Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

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heinz4motion
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#151 Beitrag von heinz4motion » 2020-01-22 10:05:03

Mir hat Kokatee ausgezeichnet geholfen, jedenfalls gegen die Kopfschmerzen und Schlafstörungen, aber leider nicht gegen die Kurzatmigkeit. Ob der die Fahrtüchtigkeit beeinflusst, weiss ich nicht.

In D ist der leider verboten.

Mark86
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#152 Beitrag von Mark86 » 2020-01-23 16:26:21

Danke fuer die Tipps. Nach einer etwas unruhigen Nacht, einem halbtoten Tag und einem Apothekenbesuch bin ich nun deutlich besser dabei.

Der Apotheker gab mir zwei Sorten Tabletten, irgendwas mit D fuer 3x täglich prophylaktisch und Kitadol fuer akute Beschwerden. Letztere haben gestern jedenfalls geholfen. Diese Nacht habe ich gut geschlafen :)
Screenshot_20200122_120054_com.acaradolca.altimeter.jpg
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#153 Beitrag von KlausU » 2020-01-23 17:50:05

Jetzt willst du es aber wissen. :D Bissel schnell nach oben ohne Vorbereitung.
Diamox hättest du schon unten nehmen können, wirkt vorbeugend Wunder. :rock:
Kitadol ( Parazetamol + Koffein) ist gut gegen die Kopfschmerzen.
Viel Wasser und Cocatee trinken und wenig körperliche Belastung, dann solltest du spätestens in 2-3 Tagen über den Berg sein.
Dahinter sinds dann nur noch rund 4000 m üNN. :lol:
Viele Grüße
Klaus

Mark86
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#154 Beitrag von Mark86 » 2020-01-24 2:05:45

Ich glaube Diamox bekommt mir nicht so gut...

Wir sind heute bei bummeligen 2800m, auf dem Weg nach Ayacucho. Bis Cusco wird es aber noch 3 oder 4 Tage dauern...

Entweder sind die Straßen voller LKW, oder auf zig km hat man alle 500 bis 1000 Meter n geschwindigkeitshoeppel gegossen fuer den ich bis auf Schrittempo abbremsen muss... Geht hier nur sehr langsam voran...
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#155 Beitrag von Walöter » 2020-01-24 14:51:38

Servus Mark,

ich würde das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Von Diamox (Eine Zulassung zur Prophylaxe oder Behandlung der Höhenkrankheit existiert nicht!), Kitadol oder Sorochipills (fehlt nur noch dass einer auch noch Viagra empfiehlt, weil dass der eine oder andere ab 7.500 zu Leistungssteigerung nimmt, Wiki sei dank :wack: ) möchte ich dir dringend abraten. Ebenso wäre ich mit der "klassischen" Einnahme von Aspirin zurückhaltend. Höhenanpassung ist nun mal ein langwieriger Prozess, der bei jedem individuell verläuft. Anpassung wird ab 3.200 und 3.500 nötig, der eine merkt es halt mehr und ein anderer gar nicht. Als Faustregel für die Anpassung kannst du eine Erhöhung der Schlafhöhe von 600 mtr./Tag rechnen. Wenn du es genau wissen willst kannst du deinen Ruhepuls mal im Auge behalten: Während der Anpassung ist dieser stark erhöht, nach vollzogener Anpassung wieder gesunken. Viel Trinken (nicht unbedingt Matetee) hilft. Ansonsten "Go high sleep down": Mindesten 300 Meter höher sich aufhalten, zum Schlafen wieder diese hinunter. Wenn du dir (bzw. deinem Körper) ein bisschen Zeit lässt, wirst du auch in 5.000 Metern keine großen Probleme haben und kannst die Gegend dort genießen. Wenn nicht, wirst du eine g'scheite Watsch'n bekommen.
Klar bist du nicht in einem lebensbedrohlichen Höhenbereich, ins Auge kann das trotzdem gehen, und dann hast du länger keinen Spaß mehr.
Viel Spaß noch in den Anden!
Walter
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#156 Beitrag von Nelson » 2020-01-24 15:04:15

Hallo,


aus eigener Erfahrung unterstütze ich Walters Empfehlung. Bei unserer Fahrt vom Nepal nach Tibet hatten wir mit einer Gruppe von 5 Fahrzeugen und 12 Leuten die unterschiedlichsten Reaktionen auf die vielen Höhenänderungen. Netterweise war ich selbst so gut wie frei von Beschwerden; ich hatte einmal nach dem höchsten Pass kurz Kopfschmerzen. Die Etappen waren auch grob nach den bekannten Faustregeln für den Aufstieg geplant. Andere hatten trotzdem tagelang Übelkeit und dergleichen mehr, das habe ich zum Teil auch erst spät erfahren ( :wack: das nicht sofort zu komunizieren halte ich im Nachhinein für den größten Fehler). Und wenn das nur mit Diamox und Konsorten niedergehalten wird, wir aber inzwischen auf einer großen Hochebene auf 5000m in Tibet sind, wo es nun mal weit und breit keine Möglichkeit zum Abstieg gibt, nimmt das der Sache schon die Lebensqualität. Wie gefährlich das gesundheitlich im Einzelfall ist, kann ich nicht beurteilen. Aber schön war das jedenfalls nicht.


Grüße

Nils

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#157 Beitrag von Mark86 » 2020-01-24 15:58:22

Danke.
Von den Diamox hatte ich 1 ausprobiert, im Ergebnis war ich den ganzen Tag high :positiv:
Die übrigen 5 habe ich schon dem Mülleimer zugeführt.

Kitadol hat mir den einen harten Tag scheinbar geholfen. Von den 4 gekauften Tabletten (wurde in dem Dorf alles einzeln verkauft) sind noch 3 da und Aspirin ist nicht mal an Bord...

Ich gehöre eigentlich zu den Leuten, die im Regelfall gar keine Medikamente nehmen...

Wir haben die letzte Nacht auf 2800 verbracht, nun wirds wieder höher, aber ich glaube ich hab mich langsam dran gewöhnt. In Chile ist mir das gar nicht aufgefallen, das ich auf 2500 und dann schwupps auf 3600 war, so dass das mit den "körperliche Anstrengungen vermeiden" natürlich auch nicht geklappt hat... 25km mitm mountainbike, 15km wandern und noch ne Stunde schwimmen auf 2800 bis 3600m waren da nicht so gut und jetzt von Lima aus kommend von 0 auf ueber 3000 halt n bisschen schnell, ich denke aber, ich bin drüber weg :)
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#158 Beitrag von Nelson » 2020-01-24 16:30:30

Mark86 hat geschrieben:
2020-01-24 15:58:22
Ich gehöre eigentlich zu den Leuten, die im Regelfall gar keine Medikamente nehmen...
Dito. Aber wenn das so ist:
Mark86 hat geschrieben:
2020-01-24 15:58:22
Von den Diamox hatte ich 1 ausprobiert, im Ergebnis war ich den ganzen Tag high
...dann habe ich wohl was verpasst :joke: und es erklärt auch einiges in der Gruppe damals :lol:

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#159 Beitrag von KlausU » 2020-01-24 17:41:56

Moin,
ich kann zumindest von Bolivien sagen das Diamox, Kitadol und Sorochi gängiger Standard sind.
Da stört es niemanden das z. B. Diamox nicht für die Behandlung der Höhenkrankheit zugelassen ist.

Da gibts nen netten Aufsatz zu:

https://www.akdae.de/Arzneimitteltherap ... /index.php

Aber ich stimme Walters Beitrag voll zu, alle Medikamente sind schlechter als langsame Höhenanpassung.

Und das mit dem Moutainbikefahren usw.hab ich doch anders in Erinnerung:
"" Mark schiebt. Mark schiebt tapfer weiter. "" :joke:

Nix für ungut, verliert nicht den Humor und die Abenteuerlust.
Die Anden sind schon was besonderes, genießt sie.
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Klaus

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#160 Beitrag von Mark86 » 2020-01-26 0:09:49

Ich sagte doch, "und wandern"...

Gestern sind wir die nördliche 3S von Huancayo am Rio Mantaro laengs bis Huanta gefahren. Die Strasse war ok, wenn auch nicht durchgehend asphaltiert und manchmal recht eng.

Heute die 28B bis Kimbiri war eine Katastrophe. Es muss in den letzten Tagen hier derbe Unwetter gegeben haben welche die Strasse, wenn man sie so nennen kann, unter unzähligen Erdrutsche begraben hat... Hier ist viel schweres Gerät im Einsatz, ausser Bagger, Radladern, LKW und Toyota Geländewagen fährt hier nix. Massive Polizeikontrolle durften wir als Touristen so durch, sonst KM langer Stau, jedes Auto wurde gefilzt... Teilweise ging es im Konvoi, waerend weiter Steine vom Berg rutschten in gefuehlt ner Schlange von 100 Toyota hinterm Radladern hinterher. Die weitere Strasse war dann so schlecht, daß nicht mehr wie 15 kmh drin war...

Nun sind wir zur uebernachtung gefühlt im Regenwald...
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#161 Beitrag von Wombi » 2020-01-30 18:47:32

Bleib tapfer .... Du schaffst das... ;)

Und mach langsam mit der Höhe !!!

Wir standen auch schon 6 Tage in strömenden Regen .... ein Erdrutsch vor uns, ein weiterer etwa 1 km hinter uns.
Das ist eben so in den Gegenden.
Aktuell sind wir seit 3 Monaten in den Guianas oben.
Tropische Regengüsse und Schlammpisten an der Tagesordnung.

Gruß, Wombi
Es ist an der Zeit, die Reste der Welt zu entdecken........

15.4.2013, ab da werden wir uns für seeeehr lange Zeit nicht mehr sehen :-))))

Der Urlaub ohne Stress hat begonnen :-))) www.wombi-on-tour.de

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#162 Beitrag von Mark86 » 2020-01-30 18:55:50

Ich glaube 6 Tage festsitzen, darauf verzichten wir mal lieber. Wir waren gestern auf dem Matchu Picchu und sind heute in den heißen Quellen von Santa teresa, morgen geht's nach cusco. Waere schön wenn wir dann mal nen richtigen Supermarkt finden mit importware als vollsortimenter und fuer uns bezahlbaren Preisen :)

Anschließend geht's ueber den titicacasee nach La Pax, so der Plan...
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#163 Beitrag von heinz4motion » 2020-02-01 10:57:16

Wieder was gelernt :eek:

Ich dachte, man könne nur zu Fuß oder per Bahn nach Machu Picchu kommen. Aber es geht wohl auch anders.
Wenn ich mir aktuelle Dokus anschaue, dann weiss ich nicht, ob ich mich in diesen Touristenmassen noch wohl fühlen würde.

Ich bin vor 15 Jahren da gewesen. Mit dem Zug von Cusco nach Aqua Calientes. Da ins Hotel, und am nächsten Tag mit dem ersten Bus am Morgen hoch nach Machu Picchu. Das war unglaublich. Nur gaanz wenige Leute tapperten durch das Gelände, ein paar Lamas standen da rum, und in den Bergen rundrum hingen noch die Wolken. Traumhaft !

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#164 Beitrag von Mark86 » 2020-02-01 14:44:05

Wir sind von Quillabamba (da gibt's keine Touristen, sehr schöner Ort) ueber Santa Teresa zur Hydroelektrika gefahren. Da ist aber schon viel Tourismus... Dann nach Aguas Calientes gelaufen, haben da die Tickets gekauft und sind auf den Matchu Picchu. Hotels machen fuer uns halt wenig Sinn und solche Touren haelt unsere Reisekasse auch nicht aus. Da ist von 400 bis 600 Euro fuer ne 3 Tagestour die Rede, plus Verpflegung und Taschengeld pro Person. Wir haben 305 Sol, also keine 100$ fuer zwei Eintrittstickets bezahlt, was ich schon teuer fand...

An sich ist schon viel los, Santa Teresa ist noch recht nett, Aguas Calientes besteht nur aus Hotels, Olantaytambo sind wir durchgefahren, Tourismus pour. Jetzt sind wir in Cusco, in entsprechenden Vierteln reiht sich Touriladen an Hotel an Restaurant...

Ich denke mal, wir haben von Massentourismus nun genug und fahren zum letzten Reisefuehrertouriziel auf unserer Reise, dem Titicacasee... Da oder d as nach sollte es wieder weniger werden.

Die üblichen Touriziele in Peru haben wir dann auch gesehen. Wer hier ne fertige Rundreise in Peru macht, der hat glaube ich von Peru selbst nix gesehen...
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#165 Beitrag von heinz4motion » 2020-02-01 17:54:51

Mark86 hat geschrieben:
2020-02-01 14:44:05

Ich denke mal, wir haben von Massentourismus nun genug und fahren zum letzten Reisefuehrertouriziel auf unserer Reise, dem Titicacasee... Da oder d as nach sollte es wieder weniger werden.
Sehr schön!
Puno fand ich nicht so toll, aber man muss natürlich mal zu den schwimmenden Inseln raus, auch wenns der totale touristische Overkill ist.
In Copacabana könnte ich Euch ein wirklich nettes kleines Hotel empfehlen, aber sowas braucht Ihr ja nicht. Steht heute sowieso in jedem Lonely Planet ;-)

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#166 Beitrag von Mark86 » 2020-02-03 3:17:21

Ja, LP haben wir dabei, steht auch viel Mist drin, wie in vielen Reiseblogs, IDooflaender, etc. Muss man halt immer schauen.
Der Tourismus hört aber hinter Cusco nicht auf, ich glaube er fängt hier erst an. Cusco gefiel uns nicht so gut, da haben wir schönere Städte gesehen. Ich glaube man kann 2 oder 3 Wochen Rundreise hier machen und hat ausser vorgegaukeltem Tourikram von Peru gar nix gesehen.

Heute waren wir auf Rainbow Mountains. Mitm LKW konnten wir bis auf 4600m fahren, zu Fuß ging dann bis auf 5036m...

Ich hatte zum ersten Mal in den Dörfern bei der Anfahrt das Gefühl, dass die Leute vom Tourismus die Nase voll haben. Den Eselskarrenweg durch die Dörfer nehmen morgens min. 50 Sprinter Busse...

Morgen werden wir vielleicht in Puno ankommen.
In Cusco habe ich Gas getankt, LPG Anschluss ist überall in Peru gleich, habe dafür wieder nicht den Wynen Suedamerika Adapter gebraucht, ka wo der passen soll, in Peru nicht. Das LPG System in Peru ist DISH, haben bei uns Franzosen und Italiener, der Adapter aus dem Europaset passte... 44 Liter haben wir in den 5 oder 6 Wochen gebraucht... (2 11kg Flaschen umgerechnet... )
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#167 Beitrag von Mark86 » 2020-02-09 3:22:46

Heute war das erste Mal auf ueber 100.000km und 4 Kontinenten, bei dem der LKW einfach zu gross war und wir unsere Reiseplanung deshalb erheblich ändern mussten und den Tag komplett fuer nuesse gefahren sind. Immerhin hielten sich die Materiellen Verluste mit 5cm Lack und ner Positionslampe in erfreulichen Grenzen. Ich habe dafür heute meinen 9h Trucktrail gefahren...
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#168 Beitrag von KlausU » 2020-02-09 14:08:06

So schlimm ist die Strasse von El Alto runter nach La Paz aber nun auch nicht.
Oder hast du versucht ins Valle de la Luna zu fahren und die Tunnel überschätzt?
Viele Grüße
Klaus

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#169 Beitrag von Mark86 » 2020-02-09 14:32:20

Das ist alles Kinderkram.

Ich habe versucht von Coroico auf die 40 Richtung Coripata / Cochabamba zu kommen. Das ist mir sogar gelungen. Wir waren aber das breiteste Auto in dem ganzen Dorf, sonst fuhren da eigentlich nur Toyota Highace rum. Auch die Parkabstaende waren eher darauf ausgelegt... Dazu war das ganze Dorf vollgestopft mit Autos und Marktstaenden, ein Wenden war unmöglich, die Straßen dank der parkenden Autos so eng das oft auch ein abbiegen nicht möglich war. Wir haben 2h bis auf die Route 40 gebraucht, um dann 100m zu schaffen, mit Autos aus dem Weg parken, Diskussionen darüber wer zurück fährt, etc. Und der Erkenntnis zu Fuss sowie einiger berichte Einheimischer dass die Strecke mit so einem Fahrzeug nicht fahrbar ist. Schlussendlich nach 4h oder so waren wir draußen, am Auto bei uns - 1 Positionslampe, - 8cm Farbe hinten an der Kofferkannte. Da hat der Abstand zu ner Hauswand nicht gereicht, da musste der Koffer sich 2-3 cm Zentimeter drücken...

Dafuer ist eine Frau unter den LKW gefahren (hab sie dann aus ihrer Eierfeile gebeten und das Auto raus und zur Seite gestellt, bei ungefähr 800 Leuten direkt auf dem Marktplatz drumherum, eine Wahnsinnige an den LKW gesprungen (ist ihr nicht bekommen, weil ich grade angefahren bin, hat sie aber nicht gemerkt, Drogen?? ) und ein Highacefahrer hat nicht mit bekommen, dass unser LKW breiter wie 2m ist und dabei sein Auto und noch 2 andere ramponiert...

Ich kenne dafür nun jede strasse im Dorf auch zu fuss und Zeit die andere bräuchten um Autobesitzer zu finden, oder Schlüssel (fahren kann ich ja selber) gab's dann fuer Tanja n Crashkurs in einweisen... Hatte man zu Hause schon machen sollen...

Wir haben deshalb umdisponiert und fahren statt der Nordroute ueber Trinidad die fuer LKW kein Problem sein soll ueber ueber die 4 etwas südlicher. Die Strecke ist kürzer und im Norden befürchte ich (habe ja keine Ahnung) dass wir wieder viel tropisches Klima haben von dem wir grade etwas genug haben, aber es gäbe auf der 1000km langen Strecke keine Alternative, falls mal grade wieder ne Brücke zusammen bricht oder die Strasse wegbricht... Hier ist Regenzeit, gestern abend standen die strasse 20 bis 30cm unter Wasser...

Leider mussten wir bis hier hin wieder hoch auf ueber 4000m, die ganzen Berge die wir hinter uns dachten, wieder hoch... Nun, die hoehe macht uns aber nix mehr, auch ueber nächtigen auf ueber 4000m sind kein Problem mehr... Kalt ist hier und der LKW qualmt morgens etwas beim Starten, sonst kein thema.
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#170 Beitrag von KlausU » 2020-02-09 15:15:04

Also der normale bolivianische Wochenendwahnsinn. Wolltet ihr die 25 nach Cochabamba fahren? Das würde ich mir zur Regenzeit nicht antun wollen.
Richtung Trinidad /Beni wirds tropisch., Trinidad liegt auf rund 160 m üNN.
Wenn ihr Richtung Süden Richtung Potosi wollt fahrt die Route über die 1 und die 4.
Ist zwar deutlich höher aber dafür moskitofrei. :D
Zuletzt geändert von KlausU am 2020-02-09 15:35:38, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Klaus

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#171 Beitrag von Mark86 » 2020-02-09 15:28:12

Hoert sich nach nem guten Tipp an, das machen wir :)
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#172 Beitrag von KlausU » 2020-02-09 15:37:28

Vermute mal das ihr auch zum Salar de Uyuni wollt, da wäre es über Cochabamba eher nen Umweg.
Viele Grüße
Klaus

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#173 Beitrag von Itchywheels » 2020-02-09 16:18:21

Die 25 ist ein absoluter Traum.... wenn es trocken ist!
Auf halbem Weg muss ein kleines Flussdelta durchquert werden mit einer schlecht zu erkennende Furt.
In der Regenzeit würde ich mir das nicht getrauen....

Gruß
Rico
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#174 Beitrag von Mark86 » 2020-02-09 23:34:59

Deswegen haben wir uns das auch geknickt und sind nun auf der N1.

Nein, die Salzseen stehen nicht auf unserem Reiseplan. Alles kann man eh nicht sehen und hoch & kalt hatten wir nun genug. Unsere Urlaubszeit ist halt auch begrenzt...
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#175 Beitrag von KlausU » 2020-02-10 10:17:11

Kann ich nachvollziehen das es im Dauerregen keinen Spass macht. Kann sich aber minütlich ändern.
Wobei ich dann doch die 30 nach Uyuni empfehle weil die viel weniger Verkehr hat und dann die 5 über Potosi nach Sucre fahren würde.
Wobei ich nicht weiß wie eng euer Zeitplan ist.
Viele Grüße
Klaus

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#176 Beitrag von Mark86 » 2020-02-10 14:55:57

25. März gehen die Rueckfluege aus Uruguay.
Wir sind jetzt in Challapata, da waere dein Tipp mit 1 Tag plus umsetzbar, ich sprech das gleich an, wenn Madame aus der Dusche ist :)

Dauerregen will ich zum Glück nicht sagen.
Aber, es regnet fast jeden Tag ein bisschen, und auch oft abends, wo ich lieber draußen sitzen würde... Ist eher so Weiterfahrwetter als Urlaubswetter...
In Paraguay soll es wärmer werden, bin mal gespannt. Bis jetzt konnte uns Bolivien noch nicht überzeugen...
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#177 Beitrag von KlausU » 2020-02-10 15:28:27

In Sucre ist die nächsten Tage auch mäßiges Wetter angesagt, Regenschauer und um die 18- 20 Grad, also etwa so wie ihr jetzt habt. Warmen Regen gibts erst unten, so um die 30 Grad in Santa Cruz.
Viele Grüße
Klaus

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#178 Beitrag von burkhard » 2020-02-10 15:33:35

Mark86 hat geschrieben:
2020-02-10 14:55:57
Bis jetzt konnte uns Bolivien noch nicht überzeugen...
Das würde sich dramatisch ändern, wenn ihr die Salar de Uyuini und die Lagunen doch noch machen würdet. Das ist ein absolutes Highlight. Nicht nur von Bolivien, sondern vom gesamten südamerikanischen Kontinent.

Viele Grüße
Burkhard

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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#179 Beitrag von Mark86 » 2020-02-10 15:54:59

Mich schreckt es n bisschen ab, meinen LKW in Salz zu baden...
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Re: Auf zu neuen Abenteuern - Südamerika

#180 Beitrag von burkhard » 2020-02-10 16:01:10

Du musst ja nicht unbedingt auf die Salar de Uyuni fahren. Die ist auch vom Rand aus gesehen sehr beeindruckend. Außerdem kennen die Einheimischen das mit dem Salz. Du kannst den LKW überall in Uyuni abwaschen und das Salz gründlich abspülen lassen.

Viele Grüße
Burkhard

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