British Columbia - Yukon - Alaska

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MAN-45
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British Columbia - Yukon - Alaska

#1 Beitrag von MAN-45 » 2014-08-23 3:11:32

Unser Fahrzeug war Ende Juni aus Yokohama kommend in Vancouver eingetroffen.

Nach 80.000 km bisheriger Fahrt benötigten wir dringend Ersatzreifen (395/85 R 20), die es laut Auskunft von Michelin und Continental hier in Kanada nicht gibt. Ich hatte sie daher schon von Japan aus bei einem Händler in Deutschland bestellt, sie sollten eine Woche nach unserem Fahrzeug hier ankommen. Als zwei Tage vor angekündigter Ankunft noch immer kein gültiges Bill of Lading vorlag, versuchte ich es bei der Spedition in Deutschland anzumahnen – Antwort: die Reifen liegen noch immer in Antwerpen und auf welches Schiff sie jetzt kommen würden, wüsste man noch nicht…Keine Entschuldigung… Da kommt Freude auf….

Als neuer Liefertermin wurde uns schließlich nach langem hin- und her Anfang August genannt, das bedeutete weitere 5 Wochen Wartezeit, bevor wir unsere Tour nach Alaska beginnen konnten. Nichts mehr mit Sommer in Alaska...

Wir haben kurzentschlossen umgeplant und zunächst die nördlichsten Nationalparks in den USA besucht – Northern Cascades – Yellowstone – Grand Teton – Glacier – Mount Rainier und St. Helens. Das bedeutete zwar weitere ca. 6.000km mit den alten Reifen, aber bei max. Geschwindigkeit von 70 – 75km, meist über Landstraßen, ging das gerade noch.

Wir haben diesen "Umweg" inzwischen hinter uns - und er hat sich, trotz allem, wirklich gelohnt. Hier sind ein paar Bilder von den Northern Cascades.

Gruß, Wolfgang
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#2 Beitrag von Bahnhofs-Emma » 2014-08-23 7:05:56

Hallo,

wunderschöne Bilder, irgendwie wird es dringend Zeit, dass ich auch mal Urlaub mache - auch wenn es dieses Jahr erstmal nur zwei Wochen sind.

Interessant finde ich aber auch, dass Deine Spedition es nicht für nötig hält, Dir mitzuteilen, dass sich der Liefertermin verschiebt. Haben die es verpennt oder hatten die keine Lust? :wack:

Grübelt

Marcus, der gleich zu seiner ebenfalls nicht arbeitenden Werkstatt aufbricht
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#3 Beitrag von MB 1017 A » 2014-08-23 7:24:57

Langsam komme ich in das Alter wo ich solche Landschaften wieder mag.
Da es sicherheitsmäßig in den Ländern Nordafrikas und anderen Halbmond Staaten wegen IS jetzt kurzfristig eher schlechter werden könnte, ist das wirklich eine Alternative für einige Reisende.
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#4 Beitrag von tauchteddy » 2014-08-23 7:37:18

Ja, sehr schöne, imposante Bilder.
Zuckerbrot ist aus.

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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#5 Beitrag von klausontheroad » 2014-08-23 9:18:59

schade, dass die planung zur "richtigen" jahreszeit zu reisen durch solche umstaende zunichte gemacht werden :ninja:

trotzdem viel spass noch.

lg klaus
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#6 Beitrag von MAN-45 » 2014-08-24 1:38:05

OK., die Nationalparks im Norden der USA haben zwar nicht direkt etwas mit dem Thread-Titel zu tun, aber sie lagen auf unserem Umweg nach dem hohen Norden... :)

Nach den Northern Cascades ging es dann also weiter nach

Yellowstone

Irgendwann zwischen morgen und innerhalb der nächsten 600.000 Jahren wird es passieren – die Riesenkaldera mit über 50 km Durchmesser, innerhalb derer sich diese beeindruckenden Landschaften von Yellowstone gebildet haben, wird nach Ansicht von Geologen in einem Supervulkan im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft fliegen, mit dem Potential einer globalen Katastrophe, wie sie es von dort ausgehend schon vor ca. 640.000 Jahren, vor 1,3 Millionen Jahren und vor 2,1 Millionen gegeben hatte.

Es ist daher bestimmt kein Fehler, dorthin zu fahren und sich diese Wunder der Natur an Ort und Stelle anzusehen, so bald sich dazu irgendeine Gelegenheit ergibt. Auch wenn man schon mal dort war. Wir hatten ein Paar aus Kanada getroffen, das Yellowstone schon zum siebten Mal besucht hatte. Beide meinten, dass es jedesmal wieder irgendwie anders aussah. Geysire, die beim letzten Mal noch recht aktiv waren, sind still geworden, dafür haben sich andere an anderer Stelle aufgetan.

Wenn man schon einmal da ist, sollte man sich für den Westteil dieses Nationalparks mit seinen geologisch aktiven Hotspots und dem Ostteil mit seiner reichen Tierwelt und den beeindruckenden Wasserfällen im Yellowstone Grand Canyon zusammen mindestens 4 – 5 Tage Zeit nehmen

Gruß, Wolfgang
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#7 Beitrag von MANniMan » 2014-08-24 8:52:02

...sehr schöne Bilder...ja der Yellowstone...einer von vielen sehr eindrucksvollen Nationalparks in USA...da lohnt sicher ein zweites oder auch x-Mal hinzufahren...und so ist euer Ärger über die Reifen, zum Glück durch diese wunderschöne Landschaften -denke ich- sicherlich ein bisschen ausgeglichen worden... :D
Liebe Grüsse
Martin

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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#8 Beitrag von klausontheroad » 2014-08-24 9:06:00

landschaft koennen sie die amis, deas muss man ihnen lassen.

gute fahrt weiterhin und keine weiteren katastrophen

lg klaus
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Veit M
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#9 Beitrag von Veit M » 2014-08-24 11:26:57

Tolle Bilder vom "Tanz auf dem Vulkan".
Ja, wirklich eine Landschaft die man ansehen solte solange es sie noch gibt.
Hier in D gibt es aktuell vor allem viel Regen, nicht so toll für Urlaub.
Ich hoffe Eure Reifen erreichen Euch rechtzeitig.

Viel Spaß und Gute Reise

Ciao

Veit

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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#10 Beitrag von vikingswen » 2014-08-25 0:35:16

Hallo Ihr Zwei.
Wir sind heute wieder von Dallas und der Great American Truck Show zurück gekommen. Die show war super und drei Tage waren fast nicht genug um alles zu sehen. Wenn alles hinhaut werden wir morgen mit einer Gemüseladung nach Alaska hoch fahren. Wie immer weiss ich nie bis ich geladen habe wo in Alaska genau. Sollten aber am kommenden Freitag in Anchorage sein. Hoffendlich seit ihr in der Naehe das man sich wieder sehen könnte.

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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#11 Beitrag von MAN-45 » 2014-08-27 6:23:27

vikingswen hat geschrieben:Hallo Ihr Zwei. Wir sind heute wieder von Dallas und der Great American Truck Show zurück gekommen. Die show war super und drei Tage waren fast nicht genug um alles zu sehen. Wenn alles hinhaut werden wir morgen mit einer Gemüseladung nach Alaska hoch fahren. Wie immer weiss ich nie bis ich geladen habe wo in Alaska genau. Sollten aber am kommenden Freitag in Anchorage sein. Hoffendlich seit ihr in der Naehe das man sich wieder sehen könnte.
Hallo Swen,
das könnte passen. Wir sind gerade eben in Anchorage angekommen. Gib bitte kurz Bescheid, wie lange du emailmässig erreichbar bist und wo in Anchorage wir uns treffen könnten (abends am besten - auch Mini-Stammtische finden aus gutem Grund immer abends statt :-)
Gruß, Wolfgang

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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#12 Beitrag von vikingswen » 2014-08-27 7:24:45

Keine Ladung am Montag für mich. Wie es aussieht geht es morgen los und wir sollten dann am Sonntag in Anchorage sein. Habe email bis Mittwochabend und sobald ich eine neue Aircard für Telus habe sollte ich wieder email in Canada haben. Wir sollten dann ein zwei Tage in Anchorage sein.

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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#13 Beitrag von fernreisende » 2014-08-27 8:37:53

Hallo ihr beiden,

hab ich jetzt irgendetwas überlesen wegen dem Reifenproblem. Habt ihr jetzt die Reifen aus DE bekommen? Auf der Internetseite von Michelin Canada

http://www.michelintruck.com/tires-and- ... !/info/xzl+

habe ich die XZL in 395/85 sehr wohl gefunden. Bin jetzt etwas verwundert das es anscheinend vor Ort diese Reifengröße nicht gibt. Dies war eigentlich auch ein Grund warum wir auf diese Größe gegangen sind.

Übrigens tolle Bilder. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr noch in den USA, Canada oder evtl. Mexico.
Vielleicht hilft dir dieser Beitrag weiter

http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 32&t=42828
Gruß Günni


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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#14 Beitrag von MAN-45 » 2014-08-27 9:03:37

Veit M hat geschrieben: Hier in D gibt es aktuell vor allem viel Regen, nicht so toll für Urlaub.
Deswegen sind wir ja weg... :D Nein, im Ernst, danke für die Aktualisierung des Wetters auch bei uns zuhause
Veit M hat geschrieben:Ich hoffe Eure Reifen erreichen Euch rechtzeitig. Viel Spaß und Gute Reise, Ciao Veit
Hallo Veit,
die Reifen hatten wir am 1. August - mit 5 Wochen Verspätung - bekommen, sie noch am selben Tag montiert, und wir sind noch am selben Tag von Vancouver nach Norden aufgebrochen. Ich schreib dazu noch - und auch noch, was danach alles noch kam. Lass mich nur noch ein paar Bilder zeigen von den restlichen National Parks in den USA, die wir "gezwungenermassen" (und glücklicherweise) besucht hatten. Konkret sind wir heute in Anchorage angekommen.
Beste Grüße, Wolfgang

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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#15 Beitrag von MAN-45 » 2014-08-27 23:50:43

fernreisende hat geschrieben:Hallo ihr beiden, hab ich jetzt irgendetwas überlesen wegen dem Reifenproblem. Habt ihr jetzt die Reifen aus DE bekommen? Auf der Internetseite von Michelin Canada http://www.michelintruck.com/tires-and- ... !/info/xzl+ habe ich die XZL in 395/85 sehr wohl gefunden. Bin jetzt etwas verwundert das es anscheinend vor Ort diese Reifengröße nicht gibt. Dies war eigentlich auch ein Grund warum wir auf diese Größe gegangen sind.
Übrigens tolle Bilder. Vielleicht sehen wir uns nächstes Jahr noch in den USA, Canada oder evtl. Mexico.
Vielleicht hilft dir dieser Beitrag weiter http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 32&t=42828
Hallo Günni,

Die damalige Information von Michelin war schlichtweg falsch - die Antwort kam vielleicht von einer desinteressierten Aushilfe? Für uns, die wir so lange auf diese Lieferung aus Deutschland gewartet hatten, hatte sich hinterher - für uns in der Situation absurderweise - herausgestellt, dass die gelieferten XZL "Made in Canada" waren :wack:

Inzwischen hatte ich - etwas zu spät - in Canada noch eine weitere Quelle gefunden: http://www.militarytires.ca
Die Dinger nennen sich hier "Monster Truck All-Terrain 395/85R20 XZL Michelin Military Tires" Siehe auch hier: http://www.kijiji.ca/v-tires-rims/city- ... /441658513 Vielleicht kann das irgendjemand in der Zukunft brauchen.

Danke für den Link im Forum - hätte ich früher selbst finden sollen. Unsere jetzigen Reifen kamen übrigens von Nattermann, der jetzt abgefahrene Satz von Conti HCS war von Nordtruck. Wie ich damals verstanden hatte, hatte Nordtruck eine ursprünglich von der Bundeswehr für den Fuchs-Panzer vorgesehene größere Charge übernommen. Wir hatten mit Euro 500 / Stück (inkl. Lieferkosten innerhalb Deutschlands), damals einen Superpreis bekommen. Leider inzwischen ausverkauft.

Wir werden unser Fahrzeug ab Anfang / Mitte Oktober in Vancouver für sechs Monate unterstellen, sind zurück im März und werden dann langsam über die westlichen Nationalparks, anschließend quer durch die USA bis zum Herbst 2015 nach Halifax fahren, und von dort nach DE verschiffen. Wäre super, wenn wir uns dann irgendwo unterwegs treffen könnten - halte uns bitte über Eure Pläne auf dem Laufenden.

Gruß, Wolfgang

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Grand Teton Nationalpark

#16 Beitrag von MAN-45 » 2014-08-28 0:21:40

klausontheroad hat geschrieben:landschaft koennen sie die amis, deas muss man ihnen lassen.
Gut ausgedrückt (das könnte man jetzt noch weiter ausführen...)

Gleich südlich vom Yellowstone Nationalpark ist der Grand Teton Nationalpark. Eine etwa 40 km lange zerklüftete Bergkette , die unmittelbar aus der Ebene steil um 2000 m ansteigt, mit über 12 Gletschern und mit dem Grand Teton Gipfel mit 4.198m als höchster Erhebung. Eine vielbesuchte Gegend, auch zum Wandern, mit über 4 Millionen Besuchern pro Jahr.

Auch wenn wir von unseren Alpen Vergleichbares kennen… diese Landschaft hier beeindruckt doch auch sehr.

Gruß, Wolfgang
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#17 Beitrag von makabrios » 2014-08-28 2:20:40

Hallo Carmelita und Wolfgang,

ich bin da vor etwa 30 Jahren durchgefahren und euere Bilder treiben mir Sehnsuchtstränen in die Augen.
Die Tetons sind bilderbuchartig. Deshalb treffen sich wohl die Währungsmächtigen immer in Jackson.

Falls ihr wieder nördlich fahren solltet, dann bleibt doch etwas in Butte/Montana. Der morbide Charme dieser Stadt ist beeindruckend.

Gruss
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#18 Beitrag von Veit M » 2014-08-28 15:52:24

Tolle Bilder und zackige Landschaft.
Na ja, hier kann man sich dann wenigstens mit dem Walchensee trösten.
Heute sogar mal etwas Sonne aber zum WE wird es passenderweise wieder naß.

Ich wünsche Euch noch eine schöne pannenfreie fahrt und schöne Erlebnisse.

Ciao

Veit

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Glacier Nationalpark

#19 Beitrag von MAN-45 » 2014-09-03 2:30:15

Vom Great Teton fuhren wir wieder nach Norden – nochmals durch Yellowstone und dann 650km zum Glacier National Park, Teil der Rocky Mountains an der Grenze zu Kanada, wo er dann noch weiterführt als Waterton Nationalpark.

Eine eindrucksvolle Durchfahrt geht an mehreren Seen vorbei über mehrere Pässe auf der von Nordosten bis Südwesten führenden Bergstraße mit dem schönen Namen „Going-to-the-Sun Road“. Auch ohne eingeschobene Wanderungen sollte man sich mindestens 2 Tage Zeit dafür nehmen.

Gruß, Wolfgang
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Junge Schneeziege
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Schwarzbär Baby, das offenbar nicht mehr hinunterklettern konnte und das laut nach seiner Mama rief.

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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#20 Beitrag von MAN-45 » 2014-09-07 9:33:32

Mt. Rainier und St. Helens

Etwa 800 km südwestlich vom Glacier Nationalpark erreichten wir nach mehreren Tagen den Mount Rainier Nationalpark. Der 4.392m hohe Mt. Rainier, nur 100km Luftlinie von Seattle entfernt, gehört zu einer Gruppe von 14 noch aktiven Vulkanen in der näheren Umgebung.

Einer davon ist der 80km entfernt liegende Vulkan St. Helens, der nach einer knapp 2 Monate dauernden Serie von über 1.000 kleineren Beben und mehreren kleineren Eruptionen im Mai 1980 plötzlich mit einer gewaltigen Explosion ausbrach. Dabei verschwanden über 400 m seines Gipfels, die in einer Säule von Asche und Rauch bis in eine Höhe von 25.000 m in die Atmosphäre geschleudert wurden. Ein großer Teil der Nordflanke rutschte ab. Der dabei entstandene pyroklastische Strom erreichte anfangs eine Geschwindigkeit von über 1.000 km/h und verwüstete ein Areal von 1.100 km².

Noch heute liegen von der damaligen Wucht der Explosion umgefällte Baumstämme in der sich langsam wieder erholenden Natur. Eine Bergstraße führt heute relativ nahe, aber trotzdem noch mit vorsichtigem Abstand vom Kraterrand in das beeindruckende Gebiet (auf dem Satellitenbild unten die blaue Linie oben im Bild).

Gruß, Wolfgang
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Mt. Rainier
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Gletscher am Mt. Rainier
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Gipfel des St. Helens. Man kann sich gut die ursprüngliche Höhe vor dem Ausbruch 1980 vorstellen. Im Vordergrund noch heute am Boden herumliegende, damals umgewehte und umgestürzte Bäume
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Satellitenbild im Naviprogramm (QV7 - Bing Hybrid)
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Noch heute im nahegelegenen Spirit Lake schwimmende Baumstämme
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#21 Beitrag von klausontheroad » 2014-09-07 13:39:12

ach ja,
ein gutes jahr ist es her.....schoen war's dort/

am mount st. helens gibt's so schoene stellplaetze fuer umsonst.


gute reise noch

lg klaus
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#22 Beitrag von MAN-45 » 2015-03-24 20:09:22

Seit meinem letzten Bericht hier ist jetzt doch einige Zeit vergangen. Inzwischen waren wir auf Heimaturlaub und nach unserem derzeitigen Aufenthalt in den Philippinen sind wir Anfang April wieder in Amerika unterwegs - von Calgary in Kanada aus, wo wir unser Fahrzeug über den Winter abgestellt hatten.

Durch die 5 wöchige Verzögerung wegen der verspätete Reifenlieferung fuhren wir letzten August so schnell wie möglich Richtung Alaska, um wenigstens noch etwas von den längeren Sommertagen und den kurzen Nächten im hohen Norden mitzubekommen.

Dabei wurden uns – wieder einmal – die riesigen Entfernungen bewußt, die hier zurückzulegen sind. In Australien waren wir von Adelaide kommend quer bis zur Mitte des Kontinents zum Ayers Rock (Uluru) 1.200 km unterwegs. Weiter bis zum Norden in Katherine nochmals endlos lange 1.300 km. Das entspricht etwa der Entfernung von Kopenhagen bis Sizilien. Dieselbe Entfernung von 2.500 km ist allein für die Durchquerung der kanadischen Provinz British Columbia zu bewältigen, unserer ersten Teilstrecke von Vancouver bis Whitehorse. Richtung Norden gab es dabei deutlich bemerkbar immer weniger Zivilisation und immer mehr grandiose Natur pur.

Unterwegs hatten wir uns in Teslin mit Vikingswen - hier aus diesem Forum – verabredet. Er ist einer von denjenigen, die mit ihrem 550 PS, bis zu 40 to schweren Monstertruck regelmäßig, ob Sommer oder Winter, zwischen Seattle /Washington und Fairbanks bzw. Anchorage in Alaska den Alaska Highway befahren, inzwischen mit eigenem Fahrzeug, pro Strecke über 4.000 km. Und das Ganze bis zu 2 mal pro Monat. Macht also fast 200.000km pro Jahr, und das ist etwa die doppelte Strecke, die wir bisher in 2 ½ Jahren auf unserer Weltumrundung gefahren sind. Tolle Leistung.

Laut einiger Kommentare in amerikanischen Truckerforen ist er dabei viel beneidet von Kollegen, die ständig „nur“ die endlos langen, oft schnurgeraden Freeways in den USA befahren. Wie Swen in seinem Kommentar in Wombis Reisebericht ja schon sagte: wer sich dafür interessiert und sich diesen Stress zutraut – unten wäre die anzurufenden Nummer.

Gruß, Wolfgang
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Vikingswens Peterbilt 389, 550PS Cummins ISX-15, 18 Gang Road Ranger Getriebe, 2x570 l Dieseltanks beheizt, Länge des Kühlaufleger 16m, beladen bis zu 40 to
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Wenn ihr einmal auf dem Alaska Highway so mit ca. 100 km/h unterwegs sein solltet, und ihr seht im Rückspiegel einen solchen LKW heranbrausen --- das könnte Vikingswen sein (ist es auf diesem Bild auch) :-)
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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#23 Beitrag von Die Nomaden » 2015-03-24 20:41:32

Schöööne Landschaft , klasse Bilder , knackiger Bericht , beneideswerete Reise . Weiterhin gute Fahrt .

Gruß Dieter
Das wichtigste Reisegepäck ist ein fröhliches Herz ! Mutter Theresa

Lebe immer nur einen Augenblick nach dem anderen , anstatt jeden Tag schon viele Jahre im vorraus .

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Re: British Columbia - Yukon - Alaska

#24 Beitrag von MAN-45 » 2015-03-27 18:34:30

Von den zwei Strassen in Nordamerika, die bis weit jenseits des Polarkreises führen, liegt eine in Alaska, der Dalton Highway, und eine in Yukon / Northern Territories in Kanada, der Dempster Highway. Beide sind etwa 700 km lange Schotterstrassen. die sich bei Trockenheit erstaunlich gut befahren lassen, allerdings muß man mit Steinschlag entgegenkommender oder überholender Fahrzeuge rechnen.

Zunächst also fuhren wir auf dem Dempster Highway bis zu der derzeit nördlichsten, per Strasse erreichbaren Stadt in Kanada, Inuvik. Die Straße wird hier bei längerer Trockenheit zur Staubreduzierung per Tankwagen mit einer Kalziumchlorid-Lösung besprengt, was länger vorhält als Besprengung nur mit Wasser und was sicherlich auch den Schotterbelag festbäckt und festigt. Dafür hält sich dieser korrosive Matsch wie Honig auf der Unterseite der Fahrzeuge, den man daher nach Rückkehr in die Zivilisation auch schnellstens mit Hochdruckreinigern beseitigen sollte.

Weiteres Problem dieser benässten Straßen ist, dass sie insbesondere bei Gefälle unberechenbar glitschig werden – was sich bei Regen noch unangenehmer bemerkbar macht. Seit unserer Rutschpartie in China bin ich bei solchem Matsch ziemlich sensibilisiert und vielleicht übervorsichtig – aber besser so, als im Graben zu landen. Ein deutscher Tourist mit gemietetem Camper-Pickup machte es sicherlich richtig, als er an den abfallenden Rand gerutscht war, und lieber stehenblieb, als das Risiko eines Umkippens in den Strassengraben zu riskieren. Wir haben ihn wieder auf die Strassenmitte gezogen.

Insgesamt gesehen eine lange, aber interessante Fahrt, inklusive zweier Gratisfähren über den Peel River und den Mackenzie River - mit wieder grandiosen Landschaften, aber leider nur relativ wenigen Tieren. Dieselbe Strecke dann wieder zurück – diesmal überwiegend bei Regen – und damit auch völlig anders aussehender Landschaft.

Gruß, Wolfgang
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Dieses Schild will sagen, dass jetzt nach der Asphaltstrasse der Schotter beginnt.
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80 km langer (theoretischer) Wildwechsel. Davon war aber leider nicht viel zu sehen (ist bei uns ja eigentlich auch nicht anders)
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Hier sollten eigentlich Lachse schwimmen. Und auf den Inseln sollten Bären stehen, die diese fangen. Da aber erstere schon vor Wochen ihre Reise abgeschlossen hatten, waren auch letztere nicht mehr da.
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Indianer heißen in Nordamerika nicht mehr "Red Indians" sondern "First Nation People", denen heute (nicht nur bei der Jagdausübung) umfangreiche Sonderrechte zugestanden werden.
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Wer schon einmal am Nordkapp war, kennt diese Angaben des Nördlichen Polarkreises aus Norwegen und Finnland. Ist hier am Dempster Highway nicht anders.
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Fähre am Mackenzie River
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Ähnlich wie im nördlichen Skandinavien scheint der Horizont hier im Norden weiter hinten zu liegen und der Himmel höher zu sein. Wer das schon mal gesehen hat, weiss, was ich meine.
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Kurz vor Inuvik am 12. August: Sonnenaufgang um 6:05, Sonnenuntergang um 23:59
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Igloo Church of Our Lady of Victory in Inuvik
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Mit dem ersten größeren Schneefall reicht ein einfaches Umrüsten auf Winterreifen für einige Gegenden hier nicht mehr aus. Es gibt eine ganze Anzahl von Firmen, die solche Fahrzeuge auf den Winter wartend auf ihren Höfen stehen haben
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Das sind keine Blüten, sondern innerhalb von 4 Tagen - zwischen unserer Hinfahrt und der Rückfahrt rot gewordene Blätter....
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.... leider waren wir hier etwa 1 - 2 Wochen zu früh. Fast alles, was hier jetzt noch grün oder gelblich erscheint, hat sich dann in eine fantastisch rote Herbstfärbung gewandelt
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Fähre über den Peel River
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Elch, der an seinem linken Hinterbein offensichtlich von einem Wolf angefallen wurde.

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