Überdruck und die Schweißpunkte reißen irgendwann! Edelstahl ist spröde und mag sich gar nicht gerne oft verbiegen!. Auch auf Deinem Bild kann man erkennen, dass das Blech um den Schweisspunkt nach außen beult.
Das Knallen beim nachlaufen von kaltem Wasser ist in meinen Augen auch ein Hinweis darauf, denn dann kühlt die ganze Kiste ab und zieht sich zusammen. Zumindest beim Boiler Slim Square von Isotemp gibt es einen Unterschied zwischen Prüfdruck (5 bar = roter Aufkleber auf dem Boiler) und zulässigem Betriebsdruck (max. 3 bar, angegeben in den technischen Unterlagen)


Ich habe bei meinem Slim Square Boiler als erstes das 5 bar Originalventil gegen ein 2 bar Ventil getauscht und bisher keine Probleme. Aber irgendwie willst Du partout an der Stelle nichts ändern.... aber vielleicht ja nach Boiler Nr. 10... :lol:

Grüße

Olli

SLIM SQUARE:

Bild

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-10 14:23:02
von Puffi
Hallo Olli,

vielen Dank für Deine Info, die deckt sich insgesamt mit meinen Erkenntnissen. Der Druck steigt tatsächlich auf 4,5 bar, da wir einen Manometer eingebaut hatten. Leitungen sind vom Hersteller mit starrem Edelstahl Preßfittingrohr ausgeführt. Laut meinen Unterlagen kann der Boiler 5,5 bar ab, das Sicherheitsventil ist auf 5 bar Ablaßdruck ausgelegt. Dieses hatte nie geöffnet auch nicht ein zweites das mit 4 bar nachträglich installiert wurde!!!

Woher Deine Beschreibung stammt weiß ich nicht, sowas kenne ich aus allen mir vorliegenden Beschreibungen nicht. Es wird in Deinen Unterlagen von 6 bar Ablaßdruck des Sicherheitsventils gesprochen was nicht stimmig ist mit dem was ich aus allen Unterlagen herauslese ( 5 bar ).

Das Knallgeräusch ist mir auch klar wobei die Zwischenstege den Boiler wegen der Bauweise ( oval ) zusammenhalten und hier die größten Kräfte wirken. An den Heftpunkten wurde der Edelstahl durch Verarbeitung verändert, wird spröde und reißt. Die einstmals flachen Böden wurden durch Kräfte verändert das kann man deutlich sehen. Auch hier frägt man sich warum nicht halbrunde Böden einegebaut wurden.

Insgesamt muß man sich die Frage stellen warum der Hersteller trotz aller Zusammenarbeit nicht in der Lage war die Probleme nur annähernd zu erkennen und zu lösen. Jeder Vorschlag unsererseits wurde nicht besonders ernst genommen. Nicht ein einziges mal hatte das Werk die Einbau- und Installationssituation in Augenschein genommen. Es wurde immer nur ausgetauscht und die Kosten getragen weil wir in der Garantiephase waren. Unsere Kontakte gingen wegen diesem Problem zuletzt sogar bis in die Führungsebene. Geblockt wurde von Anfang an in Italien. Wenn man eben nur als Zukäufer und Vermarkter auftritt hat man wenig Einfluß auf die Technik. Heute würde ich aus den jetzigen Erkenntnissen jedem empfehlen keinen Ovalboiler einzubauen! :wack: :mad: :wack:

Leider hast Du meine Info nicht sorgfältig gelesen, es gibt demnach keinen 10. Boiler denn wir haben mittlerweile einen Rundboiler eines anderen Herstellers eingebaut! :) :) :)

Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-10 14:33:28
von Ulf H
... ein wahrer Beuler ...

Gruss Ulf, bei dem zwar auch schon so ziemlich alles in der Wasserversorgung gesifft hat, jedoch der Boiler bisher nicht ...

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-10 15:48:29
von sico
Puffi hat geschrieben:Hallo Olli,

vielen Dank für Deine Info, die deckt sich insgesamt mit meinen Erkenntnissen. Der Druck steigt tatsächlich auf 4,5 bar, da wir einen Manometer eingebaut hatten. Leitungen sind vom Hersteller mit starrem Edelstahl Preßfittingrohr ausgeführt. Laut meinen Unterlagen kann der Boiler 5,5 bar ab, das Sicherheitsventil ist auf 5 bar Ablaßdruck ausgelegt. Dieses hatte nie geöffnet auch nicht ein zweites das mit 4 bar nachträglich installiert wurde!!!

Woher Deine Beschreibung stammt weiß ich nicht, sowas kenne ich aus allen mir vorliegenden Beschreibungen nicht. Es wird in Deinen Unterlagen von 6 bar Ablaßdruck des Sicherheitsventils gesprochen was nicht stimmig ist mit dem was ich aus allen Unterlagen herauslese ( 5 bar ).

Das Knallgeräusch ist mir auch klar wobei die Zwischenstege den Boiler wegen der Bauweise ( oval ) zusammenhalten und hier die größten Kräfte wirken. An den Heftpunkten wurde der Edelstahl durch Verarbeitung verändert, wird spröde und reißt. Die einstmals flachen Böden wurden durch Kräfte verändert das kann man deutlich sehen. Auch hier frägt man sich warum nicht halbrunde Böden einegebaut wurden.

Insgesamt muß man sich die Frage stellen warum der Hersteller trotz aller Zusammenarbeit nicht in der Lage war die Probleme nur annähernd zu erkennen und zu lösen. Jeder Vorschlag unsererseits wurde nicht besonders ernst genommen. Nicht ein einziges mal hatte das Werk die Einbau- und Installationssituation in Augenschein genommen. Es wurde immer nur ausgetauscht und die Kosten getragen weil wir in der Garantiephase waren. Unsere Kontakte gingen wegen diesem Problem zuletzt sogar bis in die Führungsebene. Geblockt wurde von Anfang an in Italien. Wenn man eben nur als Zukäufer und Vermarkter auftritt hat man wenig Einfluß auf die Technik. Heute würde ich aus den jetzigen Erkenntnissen jedem empfehlen keinen Ovalboiler einzubauen! :wack: :mad: :wack:

Leider hast Du meine Info nicht sorgfältig gelesen, es gibt demnach keinen 10. Boiler denn wir haben mittlerweile einen Rundboiler eines anderen Herstellers eingebaut! :) :) :)

Gruß Puffi

Hallo Puffi,
technisch ist die Sache klar.
Das Ding ist völlig falsch konstruiert und obendrein noch äußerst unfachmännisch gefertigt=geschweißt.
Der Anbieter ist weder technisch in der Lage noch willens, eine konstruktive Änderung sowie eine Verbesserung im Schweißprozess durchzuführen.
Damit produziert er Reklamationen am Fließband und wird dies kaufmännisch nicht lange überleben und vielleicht sogar in die Insolvenz gehen.
Du mußt dich von diesem Hersteller schnellstens verabschieden. Leiber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
mfg
Sico
mfg
Sico

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-10 17:33:59
von Bahnhofs-Emma
Hallo,
sico hat geschrieben:Du mußt dich von diesem Hersteller schnellstens verabschieden. Leiber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
wenn ich das richtig verstanden habe,
wir haben mittlerweile einen Rundboiler eines anderen Herstellers eingebaut
dann besteht zumindest aus dieser Richtung keine Gefahr mehr. :angel:

Grüße

Marcus

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-10 17:53:33
von tichyx
Puffi hat geschrieben: Woher Deine Beschreibung stammt weiß ich nicht, sowas kenne ich aus allen mir vorliegenden Beschreibungen nicht. Es wird in Deinen Unterlagen von 6 bar Ablaßdruck des Sicherheitsventils gesprochen was nicht stimmig ist mit dem was ich aus allen Unterlagen herauslese ( 5 bar ).
Hallo,

das sind die technischen Unterlagen vom Slim Square Boiler. Ob 6 bar oder 5 bar ist doch völlig Wurst. Deine Anlage baut zu hohen Druck auf. Ändere das und das Problem ist beseitigt.
Denn das Sicherheitsventil SOLL auch gar nicht öffnen - es ist nur für den Notfall. In Deinem System fehlt ein Ventil, das bei 2 oder 2.5 bar öffnet. Irgendwie ist das echt zäh... Das Ding einzubauen dauert keine 5 Minuten, aber Du argumentierst es lieber endlos weg- egal, mein Boiler hält. Dein Neuer wahrscheinlich wieder nicht, egal ob rund oder eckig oder oktogonal. Die Dinger sind alle nur gepunktet...

Grüße

Olli

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-10 18:25:43
von Puffi
Hallo Olli,

sorry Du hast es nicht verstanden; :blush: :blush: :blush:

Es ist mittlerweile ein anderer Boiler eingebaut mit einem zulässigen Betriebsdruck von 3 bar. Dazu wurde dann auch eine andere Pumpe eingebaut. Der momentane Druck liegt bei 2 bar aufgeheizt im Betrieb! Im übrigen kenne ich als Heizungsbauer sehr genau die Funktionsweise eines Sicherheitsventils und welche Funktionen es übernimmt. Deshalb verwehre ich mich gegen Deine Einschätzung ich würde etwas endlos wegdiskutieren. Wir hatten es länsgt begriffen nur der Hersteller nicht.

Warum ich nochmals geschrieben habe ist schlicht; ich will wissen wo andere den Fehler sehen und einstufen.


Marcus: ;) ;) ;)

Sico: ;) ;) ;)


Gruß Puffi

Re: Warmwasserheizung - Offenes oder Geschlossenes System

Verfasst: 2015-12-10 21:16:23
von tichyx
Puffi hat geschrieben: Der momentane Druck liegt bei 2 bar aufgeheizt im Betrieb!
Weiter oben schreibst Du, dass es bis zu 4.5 bar waren, als Du gemessen hast. Was hast Du denn nun geändert (außer einen anderen Boiler zu verwenden), dass es jetzt nur noch 2 bar sind?

Grüße

Olli