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Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-22 11:55:53
von Wesermann
Moin Peter
ich habe keine Ahnung was Multiplex und der gleichen kosten müsste oder soll,habe diese Seite vor ca 8jahre mal gefunden und fand das Concept nicht schlecht.
gruss Armin
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-22 16:45:08
von Enzo
Pirx hat geschrieben: ↑2026-02-22 8:49:52
Hallo Markus!
Ich habe genau so gebaut. Multiplex, sägen, ölen, schleifen, ölen,, fertig.
Mich würde interessieren, welche Plattendicke Du verwendest?
Pirx
Moin Pirx,
bin zwar nicht Markus und habe den gesamten Innenausbau mit 9mm Birke gebaut., geschliffen und geölt. Keine Klappen und Topfbänder verwendet, nur Türen und Klavierband. Zur vernünftigen Befestigung der Schubladenauszüge und an anderen strategischen Stellen gabs Verstärkung durch Holzleisten. Stumpfe Vetbindungen mit Lamellos. Völlig problemlos, zumindest für mich. Den meisten Krempel hat meine Frau gebaut.

schließlich hatte sie vor Jahren Tischlerin gelernt, da hatte ich als grobmotorischer Zimmerer für diesen Fummelscheiß ne gute Ausrede.
Gruß Jens
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-22 17:11:34
von steyermeier
Enzo hat geschrieben: ↑2026-02-22 16:45:08
Pirx hat geschrieben: ↑2026-02-22 8:49:52
Hallo Markus!
Ich habe genau so gebaut. Multiplex, sägen, ölen, schleifen, ölen,, fertig.
Mich würde interessieren, welche Plattendicke Du verwendest?
Pirx
Moin Pirx,
bin zwar nicht Markus und habe den gesamten Innenausbau mit 9mm Birke gebaut., geschliffen und geölt. Keine Klappen und Topfbänder verwendet, nur Türen und Klavierband. Zur vernünftigen Befestigung der Schubladenauszüge und an anderen strategischen Stellen gabs Verstärkung durch Holzleisten. Stumpfe Vetbindungen mit Lamellos. Völlig problemlos, zumindest für mich. Den meisten Krempel hat meine Frau gebaut.

schließlich hatte sie vor Jahren Tischlerin gelernt, da hatte ich als grobmotorischer Zimmerer für diesen Fummelscheiß ne gute Ausrede.
Gruß Jens
Meine Frau ist beim schleifen und ölen super, der Rest wird gerade... Plattensäge geht schon.
Ja, sicher geht das auch mit dünner, Aufschraubscharniere sind halt mit 3x10 schräubchen für den Zimmerer erst Mal verdächtig...
Klavierband kommt regelmäßig bei nebeneinander liegenden Türen an seine Grenzen und lässt sich so gar nicht einstellen... Hätte aber andere Vorteile. Gut geplant geht das wohl auch mit 9mm.
Gruß Markus
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-22 19:20:19
von HolzwurmPeter
steyermeier hat geschrieben: ↑2026-02-22 10:52:13
Pirx hat geschrieben: ↑2026-02-22 8:49:52
Hallo Markus!
Ich habe genau so gebaut. Multiplex, sägen, ölen, schleifen, ölen,, fertig.
Mich würde interessieren, welche Plattendicke Du verwendest?
Pirx
Moin,
Meistens 15mm, also für Korpus usw.
Rückwände, wenn ich die denn einbaue, 6mm, meistens lasse ich die weg, weil der Schrank eh vor der Wandbekleidung mit 6mm steht.
Die Türen mit Topfscharnier brauchen eigentlich 18mm, sonst kommt die zentrierspitze des Bohrers durch, haben wir aber auch mit modifizieren Forstnerbohrer schon mit 15mm gebaut.
Schubladen 15+6mm.
Die Korpusseiten bohren wir mit Lochreihe 32mm, da passen dann Einlegeböden und Montageplatte für Topfscharnier.
Gerade gibt's eine neue Kabine für den 19s32... Da freut der LKW sich über jedes kg mehr, damit der bisschen federt.
Wahrscheinlich könnte man auch einiges mit 12mm bauen,aber dafür noch ein Plattenstärke vorhalten?
Gruß Markus
Es gibt Topfscharniere für 12 mm
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-22 19:23:08
von Jabob der Baumeister
Servus,
Es gibt topfbänder für Dünne Türen, hab meine Problememlos in 12er 3-Schichtplatte eigefräst, Forstnerborer darf nur keinen langen Dorn haben.
Nicht sichtbare Korpen hab ich aus 10er Pappelsperrholz gebaut, muss man dann halt mit winkeln verschrauben, hält aber auch erstaunlich gut.
Sichtbare Korpen aus 12er 3 Schicht, da gehen schon Lamellos.
Gruß Jakob
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-24 14:24:17
von JoachimW
Hallo zusammen,
inzwischen habe ich Epicply und Queenply Muster verglichen und mich erst einmal für Queenply entschieden, wobei ein erstes Gespräch mit einer Tischlerei auch die Möglichkeit aufzeigte, dass hier Sperrhölzer auch nach Wunsch beschichtet werden können.
War mir bisher nicht bekannt/bewusst.
Bei der Holzstärke bin ich bei 16 mm. In 12 mm wirken Möbel für mich „billig“ und weniger stabil, was durch die verwendeten Stärken im Heimbereich bei mir im Unterbewusstsein verankert ist, auch wenn es statisch Blödsinn ist.
Die Häfele-Scharniere sind in etwa das was ich gesucht habe. Ein Muster ist heute per Post gekommen.
Bei den Teleskopauszügen und Klebevebindungen gibt es noch keine Lösung.
Soweit der Zwischenstand.
Nun zu einer verrückten Idee:
Im Van-Bereich werden häufig Zurrschienen/Airlineschienen verwendet und daran Möbel befestigt.
Das finde ich total cool und sehe für mich ähnliche Vorteile im LKW.
Mit ist bewusst, dass die hier auftretenden Kräfte deutlich höher sind als in einem Van, aber hat vielleicht schon einmal jemand dieses Befestigungsprinzip für einen LKW übernommen bzw. getestet?
Kann man es vielleicht adaptieren ohne dass sich die Schrauben lösen und/oder die Möbel und deren Inhalte durch die Gegend fliegen?
Gruß
Joachim
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-24 15:15:53
von Johannes D
Hi,
ich stehe gerade auf dem Schlauch:
JoachimW hat geschrieben: ↑2026-02-24 14:24:17
Mit ist bewusst, dass die hier auftretenden Kräfte deutlich höher sind als in einem Van, aber hat vielleicht schon einmal jemand dieses Befestigungsprinzip für einen LKW übernommen bzw. getestet?
Warum sollten im LKW die Kräfte die auf die Möbel wirken größer sein als die bei nem "Van" (was auch immer Du genau mit "Van" meinst).
cu
Johannes D.
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-24 16:00:29
von Solarer
In Stuttgart auf der Messe war ein Hersteller der genau diese Variante vorgestellt hat
Udo
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-24 18:23:06
von Willipinz
Alternativ für die nicht-Möbelschreiner: Ich habe alle Möbelgerüste aus 20 mm Item Alu-Profilen gebaut. Angefangen hatte ich mit einem Pappmodell. Das hat den Vorteil, dass man zwischenzeitlich auch noch Änderungen vornehmen kann und dann nicht gleich jede Menge Verschnitt hat. Verkleidet zur Front und den sichtbaren Seitenwänden mit Sperrholz (ILO/PA/ILO, Ilomba, Pappel, Ilomba) vom Vöhringer Outlet. Das war eine sensationelle Beratung damals, sehr guter Preis und die Ware ist hervorragend. Heute würde ich vielleicht sogar 10 mm Stärke nehmen, aber ansonsten immer wieder so bauen.
Insgesamt sind die Möbel extrem stabil, ziemlich leicht und auf den bisherigen ca. 20.000 km ohne Probleme. Verschraubt habe ich sie direkt in die GFK-Wand. Da ich den Aufbau habe bauen lassen, waren auf verschiedenen Höhen Aluminiumverstärkungen in die Wand laminiert. Das kann man vorab wählen. War alles der gleiche Standard wie auch Eismann seine Kühlkoffer baut.
Tischkreissäge und Handkreissäge mit Führungsschiene sind schon optimal. Push-lock Verschlüsse habe ich diese genommen:
https://vanexped.de/produkt/hebelversch ... schichtet/, die sehen gut aus für meinen Geschmack, halten gut und sind nicht unverschämt teuer.
Viel Spaß beim Bauen, während Corona hatte ich damals viel Zeit,
Grüße, Maritin
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-24 22:29:02
von Uwe1007
Wer seine Möbel gerne selbst baut und eine gute Verbindung sucht, sprich Dübel,
der kann sich das hier mal anschauen.
duebelblitz.de
War früher in nahezu jeder Schreinerei zu finden. Zum Möbelbauen braucht man dann nur noch einen Akkuschrauber und einen 6er
Bzw. 8er Bohrer.
Gruß Uwe
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-02-24 22:56:18
von steyermeier
JoachimW hat geschrieben: ↑2026-02-24 14:24:17
Hallo zusammen,
inzwischen habe ich Epicply und Queenply Muster verglichen und mich erst einmal für Queenply entschieden, wobei ein erstes Gespräch mit einer Tischlerei auch die Möglichkeit aufzeigte, dass hier Sperrhölzer auch nach Wunsch beschichtet werden können.
War mir bisher nicht bekannt/bewusst.
Bei der Holzstärke bin ich bei 16 mm. In 12 mm wirken Möbel für mich „billig“ und weniger stabil, was durch die verwendeten Stärken im Heimbereich bei mir im Unterbewusstsein verankert ist, auch wenn es statisch Blödsinn ist.
Die Häfele-Scharniere sind in etwa das was ich gesucht habe. Ein Muster ist heute per Post gekommen.
Bei den Teleskopauszügen und Klebevebindungen gibt es noch keine Lösung.
Soweit der Zwischenstand.
Nun zu einer verrückten Idee:
Im Van-Bereich werden häufig Zurrschienen/Airlineschienen verwendet und daran Möbel befestigt.
Das finde ich total cool und sehe für mich ähnliche Vorteile im LKW.
Mit ist bewusst, dass die hier auftretenden Kräfte deutlich höher sind als in einem Van, aber hat vielleicht schon einmal jemand dieses Befestigungsprinzip für einen LKW übernommen bzw. getestet?
Kann man es vielleicht adaptieren ohne dass sich die Schrauben lösen und/oder die Möbel und deren Inhalte durch die Gegend fliegen?
Gruß
Joachim
Moin,
Ja, das funktioniert. Ich hab im Crafter airlineschienen, da gibt's Mutter oder Bolzen dazu, in den Möbeln auf Höhe der Schienen 15mm Streifen, da geht der Bolzen (M6 oder 8) vom airlinefitting durch, Scheibe und selbstsichernde Mutter, fertig.
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 14:31:07
von karussellbremser
Hi,
ich habe es mir mittlerweile auch soweit durchgedacht, dass ich den Möbelbau selber mache. Der Werkzeugpark verzeichnet ein stetiges Wachstum..
Vom Material her wollte ich auf Multiplex Buche gehen. Und ab bestimmten Dicken ein Sandwich bauen mit eingelegten Leisten. Als Füllung würde ich mir dünne EPS Platten oder Wabenplatten zb aus Karton vorstellen.
Sichtflächen würde ich furnieren.
Wüsste jemand Bezugsquellen für EPS oder Wabenplatten in 6-8mm? Ich finde nur Dickeres.
thx
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 15:04:26
von Borsty
Hallo Alex
Wenn's nicht unbedingt EPS sein muss.
https://www.shop.swiss-composite.ch/de/ ... ll-h80-8mm
Wabenmaterial haben sie auch.
Hab mit dem verlinkten Produkt und beidseitig je eine 2mm Birkensperrholzplatte sehr stabile "Verbundplatten" gebastelt. Flacher Untergrund und grosse Holzplatte und Gewichte dann zum beschweren das sich nix verzog. Daraus gab's dann neue Schranktürchen beim WoWa eines Bekannten.
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 15:37:29
von karussellbremser
Danke Uwe,
das ist hilfreich. EPS war halt mein Ansatz für einen günstigen Schaumwerkstoff. Und das andere Polystyrol (‚Styropor‘) wollte ich nicht, weil es Wasser aufnimmt und ne Sauerei beim Verarbeiten ist. Dazu noch die Brandfreudigkeit wo das flüssige Zeug dann brennend runtertropft..
PVC habe ich als selbsterlöschend in Erinnerung.
LG Alex
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 19:31:19
von Borsty
karussellbremser hat geschrieben: ↑2026-03-18 15:37:29
Danke Uwe,
das ist hilfreich. EPS war halt mein Ansatz für einen günstigen Schaumwerkstoff. Und das andere Polystyrol (‚Styropor‘) wollte ich nicht, weil es Wasser aufnimmt und ne Sauerei beim Verarbeiten ist. Dazu noch die Brandfreudigkeit wo das flüssige Zeug dann brennend runtertropft..
PVC habe ich als selbsterlöschend in Erinnerung.
LG Alex
Bin ich auch nicht mehr sicher. Forex als Handelsbezeichnung weiss ich ist selbstlöschend. Ist aber ne andere Struktur un eignet sich gut für so Abdeckungen die man mit Folie überzieht. Dann brichts auch nicht so schnell.
Die vom Link empfand ich ähnlich dem Airex (Rohacell) Hätte als Kern am liebsten das genommen da ich damit schon gearbeitet hatte. Leider nix mehr am Lager. EPS gibts glaube eben nur in 15mm.
Wenn man Zeit hat kann man sich damit gut selber Verbundplatten mit der gewünschten Endoberfläche machen machen. Grosse Fläche und Gewicht vorausgesetzt damit man pressen kann. Aber je nachdem kommt man kaum günstiger weg als die hier im Thread erwähnten Platten. Denk daran. Bau nicht allzu leicht. Der SK braucht Hinten ein bisschen Gewicht, sonst wird der zum Bock. Der ist mit dem V8 ziemlich kopflastig. Habs auch nur mit VA 6300kg HA 5700kg wobei HA war noch ohne Wasser gemessen. Bin da jetzt ziemlich ausgewogen wenn Reisefertig.
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 20:22:43
von Ulf H
... anstatt Buche mit 2,5 mm dicken Lagen, nimm besser Birke mit 1,5 mm dicken Lagen ... ist deutlich leichter und hält Schrauben sogar besser als Buche ... normalerweise hängen die mechanischen Eigenschaften von Holz recht gut mit dem Gewicht vom Spezifisch zusammen ... dabei sollte Buche immer mindestens 30% besser sein als Birke ... das dachte auch der Hersteller von teurem, deutschem Buchensperrholz ... der war ziemlich erstaunt als die finnische Konkurrenz das deutlich billiger konnte ...
... wieviele verschiedene Dicken willst du denn einsetzen? ...
... ich halte Dreischichtplatte in Fichte oder Kiefer fuer eine gute Alternative ...
Gruss Ulf
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 20:28:47
von Ulf H
karussellbremser hat geschrieben: ↑2026-03-18 15:37:29
Danke Uwe,
das ist hilfreich. EPS war halt mein Ansatz für einen günstigen Schaumwerkstoff. Und das andere Polystyrol (‚Styropor‘) wollte ich nicht, weil es Wasser aufnimmt und ne Sauerei beim Verarbeiten ist. Dazu noch die Brandfreudigkeit wo das flüssige Zeug dann brennend runtertropft..
PVC habe ich als selbsterlöschend in Erinnerung.
LG Alex
EPS heisst ausgeschrieben expandiertes Polystyrol, Styropor ist der Handelsname der BASF genau dafuer ...
Die etwas wasserabweisendere Variante heisst XPS, extrudiertes Polystyrol und analog Styrodur ...
Die Endungen -por und -dur gibts mit -zig Firmennamen davor ...
Gruss Ulf
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 20:34:08
von Ulf H
... selbstverlöschend ist meist eine Bezeichnung fuer Kfz-Zubehör ... das wird nach einer so laschen Pruefvorschrift geprueft (FMVSS 302 / DIN 75200 oder so ähnlich), das besteht bei weitem nicht, was Baustoffe durchmachen muessen (DIN 4102) ...
... von daher, auch wenn sich selbstverlöschend besser anhört als normal entflammbar, ist es das oft nicht ...
Gruss vom ehemaligen, stattlich geprueften Brandstifter Ulf
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 22:22:59
von karussellbremser
Ulf H hat geschrieben: ↑2026-03-18 20:28:47
EPS heisst ausgeschrieben expandiertes Polystyrol, Styropor ist der Handelsname der BASF genau dafuer ...
Die etwas wasserabweisendere Variante heisst XPS, extrudiertes Polystyrol und analog Styrodur ...
Die Endungen -por und -dur gibts mit -zig Firmennamen davor ...
Gruss Ulf
Jo, da hast du recht. Bin mit den Anfangsbuchstaben durcheinander gekommen.
Ulf H hat geschrieben: ↑2026-03-18 20:22:43
... anstatt Buche mit 2,5 mm dicken Lagen, nimm besser Birke mit 1,5 mm dicken Lagen ... ist deutlich leichter und hält Schrauben sogar besser als Buche ... normalerweise hängen die mechanischen Eigenschaften von Holz recht gut mit dem Gewicht vom Spezifisch zusammen ... dabei sollte Buche immer mindestens 30% besser sein als Birke ... das dachte auch der Hersteller von teurem, deutschem Buchensperrholz ... der war ziemlich erstaunt als die finnische Konkurrenz das deutlich billiger konnte ...
... wieviele verschiedene Dicken willst du denn einsetzen? ...
... ich halte Dreischichtplatte in Fichte oder Kiefer fuer eine gute Alternative ...
Gruss Ulf
Mit Dreischichtplatte meinst du Tischlerplatte? Die finde ich prinzipiell auch nicht schlecht.
(Anekdote von neulich im Hornbach:
Haben Sie Tischlerplatte? - Nein, sowas führen wir nicht. Meinen Sie Sperrholz? - Ja, ist ne Art von Sperrholz, aber halt mit Stäben. Dünne Schicht, dicke Schicht, dünne Schicht - Nein, haben wir nicht. Aber wir können am Computer schauen, was wir haben. - OK - Hier, wie wäre es damit? - Ja, das ist doch Tischlerplatte! - ??? - Oder was meinen Sie, für was „TIPLA“ in der Bezeichnung steht?)
Warum Buche? Die Pappelholzplatten sind mir zu labberig. Da findet man kaum eine, die mal richtig gerade ist. Ist bei Birke schon deutlich besser, Buche dann durchweg ok. Den Ausschlag von Buche gegenüber Birke gibt die Maserung/Zeichnung von Buche. Da ist, insbesondere geölt, was zu sehen, während Birke fast langweilig neutral ausschaut.
Danke für den Hinweis mit dem Schraubenhalt. Ich denke, dass ich die neuralgischen Punkte aber eh nicht spaxen werde. Ich hatte auch mal gehört, dass Birnenholz sehr gut für Verschraubungen geeignet sei.
Ulf H hat geschrieben: ↑2026-03-18 20:34:08
... selbstverlöschend ist meist eine Bezeichnung fuer Kfz-Zubehör ... das wird nach einer so laschen Pruefvorschrift geprueft (FMVSS 7500), das besteht bei weitem nicht, was Baustoffe durchmachen muessen (DIN 4102) ...
... von daher, auch wenn sich selbstverlöschend besser anhört als normal entflammbar, st es das oft nicht ...
Gruss vom ehemaligen, stattlich geprueften Brandstifter Ulf
Selbstverlöschend in dem Sinne, dass es nicht weiterbrennt, wenn keine andere Brandquelle/Hitze/Flamme mehr anliegt. Deshalb sei PVC ein gängiges Material im Elektrobereich.Bei einem Kurzen schmurgelt es halt kurzzeitig, aber es brennt dann nicht, womöglich im Verborgenen weiter, nachdem die Sicherung geflogen ist. Hat man uns zumindest mal so im Studium erklärt.
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 22:37:13
von Ulf H
... ich meine dieses Produkt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brettsperrholz ...
... Tischlerplatte hat Stäbe aus Massivholz innen und Furnier aussen ... das ist ein sehr viel älteres Produkt und ich sehe keinen Grund das zu verwenden ...
Gruss Ulf
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 22:39:34
von Ulf H
... mir gefällt die Zeichnung von Birke deutlich besser als die von Buche ... der Farbton tut ein Uebriges ...
Gruss Ulf
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 22:41:42
von karussellbremser
Borsty hat geschrieben: ↑2026-03-18 19:31:19
]
Bin ich auch nicht mehr sicher. Forex als Handelsbezeichnung weiss ich ist selbstlöschend. Ist aber ne andere Struktur un eignet sich gut für so Abdeckungen die man mit Folie überzieht. Dann brichts auch nicht so schnell.
Die vom Link empfand ich ähnlich dem Airex (Rohacell) Hätte als Kern am liebsten das genommen da ich damit schon gearbeitet hatte. Leider nix mehr am Lager. EPS gibts glaube eben nur in 15mm.
Wenn man Zeit hat kann man sich damit gut selber Verbundplatten mit der gewünschten Endoberfläche machen machen. Grosse Fläche und Gewicht vorausgesetzt damit man pressen kann. Aber je nachdem kommt man kaum günstiger weg als die hier im Thread erwähnten Platten. Denk daran. Bau nicht allzu leicht. Der SK braucht Hinten ein bisschen Gewicht, sonst wird der zum Bock. Der ist mit dem V8 ziemlich kopflastig. Habs auch nur mit VA 6300kg HA 5700kg wobei HA war noch ohne Wasser gemessen. Bin da jetzt ziemlich ausgewogen wenn Reisefertig.
Die Platten in deinem Link sind aus PVC.
Ja, dass wir mit unseren SKs nicht auf ultraleichte Weltraummaterialien setzen müssen ist klar. Den Küchenblock und die Sitzbänke werde ich schon aus Vollmaterial machen. Aber bei den Oberschränken wollte ich nicht beidseitig 100kg leer hebelwirkend in der Höhe platzieren.
Für die Optik stelle ich mir halt eine schön furnierte dicke Platte (30mm) als durchgehende Unterseite der Oberschränke vor. Wenn ich die in Schichten baue wird sie deutlich leichter und ich bringe die Verkabelung mit weniger Gefummel darin unter.
Batterien und Frischwasser plane ich im HA Bereich und dahinter ein. Mit Heckträger etc. werde ich aber wohl auch nicht mehr Last auf die HA als auf die VA bringen. Die Dieseltanks, die grosse Hütte und der V8 liegen überwiegend bis komplett vorne drauf.
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 22:42:56
von Ulf H
... PVC gibts halt in ausreichend weich fuer Kabelisolierungen, das klappt mit Polysryrol PS wesentlich weniger gut ... beim Brand macht beides Schadstoffe, die man nicht in der Lunge und auch hinterher nicht in der Bude haben will ... aus brandschutztechnischer Sicht sehe ich keinen Vorteil fuer das eine oder das andere ...
Gruss Ulf
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-18 22:45:53
von Ulf H
... hier etwas zur Entflammbarkeit von Baustoffen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brandverhalten
Gruss Ulf
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-19 8:15:04
von p+c-8150
Vielleicht wirst du hier was finden, verkaufen auch Kleinmengen
https://goods-for-people.de/
oder Infos
https://triplex-gmbh.de/strukturkammerplatten.html
Gruss, Pitta
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-19 8:40:47
von Borsty
Ja, ist PVC Basis. Sah gerade das sie das Rohacell wieder im Shop haben.
https://www.shop.swiss-composite.ch/de/ ... g-f-51-8mm
Das mit Oberschränken und weniger Gewicht verstehe ich. Die Birke war auch nicht meine Wahl, kam aber mit Ölen dem bestehenden Ausbau am Nächsten. Ich selber habe Fichte 3-Schicht benutzt und weiss pigmentiert geölt.
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-19 19:59:05
von Ulf H
... 30 mm ist fuer Möbelbau unglaublich dick ... sowas hat man als Tischplatte oder als Kuechenarbeitsplatte ... Möbel haben meist 19 mm, gerne auch nur 16 mm und dabei reicht Spanplatte mit mechanisch ziemlich bescheidenen Werten ...
Was willst du mit einem Sandwich mit einigen mm Innenlage gewinnen? ... derAufwand ist gross, das Gewicht kaum niedriger und fuer Kabel ist dadrin auch kein Platz ... Kabel wuerde ich niemals in Platten verlegen, schon hinter Verkleidungen kommt man blöd wieder dran ... erfahrungsgemäss muss man dort am ehesten dran wo es am schlechtesten geht ...
... das ist ein ausgewachsener LKW, der verträgt Last auch recht weit oben ... bei meinem hängt das Ersatzrad vorne vor dem Shelter und schliesst mit der Oberkante desselben ab, da merke ich keinen Unterschied wenn es mal nicht dort hängt ...
Gruss Ulf
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-19 21:51:38
von Apfeltom
Ulf H hat geschrieben: ↑2026-03-18 20:22:43
... anstatt Buche mit 2,5 mm dicken Lagen, nimm besser Birke mit 1,5 mm dicken Lagen ... ist deutlich leichter und hält Schrauben sogar besser als Buche ... normalerweise hängen die mechanischen Eigenschaften von Holz recht gut mit dem Gewicht vom Spezifisch zusammen ... dabei sollte Buche immer mindestens 30% besser sein als Birke ... das dachte auch der Hersteller von teurem, deutschem Buchensperrholz ... der war ziemlich erstaunt als die finnische Konkurrenz das deutlich billiger konnte ...
... wieviele verschiedene Dicken willst du denn einsetzen? ...
... ich halte Dreischichtplatte in Fichte oder Kiefer fuer eine gute Alternative ...
Gruss Ulf
Moin,
das interessante Gespräch gibt gute Impulse!
Unsere diversen Möbelbauten und - ausbauten waren immer aus leichtem Pappel oder Gabunsperrholz. Scharniere etc haben wir fast immerdurchgeschraubt. Ich mag Senk- oder Linsenkopfmaschinenschrauben deren Köpfe außen sichtbar sind.
Topfscharnieren kann ich nicht viel abgewinnen - Geschmacksache.
Ulfs Beitrag ist zitiert, weil ich seit kurzem - auch nach Jahrzehnen oft üblerErfahrungen im Bootsbau- - begonnen habe mit Dreischichtplatte Fichte zu arbeiten. Leicht, günstig und recht stabil.
Braucht nur scharfe Sägen und am besten wenn Hinterwand oder feuchtbelastet Epoxidlack.Wenigstens an den Schnittkanten. Lässt sich erstklassig ölen.
Gruß
Thom
Re: Möbelbau im Overlander
Verfasst: 2026-03-19 22:20:30
von Ulf H
... ausser der Arbeitsplatte um Herd und Spuehle ist in meinem Shelter sehr viel aus Dreischichtplatte ... auch die Tischplatte ... wahrscheinlich geölt ... wohl 19 mm dick mit drei etwa gleich dicken Lagen ... sieht noch sehr gut aus ...
... die Wand- und Deckenverkleidung aus Schaum-PVC, eventuell Forex war nach 10 Jahren grässlich vergilbt und hängt mittlerweile nach 15 Jahren an einigen Stellen in Fetzen runter ... das wird bei einer bei ernsthafter Wiederinbetriebnahme nötigen Sanierung durch dreilagiges Birkensperrholz mit max. 4,5 mm ersetzt ... Oberfläche geölt, Befestigung geschraubt oder mit Leisten geklemmt ...
Gruss Ulf