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Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 15:37:51
von vale
Mark86 hat geschrieben: ↑2022-01-10 15:20:43
Auf Kerkennah regnet es schon den ganzen Morgen, im Norden sind die flachen Chotts unter Wasser, bloß noch Grasbueschel gucken raus, die Wolken ziehen Richtung Djerba, hoffe mal dass die raus sind...
Laut insta graben sie noch.
Mit schweren Gerät hat es wohl nicht funktioniert.
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 15:53:02
von tichyx
Aktueller Stand:
--> Traktor hat versagt.
--> Ein Bagger hat die Sache noch schlimmer gemacht und ist wieder abgezogen.
--> Selbsthilfe ist jetzt der Plan, Holz im Baumarkt gekauft und Unterbau angefertigt. Achsen und Räder sind bereits in der Luft.
Mal sehen, wie es weiter geht...
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 15:56:22
von rennpeer
Hallo zusammen,
ich frag jetzt mal ganz naiv: Wäre das jetzt nicht ein Klassiker für Hebekissen?
der Albert
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 16:03:01
von Wombi
Wenn fester Grund erreicht wird ... Ja.
Wenn Sumpf total .... blöd.
Gruß, Wombi
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 16:45:24
von Nosilentrunning
Laut Insta sind sie wieder draußen... rausgezogen von einem Mog

Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 17:00:43
von w3llschmidt
Nosilentrunning hat geschrieben: ↑2022-01-10 16:45:24
... rausgezogen von einem Mog
Mit ner Winde

Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 17:51:01
von LKW Micha
Mal paar Bilder von der Aktion wären schön....

Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 18:20:54
von w3llschmidt
Wird schwierig, die ausm Instagramm zu kopieren ... ich frag mal.
So wie es aussieht ham die wirklich auf einer trockenen Stelle wenden(einkehren) wollen und dort versteckt am Rand ein fieses Schlammloch.
Der Reifen sieht aus wie mit Zement verschmiert und sauber abgzogen

Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 19:23:00
von Wilmaaa
w3llschmidt hat geschrieben: ↑2022-01-10 18:20:54
Wird schwierig, die ausm Instagramm zu kopieren ... ich frag mal.
Was soll das denn für eine Aktion werden?
Wird schon einen Grund haben, warum sich Leute für Plattform A oder B entschieden haben, und ihre dort hochgeladenen Medien entweder "öffentlich" stellen ( dann kann man das verlinken und braucht nix kopieren) oder nur für Mitglieder der Plattform zugänglich machen. Im zweiten Falle ist das halt so. Dann gucken Nichtmitglieder die Bilder eben nicht an.

Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 21:08:37
von w3llschmidt
Ich habe einfach höflich gefragt ob sie hier mal ein paar Bilder/Infos posten würden.
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 21:20:44
von vale
https://www.instagram.com/p/CYjtvNuodxr ... =copy_link
Nächster ähnlicher Fall, aber nun in Argentinien.
Gibts bei so einer Tiefe überhaupt die Möglichkeit sich rausziehen zu lassen ohne vorher zu schaufeln und die Räder einigermaßen aus dem dreck zu kriegen?
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-10 22:16:41
von Mark86
Nosilentrunning hat geschrieben: ↑2022-01-10 16:45:24
Laut Insta sind sie wieder draußen... rausgezogen von einem Mog
Lukas, die Welt ist klein...
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 0:04:09
von tichyx
Der Bergeversuch mit dem Strandbuggy ist wohl als Scherz gemeint?
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 0:13:05
von w3llschmidt
tichyx hat geschrieben: ↑2022-01-11 0:04:09
Der Bergeversuch mit dem Strandbuggy ist wohl als Scherz gemeint?
Der LKW wackelt ja nicht mal n Zenti. Wie eine Fliege.
Aber schon krass wie tief sich ein 4x4 einbudelt - sieht wie eingegraben aus
Kann das sein das die einfach zu lange graben lassen und erst aussteigen und gucken wenn der Schlamm
ins Fenster schwappt?
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 0:43:08
von felix
Moin,
bin mal im Moor hängen geblieben, auf sandigem, Trockenem Boden, da ist das dann das stehende Auto nach einer Stunde einfach so bis zur Stoßstange versunken, dann kam fester Grund...
Und ja, man kann so einen LKW heraus ziehen, wenn man etwas hat, das ziehen kann. Aber obacht, die Rangierkupplung im vorderen Querträger kann nicht viel ab, meiner war danach krumm.
MlG
Felix
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 0:45:02
von Mark86
Meiner lag irgendwann gefühlt auf der Frontstosstange...
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 1:00:55
von tichyx
w3llschmidt hat geschrieben: ↑2022-01-11 0:13:05
Kann das sein das die einfach zu lange graben lassen und erst aussteigen und gucken wenn der Schlamm
ins Fenster schwappt?
Ist oft ein Fehler, dass nach dem ersten Steckenbleiben zu lange mit drehenden Rädern weiter versucht wird rauszukommen. Wenn der Vortrieb endet, sofort rückwärts raus. Wenn das nicht geht, aufhören, maximal Luft aus den Reifen und ggf. Schaufeln + Bleche.
Bei Salzseen ist es aber meist so, dass eine feste Kruste völlig unerwartet bricht und darunter dann Schlamm wartet. Dann macht es einmal Peng und man ist bis zu den Achsen versunken. Deshalb: auf Salzseen nur dann herumfahren, wenn es auch die Einheimischen tun...

Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 1:23:31
von Mark86
Nutzt nix, wenn man dem einheimischen Landcruiser mit nem LKW folgt...

Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 16:59:06
von unimag
Zwar "nur" mit der G-Klasse...
Aber spaßig war das erst im Nachhinein. Location: Makarikari-Sümpfe in Botswana. Vorher stundenlang über offensichtlich feste Salzkruste gefahren und dann das. Passiert am Vormittag gegen 11 Uhr. Dann folgte Schaufeln, der Einsatz von Greifzug und Erdanker und allem, was man sonst so mitschleppt. Hat nichts geholfen; der erdanker ließ sich in den betonharten Lehm des Ufers nicht eindrehen, der Highlift versank immer tiefer im Schlamm, Grabungsversuche erwiesen sich als wenig erfolgreich, um Bleche unter die Räder zu kriegen....
Wir haben uns gequält bis zum Dunkelwerden. Dann fiel mir ein, dass hinter dem Fahrersitz noch ein Paar Schneeketten lagen. Diese habe ich dann übergestülpt, in tiefer Dunkelheit mit der Taschenlampe irgendwie am Reifen befestigt... Sie hielten knapp eine Radumdrehung. Aber das reichte zum Freikommen aus.
Gruß Gerd
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 17:19:35
von Bushrider65
Vor ein paar Wochen in der Kyselkum in Nähe des Aidarkul Sees ging es mir auch so .
Anfangs war nur das rechte Hinterrad eingebrochen .
Danach stehend und wie in Zeitlupe ohne jegliches zutun ist die gesamte rechte Seite versunken .
Oberfläche war staubtrocken ..
Auf dem Video sieht man wie dünn die tragende Schicht war - wie ein Teppich der auf flüssigem Schlamm schwimmt .
https://youtu.be/-tMOR0i-y3k

Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 18:21:46
von w3llschmidt
Bushrider65 hat geschrieben: ↑2022-01-11 17:19:35
Auf dem Video sieht man wie dünn die tragende Schicht war - wie ein Teppich der auf flüssigem Schlamm schwimmt .
Oha, wie heimtückisch

Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 18:34:28
von felix
Hallo,
so war das bei mir auch, nur, dass der LKW gleich über einen Meter tief versunken ist. War im Norden Norwegens im Sommer, vermute der Boden ist die meiste Zeit des Jahres gefroren.
MlG
Felix
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-11 23:07:49
von AndreasU2150
Hallo
Ja das geht auch mit einem Geländewagen sehr schnell.
Mitfahrer in Algerien hat es auch erfahren dürfen, war ne ordentliche Buddelei dann Sandbleche und Hi-Lift und mit meinem Toyo wieder rückwärts rausgezogen.
Es war auf der ganzen Strecke trocken und staubig aber an dieser Stelle nicht.
Andreas
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-12 21:55:23
von flexi
Moin!
Wollte hier nochmal aus unserer Perspektive etwas Licht ins Dunkle bringen. Wir haben den 1824 versenkt
Grundsätzlich zur Anfahrt: Weiß nicht genau, welches Bild meine Freundin vom Einstieg geteilt hatte aber vor der großen Fläche, in der das Wasser stand, ging es links hoch auf eine trockene Piste / Art Deich. Sind bis zu dem Platz da hinten durchgehend trocken gefahren, auf fester Piste.
Da hinten angekommen, hat uns dann ein kleiner, ca. knöcheltiefer Zulauf der Lagune von unserem Ziel, einer Burgruine getrennt. Wir sind den Zulauf (ca. 2-3m breit zu der Zeit (Tide)) abgelaufen und waren uns schon bewusst, dass es gewagt ist. Die Idee war, dass leichte Fahrzeug (4x4 Sprinter) probiert es und wir ziehen zur Not wieder raus. Und natürlich hat es nicht geklappt, Sprinter hängt fest. Also, unterschätzt, Learning 1.
Ich wollte mich dann relativ zügig mit dem Lkw so positionieren, dass wir den Sprinter mit Bergegurt rausziehen können. Um von hinten an den Sprinter ranzufahren, mussten wir durch das Grün, was wir normale möglichst immer vermeiden. Zu hektisch, die Ecke nicht abgelaufen (Learning 2), reingefahren, festgefahren, Achsen aufgesetzt… Ging ratzfatz.
Beim Sprinter war direkt klar, dass wir externe Hilfe benötigen. Für den Lkw hatten wir zwar drei Wagenheber aber verpennt die Kanthölzer in DE mit einzupacken (Learning 3). Also los getigert, Traktor organisiert. Bagger haben wir auf die Schnelle nicht gefunden. Der Traktor hat das Ganze natürlich nur schlimmer gemacht. Auch zu Dritt, Traktor und zwei Toyotas - keine Bewegung. Hätten wir uns sparen können (Learning 4).
Am nächsten Morgen kam der Bagger und hat sein Glück probiert. Sprinter hat sich kein Millimeter bewegt. Bei uns hat es den Lkw auch wieder nur tiefer sinken lassen.
Dann haben die Jungs noch einen zweiten Bagger geholt. Sprinter hinten angehoben, Sandbleche drunter, dann Bagger neu positioniert. Ein Bagger hat den Sprinter angehoben. Der andere Bagger hat den erste Bagger gezogen. Sprinter nach 24h frei!
Wir haben dann dankend weitere Versuche den Lkw mit den Baggern rauszuziehen abgelehnt und uns aufs Anheben und Unterbauen fokussiert. Beim nächsten Holzhandel genügend Holz geholt, und Lkw zumindest an der Hinterachse soweit angehoben, dass wir den rechten Hinterreifen einigermaßen unterbauen konnten.
Dann hat glücklicherweise (unter anderem) Lukimog auf unseren Hilferuf reagiert und ist vorbei gekommen.
Mit reduziertem Luftdruck und der Winden-Unterstützung vom Lukimog sind wir dann rausgekommen.
Also, alles in allem, haben wir viel Wertvolles aus der Sache mitgenommen, eine Kupplung die stinkt und extrem hilfreiche Menschen kennengelernt
Grüße aus Chenini
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-12 22:20:25
von lura
Danke für den Bericht, Erfahrungen sind immer gut, auch wenn andere sie machen durften.
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-12 22:23:35
von OliverM
Danke für die Meldung und die Schilderung aus erster Hand . Vergesst nicht das Ding bei nächster Gelegenheit mit amtl. viel Süßwasser zu spülen, ansonsten rostet euch der Karren zügig unterm Hintern weg .
Gruß und gute Weiterfahrt
Oliver
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-12 23:20:10
von felix
Moin,
lass den LKW in Tunesien waschen. Kostet nur ein paar Euro und die Jungs sind sehr gründlich. Viel gründlicher, als ne teure deutsche Waschanlage.
MlG
Felix
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-12 23:31:19
von Enzo
Moin
jepp....und danach mit Altöl einjauchen lassen...bestens prepariert für die nächste Salzpfanne
Jens
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-13 13:03:21
von unimag
Schön, dass Ihr wieder frei seid. Bei Euch gab es Hilfe von Baggern, Trecker, LKW usw. Wir standen in Botswana ganz allein. Kein Dorf in erreichbarer Nähe, kein Mensch weit und breit geschweige denn ein Fahrzeug, das vorbei gekommen wäre. Und unsere Lektion: Nie in Moor und salz den festen Weg verlassen. Ganz egal, was das GPS anzeigt. (Denn das hatten wir getan). Dabei hatte uns der Reiseführer ausdrücklich gewarnt....
Gruß Gerd
Re: Hilfe in Tunesien benötigt - Festgefahren
Verfasst: 2022-01-13 15:17:16
von w3llschmidt
flexi hat geschrieben: ↑2022-01-12 21:55:23
Wollte hier nochmal aus unserer Perspektive etwas Licht ins Dunkle bringen. Wir haben den 1824 versenkt
Hey Lukas, danke für den Bericht.
Eine Frage: lässt sich das konsequent mit einem Point man vermeiden? Also eine(r)m der vorläuft?
Ich denke mal wenn ich den Ärger sehe, würde ich im Tausch eher 10km zu Fuss latschen
