Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
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Rechtslenker
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Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Liebes Forum,
da isser, der gute!
Ich habe ihn am Wochenende abgeholt. Macht richtig Spass und der Motor hat eine Baerenpower.
Hier ein paar Daten zum Fahrgestell:
- MB 1120 AF, Bj. 1991, 180 tkm, Rechtslenker
- Langes Fahrerhaus
- Laengssperre, Hinterachs-Diff.Sperre, Untersetzungsgetriebe
- Im frueheren Leben "Hose Layer Unit" beim South Wales Fire Service
Der Zustand ist soweit gut, abgesehen von ein paar Zipperlein, die wohl aufgrund seiner nahen Ausmusterung nicht mehr angegangen wurden:
- Kupplungspedal bleibt nach laengerem druecken unten
- Motorbremse wirkt nur maessig
- Hinterachsdifferential macht zicken
- Kraftstoffpumpe klingt "schlecht gelaunt"
- (und ich glaube, das die Kugelgelenke der Vorderachse auch bald noch kommen...)
Ich habe das Fahrzeug bei einer Auktion ergattert und die Ueberfuehrungsfahrt ging direkt zur Werkstatt, wo er aktuell die erste groessere Zuneigung (Oelwechsel, Abschmieren) in seinem weiten Leben erfaehrt.
Mein Plan ist, das Fahrzeug moeglichst bald nach Deutschland zu bringen, hier zuzulassen (vrsl. WoMo) und die entsprechenden Umbauten vorzunehmen.
Ziel des Projekts ist ein mindestens schlechtwege-taugliches Fernreise-Fahrzeug fuer die Familie (2 Erw., 2 Kleinkinder). Ich habe im Moment zwei Planvarianten:
1. Kompletter Neuaufbau mit neuem Zwischenrahmen und GfK-Kabine
2. Aufbau auf der Feuerwehr-Bodengruppe (alles oberhalb der Guertellinie abflexen und einen GfK-Koffer aufsetzen). Der Feuerwehr-Aufbau ist minimalistisch federgelagert und haette schone grosse Staukaesten. Das waere natuerlich etwas budgetschonend, bliebe aber definitiv ausserhalb echter Offroad-Phantasien.
Erstmal steht aber so oder so die Kabine an, wobei die spannendste Aufgabe der Einbau der zusaetzlichen Sitze fuer den Nachwuchs wird. Wenn Ihr hier gute Tipps zu Firmen habt, die mir da helfen bin ich fuer jeden Tipp dankbar.
So, jetzt genug fuer den Anfang, ich halte Euch auf dem Laufenden und werde mein Projekt hier so gut wie moeglich dokumentieren. Anbei noch ein paar Bilder und Skizzen im Rohstadium...
Viele Gruesse
Christian
da isser, der gute!
Ich habe ihn am Wochenende abgeholt. Macht richtig Spass und der Motor hat eine Baerenpower.
Hier ein paar Daten zum Fahrgestell:
- MB 1120 AF, Bj. 1991, 180 tkm, Rechtslenker
- Langes Fahrerhaus
- Laengssperre, Hinterachs-Diff.Sperre, Untersetzungsgetriebe
- Im frueheren Leben "Hose Layer Unit" beim South Wales Fire Service
Der Zustand ist soweit gut, abgesehen von ein paar Zipperlein, die wohl aufgrund seiner nahen Ausmusterung nicht mehr angegangen wurden:
- Kupplungspedal bleibt nach laengerem druecken unten
- Motorbremse wirkt nur maessig
- Hinterachsdifferential macht zicken
- Kraftstoffpumpe klingt "schlecht gelaunt"
- (und ich glaube, das die Kugelgelenke der Vorderachse auch bald noch kommen...)
Ich habe das Fahrzeug bei einer Auktion ergattert und die Ueberfuehrungsfahrt ging direkt zur Werkstatt, wo er aktuell die erste groessere Zuneigung (Oelwechsel, Abschmieren) in seinem weiten Leben erfaehrt.
Mein Plan ist, das Fahrzeug moeglichst bald nach Deutschland zu bringen, hier zuzulassen (vrsl. WoMo) und die entsprechenden Umbauten vorzunehmen.
Ziel des Projekts ist ein mindestens schlechtwege-taugliches Fernreise-Fahrzeug fuer die Familie (2 Erw., 2 Kleinkinder). Ich habe im Moment zwei Planvarianten:
1. Kompletter Neuaufbau mit neuem Zwischenrahmen und GfK-Kabine
2. Aufbau auf der Feuerwehr-Bodengruppe (alles oberhalb der Guertellinie abflexen und einen GfK-Koffer aufsetzen). Der Feuerwehr-Aufbau ist minimalistisch federgelagert und haette schone grosse Staukaesten. Das waere natuerlich etwas budgetschonend, bliebe aber definitiv ausserhalb echter Offroad-Phantasien.
Erstmal steht aber so oder so die Kabine an, wobei die spannendste Aufgabe der Einbau der zusaetzlichen Sitze fuer den Nachwuchs wird. Wenn Ihr hier gute Tipps zu Firmen habt, die mir da helfen bin ich fuer jeden Tipp dankbar.
So, jetzt genug fuer den Anfang, ich halte Euch auf dem Laufenden und werde mein Projekt hier so gut wie moeglich dokumentieren. Anbei noch ein paar Bilder und Skizzen im Rohstadium...
Viele Gruesse
Christian
- siegerland
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Hallo Christian,
herzlich willkommen hier im Forum. Schönes Auto hast Du da. Bin schon gespannt auf Deine Beiträge zum Ausbau der Leichten Klasse.
Gruß
siegerland
herzlich willkommen hier im Forum. Schönes Auto hast Du da. Bin schon gespannt auf Deine Beiträge zum Ausbau der Leichten Klasse.
Gruß
siegerland
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Habedere Christian,
herzlich Willkommen.
Also, die Version mit den Unterflurkästen gefällt mir.
herzlich Willkommen.
Also, die Version mit den Unterflurkästen gefällt mir.
Vor mir die Bahn, unter mir was fahrbares, nach mir die Sintflut.
Fragt mich nur, ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem.
Inzwischen Meister im Verschieben, von der "to do" in die "ach, was soll`s" Liste.
Fragt mich nur, ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem.
Inzwischen Meister im Verschieben, von der "to do" in die "ach, was soll`s" Liste.
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Hallo Christian,
willkommen und Viel Spaß für Dich und deine Frau beim weiteren planen und ausbauen.
Ein kleines Detail war mir bei deinem Auto aufgefallen... deine Dachform ist flach und damit anders, als ich sie sonst von den "Festland"-MB-Fernfahrerkabinen her kenne...
https://www.google.de/imgres?imgurl=htt ... mrc&uact=8
willkommen und Viel Spaß für Dich und deine Frau beim weiteren planen und ausbauen.
Ein kleines Detail war mir bei deinem Auto aufgefallen... deine Dachform ist flach und damit anders, als ich sie sonst von den "Festland"-MB-Fernfahrerkabinen her kenne...
https://www.google.de/imgres?imgurl=htt ... mrc&uact=8
Liebe Grüsse
Martin
-------
Entspanne dich. ...Lass das Steuer los. ...Trudle durch die Welt. ...Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky)
Martin
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Entspanne dich. ...Lass das Steuer los. ...Trudle durch die Welt. ...Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky)
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bullyschmiede
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
hallo forum,
bitte was ist ein -piketthilfefahrzeug-?
beste grüße aus thüringen
bitte was ist ein -piketthilfefahrzeug-?
beste grüße aus thüringen
MANniMan hat geschrieben:Hallo Christian,
willkommen und Viel Spaß für Dich und deine Frau beim weiteren planen und ausbauen.![]()
Ein kleines Detail war mir bei deinem Auto aufgefallen... deine Dachform ist flach und damit anders, als ich sie sonst von den "Festland"-MB-Fernfahrerkabinen her kenne...![]()
https://www.google.de/imgres?imgurl=htt ... mrc&uact=8
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- Ulf H
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
... hört sich nach einer Schweizer Bezeichnung an ...
Gruss Ulf
Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!
Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!
Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.
Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.
Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...
Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!
Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.
Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.
Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...
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Rechtslenker
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Die Schweizer nennen den Bereitschaftsdienst wohl auch Picketdienst... Vielleicht ein Ersatz- / Reservefahrzeug?
Das mit dem Dach war mir noch gar nicht so aufgefallen, laut EPC scheint das aber original zu sein (A6736570209) ... Naja, so baut der Dachtraeger wenigsten flacher auf, falls denn einer draufkommt.
Viele Gruesse
Christian
Das mit dem Dach war mir noch gar nicht so aufgefallen, laut EPC scheint das aber original zu sein (A6736570209) ... Naja, so baut der Dachtraeger wenigsten flacher auf, falls denn einer draufkommt.
Viele Gruesse
Christian
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Wieso kauft man sowas Rechtsgelenkt???
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.
- Wilmaaa
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Weil man es kann?
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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"Frauen haben in der Küche nichts zu suchen. Sie müssen sich um die Schweine kümmern und den Traktor schmieren." (Charlotte MacLeod)
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"Das ist also ein Kleinbus und ein LKW in einem." (Mitarbeiterin über den 170er)
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"Frauen haben in der Küche nichts zu suchen. Sie müssen sich um die Schweine kümmern und den Traktor schmieren." (Charlotte MacLeod)
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"Das ist also ein Kleinbus und ein LKW in einem." (Mitarbeiterin über den 170er)
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Man kann sich auch einen Knopf an die Backe nähen und ein Klavier dran hängen.
Das hat wenigstens einen praktischen Nutzen, dann weis man nämlich wie schwer Musik ist.
Das hat wenigstens einen praktischen Nutzen, dann weis man nämlich wie schwer Musik ist.
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Moin,
man könnte auch Christians Vorstellung lesen, dann wüsste man warum.
Gruß Claus
man könnte auch Christians Vorstellung lesen, dann wüsste man warum.
Gruß Claus
- Wilmaaa
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Als Absolventin eines Diplom-Studiengangs an einer Musikhochschule bedanke ich mich herzlich für diese Erkenntnis, die ich ohne Deinen Beitrag sicher nicht gehabt hätte.Mark86 hat geschrieben:Man kann sich auch einen Knopf an die Backe nähen und ein Klavier dran hängen.
Das hat wenigstens einen praktischen Nutzen, dann weis man nämlich wie schwer Musik ist.
Und jetzt zurück zum Thema, es geht hier um den Ausbau des 1120AF
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
12.AllradBlütenspannerTreffen im Alten Land: 1.5. bis 3.5.26
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Hallo,
Leo übersetzt Pikett mit 'stand-by for emergency duties' oder 'emergency response team' was frei übersetzt auf Katastrophenschutz rausläuft. Damit wird aber wohl im Sprachgebrauch die normale Feuerwehr gemeint sein. Dabei handelt es sich aber nicht um das Fahrzeug des Threaderöffners (Dachhöhe unterschiedlich).
Das Fahrzeug des Threaderöffners kommt aus England. Hm, ich hatte den Eindruck da bestand Klarstellungsbedarf...
Um den interpretierten Sinn der blöden Frage nochmal aufzunehmen und besser zu formulieren:
Warum einen Rechtslenker kaufen, wenns auch Linkslenker (also passend zu unserem Verkehr) gibt? Gings da um nen Preisvorteil oder vielleicht das Angebot an sich?
beste Grüße
Till
Leo übersetzt Pikett mit 'stand-by for emergency duties' oder 'emergency response team' was frei übersetzt auf Katastrophenschutz rausläuft. Damit wird aber wohl im Sprachgebrauch die normale Feuerwehr gemeint sein. Dabei handelt es sich aber nicht um das Fahrzeug des Threaderöffners (Dachhöhe unterschiedlich).
Das Fahrzeug des Threaderöffners kommt aus England. Hm, ich hatte den Eindruck da bestand Klarstellungsbedarf...
Um den interpretierten Sinn der blöden Frage nochmal aufzunehmen und besser zu formulieren:
Warum einen Rechtslenker kaufen, wenns auch Linkslenker (also passend zu unserem Verkehr) gibt? Gings da um nen Preisvorteil oder vielleicht das Angebot an sich?
beste Grüße
Till
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Moin,
Gruß Claus
ClausLa hat geschrieben:Moin,
man könnte auch Christians Vorstellung lesen, dann wüsste man warum.
Gruß Claus
Gruß Claus
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Christian wohnt in England, kauft ein englisches Fahrzeug...somit liegt rechtslenker ja nahe.
Steht in der Vorstellung (oder stehe ich jetzt auf dem Schlauch)
Dies sind ja aber immer meistens Gerüchte (Charlies Papa hat gesagt...). Kannst du das vielleicht näher beleuchten? Warum wählt man mit engl. Wohnsitz eine deutsche Zulassung?
Gruß Fabian
PS: sehr geniales Fahrzeug
Steht in der Vorstellung (oder stehe ich jetzt auf dem Schlauch)
Der Grund dazu würde mich mal interessieren. In deutschen einschlägigen Tuningforen und Fernsehsendungen wird gerne mal erzählt, dass eine Zulassung in England viele Vorteile hat (speziell: der Tüv (also das engl. Pendant) wäre lascher). Zumeist soll, laut diesen Berichten, das daran scheitern, dass man keinen engl. Wohnsitz hat.Rechtslenker hat geschrieben:
Mein Plan ist, das Fahrzeug moeglichst bald nach Deutschland zu bringen, hier zuzulassen (vrsl. WoMo) und die entsprechenden Umbauten vorzunehmen.
Dies sind ja aber immer meistens Gerüchte (Charlies Papa hat gesagt...). Kannst du das vielleicht näher beleuchten? Warum wählt man mit engl. Wohnsitz eine deutsche Zulassung?
Gruß Fabian
PS: sehr geniales Fahrzeug
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Rechtslenker
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Hallo,
ich hab das Fahrzeug hier zu einem ziemlich guten Preis bei einer Auktion geschossen, außerdem hat er alles was ich wollte.
Ich fahr die letzten Jahre mit Rechtslenkern in D und mit Linkslenkern in GB - wie es sich halt ergibt. Finde da weder in die eine noch in die andere Richtung grössere Nachteile bei. Muss dann halt mit dem Laster in Deutschland rueckwaerts durch den McDonalds Drive In fahren :-)
Zugelassen bleibt er erstmal in England - da wohne ich ja auch. Da ich das Auto langfristig behalten moechte, haengt die Zulassung in D ziemlich stark vom Brexit ab. Ich hab keine Lust, ein nicht EU-Wohnmobil mit Euro 0 zuzulassen, das duerfte so noch leichter gehen.
Zurueck zum Ausbau:
Ich habe in der Zwischenzeit Sitze fuer's Fahrerhaus hinten gekauft. Das sind Bussitze mit Dreipunktgurten von "Vogelsitze" mit e1 Zulassung. Die Zweierbank hat eine Breite zwischen den Stehern von ca. 80 cm und passt genau ueber den Motortunnel. Kleiner Tipp also fuer den, der sowas sucht: in UK gibts die Dinger wie Sand am Meer (aus Schulbussen u.A.) fuer ca. 50 Pfund das Stueck. Einfach mal beim Online-Auktionator unter "Seats Minibus" schauen.
Werde die demnaechst einbauen und dann gibts Bilder!
Viele Gruesse
Christian
ich hab das Fahrzeug hier zu einem ziemlich guten Preis bei einer Auktion geschossen, außerdem hat er alles was ich wollte.
Ich fahr die letzten Jahre mit Rechtslenkern in D und mit Linkslenkern in GB - wie es sich halt ergibt. Finde da weder in die eine noch in die andere Richtung grössere Nachteile bei. Muss dann halt mit dem Laster in Deutschland rueckwaerts durch den McDonalds Drive In fahren :-)
Zugelassen bleibt er erstmal in England - da wohne ich ja auch. Da ich das Auto langfristig behalten moechte, haengt die Zulassung in D ziemlich stark vom Brexit ab. Ich hab keine Lust, ein nicht EU-Wohnmobil mit Euro 0 zuzulassen, das duerfte so noch leichter gehen.
Zurueck zum Ausbau:
Ich habe in der Zwischenzeit Sitze fuer's Fahrerhaus hinten gekauft. Das sind Bussitze mit Dreipunktgurten von "Vogelsitze" mit e1 Zulassung. Die Zweierbank hat eine Breite zwischen den Stehern von ca. 80 cm und passt genau ueber den Motortunnel. Kleiner Tipp also fuer den, der sowas sucht: in UK gibts die Dinger wie Sand am Meer (aus Schulbussen u.A.) fuer ca. 50 Pfund das Stueck. Einfach mal beim Online-Auktionator unter "Seats Minibus" schauen.
Werde die demnaechst einbauen und dann gibts Bilder!
Viele Gruesse
Christian
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Rechtslenker
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
So, hier gibt es nun endlich mal ein Update von der Baustelle!
Ich habe in der Zwischenzeit den Aufbau soweit ausgeraeumt, alle Befestigungsstellen freigelegt und die Umbauung der Federboecke entfernt (da ging die Staukaesten drumrum..). Demnaechst werde ich ihn beim Schrottplatz vorbeibringen, ist fast nur Alu.
Dabei ist mir als erste Anekdote ein groeberer Konstruktionsfehler der Aufbaulagerung untergekommen. Der Aufbau ist hinten fest und vorne mit Tellerfedern gelagert. Allerdings hat sich ein besonders G'scheiter gedacht, dass man die integrierten Staukaesten mit tragenden Aluwinkeln verstaerken koennte, die direkt am Rahmen festgeschraubt sind. Somit war die ganze Kiste dann vorne wie hinten festgelagert. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, war eine Schweissnaht einer dicken Alu-Diagonalstrebe nicht sehr begeistert davon und hat die Gefolgschaft verweigert... siehe Bilder. Soll mir egal sein, der Aufbau fliegt ja ohnehin runter, fand's aber ganz interessant.
Das Fahrerhaus habe ich soweit leergeraeumt und die Innenverkleidungen entfernt. Die werden aufbereitet und neu bezogen. Dann kam der Dach-Schock: Wie MANniMan festgestellt hast, ist das lange Flachdach sehr ungewoehnlich und ich weiss jetzt auch warum. Um die Gesamthoehe zu reduzieren, hat der Aufbauhersteller das Dach auf Flach umgebaut. Die Streben wurden auf flach umgebaut, und die Dachhaut mit einem leichten Knick im vorderen Drittel flachgebogen. Das Dach hat sich dadurch verwoelbt und es bilden sich Pfuetzen. Im Knickbereich gab es dicke Durchrostungen. Um das Dach zu schuetzen haben die Freunde die Loecher dick zugespachtelt und das gesamte dach dick grundiert. Der Spachtel beginnt sich jetzt zu loesen und so weiter und so weiter, es steht also viel Arbeit an. Die Regenrinnen und der Scheibenrahmen brauchen auch einiges an Zuneigung, aber das wusste ich ja. Fuer das Dach habe ich folgende Optionen:
1. Abschleifen, rostbehandeln, neu spachteln
2. Abschleifen, rostbehandeln, schweissen
3. Abschleifen, rostbehandeln, und "Deckel" ueber den betroffenen Knick (entweder gedengeltes Blech oder GfK-Abguss)
4. Dach ausschneiden, genuegend Rand stehen lassen (der ist noch gut) und glattes Blech einkleben oder einschweissen, Versteifung durch aufgeklebte Airlineschienen statt Sicken.
Ich tendiere gerade zu 4. mit kleben (und den acht Schrauben am Dachrahmen). Alles andere ist doch etwas Flickschusterei, braucht genau so lange und das Wasser fliesst immer noch nicht vernuenftig ab. Ausserdem kaeme ich sehr gut an die tragenden Dachteile und koennte die gleich dauerhaft konservieren (sind fast nicht vom Rost befallen).
Fuer Tipps bin ich natuerlich sehr dankbar!
Ich mach jetzt erstmal Karosserie und Fahrerhaus soweit fertig, dann kommt der Aufbau runter, dann geht's an den Rahmen und dann beginnt der Neu-Aufbau!
Bzgl. Englischem TUEV bzw. MOT habe ich auch Neuigkeiten! Aktuell bin ich komplett MOT befreit, da das Auto als Feuerwehrauto zugelassen ist. Die Verkehrssicherheit ist voll in meiner Verantwortung. Bei LKW-Zulassung muesste ich alle 12 Wochen zur Inspection (gewerblich sogar 6 Wochen) in eine zertifizierte Werkstatt und jedes Jahr zum LKW-TUEV. Als Womo gelten unabhaengig vom Gewicht PKW-aehnliche Vorschriften, also jedes Jahr MOT Class 4. Dafuer gibt es ganz genaue Pruef-Handbuecher in denen steht was wie sein muss und warum man durchfallen kann. Wen's interessiert, hier sind die Vorgaben:
https://www.gov.uk/government/uploads/s ... -and-7.pdf
Bei den Reifen ist zum Beispiel wichtig, dass Load und Speedindex zum Fahrzeug passen, keine unterschiedlichen Reifen montiert sind, etc. Bei der Groesse sind die sehr entspannt. Das ist natuerlich angenehm, dafuer sind solche Dinge aber immer mit der Versicherung abzuklaeren, was oft mindestens genauso schwierig ist. Ich habe seither eine Versicherung gefunden, die mir ueberhaupt einen Preis fuer ein 27 Jahre altes Wohnmobil mit 6 Ltr. Hubraum geben konnte, und die beharrt darauf, dass ich eine von der Versicherung zertifizierte Wegfahrsperre verbaue.. Schau mer mal, auch dafuer wird es eine Loesung geben...
Wie Ihr seht, es ist genug zu tun. Aber es steht ein langes Wochenende an, da werde ich hoffentlich Fortschritte machen!
Viele Gruesse und bis bald
Christian
Ich habe in der Zwischenzeit den Aufbau soweit ausgeraeumt, alle Befestigungsstellen freigelegt und die Umbauung der Federboecke entfernt (da ging die Staukaesten drumrum..). Demnaechst werde ich ihn beim Schrottplatz vorbeibringen, ist fast nur Alu.
Dabei ist mir als erste Anekdote ein groeberer Konstruktionsfehler der Aufbaulagerung untergekommen. Der Aufbau ist hinten fest und vorne mit Tellerfedern gelagert. Allerdings hat sich ein besonders G'scheiter gedacht, dass man die integrierten Staukaesten mit tragenden Aluwinkeln verstaerken koennte, die direkt am Rahmen festgeschraubt sind. Somit war die ganze Kiste dann vorne wie hinten festgelagert. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, war eine Schweissnaht einer dicken Alu-Diagonalstrebe nicht sehr begeistert davon und hat die Gefolgschaft verweigert... siehe Bilder. Soll mir egal sein, der Aufbau fliegt ja ohnehin runter, fand's aber ganz interessant.
Das Fahrerhaus habe ich soweit leergeraeumt und die Innenverkleidungen entfernt. Die werden aufbereitet und neu bezogen. Dann kam der Dach-Schock: Wie MANniMan festgestellt hast, ist das lange Flachdach sehr ungewoehnlich und ich weiss jetzt auch warum. Um die Gesamthoehe zu reduzieren, hat der Aufbauhersteller das Dach auf Flach umgebaut. Die Streben wurden auf flach umgebaut, und die Dachhaut mit einem leichten Knick im vorderen Drittel flachgebogen. Das Dach hat sich dadurch verwoelbt und es bilden sich Pfuetzen. Im Knickbereich gab es dicke Durchrostungen. Um das Dach zu schuetzen haben die Freunde die Loecher dick zugespachtelt und das gesamte dach dick grundiert. Der Spachtel beginnt sich jetzt zu loesen und so weiter und so weiter, es steht also viel Arbeit an. Die Regenrinnen und der Scheibenrahmen brauchen auch einiges an Zuneigung, aber das wusste ich ja. Fuer das Dach habe ich folgende Optionen:
1. Abschleifen, rostbehandeln, neu spachteln
2. Abschleifen, rostbehandeln, schweissen
3. Abschleifen, rostbehandeln, und "Deckel" ueber den betroffenen Knick (entweder gedengeltes Blech oder GfK-Abguss)
4. Dach ausschneiden, genuegend Rand stehen lassen (der ist noch gut) und glattes Blech einkleben oder einschweissen, Versteifung durch aufgeklebte Airlineschienen statt Sicken.
Ich tendiere gerade zu 4. mit kleben (und den acht Schrauben am Dachrahmen). Alles andere ist doch etwas Flickschusterei, braucht genau so lange und das Wasser fliesst immer noch nicht vernuenftig ab. Ausserdem kaeme ich sehr gut an die tragenden Dachteile und koennte die gleich dauerhaft konservieren (sind fast nicht vom Rost befallen).
Fuer Tipps bin ich natuerlich sehr dankbar!
Ich mach jetzt erstmal Karosserie und Fahrerhaus soweit fertig, dann kommt der Aufbau runter, dann geht's an den Rahmen und dann beginnt der Neu-Aufbau!
Bzgl. Englischem TUEV bzw. MOT habe ich auch Neuigkeiten! Aktuell bin ich komplett MOT befreit, da das Auto als Feuerwehrauto zugelassen ist. Die Verkehrssicherheit ist voll in meiner Verantwortung. Bei LKW-Zulassung muesste ich alle 12 Wochen zur Inspection (gewerblich sogar 6 Wochen) in eine zertifizierte Werkstatt und jedes Jahr zum LKW-TUEV. Als Womo gelten unabhaengig vom Gewicht PKW-aehnliche Vorschriften, also jedes Jahr MOT Class 4. Dafuer gibt es ganz genaue Pruef-Handbuecher in denen steht was wie sein muss und warum man durchfallen kann. Wen's interessiert, hier sind die Vorgaben:
https://www.gov.uk/government/uploads/s ... -and-7.pdf
Bei den Reifen ist zum Beispiel wichtig, dass Load und Speedindex zum Fahrzeug passen, keine unterschiedlichen Reifen montiert sind, etc. Bei der Groesse sind die sehr entspannt. Das ist natuerlich angenehm, dafuer sind solche Dinge aber immer mit der Versicherung abzuklaeren, was oft mindestens genauso schwierig ist. Ich habe seither eine Versicherung gefunden, die mir ueberhaupt einen Preis fuer ein 27 Jahre altes Wohnmobil mit 6 Ltr. Hubraum geben konnte, und die beharrt darauf, dass ich eine von der Versicherung zertifizierte Wegfahrsperre verbaue.. Schau mer mal, auch dafuer wird es eine Loesung geben...
Wie Ihr seht, es ist genug zu tun. Aber es steht ein langes Wochenende an, da werde ich hoffentlich Fortschritte machen!
Viele Gruesse und bis bald
Christian
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Wenn Du schon ans Dach ran musst, warum setzt Du dann nicht gleich eine ordentliche Erhöhung drauf? Dieses Gekrieche über den Motortunnel hat mich jedenfalls immer ziemlich gestört. Und ich hatte ein hohes Dach und wegen der 7 Sitzplätze keinen Durchgang (siehe z. B. die Fotos vom MB 1124 hier). Mit hohem Dach lässt sich auch der Durchgang wesentlich besser und bequemer realisieren. Vielleicht gibt es ja sogar einen Aufbau aus GFK.
Und vergiss nicht, eine Dachluke einzubauen...
Und vergiss nicht, eine Dachluke einzubauen...
Ex-peditionsmobil MB 1124 AF, Umstieg auf MB 711 D Fensterbus
- schwarzmilan
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Hi,
Gfk-Dach fänd ich auch interessant. Aber wo könnte es das geben?
Gruß Klaus
Gfk-Dach fänd ich auch interessant. Aber wo könnte es das geben?
Gruß Klaus
Was ist das Schwerste von allem? Was dir das Leichteste dünket:
Mit den Augen zu sehn, was vor den Augen dir lieget.
J.W. v. Goethe
Mit den Augen zu sehn, was vor den Augen dir lieget.
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Von Evels habe ich ein Superhochdach für den Vario gesehen (siehe Mobile-Anzeige) - zumindest der vordere Teil müsste doch auch auf den LK passen? Also mein 711er und der 1124er haben vorn innen das im Prinzip das gleiche Fahrerhaus. Gleiche Breite, gleicher Dachaufbau, gleiche Innenverkleidung. Die Frage ist nur, ob auch Vario und LK gleich sind. Eigentlich muss doch nur der Dachrinnenabstand und die Frontwölbung gleich sein...
Zuletzt geändert von schweiger am 2017-08-24 15:39:02, insgesamt 1-mal geändert.
Ex-peditionsmobil MB 1124 AF, Umstieg auf MB 711 D Fensterbus
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Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
An an hohes Dach habe ich auch schon gedacht.. Ich habe mir sogar ueberlegt, das ganze selbst zu laminieren - eine grobe Grundform haette ich ja mit dem alten Dach. Weiss jemand, wie der (deutsche) TUEV sowas sieht? Da liest man ja immer mal wieder von Festigkeitsgutachten etc..
Viele Gruesse
Christian
Viele Gruesse
Christian
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
"Den" deutschen TÜV gibt es nicht. Es gibt nur den persönlichen a.a.S. - rede mit ihm. Das kann aber kein Hexenwerk sein. Ich sehe nur die Sowieso-Arbeit und den riesigen Raum- und Komfortgewinn. Hier gibt es doch auch einen roten Maggi mit so einem Hochdach. OliverM? Such mal danach.
Oder der hier.
Oder der hier.
Ex-peditionsmobil MB 1124 AF, Umstieg auf MB 711 D Fensterbus
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Mir ist es gerade wieder eingefallen: Koffertetris war das Stichwort...
Ex-peditionsmobil MB 1124 AF, Umstieg auf MB 711 D Fensterbus
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Oder einen Topsleeper draufsetzen und höhengerecht anpassen...
https://www.google.de/imgres?imgurl=htt ... mrc&uact=8
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Liebe Grüsse
Martin
-------
Entspanne dich. ...Lass das Steuer los. ...Trudle durch die Welt. ...Sie ist so schön.
(Kurt Tucholsky)
Martin
-------
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(Kurt Tucholsky)
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Moin,
gerade diesen alten Thread über unseren 1120AF gefunden. Wir haben den Wagen am 22.10.2022 übernehmen dürfen. Ich dachte mir, ich führe den Ausbauthread mal weiter, denn viele LN2 Rechtslenker sind nicht unterwegs. Und noch weniger auf Linkslenkung umgebaute. Ich weiß bisher nur von einem weiteren exRechtslenker. Und vielleicht freut es den bzw. die Vorbesitzer etwas von der weiteren Geschichte des Fahrzeugs zu lesen.
Der Dieseltank war innen ziemlich rostig und die Heckbeleuchtung nur mit Magneten befestigt, so habe ich mich die 400km Überführung auf eigener Achse nicht getraut. Also habe ich einen Sattelzug gemietet und bin mit der besten Beifahrerin überhaupt losgedüst. Lohnt sich das? Nein es lohnt sich (finanziell) nicht, ein normaler Speditionstransport ist definitiv günstiger! Wir hatten halt einfach Spaß an der Sache unser neues Projekt selbst abzuholen.
Und warum haben wir einen Rechtslenker gekauft? Ganz einfach, ich bin geborener Optimist und der Meinung gewesen: Das habe ich mal eben an zwei Samstagen umgebaut.
Hat dann in der Tat (wer hätte es ahnen können??) etwas länger gedauert. Was allerdings in zwei Wochenenden erledigt war, seht ihr auf den folgenden Bildern. Wir haben (der Winter stand vor der Tür und der Wagen musste draußen überwintern) das Fahrerhausdach komplett zu einem originalen Blechdach zurück gebaut. Übernommen haben wir den Wagen mit mit einer provisorisch befestigten Holzplatte als Dach. Zum geplanten GFK-Dach ist es nicht gekommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte das Holz eigentlich als stützende Form für das GFK-Laminat dienen. Das Fahrerhaus war auf jeden Fall am 6.11. wieder mit Scheiben und Blech wetterfest. Und natürlich wurde sofort die Einzelbereifung montiert. Totaler Schwachsinn während der Bauphase, aber musste halt sein.
Es trügt vielleicht auf den Fotos... es war kein Sommer. Zumindest hat mir mein e32 folgendes erzählt! Dann haben wir im Dezember noch super spontan und mitten im Harz einen KUNG-131 gekauft. Dort oben war Schnee, bei uns unten war noch Herbst.
Mit dem, im Freundeskreis liebevoll MuFuB genannten, Multi-Funktions-Benz wurde der Koffer abgeholt. Bei uns dann nur mit zwei Balken auf das Chassis gestellt. Dann war erstmal Winter angesagt. Wir hatten inzwischen so 2 Grad und Nieselregen.
Fortsetzung folgt...
Viele Grüße
Constantin
gerade diesen alten Thread über unseren 1120AF gefunden. Wir haben den Wagen am 22.10.2022 übernehmen dürfen. Ich dachte mir, ich führe den Ausbauthread mal weiter, denn viele LN2 Rechtslenker sind nicht unterwegs. Und noch weniger auf Linkslenkung umgebaute. Ich weiß bisher nur von einem weiteren exRechtslenker. Und vielleicht freut es den bzw. die Vorbesitzer etwas von der weiteren Geschichte des Fahrzeugs zu lesen.
Der Dieseltank war innen ziemlich rostig und die Heckbeleuchtung nur mit Magneten befestigt, so habe ich mich die 400km Überführung auf eigener Achse nicht getraut. Also habe ich einen Sattelzug gemietet und bin mit der besten Beifahrerin überhaupt losgedüst. Lohnt sich das? Nein es lohnt sich (finanziell) nicht, ein normaler Speditionstransport ist definitiv günstiger! Wir hatten halt einfach Spaß an der Sache unser neues Projekt selbst abzuholen.
Und warum haben wir einen Rechtslenker gekauft? Ganz einfach, ich bin geborener Optimist und der Meinung gewesen: Das habe ich mal eben an zwei Samstagen umgebaut.
Hat dann in der Tat (wer hätte es ahnen können??) etwas länger gedauert. Was allerdings in zwei Wochenenden erledigt war, seht ihr auf den folgenden Bildern. Wir haben (der Winter stand vor der Tür und der Wagen musste draußen überwintern) das Fahrerhausdach komplett zu einem originalen Blechdach zurück gebaut. Übernommen haben wir den Wagen mit mit einer provisorisch befestigten Holzplatte als Dach. Zum geplanten GFK-Dach ist es nicht gekommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollte das Holz eigentlich als stützende Form für das GFK-Laminat dienen. Das Fahrerhaus war auf jeden Fall am 6.11. wieder mit Scheiben und Blech wetterfest. Und natürlich wurde sofort die Einzelbereifung montiert. Totaler Schwachsinn während der Bauphase, aber musste halt sein.
Es trügt vielleicht auf den Fotos... es war kein Sommer. Zumindest hat mir mein e32 folgendes erzählt! Dann haben wir im Dezember noch super spontan und mitten im Harz einen KUNG-131 gekauft. Dort oben war Schnee, bei uns unten war noch Herbst.
Mit dem, im Freundeskreis liebevoll MuFuB genannten, Multi-Funktions-Benz wurde der Koffer abgeholt. Bei uns dann nur mit zwei Balken auf das Chassis gestellt. Dann war erstmal Winter angesagt. Wir hatten inzwischen so 2 Grad und Nieselregen.
Fortsetzung folgt...
Viele Grüße
Constantin
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Moin,
im Frühjahr begann dann der Umbau von rechts auf links. Erst mal die Lenksäule und Elektrik um fummeln. Dabei kam dann auch die Erleuchtung, dass ja auch die Scheibenwischer falschrum wischen.
Also noch mal die Front auseinander gebaut und den Wischermotor auf die andere Seite gebaut und das Gestänge gespiegelt. Davon hab ich im Eifer des Gefechts keine Fotos gemacht.
Als ich dann an der Pressluft für die Pedalerie links war, bot es sich an auch gleich noch 2-Leiter Anschlüsse und eine richtige Rockinger nachzurüsten. Also gleich auch alle nötigen Presslufttanks ins Heck versetzt. Vor der HA wollte ich mir Platz für eine Winde frei halten. Auch wenn vermutlich nie eine Winde in den Wagen kommt, aber man weiß ja nie.
Joa und dann gab es weitere Erkenntnisse. Nichts, was man mit einer Minute vorher nachdenken nicht hätte wissen können, aber beim Kauf hatte mich halt die Euphorie gepackt. Die Vorderachse bzw. die Lenkhebel sind natürlich auch anders. Also "mal eben" eine komplette Vorderachse (mit Sperre
) gekauft.
Irgendwann war es dann geschafft und die Lenkung mit Originalteilen komplett umgebaut. Als Fazit kann ich nur sagen, ich würde es nicht wieder tun. Die Zeit und der Aufwand die Teile zu finden... enorm.
Dann ging es an die Kofferlagerung. Ich wollte keine Federlagerung, sondern eine statisch bestimmte Wippenlagerung. Ich habe mich für eine Lagerung mit zwei Längswippen und einer Querwippe entschieden. Ich stelle gar nicht in Frage, dass eine Rautenlagerung auch funktioniert und auch eine Federlagerung funktioniert.
Zur Aufbaulagerung möchte ich nur sagen, es gibt keinen goldenen Weg nach Rom. Jeder hat andere Vorlieben, andere Anforderungen etc.
Vielleich sei noch gesagt, alles ist selbst gezeichnet, geschweißt, gemacht, getan. Sicher kann man es besser und professioneller machen.
Das Chassis vom LN wollte ich gern mit einem "unteren Hilfsrahmen" etwas verstärken. Ich habe zwar schon oft gesehen, dass die Wippen ohne Hilfsrahmen auf Fahrzeuge verschraubt werden. Da ich allerdings nicht an 7,5to gebunden bin und keine Lust auf Rahmenschäden habe, habe ich es im unteren Bereich eher etwas zu massiv gebaut. Vielleicht würde ich es heute, würde ich es nochmal machen, etwas filigraner bauen.
Begonnen habe ich mit der vorderen Querwippe, Diese besteht im Prinzip erstmal nur aus geschnittenen Blechen, einem Drehteil und einer Unimog-Lagerbuchse. Jetzt hat die Buchse noch Spiel in der Wippe, nach dem Verzinken stellt sich durch die Zinkschicht ein perfektes Pressmaß ein.
Drehpunkt ist eine 12.9 Passchraube, die ich um eine Schmierbohrung und eine umlaufende Schmiernut erweitert habe. Das ist natürlich ausnahmsweise nicht zu Hause, sondern auf der Arbeit passiert. Auf der Funkenerosionsanlage...
Dann war irgendwann der untere Hilfsrahmen fertig. Vom Verzinken abgeholt mit dem Lieblingszugtier (e32):
Nach dem Verzinken dann als erstes die Buchse in der Wippe vorne eingepresst. Ich war natürlich gespannt, ob mein Aufmaß bei dem Drehteil mit der Zinkschicht zu einer schönen Pressung geführt hat. Weil ich natürlich das Einpresswerkzeug zu Hause vergessen hatte, habe ich mal wieder mit einer Gewindestange improvisiert.
Irgendwie ist mein Werkzeug nie da, wo ich es brauche... Hat aber funkioniert und die Buchse sitzt stramm drin. Als "backup" hatte ich noch eine zusätzliche Klemmschraube in die Wippe konstruiert (von unten zugänglich, daher nicht auf dem Foto zu sehen), diese ist allerdings auf Grund der guten Pressung nicht mehr nötig gewesen.
Dann gab es zur Feier des Tages natürlich... Grillen.
Viele Grüße
Constantin
im Frühjahr begann dann der Umbau von rechts auf links. Erst mal die Lenksäule und Elektrik um fummeln. Dabei kam dann auch die Erleuchtung, dass ja auch die Scheibenwischer falschrum wischen.
Als ich dann an der Pressluft für die Pedalerie links war, bot es sich an auch gleich noch 2-Leiter Anschlüsse und eine richtige Rockinger nachzurüsten. Also gleich auch alle nötigen Presslufttanks ins Heck versetzt. Vor der HA wollte ich mir Platz für eine Winde frei halten. Auch wenn vermutlich nie eine Winde in den Wagen kommt, aber man weiß ja nie.
Joa und dann gab es weitere Erkenntnisse. Nichts, was man mit einer Minute vorher nachdenken nicht hätte wissen können, aber beim Kauf hatte mich halt die Euphorie gepackt. Die Vorderachse bzw. die Lenkhebel sind natürlich auch anders. Also "mal eben" eine komplette Vorderachse (mit Sperre
Irgendwann war es dann geschafft und die Lenkung mit Originalteilen komplett umgebaut. Als Fazit kann ich nur sagen, ich würde es nicht wieder tun. Die Zeit und der Aufwand die Teile zu finden... enorm.
Dann ging es an die Kofferlagerung. Ich wollte keine Federlagerung, sondern eine statisch bestimmte Wippenlagerung. Ich habe mich für eine Lagerung mit zwei Längswippen und einer Querwippe entschieden. Ich stelle gar nicht in Frage, dass eine Rautenlagerung auch funktioniert und auch eine Federlagerung funktioniert.
Zur Aufbaulagerung möchte ich nur sagen, es gibt keinen goldenen Weg nach Rom. Jeder hat andere Vorlieben, andere Anforderungen etc.
Vielleich sei noch gesagt, alles ist selbst gezeichnet, geschweißt, gemacht, getan. Sicher kann man es besser und professioneller machen.
Das Chassis vom LN wollte ich gern mit einem "unteren Hilfsrahmen" etwas verstärken. Ich habe zwar schon oft gesehen, dass die Wippen ohne Hilfsrahmen auf Fahrzeuge verschraubt werden. Da ich allerdings nicht an 7,5to gebunden bin und keine Lust auf Rahmenschäden habe, habe ich es im unteren Bereich eher etwas zu massiv gebaut. Vielleicht würde ich es heute, würde ich es nochmal machen, etwas filigraner bauen.
Begonnen habe ich mit der vorderen Querwippe, Diese besteht im Prinzip erstmal nur aus geschnittenen Blechen, einem Drehteil und einer Unimog-Lagerbuchse. Jetzt hat die Buchse noch Spiel in der Wippe, nach dem Verzinken stellt sich durch die Zinkschicht ein perfektes Pressmaß ein.
Drehpunkt ist eine 12.9 Passchraube, die ich um eine Schmierbohrung und eine umlaufende Schmiernut erweitert habe. Das ist natürlich ausnahmsweise nicht zu Hause, sondern auf der Arbeit passiert. Auf der Funkenerosionsanlage...
Dann war irgendwann der untere Hilfsrahmen fertig. Vom Verzinken abgeholt mit dem Lieblingszugtier (e32):
Nach dem Verzinken dann als erstes die Buchse in der Wippe vorne eingepresst. Ich war natürlich gespannt, ob mein Aufmaß bei dem Drehteil mit der Zinkschicht zu einer schönen Pressung geführt hat. Weil ich natürlich das Einpresswerkzeug zu Hause vergessen hatte, habe ich mal wieder mit einer Gewindestange improvisiert.
Dann gab es zur Feier des Tages natürlich... Grillen.
Viele Grüße
Constantin
- Ulf H
- Rauchsäule des Forums
- Beiträge: 25652
- Registriert: 2006-10-08 13:13:50
- Wohnort: Luleå, Norrbotten, Schweden
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
... was ist der Unterschied von deiner Lagerung zu einer Rautenlagerung? ...
Gruss Ulf
Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!
Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!
Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.
Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.
Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...
Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!
Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.
Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.
Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Moin,
es fehlt die zweite Querwippe. Ich habe vom Prinzip her eine klassische 3-Punkt-Lagerung.
Viele Grüße
Constantin
es fehlt die zweite Querwippe. Ich habe vom Prinzip her eine klassische 3-Punkt-Lagerung.
Viele Grüße
Constantin
Re: Ausbauthread Mercedes 1120 AF Fernfahrerhaus
Moin,
es ging also weiter mit dem oberen Hilfsrahmen (der gleichzeitig die beiden Holzträger vom KUNG-Koffer ersetzen wird). Die beiden hinteren Längswippen sind originale Mercedes Federböcke vom LN2. Es ging ans Ausrichten und Fixieren. Danach folgte ein Schweißmarathon... zwischen durch gab es natürlich Kaffee und Mettbrot (manche nennen es wohl auch Gehacktesbrot...). Ein ehemaliges Schwerlastregal wurde auch gleich noch recycelt. Und so wurde daraus der Heckträger des Hilfsrahmen:
Zum Fixieren musste der Heckträger erstmal kopfüber rein, später beim richtigen Schweißen wurde er dann von unten eingesetzt. Auch hier wieder das gleiche Spiel wie unten. Es wurde natürlich verzinkt.
Dann folgte noch die untere Aufnahme für die Dämpfer. Mir war es wichtig keine neuen Bohrungen weder in Querträger noch Fahrgestell bohren zu müssen. Außerdem habe ich so viel wie möglich versucht wieder zu verwenden.
Und dann kam der Koffer wieder drauf. Die Holzbalken waren erstaunlich leicht zu entfernen und wider Erwarten nicht verklebt. Ohne Holzbalken hat der Kung unten also quasi zwei U-Profile, die perfekt über den gebauten Hilfsrahmen passen. Leider habe ich davon kein gutes Foto, vielleicht erkennt man es hier ein bisschen:
Viele Grüße
Constantin
es ging also weiter mit dem oberen Hilfsrahmen (der gleichzeitig die beiden Holzträger vom KUNG-Koffer ersetzen wird). Die beiden hinteren Längswippen sind originale Mercedes Federböcke vom LN2. Es ging ans Ausrichten und Fixieren. Danach folgte ein Schweißmarathon... zwischen durch gab es natürlich Kaffee und Mettbrot (manche nennen es wohl auch Gehacktesbrot...). Ein ehemaliges Schwerlastregal wurde auch gleich noch recycelt. Und so wurde daraus der Heckträger des Hilfsrahmen:
Zum Fixieren musste der Heckträger erstmal kopfüber rein, später beim richtigen Schweißen wurde er dann von unten eingesetzt. Auch hier wieder das gleiche Spiel wie unten. Es wurde natürlich verzinkt.
Dann folgte noch die untere Aufnahme für die Dämpfer. Mir war es wichtig keine neuen Bohrungen weder in Querträger noch Fahrgestell bohren zu müssen. Außerdem habe ich so viel wie möglich versucht wieder zu verwenden.
Und dann kam der Koffer wieder drauf. Die Holzbalken waren erstaunlich leicht zu entfernen und wider Erwarten nicht verklebt. Ohne Holzbalken hat der Kung unten also quasi zwei U-Profile, die perfekt über den gebauten Hilfsrahmen passen. Leider habe ich davon kein gutes Foto, vielleicht erkennt man es hier ein bisschen:
Viele Grüße
Constantin