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Verfasst: 2010-11-03 12:07:09
von daily4x4
Bad Metall hat geschrieben:Auf alle Fälle ist das Zeugleicht, super stabil und zu dem sehr gut zu verarbeiten
Ich frag mal meinen Modellbauer zwecks dem Datenblatt.

Danke für die Hinweise - hier kann man ja richtig Materialkunde lernen
Hab hier mal einen Hersteller gefunden
Datenblatt
Lieferprogramm etc.
Verfasst: 2010-11-03 15:39:54
von makabrios
daily4x4 hat geschrieben:
Danke für die Hinweise - hier kann man ja richtig Materialkunde lernen
Hallo,
Die wichtigsten Hersteller von POM sind Du Pont, BASF, Hoechst(Altana) und Celanese.
Von denen gibs aus erster Hand Datenblätter bis zum Abwinken.
Darüberhinaus hilft noch ein Anwendungstechniker den Verarbeitern.
POM wird im Wesentlichen für Beschläge, Lager(graphitgefüllt) und Outserttechnik verwendet (das sind auf Metallplatten aufgespritzte Plastikhalterungen etc.) Es ist
der Konstruktionskunststoff für lösbare Schnappverbindungen, weil es sich gut über diese kleinen Haken biegt und einschnappt - dieses einige Male, im Gegensatz zu Billigplastik, wie PS oder auch ABS.
Nichtsdestotrotz bleibe ich bei meiner Meinung, daß das diskutierte Material kein POM ist.
Schlagt euch das mal aus euren Köpfen:
POM

POM

POM

POM

POM
Gruß
MAK (habe schon geschrieben, was das Zeugs ist

)
Verfasst: 2010-11-03 16:11:48
von daily4x4
makabrios hat geschrieben:POM wird im Wesentlichen für Beschläge, Lager(graphitgefüllt) und Outserttechnik verwendet (das sind auf Metallplatten aufgespritzte Plastikhalterungen etc.) Es ist der Konstruktionskunststoff für lösbare Schnappverbindungen, weil es sich gut über diese kleinen Haken biegt und einschnappt - dieses einige Male
... wie das in dem oben verlinkten Datenblatt steht:
Hochkristalliner thermoplastischer Kunststoff mit hoher
Festigkeit und Steifigkeit sowie guten Gleiteigenschaften und
Verschleißfestigkeit. Als weitere positive Eigenschaften sind
die gute Dimensionsstabilität und Ermüdungsfestigkeit zu
nennen.
Re: Purenit
Verfasst: 2010-11-03 18:18:00
von Mogros
Bedenken habe ich bei diesem Werkstoff in folgendem Punkt:
Im Grunde ist purenit® sogar dreifach gut, denn neben den hervorragenden mechanischen Eigenschaften, die am Bau so wichtig sind, um eine wirtschaftliche Verarbeitung zu ermöglichen, überzeugt purenit® mit exzellenten Dämmwerten und guter Diffusionsfähigkeit.
Je nach Einsatzgebiet nich optimal.
Gruss
Chrigu
Verfasst: 2010-11-03 19:06:16
von Bad Metall
Sorry
Ich habe gerade noch mal mit unserem Modellbauer telefoniert.
Die Leisten, die er mir für Klebeversuche zur Verfügung gestellt hatte, ist
nicht POM sondern geschäumtes PU Plattenmaterial.
Der Geselle von dem ich die Streifen hatte meinte das ist POM.
Tschuldigung für die Verwirrung
Gruß
Bad Metall
Verfasst: 2010-11-03 19:21:03
von daily4x4
Mogros hat geschrieben:Bedenken habe ich bei diesem Werkstoff in folgendem Punkt:
Im Grunde ist purenit® sogar dreifach gut, denn neben den hervorragenden mechanischen Eigenschaften, die am Bau so wichtig sind, um eine wirtschaftliche Verarbeitung zu ermöglichen, überzeugt purenit® mit exzellenten Dämmwerten und guter Diffusionsfähigkeit.
Je nach Einsatzgebiet nich optimal.
Jetzt verstehe ich auch, wieso z. B. Bauder für ähnliche Produkte Alufolie aufbringt als Dampfsperre - muß zugeben, daß ich den Punkt überlesen habe.
Andererseits: Mein Sperrholz hat ganz viel Diffusion ermöglicht
Bad Metall hat geschrieben:Ich habe gerade noch mal mit unserem Modellbauer telefoniert.
Die Leisten, die er mir für Klebeversuche zur Verfügung gestellt hatte, ist nicht POM sondern geschäumtes PU Plattenmaterial.
Der Geselle von dem ich die Streifen hatte meinte das ist POM.
Nu is mir auch die Diskrepanz klar: Bei Dir pappt's, laut Datenblatt und Wikipedia dürfte es aber nicht ...

Verfasst: 2010-11-03 21:04:15
von makabrios
Bad Metall hat geschrieben:
Tschuldigung für die Verwirrung
Hallo,
kein Problem!
Nur nochmal zum besseren Verständnis:
Es ist ein PU-Gießharz- nicht geschäumt!
Die Schaumstruktur wird erzielt durch Füllung mit PF(phenolformaldehyd)-Mikrohohlkugeln. Diese Hohlkugeln erscheinen wie Pulver oder grobkörniges Mehl.
Der Füllstoff wurde lange Zeit von der Karbid Union exklusiv hergestellt.
Er wird genommen, weil
a.) er die Reaktionswärme des PU aushalten muß ohne zu kollabieren und
b.) die Fräser der Formenbauer nicht zu schnell verschleißen sollen.
Mikroglashohlkugeln gehen auch, nutzen aber die Werkzeuge schneller ab.
Da das Material aus zwei Duroplasten besteht schmilzt es nicht, brennt aber schon, wenn auch weit nicht so gut, wie PU alleine.
Der Herstellungsprozess ist anspruchsvoll: Es muß viel Füllstoff, aber darf keine Luft eingemischt werden. es muß eine homogene Struktur erzielt werden.
Das Zeugs ist nicht soo billig. Es wird in Platten gegossen und konfektioniert. für Formen- und Prototypenbauer ist das Zeugs seit über 20 Jahren Standard.
Jetzt mache ich das Nähkästchen wieder zu!
Gruß
MAK ( über POM könnt ihr ja die Datenblätter lesen

)
Verfasst: 2010-11-03 23:12:12
von Bad Metall
Dank MAK für die Erklärung.
Der Klebstoff vom Alublechbekleben hält wohl länger an.
Bad Metall
Verfasst: 2010-11-03 23:48:00
von Bad Metall
Vielleicht passt das auch hier zu Thema kleben

.
Icema 2 Komponenten PU Kleber
Kleben , Kleben, Kleben
Bad Metall
Verfasst: 2010-11-04 17:50:53
von daily4x4
Zurück zum ursprünglichen Problem:
daily4x4 hat geschrieben:

Hab mir für meine große Flex eine große gezopfte Rundbürste geholt, damit hab ich eine Arbeitstiefe von 8cm.
HildeEVO hat geschrieben:Du musst das Holz ersetzen! Du kannst nur mal versuchen mit einem 1 mm Bohrer Außen oder Innen durch die Oberfläche zu bohren um heraus zubekommen wie weit das Holz in der Wand verbaut ist.
Hab nach diesen 8 cm festgestellt, daß da - wie befürchtet - noch lange nicht Ende des Gammels ist, also mit Stechbeitel weiter zuerst den Schaum in der Mitte rausgebrochen, dann von beiden Seiten das Modersperrholz in die Mitte gedrückt und rausgeholt.
Nach 25(!)cm bin ich dann auf den Gfk-Schaum-Gfk-Wandaufbau gestoßen, der dann endlich gammelfrei war. Allerdings erst an einer ca. 5cm breiten Stelle, bleiben also noch fast 2m Handarbeit übrig. Muß mal sehen, ob's längere Stechbeitel gibt - ist an sich das ideale Werkzeug, aber halt zu kurz.
Verfasst: 2010-11-04 17:53:09
von Wombi
Längeren Stil drantapen.... hält bombastisch....
Oder Rohr drüber und 2 Schrauben durch.
Gruß, Wombi
Re: Purenit
Verfasst: 2010-11-15 20:51:44
von daily4x4
extrememory hat geschrieben:Purenit kannst du beim Dachdecker oder Dachdeckereinkauf bekommen. "Die Guten" sollten das haben
Dachdecker die öfters damit arbeiten haben auch Abfallstücke...
Manchmal haben das auch Fensterbauer (die einbauen)...
Konnte das bisher nirgends auftreiben, hab dann mal mit Puren telefoniert. Ergebnis: Wird nur direkt abgegeben, Kunden sind "die Großen", keine handwerklich arbeitenden Betriebe.
Muß mal höflich fragen ...
Mogros hat geschrieben:Bedenken habe ich bei diesem Werkstoff in folgendem Punkt:
Im Grunde ist purenit® sogar dreifach gut, denn neben den hervorragenden mechanischen Eigenschaften, die am Bau so wichtig sind, um eine wirtschaftliche Verarbeitung zu ermöglichen, überzeugt purenit® mit exzellenten Dämmwerten und guter Diffusionsfähigkeit.
Je nach Einsatzgebiet nich optimal.
Kann bis max. 50% Wasser aufnehmen, gammelt aber nicht. Muß also abgedichtet einbaut werden, das muß Holz aber auch - und das ohne Gammelschutz ...
Verfasst: 2010-11-15 20:54:17
von daily4x4
Wombi hat geschrieben:Längeren Stil drantapen.... hält bombastisch....
Hab mir 'n 45cm Rohr dranschweißen lassen: ging super, konnte sogar mit dem Fäustel hinten draufdreschen und die festeren Teile rausbrechen (auch da war die Verklebung mit der GFK-Haut gelöst).
Verfasst: 2010-11-16 0:27:36
von Bad Metall
Hallo Bernhard
Ich klebe gerade meine Fensterrahmen aus dem PUR Platten
zusammengeklebt und eingebaut.
Aus der Ware mit größerer Dichte könnte man sich sich auch einen
Türrahmen mit Nutten für Gummidichtungen bauen..
Vielleicht ist das eine Alternative
Gruß
Bad Metall
Verfasst: 2010-11-16 9:04:35
von Joe
Hi,
wie genau baust du das?????
Türrahmen mit Nutten für Gummidichtungen bauen..
Verfasst: 2010-11-16 10:45:40
von Bad Metall
Hi Joe
Türrahmen mit Nutten für Gummidichtungen bauen
Ganz einfach einen roten EPDM Gummi aufziehen, die dichten einfach besser
Gruß
Bad Metall
Verfasst: 2010-11-16 13:20:19
von makabrios
Verfasst: 2011-03-13 22:08:17
von daily4x4
so, es ist wärmer und langsam geht's weiter (will ja mal wieder weg ...):

Profil des Türrahmens, das wird, nachdem eingesetzt, mit Gfk-Winkel-Profilen verkleidet.
Der vorbereitete Sandwich-Ausschnitt:

(der eingesetzte Winkel unten links ist da nur provisorisch, die Übergänge wurden schon angeschrägt (15°, Fächerscheibe), muß noch eingeklebt werden. Das war die Ursache der Aktion, Unfallschaden)
Verfasst: 2011-04-10 14:23:12
von daily4x4
Wieder 'n Schritt weiter:
Rückwandecke eingesetzt und laminiert, Seitenwandecke ersetzt, und vor allem
PU-Türrahmen eingeklebt:
P.S.: so sah's vorher aus:

Verfasst: 2011-04-16 12:28:34
von daily4x4
Und noch'n paar Bilder:
so ist's konstruktiv gelöst:
so sieht's nach Ein- und Zusammenbau aus:
mit Behelfstür, die
neue wartet auf Fertigstellung:
abgedichtete Scharnierschrauben (wandseitig, an der Tür das Sikaflex verhindert nur provisorisch das Vollsaugen der Ausgleichsklötze):

Re: GFK-Sandwich-Koffer => TÜR, Erfahrungen?
Verfasst: 2017-03-01 19:25:04
von daily4x4
hmm, schon verwunderlich, wie lange so eine einfache Holzplatte hält ...
