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Verfasst: 2007-03-21 14:09:47
von MartinK
Das ist doch schon mal was . Und warum nicht mit E-Motor ?
Und wie schnell dreht eigentlich die Kardanwelle ?
Ich würde wahrscheinlich keinen Motorrad Ölkühler einbauen ( zu empfindlich ) .
Kühlschlange und Ölfilter währen mein Favorit .
Hallo!
Ein E-Motor ist wieder eine von Fremdenergie abhängige Grösse. Ich liebe mechanische Antriebe - solange der EIngangskardan dreht wird gepumpt und solange er steht wird nicht gepumpt. Kein Schalter, kein Vergessen, kein Kabelsalat.
Die Kardanwelle dreht so schnell wie eben im Moment die Schoose im betreffenden Gang fährt. Im Fahrgang dann eben so schnell wie die Motorkurbelwelle (sofern kein übersetzter Schnellgang)
An einem Motorradölkühler kann ich nichs empfindliches finden. Die erhältlichen Nachrüstsätze enthalten neben Halterungen auch die passenden Verschraubungen. Auch von der Ölmenge her gesehen passt das irgendwie gut. Der Kühler muss ja nicht mal im Fahrtwind hängen, der strahlt von alleine genug ab.
Ölfilter ist überflüssig dank Magnet in der Ablassschraube. Wer so viel Abrieb im VTG ha dass er einen Ölilter braucht hat eh ein Problem. Und einen Filter für 90er Öl kennt man sonst auch nicht....
Meine Konstuktion würde feststehen. Absaugen an der Einfüllschraube, dann durch einen Motorradölkühler über Servopumpe vom Mercedes PKW oder eine kleine Zahnradpumpe wieder oben hinein. Ob man die Ölmenge noch durch einen Tank vergrössert?
Gruss
MartinK
Verfasst: 2007-03-21 14:34:55
von reo-fahrer
interessant wäre nur noch eine möglichst schnell ansprechende Öl-Warnlampe. Nicht das man sich durch einen geplatzen Schlauch das ganze Öl ins freie pumpt...
Bei den Werten von Filly (8-15cm³ pro Umdrehung) wären es damit 1000 -2000Umdrehungen der Pumpe, bis das Öl draußen ist. Also rund irgendwas zwischen 30s und einer Minute. Könnte auf der Autobahn schon eng werden, rechtzeitig anzuhalten, bevor das Öl vollständig weg ist.
MfG
Stefan
Verfasst: 2007-03-21 14:41:23
von Ulf H
@AL28
Drehzalh der Kardanwelle = Motordrehzahl x Getriebeübersetzung (im 4. Gang 1:1) x VTG Übersetzung (im Straßengang 1:1), also im Straßenbetrieb max. Motordrehzahl.
Gruß Ulf
Verfasst: 2007-03-22 1:14:16
von ilja
Hallo,
ich würde eine elektrische Pumpe nehmen, sofern keine preislichen Gründe dagegen sprechen (gebrauchte Servopumpe fürn 5er mit selbstgedrehter Reimenscheibe gegen sauteure high-end Racingpumpe...).
Pro E-Pumpe:
- einfache Installation
- keine unnötig langen Schläuche (vom VTG an den Motor und zurück)
- kann temperaturabhängig/manuell geschaltet werden (Unterkühlen im Winter?, Warmlauf)
Ich halte E-Pumpen für ausreichend in der Lebensdauer, und, sollte sie ausfallen, hat man ja auch nicht sofort ein Problem sondern erst allmählich. Und wenn man ein Thermometer hat sollte es auffallen.
Ich habe bei meinem VW Bus einen Wasser-LLK eingebaut mit ner gebrauchten Pumpe aus ner Standheizung, die läuft seit 40tkm im Dauerlauf. Und beim vorglühen höre ich sie, so daß ich die Funktion prüfen kann. Ladelufttemperatur wird zusätzlich gemessen. Es ist nicht alles schlecht und unzuverlässig was mit Strom geht.
Bei ner mechanischen Pumpe kann auch der Keilriemen z.B. reißen, die langen Schläuche nach vorne und zurück leck und/oder die ganze Schose im Gelände durch Aufsitzen beschädigt werden...
Wäre eine el. Kraftstoffpumpe geeignet? Bei ebay gibts doch da bestimmt was aus Militärbeständen...
Viel Erfolg beim Basteln, Ilja.
Verfasst: 2007-03-22 22:06:46
von felix
Hallo,
das mit dem Ölwarner ist bei guten geräten eigendlich anders gelöst:
Die Ölpumpe saugt so hoch an, dass immernoch genug Öl für den Notlauf im Aggregat verbleibt, dass dieses weiter geschmiert wird.
Platzt ein Schlauch werden 2 von 5 Litern ins Freie gepumpt, mit den verbleibenen 3Litern läuft das VTG erstmal weiter. Und beim nächsten Stopp siht man dann die Schweinerrei. Beispiel: Deutz hat extra deswegen eine 2. Pumpe für die Heizung verbaut.
Ausserdem kann ich nicht wirklich verstehen, was ihr gegen eine Elektropumpe habt? Fällt der Strom aus, hat man sicher einige Problem, aber dass das VTG, was serienmäßig ohne Ölkühlung gebaut wird nun plötzlich keine Ölkühlung mehr hat, gehört sicher nicht dazu.
Es gibt DInge, die unbedingt funktionieren Müssen (Motor, Getriebe, Lenkung, Bremsen, Hupe:) ), Dinge die Funktionieren sollten (Achsen, Handbremse, Elektrik, Fensterscheiben, Tanks, Anlasser, Kupplung), und Dinge, die Funktionieren können (Scheibenwischerintervall, Heizung, Zigarettenanzünder...). Die Ölpumpe am Robur VTG gehört für mich in Kategorie 3.
MlG,
Felix
Verfasst: 2007-03-22 22:41:28
von kochy25
Ich weiß nicht genau, wie das VTG aufgebaut ist, aber man könnte wenn Platzmäßig raum ist ein Ölfangblech einbauen, welches das von den bei vorwärtsfahrt von den Getrieberädern abspritzende Öl im Getriebe teilweise auffängt, zu einer Leitung fördert die man nach draußen über eine Kühlschlange abkühlt und dann zurück zu den Lagerstellen leitet. So kannst du ohne zusätzliche Pumpe die Getriebeinnere Pumpwirkung nutzen und gleichzeitig die Schmiermitelmenge an den betreffendeb Lagern erhöhen. Was sicherlich auch sinn machen könnte ist der zusatz von Kugelgraphit zum Getriebeöl - senkt die Reibung, und die Reibung an den Lagerstellen an sich geht im Micro Bereich in die Rollreibung über was Verschleiß und Temperatur senken sollte.
Andere Möglichkeit wäre, die Rillenkugellager gegen sog. Rollen oder Tonnenlager Austauschen. Falls keine in der Größe vorhanden sein sollten kann man sich wenn man weiß was man tut, auch zwischenhülsen für kleinere Lager anfertigen und einpressen.
Geht aber nur wenn die hauptkraftaufnahme Radial ist und keine Achsialen Kräfte (Schrägverzahnung) zusätzlich mit abgefangen werden müssen. Gekapselte Lager im Getriebe macht eigentlich in diesem Falle wenig Sinn, da das Öl in den so gekapselten Lagern kaum ausgetauscht wird und somit auch nicht gekühlt werden kann.
Machbar ist sicherlich vieles man muß nur das Werkzeug dafür haben und die Ideen umzusetzen wissen.
Marco
Verfasst: 2007-03-23 0:36:36
von bernhard
Na vielen Dank für die rege Beteiligung!
Die Pumpe selbst ist jetzt eine Servopumpe geworden (hatte noch 2 Stk. rumliegen), ob ich sie nun elektrisch oder mechanisch antreibe werde ich von der Förderleistung des Pümpchens abhängig machen, denn es ist bei diesem Zusatz-Gimmick sicherlich nicht erforderlich das Öl 30x pro Minute umzuwälzen.
Die Idee nicht ganz unten anzusaugen hatte ich auch schon, das wede ich so machen.
Das Ganze werde ich wohl in den nächsten Monaten mal realisieren, ob es was gebracht hat weiß ich spätestens nach 20Tkm :-))
Beste grüße, B.
P.S. kochy 25: Die lager hatte ich schon getauscht und teilweise den Lagertyp modifiziert. Leider benötige ich an vielen stellen Rillenkugellager, da eben doch Achsialkräfte aufgenommen werden mssen.
Verfasst: 2007-03-25 17:50:41
von unihell
Hallo Bernhard,
die Lösung mit einer Servopumpe wurde an einem MB-trac mittels Riemenscheibe schon realisiert. Anbei die Bilder, wobei das Kreuzgelenk im ersten Bild noch nicht montiert ist.
Sollte der Antrieb elektrisch realsisiert werden, so muß entweder die Pumpe permanent mitlaufen oder das Leerlaufen des Ölkühlers unterbunden werden, da ansonsten der Ölstand zu hoch ansteigt und das Öl dadurch evtl. an den Simmerringen rausgedrückt wird.
