Hallo Zusammen,
meine kleine Rundtour durch den Osten ist seit dem letzten Sonntag zu Ende und ich möchte nun meinen Bericht beenden.
Am 22.08. bin ich früh morgens mit einem Mietwagen wieder nach Dresden gefahren, um meinen Iwan bei den Schraubern meines Vertrauens abzuholen. Den Ural hatte ich ja wegen diversen Hitzeschäden dort stehen gelassen, um nicht einen größeren Motorschaden zu risikieren. Die Jungs haben die betroffenen Krümmerdichtungen und Zylinderkopfdichtungen gewechselt, die Thermostate überprüft, einen neuen Temperaturfühler eingebaut (der alte kaputte war das corpus delicti, welches zur Überhitzung geführt hat), die Kontakte für die Temperaturanzeige gereinigt, die Motorbremse wieder in Gang gebracht und zu guter Letzt die Einspritzpumpe neu abgedichtet (komplett neue O-Ringe rein).
Gegen 15:30 Uhr habe ich dann Dresden verlassen können und bin über die B170 und B171 nach Annaberg-Buchholz gefahren. Dort habe ich mich mit Rainer (katzenfoot) seiner Tochter und seinem Unimog am Berghotel Pöhlberg zum kleinen Plausch und Abendessen getroffen. War super nett und wir hatten viel Spass und eine tolle Aussicht auf Annaberg-Buchholz.
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Rainer hat mir noch einen guten Tipp zum Übernachten gegeben, also bin ich noch an den Speicher Geyer gefahren. Toller Platz! Am Donnerstag bin ich über Zwickau, Triptis nach Pößneck und habe den Steffen (Quecke) und seinen Ural heimgesucht. Nachdem ich ihn lang genug von der Arbeit abgehalten und er noch eine kleine Probefahrt mit meinem Iwan durchgeführt hatte, bin ich weiter gefahren zu Buclarisa (Burkhard), der mich zum Kaffee eingeladen hatte. Da auf der B88 Umleitung gewesen ist, hat er mich einen Schleichweg lang geschickt, der durch eine bildschöne Gegend führte. Nur leider war die Straße ziemlich fertig, so dass ich für eine Strecke von ca. 15 km etwa 50 Minuten benötigte.
Zum Beweis, dass ich auch wirklich beim Burkhard gewesen bin, ein Beweisfoto:
Von da aus bin ich über Rudolstadt, Bad Blankenburg, Königsee, Ilmenau nach Suhl zum Grillen zu meinem Bruder. Er wohnt in einer sehr ruhigen Wohngegend, der Ural hat alle aufgeweckt.
Damit keine weiteren Beschwerden aufkommen, habe ich dann den Iwan etwas getarnt eingeparkt.
Seine Kumpels sind auch gekommen und haben irgendwie etwas falsch verstanden ...

... wie in alten Zeiten! Aber es war wirklich ein luster Abend und mein Ural war nicht der einzigste Oldtimer.
Noch mit einem etwas schweren Kopf von dem guten Kräuterschnaps aus Radeberg habe ich mit meinem Bruder ne kleine Rundfahrt durch Suhl gemacht, war original thrüinger Wurst und Bratwürste einkaufen und bin dann über Meiningen, die B19 nach Eisenach und dann über Eschwege und Göttingen nach Northeim zu meinem Schwiegervater, um wieder zu grillen. Der Opa von meiner Frau kam dann auch noch, der war völlig begeistert vom Ural, da er zu Zeiten der Sowjetunion Berufskraftfahrer u.a. auf einem ZIL 157 gewesen ist.
Die letzte Etappe führte mich von Northeim über die B27 nach Fulda, dort habe ich meine Frau vom Bahnhof abgeholt, da wir beide zum Sommerfest bei MartinK eingeladen waren. Das war ein toller Abend, vielen Dank noch einmal an Dich, Martin, Deinem Bruder und Deiner ganzen Familie, uns hat es beiden sehr gut gefallen. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder kommen dürfen. Unter anderem war auch die Bahnhofsemma anwesend, wie war denn das Fahrradrennen am Sonntag?
Am Sonntag haben wir dann die Heimreise angetreten, über Büdingen Richtung Frankfurt auf die B45, diese durchgehend bis Sinzheim, dann über Eppingen, Pforzheim und Freudenstadt nach Oberndorf am Neckar, wo ich meinen Iwan wieder in seine Garage stellen konnte. Ich war dann echt froh, als ich endlich zu Hause war. Nachfolgend noch ein Foto von meiner Frau als Obernavigator und von mir als untergeordneter Fahrer.
In Summe war die erste Tour mit meinem Iwan sehr erlebnisreich, hat sehr viel Spass gemacht, ich habe viel über mich und meinen Ural gelernt (was man tun oder lieber nicht tun solltle) und bin ca. 2.700 km gefahren.
Echt Geil!
