Pirx hat geschrieben:Hallo Tobias!
Ihr wißt aber schon, daß bereits der leere Einachsanhänger (neue Bauart) 1,8 Tonnen wiegt? Mit dem 30-kVA-Aggregat drauf wird das Anhängergewicht locker um 3 Tonnen liegen! Ob das noch auf einen Anhänger hinter einem Pickup paßt?
Pirx
bei etwas optimistischer Betrachtung ist das mit einen 3,5t-Anhänger schon möglich....Da sind bis zu 2,8-2,9t Zuladung möglich. Wenn man an der Ladung möglichs viel Balast abwirft und diesen auf den PickUp legt, kann man es passend machen....
z.b.:
Anhänger-Ersatzrad, Boardwände, Deckel & Klappen vom Aggregat, Tank von Aggregat leeren, Zubehör von Aggregat und Anhänger. Auch der Unterlegklotz wiegt etwas....Wagenheber, Radkreuz?
leider haben wir ja nicht viel Infos zu dem Teil....
egal ob das Gefährt 2,14 m/2,33 m oder doch 2,45 m Breit ist, der normale Fahrzeug-Transport-Anhänger mit 2m Breite tuts in diesen Fall nicht.
Es gilt also einen 3,5t-Anhänger zu finden der 2,5m breit ist. (normal das maximale was man Zugelassen bekommt)
dieser sollte eine ausreichend lange Ladefläche haben und genug Möglichkeiten die Ladung zu verzurren. Es bleibt dann noch zu klären wie das Gefährt auf den Anhänger kommt. Wenn passende Auffahrrampen vorhanden sind kann man ihn theoretisch mit einer Seilwinde hochleiern....
Praktisch mus das schon eine fette Seilwinde sein und es braucht 3 Rampen weil das Stützrad in der Mitte eine eigene Spur fährt....
Vieleicht gibts ja vor Ort einen Unimog der den Anhänger hoch schiebt?
Das der Anhänger im Belademoment hinten gut abgestützt werden muss ist klar, oder?
Wenn die Ladung "Oben" ist auf die Stützlast achten!!!!! Stützlastwage mithaben und so weit vor wie möglich damit. Eher auf 110% Stützlast gehen. Der Fahrtwind hebelt bei so einer fahrenden Schrankwand die Stützlast wieder ordentlich aus. Da bleibt nicht mehr viel übrig!!!
Achtet auf den Unterbau der Ladefläche. Normal sind solche Anhänger mit Mutliplex-holzplatten als Ladefläche versehen. Stärke so zwischen 16/18mm und 22/25mm. Diese halt viel aus aber finden es nicht Lustig wenn auf 15x15cm 1,5t stehen. Das ist doch zu sehr Punktlast.(3t schwerer Aggregat-Anhänger mit 2 Rädern, das Stützrad zählt kaum mit)
Bei einen ordentlichen Anhänger sollte es schon möglich sein die Ladung Schadfrei drauf zu rollen. Während der Fahrt sollte man aber doch etwas dickes unterlegen was die Last verteilt. Ich würde am nächsten Sägewerk Brette/Dielen mit mindestens 5cm Stärke und 30cm Breite mitnehmen. Besser zu dick als zu dünn, was halt gerade am Stapel liegt.....quer zu Fahrrichtung unter die Räder des Aggregat-Anhängers. will man auf Nummer sicher gehen legt man 2 Stück unten und 1 mittig obene drüber...
Im Sägewerk bekommt mans gleich auf die richtige Länge geschnitten. Lange genug lassen das die Dielen ausen auf dem Rahmen aufliegen und der mitträgt!!!
Da ganze denn ordentlich verzurren. Gar nicht so sehr den Aufbau festbinden sondern eher die Räder sichern. So kann der Aggregat-Anhänger in seiner Federung wippen ohne die Spanngurte zu belasten. "Einfach" die Räder ordentlich festmachen. Kann man in den Felgen gut einhängen? Sonst evtl. eine Schlinge um die Räder oder ähnliches....
Weitere Zurrpunkte am Aggregat-Anhänger-Aufbau kann man natürlich zusätzlich verwenden....Damit verhindert man evtl ein Aufschaukeln von Federung "TransportAnhänger" und Federung "Ladung"...
Und los gehts.....
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ABER:
denkt daran: das ist eine Tour von gut 1000km. Reine Fahrzeit 12-13 Stunden. 80 Fahren ist angesagt. 100er Zulassung relaistisch nicht drinn bei diesen Gewichten...selbst wenn man flott beim Einladen ist, werden da locker 2 Stunden drauf gehen.
In euren Fall mit Papierkrieg und Balastabwerfen wohl eher 4-6 Stunden.
Das wird also eine 2-Tages-Tour.
Weiter:
wenn der Pick-Up euch gnädig ist, wird er auf den Hinweg so etwa 15l/100km nehmen. (Mein 2.2DTI nimmt da schon 10-11l) Auf dem Rückweg werden 20l nicht reichen, eher 25l. (mein PKW nimmt da nicht so viel, weil er kommt da dann schon nicht mehr vom Fleck...)
500km*15l/100km+500km*25l/100km=200l Diesel = 300€
Der Anhänger wird für die 2 Tage wohl auch nicht unter 100 Euro kosten = 400€
Div. weitere kleine Posten jetzt noch gar nicht berücksichtig (z.b. Sinnvolle Übernachtung damit man auf dem Heimweg ausgeruht diese komische Fuhre nicht in den Graben wirft) sollte man sich Plan B vor Augen halten:
mit etwas geduld bekommt man von Fachspeditionen ganze 10t-LKW für 1€/km auf Tieflader transportiert. So ein "kleiner" Anhänger könnte sogar billiger sein.
Ihr solltet euch ernsthaft überlegen, über ihr euch den Anhänger nicht einfach bringen lasst. Die Spedition rückt wenn es ihr in die Tour passt in Koblenz an, zieht mit der Seilwinde den Anhänger auf ihr Fahrzeug, macht ordentlich fest und bringt ihn zu euch.
Ihr solltet bei euch nur einen gut erreichbaren Abladeort haben wo relativ spontan abgeladen werden kann. Dafür bieten sich bekannter Bauernhof, Landmaschinenhändler, LKW-Werkstatt, BayWa usw. an. (irgend eine Stelle die ein 40t-LKW erreichen kann und Tagsüber jemand da ist, der evtl auch beim Abladen hilft. Mit Traktor/LKW/Gabelstapler den Anhänger wieder vom Tieflader zieht)
alternativ hier in der Transportbörse mal fragen. Die Nato-Öse sollte sich relaiv leicht gegen etwas ziviles Tauschen lassen.... Vieleicht hat der Jonson ja mal Bock auf Koblenz?
WEYN