Die Diskussion ist auseinandergedriftet, ohne dass man es bemerkt hätte.
Das Verkleben und Vernieten von Alu-Winkeln auf GFK ist absolut richtig, da die Ausdehnungskoeffizienten annähernd gleich sind.
Die Wärmeausdehnungskoeffizienten für Alu und GFK sind mit etwa 0.020-0.024mm/mK ähnlich.
Das bedeutet für eine Verklebung beider Stoffe pro Kantenlänge von 1m und Temperaturbereichen von minus 10 bis plus 50°C , dass die Verklebung sich
1m x 60K x 0.002mm/mK = 0,12mm
unterschiedlich ausdehnt, egal ob innen oder aussen. Also irrelevant.
Damit ist die Frage beanwortet, ob das geht oder nicht. Es geht.
Nieten: hier verwendet man Alu-Spreiznieten. Zum Beispiel so:
https://youtu.be/zIL0Re5SAj4 oder
https://www.google.de/url?sa=i&url=http ... AdAAAAABAU
Diese dienen neben der exakten Montage - in diesem Fall des Alu-Winkels - vor allem dem Verpressen des Klebstoffs. In der Summe nehmen sie auch eine gewissen Kraft auf, also nicht unbedingt ganz zu vernachlässigen. Es gibt auch Kabinenbauer, die die Nieten wieder ausbohren und das Loch verspachteln.
Ich verwende einen herkömmlichen PU-Montagekleber, schleife und entfette vorher die Teile, und drücke auch immer etwas Klebstoff ist Bohrloch. Der Klebstoff quillt ein wenig auf und hält wie die Sau. Seit fast 20 Jahren bei uns im Einsatz, Kartusche 5€ bei unserem örtlichen Werkstattbedarf. Sein Zitat: halb Herford ist damit geklebt, alle seine Kunden nehmen nur noch den für normale Klebe-Einsätze.
Aber wie gesagt, ohne Spalt.
Kleben mit Spalt: das ist nur erforderlich, wenn die Teile nicht miteinander verpresst werden können oder aus Material bestehen, wo die Koeffizienten stark abweichen. Solarmodule auf dem Dach, wo Kunststoffwinkel zum Einsatz kommen und man nicht verpressen kann. Oder auf Nieten verzichten zugunsten der Wasserdichtigkeit.
Für den Innenbereich halte ich das für verzichtbar und ehrlich gesagt auch nicht für sonderlich elegant. Die Ausführungen von Youtube-HipsterInnen mit Zöpfchen, die ihre Teetassen mit zwei Händen halten müssen, mögen in ihren Videos anschaulich sein, lassen aber Expertise vermissen. Ihre Follower laufen da in nicht so optimale Lösungen. Und Montage-Spreizer sind auch keine Lösung, weil GFK-Wände nicht ausreichend stabil dafür sind und sich ausbeulen an der Stelle.
Fazit: Ordentlich anzeichnen, Bohren mit Tiefenbegrenzung, Schleifen, Entstauben und Entfetten, Klebstoff in die Nietenlöcher, Klebstoff auf die Fläche, mit Nieten positionieren, anziehen. Überschüssigen Klebstoff entfernen. Hält.