Hallo Andreas,
genaus so wie Harry sehe ich es auch. (Wobei man auf der anderen Seite eigentlich nicht "zuviel" denken kann. Ich mache im Leben eigentlich mit leider vielen Mitmenschen eher die anders herum gelagerte Erfahrung.

)
Also: die Federn sollen im wesentlichen Deinen Aufbau daran hindern, im vorderen Bereich zu "hüpfen."
Wenn also Dein Laster bei schneller Fahrt in ein Schlagloch knallt und somit das Fahrgestell vorne runtersackt, wird der Aufbau erst verzögert Folgen, Stichwort Massenträgheit. Hab ich in Kanada ~ 2004 mit dem legendären Pöff-Mobil live erlebt. Das knallt dann schon mal ganz ordentlich, denn wenn der Koffer dann runterkommt, kommt ihm das Fahrgestell schon wieder entgegen (Schlagloch ist zu Ende). Das Pöff-Mobil war allerdings auch ein MB 1113 mit einem wortwörtlich tonnenschweren Siebdruckplatten-Koffer.
Je höher nun die Federrate ist, desto besser wirkst Du diesem Effekt entgegen, d.h. desto besser werden Fahrgestell und Aufbau/Zwischenrahmen beieinander gehalten.
Leider bedeutet eine höhere Federrate aber auch, das beim Verwinden bei Geländefahrt entsprechend höhere Kräfte vom Rahmen in den Aufbau geleitet werden. Und genau diese Kräfte sollen ja nun möglichst gering, im Idealfall gleich null sein!!
Daher: Auslagung nach Gefühl!
Ich z.B. werde für meine Aufbaulagerung Federn nehmen, die denen meiner originalen DoKa-Lagerung entsprechen.
Die erwähnten Mopedfedern (Wobei hier mit Moped auch etwas über 50 ccm gemeint ist) gehen durchaus auch! Solang sie eben lang genug sind!
Deshalb ist in meinen Augen eben nicht die Federrate, sondern der Arbeitsweg der Feder entscheidend.
Ich persöhnlich werden recht weiche Federn nehmen. Sollte es dann mal knallen auf schlechten Strassen, dann nehme ich eben den Fuß vom Gas, kein Problem.
Ist mir lieber als zu hohe Verwindungskräfte im Aufbau.
Das oben genannte Pöffmobil hat so ich glaube zweimal Afrika rund + einmal Süd- bis Nordamerika
vor 2004 ausgehalten, und die Kiste fährt heute noch, viele Jahre später!!
Pirx glaub ich hatte in irgendeinem Beitrag mal ne Bezugsquelle für Druck-Spiralfedern genannt, die hatte ich mir doch gespeichert, Moment "rumwühl-grab-such" Aaaah: DA!!!
http://www.federnshop.com/Start_d.html
Da findest Du direkt unter Druckfedern auf der Startseite ne Berechnungshilfe und viiiiieeeel weiteres dazu.
Und hier noch mal Info´s zu Tellerfedern und deren Federwege (sofern man da von "Weg" reden will...
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=& ... 4254,d.Yms
(Falls du es ganz genau wissen willst...)
Wie gesagt, welchen Arbeitsweg Du brauchst, stellst Du am besten im Feldversuch am "lebenden Objekt" fest.
Viel Spaß beim testen, und vor allem weiter so bei Deinem schönen Ausbau!!
Gruß, der Trecker