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Verfasst: 2009-04-08 16:32:59
von B.Zahner
WernerB hat geschrieben:Hallo erstmal, ich bin der Nachbar aus dem Eröffnungsbeitrag und mir liegt ne Richtigstellung am Herzen:
Hi,
seid Ihr jetzt nur noch Nachbarn??

... im ersten Beitrag warens noch Freunde und Nachbarn.
Ansonsten ist meine Meinung, es ist immer eine Düne, Steilhang, Flußdurchfahrt zu finden bei dem jeder LKW, Motorrad u.s.w scheitert.
Die Frage ist nur muß ich mit aller Gewalt über diesen Dünenkamm um mein Ziel zu erreichen ????
Nix gegen Hillclimbing, aber hunderte Kilometer von der nächsten Werkstatt fahre ich persönlich lieber ein paar Kilometer Umweg
und habe bis jetzt (fast) alle meine gesteckten Ziele (klopf auf Holz) erreicht.
Grüße
Bernhard
Verfasst: 2009-04-09 12:31:11
von jonson
Wüsste echt nicht warum ein Traktor schlechter sein sollte beim Dünenfahren als ein Laster.. Die Überhangwinkel sind ja wohl der Traum. Gewicht zum 110 er Maggie etwa gleich. Reifenauflagefläche dafür sicherlich 3x so viel, geschweige denn Drehmoment in den entsprechendem Gang..Ich tippe mal unser grosser Schlüter schafft Dünen wesentlich besser als jeder andere Laster. Natürlich würde der sich auch wo festbeissen, aber wie schon vorher geschrieben. Man kann ja auch mal aussenrum fahren und das geht dann wieder mit jedem Laster..

Verfasst: 2009-04-09 18:18:06
von B.Zahner
@ jonson
Das ist eine interessante Theorie, aber wie bringen wir den Schlüter möglichst schnell und preisgünstig nach Tunesien ???

zum Testen und zur Belustigung des Forums?
Ich habe keine Ahnung vom Traktor fahren, befürchte aber mit dem Traktor kann man vor der Düne zu wenig Geschwindigkeit und Schwung aufbauen weil die Gänge wahrscheinlich zu kurz sind (oder hat der ein Automatikgetriebe) und Schalten in der Düne ist tödlich, was den Vortrieb betrifft. Auf felsigem Grund schaut die Sache sicher anders aus, wobei der Schwerpunkt beim Traktor verdammt hoch ist und auch das Längen /Breitenverhältnis (Kippwinkel) Schweißperlen und feuchte Hände bescheren wird.
Bei mir zumindest.
Grüße und schönes Wochenende
Bernhard
Verfasst: 2009-04-09 18:23:30
von MUSKOLUS
B.Zahner hat geschrieben: wobei der Schwerpunkt beim Traktor verdammt hoch ist und auch das Längen /Breitenverhältnis (Kippwinkel) Schweißperlen und feuchte Hände bescheren wird.
Bei mir zumindest.
Grüße und schönes Wochenende
Bernhard
Hast du das gemessen? So rein geschätzt liegt der Schwerpunkt meiner Theorie nach bei den meisten LKW deutlich höher als z.B. beim Schlüter auf dem Bild.
Was die Auflagefläche angeht fährt der Traktor bei entsprechendem Reifendruck in einer anderen Liga. Ich denke mal der braucht keinen Schwung im Dünen hoch zu fahren...
Aber so ein direkter Vergleich wäre schon nett...
Andreas
Verfasst: 2009-04-09 18:31:18
von Michael
Man könnte ja Jonsen und Spirit mit dem Schlüter in die Wüste schicken.
Gruß Michael
Verfasst: 2009-04-09 18:34:18
von B.Zahner
@Michael
Böse, Böse, Böse
Mal schauen wer auf der anderen Seite wieder rauskommt
Bernhard
Verfasst: 2009-04-09 19:06:37
von Mike
Hi,
ich denke auch, das der Schlüter im Weichsand sich eingräbt. Wo Traktion möglich ist son Trecker unschlagbar, aber auf irgendwelchen Grundlosen Böden kannste die voll vergessen.
Gruß
der Mike
Verfasst: 2009-04-09 20:04:28
von jonson
Unser Dicker hat ne Turbokupplung. Da fahr ich entspannt im 7. Gang an und der zieht das auch durch egal wie,s da ne Düne hochgeht... Schwungholen geht damit um welten besser als mit jedem Laster.
Aber real ausprobiren wäre schon ne geile Sache... Trans Sahara by Schlüter...

Verfasst: 2009-04-09 20:15:34
von Gremlin
Michael hat geschrieben:Man könnte ja Jonsen und Spirit mit dem Schlüter in die Wüste schicken.
Gruß Michael
Soll ich das so verstehen, wie ich das verstehe.
Aber mal ehrlich
schickt mich bitte in die Wüste
ist schon wieder ein Jahr her.
Verfasst: 2009-04-09 22:07:25
von dave
die klassichen trecker (da gehört der schlüter dazu

) haben vorne eine pendelachse, die erstmal keinerlei wirkung in sachen aufrechterhaltung hat.
erst wenn die pendelachse anschlägt hält sie mit, dann steht die fuhre aber schon schräg... so nen trecker nimmt schon recht schnell ein hinterrad hoch!
für die trans-saharah-tour müssen also die tanks hinten an den dreipunkt

, dann wirds auch mit dem kippen besser.
...es gibt doch auch glatte pflegebereifung - prima fürn sand
grüße,
david
Verfasst: 2009-04-09 22:42:42
von makabrios
B.Zahner hat geschrieben: wie bringen wir den Schlüter möglichst schnell und preisgünstig nach Tunesien
Hallo, wenn es die Holländerin mit ihrem 4x2 Deutz bis nach Kapstadt geschafft hat, dann wird sicher nen roter Bär ein Rad in die Wüste kriegen können
Schnell ist relativ! Ozeanriesen fahren so mit 40km/h und kommen auch an. Der Trick liegt in der Kontinuität, d.h. der Ozeanriesenfahrer hat 24 Stunden/Tag den Fuß unverändert auf dem Gaspedal! Heutzutage klickt er natürlich den Tempomat rein. Ohne viel Stop and Go! Das bedeutet für den Bulldog Erster in der Schlange zu sein und rote Ampeln im fliegenden Start zu nehmen, während die armen Überholer Erste beim Umschaltern von Gelb nach Rot an der Ampel sind.
Hab´das heute wieder schön mit dem Ute erlebt: Ein Golf Cabrio hat mich über ca. 10km hinweg immer begleitet. Erst wurde ich überholt und dann bin ich an jeder folgenden Ampel so auf 20cm aufgefahren (macht sich mit nem Frontlenker immer gut

) und konnte bis in die Pedale gucken. Schließlich hat der Golf doch noch ne Gelbphase zum Ausbüchsen genutzt.
Was den Schlüter an den Dünen hindert ist die Ackerbereifung. Damit gräbt er im Weichsand sich ein, aber wenn das Profil mit Wursthäuten geglättet wird, dann sieht das schon wieder anders aus.
Was mich am Allrad-Laster im Gegensatz zum schlecht untersetzten SUV immer wieder fasziniert ist die Tatsache, daß schön brav ohne Schwung mit dem richtigen Gang und den nötigen Sperren das Hindernis in Schrittgeschwingigkeit gebügelt wird. Selbiges gilt auch für eine Landmaschine.
Gruß
MAK
Verfasst: 2009-04-14 18:00:59
von Lorry
Hallo bin neu hier, habe aber Einige Erfahrungen mit einem Magirus Küchen LKW gesammelt, auf der Libya Rally Raid Rally - als Anhänger an mir dran oder beim Reparieren.
Zu dem war ich einer der Camion Balais mit 2 geliehenen Saurer 6DM LKWs.
Die Bericht ist in Tagen unterteilt und jeweils am Ende eines Tages gibt es ganz unten auch einen Link zum nächsten Tag.
http://www.teamsaurer.com/system/page.p ... &PageId=80
Mit dem Tag durch den Erg Ubari von Idri nach Camp Afrika habe ich gestern dann geschlossen - weitere Tagesberichte kommen im Laufe der nächsten Tage.
Gruß
Lorenz
P.S. LKW Fahrer bin ich nur als Notlösung oder in der Feuerwehr, kann euch also sonst nicht viel helfen - bei Fragen zu Haflingern oder Pinzgauern aber schon
Verfasst: 2009-04-14 18:23:39
von Uwe
Hallo Lorenz,
wilkommen im Forum
Der LKW an der Stange war den Bildern nach ein 170D11, bei unsachgemäßem Gebrauch ist die VA-Federung zu schwach ausgelegt
Beim 110-17 - um den es hier geht - sollte das Problem hingegen gelöst sein, das Fahrgestell ist auch deutlich geländegängiger ausgelegt als beim 170D11
Grüße
Uwe
Verfasst: 2009-04-14 20:59:33
von Lorry
Ja, die Federn waren waagerecht wenn er dagestanden ist, desshalb haben wir auch ca. 1,5 Tonnen abgeladen und auf andere LKWs verteilt. Die Gummiendanschäge sind aber trotzdem ab Werk viel zu klein und zu schwach ausgelegt. Gibt es da eine Patentlösung wie Spezialpakete rein und andere Hohlfedern? Das ist ja ein Küchenbomber und kein Rally LKW. Das Küchenteam will natürlich mehr Geld zum Kochen ausgeben und nicht ins Fahrwerk. Trotzdem ist es natürlich auch ein Konstruktionsfehler, dass die Achse voll eingefedert und auf Block mit der Ölwanne kollidieren kann. Von unsachgemäßer Fahrweise kann man da nicht reden, dass war harmloses Tempo in der Steinwüsten Hamada. Später ist dann auf einer Piste noch die Spurstange verbogen. Das kam vieleicht durch die größeren Reifen. Auf jeden Fall war es für diesen LKW das erste Mal in der Wüste und das Küchenteam ist um jeden Tip dankbar.
Verfasst: 2009-04-14 21:38:29
von Uwe
Hallo Lorenz,
der 170D11 ist für Feldwege gebaut, nicht für Wüsten
Wobei wir mit unserem auch auf Geröllpisten noch keine Probleme hatten
Oberachsenumbauer hier ist Felix. In einer ersten Version hat er dem originalen Federpaket ein WSP-Blatt beigelegt, im Moment baut er auf 10-Loch-Achsen um...
Grüße
Uwe
Verfasst: 2009-04-14 23:44:56
von lkw-allrad
der 170D11 ist für Feldwege gebaut, nicht für Wüsten
JA,
wenn der Fahrer keine Birne ist :P
Ich verzichte gerne
Dünenfahren damit, ich nicht

Wenns um das Budget geht, kauft doch einfach nen Toyo !
Verfasst: 2009-04-15 9:05:42
von OliverM
lkw-allrad hat geschrieben:der 170D11 ist für Feldwege gebaut, nicht für Wüsten
JA,
wenn der Fahrer keine Birne ist :P
Ich verzichte gerne
Dünenfahren damit, ich nicht

Wenns um das Budget geht, kauft doch einfach nen Toyo !
Na , Na ,wer wird denn ?? Natürlich wird das mit einem 170 D 11 gehen , man muss nur einige Schwachpunkte verbessern , und einige wenige Dinge beachten .
...und wenn es wirklich ums Budget geht , kaufe dir auf gar keinen Fall einen Toyo .
Grüße
Oliver
Verfasst: 2009-04-15 9:25:35
von AL28
Hallo
Wäre es nicht einfacher einen Achtzylinder mit 10-loch Achsen mit den 170er Motor auszustatten , als einen 170er mit 10-loch Achsen ?
Gruß
Oli
Verfasst: 2009-04-15 9:30:47
von OliverM
Ich denke , daß es sich nicht darum geht , was einfacher ist , sondern was machbar ist . Zumindest ist es bei mir so . Der 130 D 9/ 120-23 ist ungfähr fertig . Kaufmännisch zwar nicht darstellbar , aber ca. 230 PS Volluftgebremste Achsen gepaart mit 3,2 mtr Radstand , und Leergewicht 5,5 Tonnen haben schon was für sich .
Grüße
Oliver
Verfasst: 2009-04-15 9:45:20
von Maggus
Hi Oliver,
auf dein Teil bin ich ja echt mal gespannt, wird ja voll die Rennsemmel! Ich hoffe man sieht sich mal irgendwo.
Gruß
Verfasst: 2009-04-15 12:52:35
von Lorry
Mit euren ganzen Magirus Bezeichnungen kann ich leider nicht viel anfangen. Wie üblich wird wohl das eine eine Abkürzung für das Gesamtgewicht des LKWs sein und die andere für die Leistung in PS. Ich werde mit Felix mal Kontakt aufnehmen um ein paar Tips zu bekommen.
Dort wo das passiert ist, war es nichts anderes als ein Feldweg wie hier im Odenwald. Das Problem war wahrscheinlich die Überladung und die uralten Anschlaggummis der Achse und evtl. auch die Gummilagerungen des Motors.
Toyos sind zuverlässige Geländewagen mit 1 Tonne Zuladung, wie soll ich da 2 große Kühltruhen und das ganze restliche Equipment für die Versorgung von 80 Mann über 2 Wochen reinbekommen und noch dazu 4 Personen transportieren?
Zum Dünenfahren im Erg Ubari: Mein Saurer hatte 16 R 20 mit Wandler und FBW Halbautomatik (zur Not Schalten ohne unterbrechung) und ca. 300PS bei 11 Tonnen. Wir sind immer der Rennstrecke nach und der Sand war dieses Jahr angeblich sehr weich - mit weniger PS bei diesem Gewicht kann ich mir das nur schwer vorstellen.
Dass der Sand morgens mehr trägt, halte ich mittlerweile auch für ein Gerücht, wenn der Sand Abends so weich ist, dass er in halbhohe Berstiefel läuft, macht er das morgens ganz genauso. Aber die Reifen sind kälter und haben dadurch mehr Aufstandsfläche.
In den tunesischen Dünen war ich 2 mal als Rennteilnehmer mit einem fast serienmäßigen Pinzaguer und ich kann sagen, dass man die Dünen in Tun (außer ganz im Süden) nicht mit denen in Libyen vergleichen kann. In Libyen zählt oft nur Power und Schwung, egal ob PKW oder LKW - in den Dünen um Ksar Ghilane (Tun) kannst Du auch mit einem 90 PS Pinzgauer wenn die Tagesform stimmt, ganz vorne gegen 350 PS G's oder Toyos mitfahren. Das ist in Libyen bei den hohen Dünen meiner Meinung nach mit dem Pinzi oder altem Landy oder 404S nicht machbar.
Verfasst: 2009-04-15 14:05:54
von Uwe
Hallo Lorenz,
die Magirus-Numenklatur ist relativ einfach 170D11 bedeutet 170 PS bei 11 t GG. Bei Iveco wurde das Prinzip umgedreht: 110-17 bedeutet ebenfalls 170 PS bei 11 t GG (jeweils so ungefähr

).
Ein paar km von Dir entfernt steht am Bahnhof Hetzbach gerade ein 110-17 ex BW zum Anschauen bereit

. Das Auto hat papiermäßig 300 kg mehr Vorderachslast als der 170D11. An der VA ist eine Weitspalt-Parabelfederung verbaut. Eventuell ist es ja relativ einfach möglich, solche drei Federblätter in den 170D11 zu transplantieren. Nächster Punkt für den Einsatz als Versorgungs-LKW wären verstärkte Stoßdämpfer. In der Teile-Liste bei Afrika Virus ist ein überschaubarer Umbau mit Standard-Teilen beschrieben.
Grüße
Uwe
Verfasst: 2009-04-15 14:21:53
von Bahnhofs-Emma
Hallo,
Eventuell ist es ja relativ einfach möglich, solche drei Federblätter in den 170D11 zu transplantieren.
Diese Federblätter werden Freitag abend da wieder gebraucht, die bleiben bitte, wo sie sind.
Grüße
Marcus
(Wenn Interesse an einer Besichtigung besteht: Einfach mal melden!)
Verfasst: 2009-04-15 14:23:54
von Lorry
Keine Panik, ich würde nur ein paar Fotos machen wollen und evtl. ein paar Tips wo man solche Federn herbekommt.
Gruß aus dem badischen Eberbach.
Kenne mir uns? (fahre Defender, Haflinger und Pinzgauer)
Verfasst: 2009-04-15 14:27:15
von Bahnhofs-Emma
Kenne mir uns? (fahre Defender, Haflinger und Pinzgauer)
Nein, aber wir sollten das ändern.
Grüße aus dem hessischen Hetzbach
Marcus
Verfasst: 2009-04-15 14:28:29
von Lorry
Alles klar, bei mir ist allerdings nach dem Tee vor dem Tee :-)
Verfasst: 2009-04-15 14:55:29
von Wilmaaa
Bahnhofs-Emma hat geschrieben:
Diese Federblätter werden Freitag abend da wieder gebraucht, die bleiben bitte, wo sie sind.
Unser 170er möchte die auch gar nicht haben.
Wilmaaa
