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Radlager
Verfasst: 2010-06-14 22:20:29
von lunschi
Hallo Jörn,
...der äußere Ring des Radlagers muß grundsätzlich eine feste/Übermass-Passung in der Trommelnabe haben (weil er Umfangslast, d.h. umlaufende Last hat). Wenn er nicht fest sitzt, wird er im Betrieb wandern und sich drehen und den Lagersitz weiter aufweiten und schließlich vielleicht auch zu Knackgeräuschen führen.
Hört sich so an, als wäre das Dein Problem. Vielleicht kannst Du es noch mit Einkleben lösen... Hoffe mal, das der Kleber hält.
Gruss,
Kai
edit: War da nicht mal was mit einem Lagerschaden? Das könnte der Schlüssel zu dem aufgeweiteten Lagersitz sein...
Verfasst: 2010-06-15 21:20:33
von joern
So, so...gibts da speziellen "Lagerkleber" oder geht einfach was aus dem Hause Pattex o.ä.?
Verfasst: 2010-06-15 22:06:24
von Der Bootsbauer
Lagerkleber! Bekannt z.B. Loctite, aber nicht die Schraubensicherung.
Lagerkleber
Verfasst: 2010-06-15 23:02:30
von lunschi
Hallo Jörn,
Standard wäre für mich Loctite 648. Guggst Du z. B. hier:
Loctite-Produktauswahl
Gibt aber auch vergleichbare Produkte von anderen Herstellern. FÜr Deinen Anwendungsfall brauchst Du halt was mittel- bis hochfestes mit guter Temperaturbeständigkeit (wegen Bremstrommel natürlich...). Kannst Du normal imi Autozubehör kaufen.
Gruss,
Kai
Verdammt, wieso funzt das nicht mit dem url-Einbinden? Die Kurzbeschreibung ist Sche... Grmbl...
Hmmh... url war wohl einfach zu lang...
Verfasst: 2010-06-27 19:50:32
von joern
Vermutlich durch den vorangegangenen Lagerschaden konnte man den äusseren Ring des (neuen!) Lagers einfach per Hand im Lagersitz weiterdrehen. Ist jetzt mit Loctite geklebt und die Knackgeräusche sind weg!
Besten Dank ans Forum!
Verfasst: 2011-05-27 13:04:03
von joern
...tja, leider ist das Problem nicht dauerhaft gelöst.
Zwei Klebeversuche haben nur vorübergehend geholfen, das Spiel war wohl schon zu gross.
Was tun?
Neue /gebrauchte Bremstrommeln sind bei MB oder Teilehändlern nicht mehr aufzutreiben.
Material in der Nabe auftragen, dann passend ausdrehen und Lagerring einpassen, ist sowas machbar?
Oder ?
Verfasst: 2011-05-27 15:48:29
von Veit M
Wie wäre es mit Kleben und zusätzlich mit einem Keilgegen verdrehen sichern?
Dazu muß zwar sowohl im Lagersitz als auch am Lager eine Nut eingebracht werden (Materialschwächung) aber das Lager sollte sich dann nicht mehr verdrehen können.
Als weitere Alternative, wie sieht es mit Ausdrehen und einem Adapterring aus? Das sollte sich wieder gut aufschrumpfen lassen und dann fest sein.
Ciao
Veit
Verfasst: 2011-05-27 16:11:08
von holgi4474
joern hat geschrieben:...tja, leider ist das Problem nicht dauerhaft gelöst.
Zwei Klebeversuche haben nur vorübergehend geholfen, das Spiel war wohl schon zu gross.
Was tun?
Neue /gebrauchte Bremstrommeln sind bei MB oder Teilehändlern nicht mehr aufzutreiben.
Material in der Nabe auftragen, dann passend ausdrehen und Lagerring einpassen, ist sowas machbar?
Oder ?
ja ist machbar, schau mal bei:
www.metallspritztechnik.de vorbei.
schnell und preiswert.
aufspritzen, schleifen und passt wieder. Die bringen dir die Reibflächen der Trommeln auch wieder auf Nennmass.
Verfasst: 2011-05-30 12:27:06
von joern
Den Wälzlagersitz können sie aufspritzen, die Reibflächen der Trommeln leider nicht.
Zitat aus der Antwort der Firma:
"Leider ist es verboten, Bremsflächen von
Bremstrommeln auszuspritzen. Die Beschichtung könnte sich bei großer
Erwärmung (z.B. Bergabfahrt, starkes Bremsen aus höherer
Geschwindigkeit) lösten und Sie hätten keine Bremswirkung mehr.
Hingegen ist es kein Problem. den Wälzlagersitz zu beschichten und
wieder auf das ursprüngliche Maß zu drehen."
Schon komisch, da sie mit der Instandsetzung von Bremsen werben.
Verfasst: 2011-05-30 12:30:43
von OliverM
joern hat geschrieben:Den Wälzlagersitz können sie aufspritzen, die Reibflächen der Trommeln leider nicht.
Zitat aus der Antwort der Firma:
"Leider ist es verboten, Bremsflächen von
Bremstrommeln auszuspritzen. Die Beschichtung könnte sich bei großer
Erwärmung (z.B. Bergabfahrt, starkes Bremsen aus höherer
Geschwindigkeit) lösten und Sie hätten keine Bremswirkung mehr.
Hingegen ist es kein Problem. den Wälzlagersitz zu beschichten und
wieder auf das ursprüngliche Maß zu drehen."
Schon komisch, da sie mit der Instandsetzung von Bremsen werben.
Hi Joern , diese Firma wirbt explizit mit der Instandsetzung von Bremsscheiben und Bremstrommeln die im Maschinenbau Verwendung finden . Bei Bremsen im Fahrzeugbereich ist das eine ganz andere Nummer .
Grüße
Oliver
edit:
http://www.metallspritztechnik.de/index ... de&lang=de
Verfasst: 2011-05-30 12:53:12
von joern
Instandsetzung der Trommel passend für das Wälzlager übrigens 100.-Flocken. Kann man nicht meckern. Die (erfolglose) Fehlersuche hat ja immerhin 800.- gekostet.
Verfasst: 2011-05-30 18:23:24
von holgi4474
hast du bei metallspritztechnik angerufen? Sind die 100€ vder Preis von denen?
Gruss Holger
Verfasst: 2011-05-30 22:03:48
von joern
Angebot per Mail von Metallspritztechnik.
Verfasst: 2011-05-30 22:27:37
von holgi4474
die sind echt gut und schnell. da kann man nicht meckern. habe die schon öfters empfolen und alle waren immer zufrieden.
Gruss Holger
Verfasst: 2011-05-31 0:00:16
von dare2go
So'n Knacken hatte bei unserem US-Ford F250 einen total unerwarteten Grund, und eigentlich war der einfach zu beheben...
Unser hatte eine eingenietete Quertraverse vorne am Rahmen, ungefähr auf Höhe der Vorderachse. Mit den Jahren und Verschränkungen hatten sich die Nieten etwas losgearbeitet, die Lenkung und Federung kombiniert übten Spannung auf diese Verbindung aus, und somit gaben die öfters Spannungsknacken von sich, entweder beim Einfedern, oder bei starkem Lenkeinschlag im Stand/langsamer Fahrt (meist beim Zurücklenken
aus extremen Anschlag).
Die Ursache hat letztendlich ein Mechaniker in Kolumbien gefunden - nach über 30.000 Kilometer des Rätselratens. Behebung war einfach und preiswert: Nieten (eine nach der anderen) rausgebohrt und mit Bolzen und selbstsichernden Muttern ersetzt. Dabei zeigte sich, dass einige der Nietlöcher sich schon etwas grösser und un-rund gearbeitet hatten, aber nix dramatisches.
Die Ursache zu finden dauert halt oft wesentlich länger als das Problem zu beheben...

Verfasst: 2011-06-23 9:08:14
von joern
Metallspritztechnik hat die Sache prima gemacht, morgens gebracht, am nächsten Morgen war es fertig. Wir haben das ganze mit einem Ausflug nach Berlin verbunden. Nun ist das Lager wieder stramm sitzend in der Trommel verbaut und das Knacken ist weg.
Danke für den Tip!