Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

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thomueller1
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Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#1 Beitrag von thomueller1 » 2018-11-28 22:46:13

Hallo,

wie hier schon etwas angeklungen, würde ich gern eine Frage zur Wahl eines passenden Fahrgestells stellen: Wie vergleichen sich ein Saurer 6DM vom schweizer Militär mir einem Mercedes 1017 bis 1222 bzw. Iveco/Magirus 90-60 bis 120-25? Ich sehe die folgenden Vor- und Nachteile, lasse mich aber gern korrigieren:

Saurer 6DM:
+ Anschaffung 10.000-12.000€
+ Perfekte Wartung, oft sehr guter Zustand
+ Keine großen Umrüstungen für ein Expeditionsmobil nötig
- Hoher Verbrauch
- Teure Ersatzteile und schlechtere Verfügbarkeit
- Wenig verbreitet, teils exotische Technik (z.B. Getriebe)

Mercedes/Iveco/Magirus:
+ Günstiger Verbrauch
+ Gute Ersatzteilversorgung
+ Weite Verbreitung
0 Zustand meist OK
- Meist umfangreiche Umbauten wünschenswert (Rückbau des Fauerwehraufbaus, Einzelbereifung, Höherlegung, Kürzung einer Doppelkabine, ...)
- Anschaffung: 15.000-20.000€ für Fahrzeug mit Einzelkabine

Mein Eindruck ist, dass sich beim Saurer die Mehrkosten für Verbrauch und Ersatzteile über einen längeren Zeitraum gegenüber der höheren Anschaffungskosten einer Feuerwehr inklusive der Umbaukosten rechnen könnten und dass man absolut gesehen mit einem Saurer das robustere Fahrzeug bekommt. Übersehe ich hier etwas oder ist die Gewichtung eher so, dass das Fazit anders herum ausfallen muss? (Ich denke, dass sich ein MAN KAT als Alternative nicht anbietet, da die Anschaffungskosten hier in der Regel eher noch höher als bei den Feuerwehren sind. Ich habe auch den Eindruck, dass diese oft nicht so gut gepflegt oder erhalten sind.)
Zuletzt geändert von thomueller1 am 2018-11-28 23:28:38, insgesamt 1-mal geändert.

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Willi Jung
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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#2 Beitrag von Willi Jung » 2018-11-28 23:25:36

Wenn ich den großen Führerschein hätte, wäre der Saurer genau aus den von dir genannten Gründen meine erste Wahl.
Wenn du dann noch gleiche Motorleistung vergleichst, ist da auch kein relevanter Mehrverbrauch mehr.
Liebe Grüße
Willi
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carsten
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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#3 Beitrag von carsten » 2018-11-28 23:43:05

Hi,
das seh ich auch so. Er ist ja auch noch was schwerer als ein 1017 oder ein 90-16.
Teile gibt's noch, Stütz hat soweit ich weiss alles und verschickt es weltweit, aber leider zum hohen Preis.
Grüße, Carsten

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#4 Beitrag von Chris_G300DT » 2018-11-29 0:13:58

Naja eine Magirus Feuerwehr liegt eher im Bereich 5000-10000. Und da hast du schon die mit besserem Zustand.

Zum Saurer kann ich nichts sagen. Da dich so ein Fahrzeug in der Regel viele Jahre begleiten wird und immer etwas zu tun ist, solltest du die Kosten für Teile und die Betriebskosten nicht unterschätzen.

Ich wollte ursprünglich Mal auf man Kat Basis aufbauen. Zu der Zeit lagen die Kat1 4x4 bei unter 5000 Euro.
Ich habe mich dagegen entschieden, weil mir die Technik zu speziell war. Also speziell die Kombination aus Wsk, Getriebe und VG. Ein riesiger Klumpen Stahl.

Ich bin froh drum, das ich das unter anderem Dank einem hier vertretenen Kat Fahrer realisiert habe.

Ich habe dann meinen Fokus auf den 110-16 gelegt. Langer Radstand, Vollluftbremse, Deutz Motor und vor allem beherrschbare Technik mit kleineren Aggregaten.

Dann ist mir glücklicherweise der 170-23 ANW über den Weg gelaufen. Ähnlicher aber modernerer Motor wie im Kat, aber normales Getriebe ohne wsk und separates VG. Für mich optimal.

Ich habe solche Exoten wie den Saurer von Anfang an ausgeschlossen. Wäre mir persönlich zu anstrengend.
Aus wirtschaftlichen Gründen fährst du mit einem Volumenmodell wie einem Mercedes oder Iveco Magirus günstiger. Du bekommst die wichtigen Teile hier überall im Zubehör. Gebrauchtteile oder nos sind ebenfalls oft verfügbar.

Bei Iveco Magirus sind die Anschaffungskosten und die Betriebskosten geringer.
Umbauen musst du so oder so genug. Da wird es an dem bisschen Reifenwechseln oder Aufbau entfernen wohl nicht scheitern.

Gruß
Chris

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#5 Beitrag von lura » 2018-11-29 1:04:49

Neben den ganzen Kosten so d aus meiner Sicht Sitzposition und Fahrkomfort nicht zu unterschätzen. Mal Probefahrt, aber auf alle Fälle mal mitfahren und 10 min Probesitzen sollten vorher absolviert werden.
Gruß
Bernd

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#6 Beitrag von Daily4010WC » 2018-11-29 19:05:40

Die druckluftunterstützte Halbautomatik ist sehr nett anzufassen und bietet in allen
Lebenslagen die richtige Drehzahl.
Aber falls etwas schief geht, wird es ausserhalb der Schweiz sehr schnell unlustig.
Die Chancen, irgendwo im Nirgendwo die Karre alleine oder mit dem hier oft erwähnten
Dorfschmied wieder zum Laufen zu bringen, tendieren gegen 0.

Zudem möchte ich mich nicht auf einen einzigen Teilehändler verlassen müssen,
schon nur weil er die Preise ganz nach Gutdünken festlegen kann.

Und dann wäre mir persönlich der Saurer vong Optik her zu militärisch.

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#7 Beitrag von thomueller1 » 2018-11-29 19:31:56

Daily4010WC hat geschrieben:
2018-11-29 19:05:40
Zudem möchte ich mich nicht auf einen einzigen Teilehändler verlassen müssen
Vielleicht mangels Erfahrung eine dumme Frage dazu: Sind "normale Verschleißteile" (Bremsen, Filter, ...) auch nur von diesem einzigen Teilehaendler zu bekommen? Wie hoch ist der Anteil an wirklich exotischen Bauteilen (neben Motor und Getriebe)? Fuer welche (haeuftig benoetigten) Teile kann man auf Zulieferer zurueckgreifen?

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Gregorix
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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#8 Beitrag von Gregorix » 2018-11-29 20:12:36

Verschleißteile, Anbauteile etc. sind beim Saurer auch großteils von Standardzulieferern...ein Problem ist vielleicht, dass der Saurer in den Listen der Teillieferanten, die in der Werkstatt aufliegen oft nicht aufgeführt ist...es ohne Originalteil vielleicht schwer ist den richtigen Filter oder so zu finden.
Ansonsten..mit einem kompetenten Ansprechpartner zu HAuse kommt man meist durch..auch Mercedes hat nicht alles überall. Mit einem Europamodell steht man in Südamerika oft auch vor ratlosen Händlern.

Ich habe noch nie erlebt, dass jemand sein Ersatzteilproblem nicht lösen konnte, auch nicht bei Exoten. Es gibt für alle Autos eine Szene, die dir weiter helfen kann.
Bei Exoten ist es wichtiger sich da zu vernetzen, als bei verbreiteten Marken, aber dann gehts auch.
Mein Steyr ist vielleicht nicht ganz so exotisch, aber ich habe auch in der Sahara in der Dorfwerkstatt die passenden Filter bekommen.
Das Getriebe ist exotisch, aber nicht von Saurer wenn das ein Kriterium wäre, dürft auch keiner mit einem LKW mit WSK unterwegs sein...ist auch exotisch.

Wenn dir das Auto gefällt, würde mich der Exotenstatus nicht abhalten...solange es zumindest eine Serienproduktion gab.

LG

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#9 Beitrag von thomueller1 » 2019-08-24 17:08:54

Hallo zusammen,

bei mir ist die Entscheidung nun auf den Saurer (ohne Winde) gefallen. Diese Woche war dem TÜV (mit verbesserungswürdiger Kundenfreundlichkeit) gewidmet, aber nun ist er als Oldtimer zugelassen. Mägel gab es keine. der Prüfer war sogar erstaunt über den Zustand, weil alle, in dem alter gewöhnlichen Probleme nicht vorhanden waren. Hier sind drei Bilder:
334e961c-8108-4742-b135-86ea68d2e16a.jpeg
8d6c0ac5-2a62-42e1-8cbc-fa5883c1e090.jpeg
4a96e2be-1825-45cf-a77f-c24ed6f3073a.jpeg
Der nächste Schritt wird ein als Ladung deklarierbarer Wohnkoffer werden. Mir ist kein Shelter in den Maßen 5m x 2,5m (Größe der Pritsche) bekannt und eigentlich will ich auch etwas individuelles. So ungefähr stelle ich es mir vor:
Image Pasted at 2019-8-22 23-32.png
Das hellgraue soll ein Rahmen aus L-Profilen werden, den ich mir von einem Metallbauer bauen lassen muss. (Wenn da jemand eine Empfehlung im Raum Aachen oder im Lahn-Dill-Kreis hat, würde mich das sehr interessieren.) Dieser Rahmen soll mit Twistlocks oder ähnlichem an der Pritsche, genauer gesagt an den Alu-Querträgern, befestigt werden. Mir ist die Problematik mit der Verbindung zwischen Alu und Stahl bekannt, muss aber wohl einen Metallbauer nach einer Lösung fragen. Den Rahmen möchte ich dann mit einem Holz-Ständerwerk (hellbraun) in allen Flächen verstärken. Außen und innen stelle ich mir Holz-Platten/-Latten (blau) vor und dazwischen möchte Dämmplatten aus irgendeinem PU/PIR-Schaum (dunkelgrau) anbringen. Mir ist bewusst, dass das kein Leichtbau wird. Aber der Saurer hat 6t Zuladung und ich möchte so viel wie möglich selbst machen. Eigentlich würde ich auch gern noch auf den Metallrahmen verzichten, aber dann wird die Sache mit der theoretisch (für then TÜV) leichten Demontage etwas schwierig. Oder was denkt ihr? Insgesamt möchte ich mich bei dem Koffer am dem von SimonB hier im Forum bzw. an Andre und Brigitte Valärs Fahrzeug orientieren.

Gruß,
Thomas

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#10 Beitrag von Michael » 2019-08-25 7:57:50

Hai Thomas,

Die Konstruktion mit dem umlaufenden L-Profil hätte den Vorteil, daß die Kanten gegen Stöße unempfindlicher sind und du eine bessere Zugfestigkeit innerhalb des Koffers erreichst. Des weiteren kann man an Metall besser punktartige Befestigungen vornehmen.
Vom Gewicht her spielt es auch keine ganz so große Rolle. Bei 40 Meter L-Profil mit 50/50/5 mm (als Beispiel) sind es ca. 160 kg. Sollte der LKW abkönnen. Das ganze kann man dann auch wieder mit dünneren Materialien im Wandaufbau kompensieren.

Zur Entkoppelung des Koffers gegenüber der Pritsche kann man einen Trick anwenden, in dem man den Koffer nicht auf die Ecken auf die Pritsche abstellt, sondern 4 Abstützungen mittig der Wandfläche vorsieht. Also wie ein Plus unter dem Rechteck vom Koffer. Entspricht in etwa der Routenlagerung. Ist etwas schwierig zu erklären.... sonst müsste ich ein Bild malen oder mal am Objekt der begierde zeigen.

Gruß Michael

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#11 Beitrag von siegerland » 2019-08-25 8:05:03

Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb des Saurers! :wub:
Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben
.Curd Jürgens.
---
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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#12 Beitrag von thomueller1 » 2019-08-25 16:55:52

Michael hat geschrieben:
2019-08-25 7:57:50
Zur Entkoppelung des Koffers gegenüber der Pritsche kann man einen Trick anwenden, in dem man den Koffer nicht auf die Ecken auf die Pritsche abstellt, sondern 4 Abstützungen mittig der Wandfläche vorsieht. Also wie ein Plus unter dem Rechteck vom Koffer. Entspricht in etwa der Routenlagerung. Ist etwas schwierig zu erklären.... sonst müsste ich ein Bild malen oder mal am Objekt der begierde zeigen
Hallo Michael,

Danke für den einleuchtenden Hinweis. Das werde ich auf jeden Fall ansprechen, wenn sich jemand findet, der das schweißen könnte. Geht das auch mit Twistlocks an den Positionen? Ansonsten würde ja wahrscheinlich auch ein Riegel gehen, den man durch zwei übereinander liegende Löcher in Pritsche (natürlich im Metall) und Koffer schiebt.

Gruß,
Thomas

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#13 Beitrag von thomueller1 » 2019-08-25 20:52:22

Mir fällt gerade noch ein, dass der Saurer vorne mittig auf der Ladefläche eine Klappe hat, um auch von oben ans Getriebe zu kommen. Da muss ich zuerst einmal schauen, wie es darunter aussieht.

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#14 Beitrag von Michael » 2019-08-26 7:17:03

An das Getriebe muß man eigenlich nicht dran. Wenn, dann hat man schwerwiegendere Probleme als nur den Koffer abzuheben. Man könnte aber auch eine Luke im Koffer vorsehen, um an die Klappe für das Getriebe zu kommen. Hängt aber sehr von der Innenraumplanung ab.

Wo steht denn aktuell das Fahrzeug??? Achen oder Lahn Dill ? Wenn in Lahn Dill, könnte ich dir auch für die Planung Bilder machen, wenn du die Woche über in Achen bist. Ist ja für mich in Fahrradreichweite...

Soll der Koffer eigentlich immer drauf bleiben, oder mit recht einfachen Mitteln abgehoben werden können ??? Wäre die Frabe beim Rahmen, ob die Möglichkeit für Kurbelstützen vorhanden sein muß.
Wie schon angeboten, könnte ich dir eine Möglichkeit für den Rahmenbau des Koffers vermitteln. Ich arbeite in einer Firma, wo wir 30 Meter lange Hallenkrane bauen. Da wäre so ein Gestell schon filigraner Kleinkram....

Gruß Michael

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#15 Beitrag von thomueller1 » 2019-08-26 10:12:13

Der Koffer muss (zumindest theoretisch) abnehmbar sein, damit er als Ladung deklariert werden darf und mir keine Probleme mit der H-Zulassung macht. Den Rest schreibe ich dir, Michael, privat, um hier nicht mit unnötigen und privaten Details zu langweilen.

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#16 Beitrag von thomueller1 » 2019-08-29 0:04:17

Hallo zusammen,

Noch eine Frage zu solch einem Rahmen, der als Ladung deklariert werden soll: Wann muss dieser vom TÜV abgenommen werden? Oder muss nur die Befestigung am Fahrgestell (z. B. die Twistlocks) geprüft werden?

Ich frage, weil ein Metallbauer meine Anfrage aus Haftungsgründen und wegen der fehlenden Möglichkeit zur Prüfung abgelehnt hat. Ich hatte ja ein bisschen gedacht, dass ich bei einem Koffer als Ladung selbst die Verantwortung der Ladungssicherung trage. Auch der TÜV selbst hat bei der Vollabnahme des LKW nichts davon gesagt, als ich die Idee mit ihm grob angesprochen hatte. Aber das hat wahrscheinlich nichts zu bedeuten, weil der TÜV (Rheinland) ja nicht berät, sondern am Ende nur "ja", "nein" oder "nochmal von vorn anfangen" sagt, nachdem er das fertige Ergebnis sieht.

Gruß,
Thomas

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#17 Beitrag von Michael » 2019-08-29 15:56:35

Für den TÜV ist deine Ladung unrelevant. Es ist eine reine Ladungssicherungsgeschichte..

Gruß Michael

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#18 Beitrag von thomueller1 » 2019-08-29 16:00:51

Auch z.B. die Twistlocks, die ja dauerhaft fest am LKW befestigt wären?

Hauptse
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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#19 Beitrag von Hauptse » 2019-08-31 8:10:58

Michael hat geschrieben:
2019-08-29 15:56:35
Für den TÜV ist deine Ladung unrelevant. Es ist eine reine Ladungssicherungsgeschichte..

Gruß Michael
Michael hat Recht!

Der Metallbauer muss ja nicht Wohnkofferrahmen auf die Rechnung schreiben. Kann ja als Kunstwerk eingestuft werden.
Wenn du dein Kunstwerk spazieren fährst, bist du für die Ladungssicherung zuständig



So, dann Glückwünsche zum Saurer 6DM.
Tolles Fahrzeug.
Und das mit der WSK 400 wird heißer gekocht als es gegessen wird.
Eines vorab falls du in unbefestigte Gefilde aufbrechen möchtest.
Die Wandlerüberbrückungseinheit (WSK) ist eine Anfahrtshilfe und Hilfe bei zu großer Gangwahl. Das heißt sie öffnet die Überbrückungskupplung sollte die Motordrehzahl bei Steigungen sinken und ermöglicht eine Drehmomentverstärkung bei Übersetzungsverkürzung.

Sie ist nicht, ich betone nicht, für permanenten Wandlereinsatz ausgelegt. Soll heißen, im Grunde solltest du die richtige Gangwahl vor der Steigung vornehmen um eine Überhitzung der Einheit und des Öles zu vermeiden. Hilfreich wäre hier eine Temperaturüberwachung.
Aber sie kann einiges ab. Das soll Dir keine Angst machen, sondern nur damit du Probleme im Vornhinein vermeidest.
Manche KAT‘s haben zusätzlich noch einen weiteren Ölkühler für das Getriebeöl verbaut. Dann kann der Wandler einiges mehr vertragen.

Aber alles im Allem ist das System sehr stabil und auch nicht anfälliger als konventionelle Antriebseinheiten.

Gruß Andreas

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#20 Beitrag von Gregorix » 2019-09-01 9:24:27

Im Kat1 ist meines Wissens nach eine Wsk 380 eingebaut... Die macht schon mal Zicken, von der Wsk 400 hab ich noch keine Probleme gehört... Ist aber ot

Hauptse
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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#21 Beitrag von Hauptse » 2019-09-01 9:34:52

Gregorix hat geschrieben:
2019-09-01 9:24:27
Im Kat1 ist meines Wissens nach eine Wsk 380 eingebaut... Die macht schon mal Zicken, von der Wsk 400 hab ich noch keine Probleme gehört... Ist aber ot
Die WSK 380 kenn ich nicht und ist in keinem KAT verbaut.

WSK 370 in der Saugmotorversion=Zweiachser
WSK 400 in der Turbomotorversion=Drei-und Vierachser

Und diese beiden Versionen machen keine Zicken.

Sind identisch nur die Anzahl der Lamellen und der Schließdruck sind unterschiedlich.

Und laut deiner Aussage unproblematisch.

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#22 Beitrag von sico » 2019-09-01 10:00:10

Hauptse hat geschrieben:
2019-09-01 9:34:52
Gregorix hat geschrieben:
2019-09-01 9:24:27
Im Kat1 ist meines Wissens nach eine Wsk 380 eingebaut... Die macht schon mal Zicken, von der Wsk 400 hab ich noch keine Probleme gehört... Ist aber ot
Die WSK 380 kenn ich nicht und ist in keinem KAT verbaut.

WSK 370 in der Saugmotorversion=Zweiachser
WSK 400 in der Turbomotorversion=Drei-und Vierachser

Und diese beiden Versionen machen keine Zicken.

Sind identisch nur die Anzahl der Lamellen und der Schließdruck sind unterschiedlich.

Und laut deiner Aussage unproblematisch.

Naja, wenn ich mir so all die Beiträge aus dem KAT-Forum zum Thema WSK so ins Gedächtnis rufe, dann hat die WSK in der Überbrückungsfunktion für den Wandler durchaus ihre Zicken, speziell was das Steuergerät und die daraus resultierenden Drücke angeht.
Und die WSK ist schon mal keine "Anfahrhilfe". Man tritt auf die Schaltkupplung, legt den Gang ein, läßt das Kupplungspedal los und fährt dann mit dem Wandler los.
MfG
Sico

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#23 Beitrag von Gregorix » 2019-09-01 10:15:15

Das mit der wsk380 weiß ich von einem Freund, der Kat sammelt.... Aber es stimmt, die ist nur im 4x4 verbaut.

In Summe ist eine Wsk, bei korrekter Bedienung nicht anfälliger als eine normale Kraftubertragung.
Im Falle des Falles allerdings etwas komplizierter zu reparieren.

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#24 Beitrag von Hauptse » 2019-09-01 12:50:15

sico hat geschrieben:
2019-09-01 10:00:10



Naja, wenn ich mir so all die Beiträge aus dem KAT-Forum zum Thema WSK so ins Gedächtnis rufe, dann hat die WSK in der Überbrückungsfunktion für den Wandler durchaus ihre Zicken, speziell was das Steuergerät und die daraus resultierenden Drücke angeht.
Das sind vereinzelte Probleme und meist durch die MES4 entstanden. Dabei wurde das Getriebe generalüberholt, aber leider nicht bei ZF sondern in zivilen Reparaturwerkstätten.
Da sind viele Fehler passiert.
Die meisten KAT‘s haben keine Probleme.
Meiner auch nicht. Obwohl dieser nicht als Camper sondern als Arbeitsmaschine genutzt wird.

sico hat geschrieben:
2019-09-01 10:00:10
Und die WSK ist schon mal keine "Anfahrhilfe". Man tritt auf die Schaltkupplung, legt den Gang ein, läßt das Kupplungspedal los und fährt dann mit dem Wandler los.
MfG
Sico
Es ist eine Anfahrhilfe.
Sie soll verschleißfreies Anfahren ermöglichen und ein Splitgetriebe entbehrlich machen.
Sie hätte sonst keine Daseinsberechtigung vor einer konventionellen Kupplung.
Auch soll sie eine Drehmomentverstärkung erwirken, falls die Gesamtübersetzung mal zu groß ist und das ohne Zugkraftunterbrechung.

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Re: Saurer 6DM vs. Mercedes/Iveco/Magirus Feuerwehr

#25 Beitrag von thomueller1 » 2019-09-02 22:48:07

Hallo zusammen,

ich dachte bisher, dass der Wert des Fahrzeugs eher im (exotischen) Getriebe steckt, d.h. dass quasi ein Totalschaden vorliegt, wenn das Getriebe einen nicht reparablen Schaden bekäme. Der Wandler sollte doch um Welten weniger exotisch sein, oder?

Wie dem auch sei, ich denke, dass man darüber endlos philosophieren kann und dass es durchaus auch berechtigte unterschiedliche Auffassungen gibt. Die Erfahrung wird es zeigen, wie tauglich die Basis ist. Für den Fall, dass es einen Totalausfall gibt, wäre das jedenfalls finanziell weniger schmerzhaft als bei einer Basis, die man zusätzlich zur Anschaffung erst noch für den Preis des Saurers (oder noch mehr) in einen ähnlichen Zustand bringen würde. Noch dazu wäre es ja auch nur ein "Luxusproblem".

Zur eigentlichen Frage bezüglich der Kofferbefestigung: Aus dem womobox-Forum und anderen Diskussionen bekomme ich den Eindruck, dass ich es durchaus ohne Metallrahmen versuchen könnte. Vielleicht wird damit nicht das ganz harte Gelände möglich sein, aber das will ich auch gar nicht. Die Idee geht jetzt in Richtung auf Antirutschmatten gestellten Koffer, bei dem die Seitenwände außen etwas über den Pritschenboden nach unten überstehen und den Koffer so horizontal in Position halten. Zusätzlich wird der Koffer mit vier (oder mehr?) Schrauben nahe den Seitenmitten auf der Pritsche an dem Zwischenrahmen gehalten. Ich wäre ja nicht der erste, der das so macht, kann aber nachvollziehen, wenn andere an mehr gefühlte Sicherheit oder Reserven brauchen, insbesondere wenn es ins harte Gelände geht.

Gruß,
Thomas

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