Seite 2 von 5
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-08-22 22:31:45
von Willi Jung
Hallo Jutta,
das hört sich doch gut an.
Du kannst doch einfach einen Eigenen Beitrag generieren, in dem du euer Projekt einmal vorstellst.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-02 16:45:43
von Willi Jung
Ab Mitte Oktober werden wir uns an die erste Olivenernte wagen. Das wird sicher spannend. Mit meinem Einachshänger geht's dann ab zur Ölmühle. Bio, handgepflückt und kalt gepresst.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-02 17:51:34
von Borsty
Viel Spass bei der Ernte und *Daumendrück* das es Top Qualität erreicht.
Gruss Uwe
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-03 17:30:03
von Willi Jung
Danke Uwe für die lieben Wünsche!
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-05 10:32:31
von WUNT
waugh- das wird ja spannend. euch viel energie beim ernten und dann ein top- ergebnisse

. lasst x lesen wie es euch gelingt!

aus comillas (wir melden uns rechtzeitig, wenn wir es zu euch schaffen sollten)
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-05 11:07:28
von Willi Jung
Danke Ulrike und Wolfgang!
Wir werden es ein wenig dokumentieren.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-14 10:28:04
von MAN Fahrer
Willi Jung hat geschrieben: ↑2025-10-02 16:45:43
Ab Mitte Oktober werden wir uns an die erste Olivenernte wagen. Das wird sicher spannend. Mit meinem Einachshänger geht's dann ab zur Ölmühle. Bio, handgepflückt und kalt gepresst.
Liebe Grüße
Willi
Hallo Willi, ich beneide Euch jetzt schon. Endlich mal Natur in der Küche und nicht so ein zusammen gemischter Kram.
Ach ja, ich gehe davon aus, das Ihr auch Netze drunter legt und dann die Früchte fallen lasst. Mach doch mal Bilder von den hoffentlich gut gefüllten Netzen.
L Grüße aus Hamburg
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-14 15:32:44
von Willi Jung
Wir werden zwei Erntemethoden testen. Abschütteln auf Netze und mein Favorit - händisch pflücken. Die Bäume sind Recht klein und niedrig geschnitten. Da glaube ich fast, dass man mit Pflücken schneller ist und ein besseres Ergebnis hat.
Man spart sich das Auslegen der Netze und das Nachlesen um die Blätter raus zu klauen. Werde Bilder machen. Am Montag haben wir den ersten Ölmühlen-Termin also wird Samstag und Sonntag rangeklotzt.
Wir haben 60 Körbe, die reichen so für 1 bis 1,5t je nach Füllgrad. Aktuell (ganz neue Verordnung) braucht man hier in Spanien sogar eine Transportgenehmigung, um die Oliven vom Feld zur Mühle zu bringen. Ohne das Teil darf die Mühle die Ware nicht annehmen. Zum Glück (noch) kostenfrei und einfach zu bekommen.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-14 18:57:50
von olli-64
Moin Willi,

echt? Warum? EU-Idee?
Wenns Öl ist ..... Gefahrstoff
Gruß
Olli
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-14 19:24:42
von fridolin_22
olli-64 hat geschrieben: ↑2025-10-14 18:57:50

echt? Warum? EU-Idee?
Ich gehe eher davon aus, dass gehofft wird, damit den Olivenklau einzudämmen.
Wenn die Guardia Civil einen mit Oliven beladenen LKW oder Transporter ohne Papiere erwischt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Oliven geklaut sind...
Gruß
Marc
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-15 11:12:42
von Willi Jung
Marc's Idee halte ich für plausibel. Ich denke aber, dass es mittelfristig auch darum geht, Steuereinnahmen zu generieren.
Erst erfasst man mit niderschwelligem Einstieg die Erträge und dann....
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-15 13:19:29
von Bahnhofs-Emma
Hallo,
Willi Jung hat geschrieben: ↑2025-10-15 11:12:42
Erst erfasst man mit niderschwelligem Einstieg die Erträge und dann....
Darüber bekommt man zumindest eine gute Übersicht, was an Produktion anfällt.
Grüße
Marcus
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-15 17:35:54
von Gogomobil
Oliven-Öl, Schätze auch da will man 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen, gegen Diebstahl und nebenbei noch alle erfassen. Erst erfasst man alle....dann fahren wir mit dem Allradmühlenlkw aufs Feld

und die Verwaltung macht

Öl frisch vom Acker, die neue Güteklasse.
Übrigens, wußtet ihr, dass man heute in größeren Ölmühlen über Nahinfrarotsensoren den Ölgehalt der angelieferten Früchte messen kann? Laufen aus dem Waschbad über ein Förderband und werden analysiert mit IR-Licht von oben und jede Lieferung wird danach dem Bauern nach Ölgehalt gutgeschrieben. Ähnlich überwacht man auch Ölanteil in Flips, Chips,...nach demselben Prinzip für die optimale Fressformel: Kohlehydrate zu Fett Verhältnis. Mal sehen, wann das dann am Strand auftaucht um den Fettgehalt von na, nähh natürlich der aufgetragenen Sonnencreme zu bestimmen, weil das schadet ja evtl. den Meeresbiotop

.
Oliven ernten, prima. Ich habs nur mit Äpfeln ein paar Jahre gemacht und die gepresst.
Viel Ernte Erfolg
andi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-15 23:52:59
von Enzo
Bahnhofs-Emma hat geschrieben: ↑2025-10-15 13:19:29
Hallo,
Willi Jung hat geschrieben: ↑2025-10-15 11:12:42
Erst erfasst man mit niderschwelligem Einstieg die Erträge und dann....
Darüber bekommt man zumindest eine gute Übersicht, was an Produktion anfällt.
Grüße
Marcus
Das spanische Landwirtsministerium hat Luftbilder aller Flächen. Auch von meinen Acker. Da kann man jeden einzelnen Oliven und Mandelbaum zählen. Es gab einen grösseren Subventionsbetrug. Da wurden Flächen für die EU Subventionen angegeben, die überhaupt nicht existierten.
Wir konnten früher ohne Herkunftsnachweis unsere Oliven und Mandelernte abliefern. Heute, durch erhebliche Diebstähle, befindet sich eine Menge illegales Olivenöl am Markt. Von daher sind solch Transportgenehmigungen ja sinnvoll. Solange es sich um ein Privatvergnügen ohne kommerziellen Hintergrund handelt, ist es wohl kaum von steuerlichen Interesse.
Hier in Ecuador sind Transportgenehmigungen insbesondere bei Holztransporten erforderlich. Ohne Genehmigung erfolgt die Beschlagnahmung. Auch Holzhändler und Sägewerke brauchen gültige Herkunftsnachweise. Und es gibt tatsächlich Kontrollen. Kein gültiges Papier und der Lagerbestand wird abtransportiert.
Viel Spass bei der Ernte. Olivenernte gefiel mir besser als Mandeln, da bei diesen die erste Schale geknackt werden musste. Also Mehraufwand
Gruß Jens
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-16 16:18:36
von Willi Jung
Danke nochmal für die guten Wünsche.
Die Anspannung wächst, nicht zuletzt, weil die Wettervorhersagen schlecht sind (Regen). Die Ölmühle macht erst Folgetermine, wenn man zum ersten Mal da war. Also wissen wir auch noch nicht, in welchem Zeitraum wir das erledigen können, ganz losgelöst von der eigenen Manpower.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-17 18:31:54
von MAN Fahrer
Hallo Willi, und mal eben über die Grenze und dort zu einer Mühle???
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-17 20:55:05
von Willi Jung
MAN Fahrer hat geschrieben: ↑2025-10-17 18:31:54
Hallo Willi, und mal eben über die Grenze und dort zu einer Mühle???
Hallo Detlef,
das passt schon. Optimieren können wir später immer noch.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-17 21:14:16
von Willi Jung
Heute war der erste Erntetag. Was soll ich sagen. So ohne Maschinen ist das schon ganz schön anstrengend. Wir haben uns hier einige Tipps bei den Einheimischen geholt.
Aber die Oliven hängen noch sehr fest, so dass es im Moment wirklich auf Pflücken hinaus läuft.
Ein Tag mit ca. 36 Mannstunden reiner Pflückzeit ergab 200kg Oliven. Davon wird man nicht reich. Nach Abzug aller Kosten kommt da noch nicht einmal der Mindestlohn raus.
Aber es ist eine Arbeit die erdet und ich bin sicher, dass ein hervorragendes Olivenöl dabei raus kommt.
Die Sorte ist "Manzanilla Caserena" (Äpfelchen aus der Region Cáceres). Aus der Region und mit dieser Sorte gibt's einige preisgekrönte Öle.
Die Früchte sind in Top Verfassung. Kein Schädlingsbefall, keine faulen. Und das ganz ohne Zutun bzw. in Bioqualität.
Hier ein paar Impressionen vom ersten Tag.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-18 20:05:45
von MAN Fahrer
Das gibt ein gutes Öl. Willi wir beneiden euch dafür. Bei euch über die Grenze ist auch noch ein Deutscher, der hat ganz viele Bäume. Also richtig viel Arbeit.
lg
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-20 21:08:36
von Willi Jung
So, heute war ein großer Tag. Nach drei Tagen Ernte mit jeweils 200kg Ertrag, haben wir heute die Oliven zur Ölmühle gefahren.
Aus 605 kg Oliven sind 78 Liter Olivenöl gepresst worden, das entspricht knapp einer Ausbeute von 13%. Das ist eine gute Ausbeute bei der Manzanilla Olive.
Was soll ich sagen. Das Öl schmeckt hervorragend. Aber vor Allem den Geruch würde ich euch gerne durch den Äther schicken.
Ausbeute von Tag 2 auf dem Traktoranhänger
Anlieferung der 600kg an der Ölmühle
Hier werden die Oliven gewaschen und mit einem großen Staubsauger von Blättern und Ästchen befreit. Man muss also gar nicht so genau arbeiten.
Hier werden sie dann in Tranchen zu 80kg gewogen und zur Weiterverarbeitung gefördert.
Dann geht's in die Mühle. (Spaß beiseite, hab nur ein Bild aus dem angeschlossenen kleinen Mühlenmuseum)
Hier erfolgt die Abfüllung in die 5l Kanister.
Hier seht ihr die ganze Ausbeute
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-20 21:22:54
von Bahnhofs-Emma
... und wie kriegen wir jetzt zu erträglichen Logistikkosten einzelne Literflaschen davon über Deutschland verteilt?
Grüße
Marcus
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-20 21:34:37
von Willi Jung
Hallo Marcus,
nach jetzigem Stand gar nicht mehr. Wir sind wohl seit heute schon überzeichnet, wie man bei Aktienneuemissionen sagen würde.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-20 21:40:38
von Willi Jung
Aber falls es jemanden interessiert. Nach einer überschlägigen Kalkulation bleiben uns bei einem Literpreis von 20,-€ incl. Lieferung nach Deutschland nach Abzug aller Kosten knapp 10,-€ pro Stunde Arbeitseinsatz.
Das lässt sich vielleicht durch Kauf eines Handrüttlers noch etwas optimieren, kann aber letztlich nur unter Liebhaberei verbucht werden.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-20 21:44:41
von Bahnhofs-Emma
Dann trage ich mich mal auf der Warteliste ein.
Oder auf die Vorbestellerliste für die 2026er Ernte.
Grüße
Marcus
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-20 22:19:58
von DäddyHärry
Wenn die foreninternen NA-Überwinterer bei Willi einen "Zwangsstopp" einlegen, zwecks Ölverteilung....
ist das dann auch eine Schattenflotte?
Stelle mich hiermit hinter Bahnhofs-Emma an...
Gruß Härry
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-20 22:56:08
von Alexander
Willi Jung hat geschrieben: ↑2025-10-20 21:40:38
Das lässt sich vielleicht durch Kauf eines Handrüttlers noch etwas optimieren,
Liebe Grüße
Willi
Vielleicht musst Du den Handrüttler gar nicht kaufen sondern fragst Marcus - ich denke rütteln für Öl könnte klappen
Lg Alex
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-21 0:00:03
von franz_appa
Hi
10 euro Stundenlohn - geht doch.
Meinst du die portugiesischen oder spanischen Oliven-Bauern verdienen mehr ??
Aber aus Sicht des Nordeuropäers ist das sicherlich keine gutes Lohnniveau - das stimmt.
Aber um euer Projekt am Leben zu erhalten / zu unterstützen sind die Olivenbäume sicherlich doch wertvoll.
Frage: wieviel Bäume bzw wieviel Hektar / qm Olivenhain war/ist das ???
Greets
natte
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-21 9:49:11
von Lassie
Servus,
ich war vor 3 Wochen in der Toskana und hab dort den Beginn der Olivenernte mitbekommen. Am Meer war sie gut, da die Oliven keine Insektenstiche hatten, weiter im Landesinneren ist die Ernte deutlich weniger vielversprechend. Die Olivenbauern ernten die Oliven meist mit elektrischen Besen d.h. müssen die Oliven von den Bäumen pflücken. Liegen die Oliven am Boden, sind sie nicht mehr gut genug. Gepresst wird in Genossenschaftsmühlen, da wir über Bekannte den Vorstand der Genossenschaft kennen lernen durften, hatten wir die Chance da mal rein zu kommen und zuzuschauen. War sehr interessant!
Was mir nie so klar war: die Olivenbauern bewachen ihre Ernte wie ein Schiesshund, der Literpreis für gutes Öl geht bei mindestens 18 Euro los, der Trester (Pressabfälle) werden von den großen Ölmühlen aufgekauft und 'nachgepresst' - das gibt dann das Öl für unsere Supermärkte.
VG Jürgen
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-21 13:25:59
von Willi Jung
franz_appa hat geschrieben: ↑2025-10-21 0:00:03
Hi
10 euro Stundenlohn - geht doch.
Meinst du die portugiesischen oder spanischen Oliven-Bauern verdienen mehr ??
Aber aus Sicht des Nordeuropäers ist das sicherlich keine gutes Lohnniveau - das stimmt.
Aber um euer Projekt am Leben zu erhalten / zu unterstützen sind die Olivenbäume sicherlich doch wertvoll.
Frage: wieviel Bäume bzw wieviel Hektar / qm Olivenhain war/ist das ???
Greets
natte
Hallo Natte,
ich gehe davon aus, dass die heimischen Olivenbauern deutlich weniger erwirtschaften. Die haben nämlich keinen Zugriff auf einen Markt, wo eine Direktvermarktung zu 20,-€ pro Liter möglich ist. Die ernten aber auch (ich weiß nicht wie) doppelt so viel pro Tag mit gleicher (nicht-) Erntetechnik.
Ich hab das auch nicht kund getan, um zu jammern, sondern nur um Mal etwas die Relation deutlich zu machen. Ich hätte vorher bei 20,-€ auch gedacht "das ist aber teuer".
Ich selbst bin in der glücklichen Lage, dass ich kein Zubrot mehr brauche, aber für unsere Mitbewohner, die noch zusätzliche Einkünfte benötigen, sieht das schon anders aus.
Wir haben hier knapp 800 Bäume. Da kommen vielleicht 500 Liter zusammen. Dann aber im Wechsel ein Jahr, in dem fast keine Ernte ist. Letztes Jahr war der Ertrag genau Null. Die über 200 Stunden für die Pflege des Olivenhaine hast du aber trotzdem, auch wenn die Erntearbeit dann weg fällt.
Wenn ich das noch rein nehme im die Vollkostenrechnung sind's eher 8,-€ die Stunde. Und dann hab ich noch keine Abschreibung für den Traktor oder meinen LKW-Anhänger reingerechnet.
Wenn man da richtig betriebswirtschaftlich dran gehen will, treibt es einem sicher die Tränen in die Augen.
Mir geht's nur drum ein wenig Bewusstsein zu schaffen, was es bedeutet, wenn ich im Supermarkt den Liter für 8,-€ kaufe.
In der Nähe der Mühle standen an einer Bushaltestelle schwarz afrikanische Tagelöhner, die dort abgeholt wurden von den Bauern für den Ernte-Einsatz. Ich möchte nicht wissen, was die pro Stunde bekommen. Dann würde ich nur noch heulen.
Liebe Grüße
Willi
Re: Leben in der Extremadura, besuch uns doch Mal!
Verfasst: 2025-10-21 13:33:22
von Willi Jung
Lassie hat geschrieben: ↑2025-10-21 9:49:11
Servus,
ich war vor 3 Wochen in der Toskana und hab dort den Beginn der Olivenernte mitbekommen. Am Meer war sie gut, da die Oliven keine Insektenstiche hatten, weiter im Landesinneren ist die Ernte deutlich weniger vielversprechend. Die Olivenbauern ernten die Oliven meist mit elektrischen Besen d.h. müssen die Oliven von den Bäumen pflücken. Liegen die Oliven am Boden, sind sie nicht mehr gut genug. Gepresst wird in Genossenschaftsmühlen, da wir über Bekannte den Vorstand der Genossenschaft kennen lernen durften, hatten wir die Chance da mal rein zu kommen und zuzuschauen. War sehr interessant!
Was mir nie so klar war: die Olivenbauern bewachen ihre Ernte wie ein Schiesshund, der Literpreis für gutes Öl geht bei mindestens 18 Euro los, der Trester (Pressabfälle) werden von den großen Ölmühlen aufgekauft und 'nachgepresst' - das gibt dann das Öl für unsere Supermärkte.
7e5e7c8f-b8ed-49ac-95fc-8fdf14b77f2d.jpeg
7db3902a-c7ec-406c-8185-5bb919d71410.jpeg
f588e971-0a24-4a42-b5ac-32ebdab0d1cc.jpeg
cf57d28d-4cd8-4fec-9532-dd7ad49af0b1.jpeg
VG Jürgen
Hallo Jürgen,
sehr beeindruckende Bilder. Bei unserer Mühle war das alles eine Nummer kleiner, aber technisch auf höchstem Niveau.
Wir haben aber auch mit vielen Nachbarn vorher gesprochen und fahren 40km weit, um dort ein echtes kalt gepresstes Öl auf dem Level zu bekommen. Es gibt noch einige Mühlen die näher wären, aber nicht so vertrauenserweckend sind.
Die Farbe in dem Kelch ist ein Traum!
Liebe Grüße
Willi