Moin zusammen,
ich habe nach den ersten ca. 1.000 km mit meinem G90 8.136 entschieden, dass ich mich mit einem anderen Getriebe beschäftigen möchte. Der Hauptgrund ist die hohe Drehzahl im letzten Gang.
Das Fahrzeug ist bereits auf 14.5 R20 umbereift, hat aber die kürzeste Achsübersetzung mit 6,902. Dadurch ist die Drehzahl auf Strecke immer noch recht hoch.
Eigentlich wäre ein ZF 6S850 wahrscheinlich die beste Lösung. Der erste Gang ist je nach Variante relativ nah am originalen Getriebe, und obenrum hat es mit ca. 0,79 auch einen Overdrive. Allerdings sind gute 6S850 schwer zu bekommen und meistens ziemlich teuer.
Deswegen bin ich jetzt beim ZF S5-42 gelandet. Ich habe ein Getriebe aus einem geschlachteten L2000 bekommen, allerdings die lange Variante mit 4,65 im 1. Gang und 0,77 im 5. Gang. Die kurze S5-42-Variante hätte etwa 5,72 im 1. Gang und 0,76 im 5. Gang.
Wenn man nur den 1. Gang betrachtet, ist das lange S5-42 gegenüber dem originalen 5GG mit ca. 7,23 im 1. Gang natürlich deutlich länger. Grob gerechnet ist der 1. Gang vom langen S5-42 etwa 36 % länger als der originale 1. Gang. Die kurze S5-42-Variante wäre etwa 21 % länger. Ein 6S850 wäre je nach Variante nur ungefähr 7–17 % länger als original.
Mit eingelegter Untersetzung im Verteilergetriebe relativiert sich das natürlich wieder. Das lange S5-42 liegt im 1. Gang mit Untersetzung rechnerisch ungefähr etwas kürzer als das originale Getriebe im 1. Gang ohne Untersetzung. Trotzdem verliert man im Vergleich zum originalen 1. Gang mit Untersetzung natürlich Kriechübersetzung.
Genau da bin ich mir unsicher. Mir geht es nicht um Trial oder extremes Klettern, aber das Fahrzeug soll mit Reiseaufbau weiterhin vernünftig rangieren können und auch steilere Passagen, lose Wege oder Geröllfelder schaffen, ohne dass ständig die Kupplung leiden muss.
Was mich etwas beruhigt: Den G90 gab es mit mehreren Achsübersetzungen, grob von 6,902 bis 5,684, soweit ich weiß aber mit dem gleichen Grundgetriebe. Da ich die kürzeste Achse habe, müsste theoretisch ja noch etwas Reserve vorhanden sein. Trotzdem wäre eine Einschätzung aus der Praxis sehr interessant.
Was mir am S5-42 gefällt, ist der lange 5. Gang. Das 6S850 liegt im letzten Gang meist bei ca. 0,79, das S5-42 bei etwa 0,76–0,77. Das sind zwar nur ein paar Prozent, aber bei der kurzen Achse ist jedes bisschen weniger Drehzahl auf Strecke natürlich angenehm.
Ein weiterer Punkt ist das Ausrücklager. Bei meinem S5-42 ist das Ausrücklager bzw. die Betätigung deutlich massiver und anders aufgebaut als bei anderen L2000-Getrieben, die ich bisher gesehen habe. Druckplatte, Kupplung und Schwungscheibe habe ich passend zum Getriebe mitbekommen. Weiß jemand, ob diese Ausführung eine spätere Weiterentwicklung war oder ob es sich um eine spezielle Variante handelt?
Außerdem frage ich mich, ob man bei einem S5-42 theoretisch die Zahnradpaarung vom 1. Gang tauschen könnte, also aus der langen 4,65er Variante eine kürzere machen könnte, wenn man noch an die Teile kommt. Hat das schon einmal jemand gemacht oder ist das in der Praxis eher unrealistisch?
Sorry viel Theorie ist eine schwierige Entscheidung zumal das Getriebe was ich jetzt gekauft habe in einem super Zustand ist wirklich günstig war und erst 170.000 km auf der Uhr hat.
LG
Tjark
ZF S5-42 MAN G90 8.136 FAE
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Re: ZF S5-42 MAN G90 8.136 FAE
... auf Pisten in Russland und der Mongolei war ich sehr froh um einen kurzen ersten Gang ... da war tagelang die Untersetzung drin ...
... Sand mögen weder das Auto noch ich, daher habe ich dort kaum Erfahrung ...
Gruss Ulf
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Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!
Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!
Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.
Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.
Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...
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Re: ZF S5-42 MAN G90 8.136 FAE
Moin, wenn die Gesamtübersetzung im 1. Gang mit Untersetzung nach Umbau kürzer ist als im 1. Gang ohne Untersetzung vor dem Umbau würde ich das machen. Ein 4x2 rangiert im 1. Gang genauso gut die ein Allrader. Und schlechte Wege fahre ich meistens mit niedriger Drehzahl, wo die Kraft des Motor dann ausreicht. Berge fahre ich eher mit etwas Schwung, da kann man eine längere Übersetzung gut nutzen. Durch grobes Geröll fahre ich nicht mehr, dafür ist die Übersetzung dann doch zur lang. Auf Extremen Rampen (z.B. vom Feldweg auf die Straße) fahre ich dann in der Untersetzung und halte später noch mal an, um die rauszunehmen. Das ist der GRB mit 9t, 5,7 im 1. Und 395/85 Rädern und 240 PS.
Gruß
Bernd
Gewinne Zeit durch Langsamkeit
Bernd
Gewinne Zeit durch Langsamkeit
Re: ZF S5-42 MAN G90 8.136 FAE
Hallo Tjark,
Dieses Getriebe ZF S5-42 wurde am 08 09 1998 hergestellt. Im L2000 wurde es mit dem Motor D0824LFL02 und einer 330-mm-Kupplung kombiniert,
die später durch ein 362-mm-Satz ersetzt wurde.
Schwungrad 51.02301-7434 (330 mm)
Druckplatte 81.30305-0184 (MFZ330)
Kupplungsscheibe 81.30301-0380
Ausrücklager 81.30550-0079
Neue Teile
Schwungrad 51.02301-5109 (362 mm)
Druckplatte 81.30305-0201 (MFZ362)
Sachs-Nr. 3482 120 031
Kupplungsscheibe 81.30301-0475 (362 WTB)
Sachs-Nr. 1878 044 631
Ausrücklager 81.30550-0079
Sachs-Nr. 3182 600 288
Kupplungssatz ohne Ausrücklager
Sachs-Nr. 3400 121 801
Kupplungssatz mit Ausrücklager
Sachs-Nr. 3400 710 001
Dieses Getriebe ZF S5-42 wurde am 08 09 1998 hergestellt. Im L2000 wurde es mit dem Motor D0824LFL02 und einer 330-mm-Kupplung kombiniert,
die später durch ein 362-mm-Satz ersetzt wurde.
Schwungrad 51.02301-7434 (330 mm)
Druckplatte 81.30305-0184 (MFZ330)
Kupplungsscheibe 81.30301-0380
Ausrücklager 81.30550-0079
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Schwungrad 51.02301-5109 (362 mm)
Druckplatte 81.30305-0201 (MFZ362)
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Kupplungsscheibe 81.30301-0475 (362 WTB)
Sachs-Nr. 1878 044 631
Ausrücklager 81.30550-0079
Sachs-Nr. 3182 600 288
Kupplungssatz ohne Ausrücklager
Sachs-Nr. 3400 121 801
Kupplungssatz mit Ausrücklager
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Ich verstehe Deutsch etwas, aber ich werde versuchen zu antworten mit Google Wörterbuch.
Gruß Eugene.
Gruß Eugene.
Re: ZF S5-42 MAN G90 8.136 FAE
Moin zusammen,
nochmal vielen Dank für eure Einschätzungen und die Infos. Das hilft mir wirklich weiter, auch wenn ich dadurch gerade nicht unbedingt weniger hin- und hergerissen bin.
Mein Hauptpunkt ist im Moment tatsächlich die Abwägung zwischen „vorhandenes Getriebe nutzen“ und „lieber noch auf die passendere Variante warten“.
Das S5-42, das ich jetzt hier habe, ist vom Zustand her wirklich gut. Es liegt komplett mit Schwungscheibe, Kupplung und Druckplatte hier, und vom grundsätzlichen Aufbau her wäre es ja sehr nah an der kurzen S5-42-Variante. Der Einbau und die Anpassungen wären also wahrscheinlich nicht völlig für die Katz, falls ich später doch auf das kurze S5-42 wechseln sollte.
Andererseits habe ich immer noch Bauchschmerzen wegen des langen 1. Gangs. Rechnerisch sieht es mit Untersetzung nicht komplett daneben aus, aber ich bin mit dem G90 schon Passagen gefahren, die eigentlich nur im 1. Gang mit Untersetzung sinnvoll gingen. Das war zwar bisher hauptsächlich im Offroadpark und nicht im Reisebetrieb, aber genau diese Reserve möchte ich mir eigentlich nicht unnötig nehmen.
Mir ist die Geländegängigkeit bei dem Fahrzeug schon wichtig. Der Koffer soll ja bewusst mit Hubdach gebaut werden, sodass das Fahrzeug im Fahrbetrieb ungefähr auf Kabinenhöhe bleibt. Ich versuche also extra, den Schwerpunkt und die Höhe im Gelände so niedrig wie möglich zu halten. Dann wäre es natürlich ärgerlich, wenn ich mir ausgerechnet über das Getriebe die langsame Fahrbarkeit verschlechtere.
Was mich wiederum beruhigt, ist die kurze Achsübersetzung. Da ich die kurze Achse habe und es den G90 ja auch mit längeren Achsen gab, müsste eigentlich noch etwas Reserve vorhanden sein. Trotzdem ist das schwer einzuschätzen, weil Theorie und Praxis bei sowas ja doch oft auseinandergehen.
Das 6S850 wäre wahrscheinlich die rundeste Lösung, weil der 1. Gang näher am Original liegt. Dafür ist es schwerer und teurer zu bekommen, und der letzte Gang ist mit ca. 0,79 eben nicht ganz so lang wie beim S5-42 mit ca. 0,76/0,77. Das klingt nach wenig, aber bei der kurzen Achse nimmt man natürlich jede Drehzahlreduzierung gerne mit.
Im Moment schwanke ich daher zwischen:
* das vorhandene lange S5-42 einbauen und praktisch testen,
* weiter nach der kurzen S5-42-Variante suchen,
* oder doch irgendwann direkt Richtung 6S850 gehen.
Rein vom Gefühl her wäre das kurze S5-42 wahrscheinlich der beste Kompromiss. Langer 5. Gang, aber untenrum etwas mehr Reserve. Der Verkäufer schaut wohl auch nochmal, ob er demnächst ein passendes Getriebe aus einem weiteren Schlachter bekommt.
Was mich an dem vorhandenen Getriebe trotzdem reizt: Das Fahrzeug hat jetzt mit Zwischenrahmen und Koffer schon ungefähr 5 Tonnen. Man könnte also relativ realistisch testen, wie sich das lange S5-42 wirklich fährt. Und da der Zwischenrahmen später zum Verzinken sowieso nochmal runter muss, wäre ein Testeinbau nicht komplett verlorener Aufwand.
Nur ist genau das eben die schwierige Entscheidung: Für „mal eben testen“ ist der Aufwand eigentlich zu groß. Aber wenn ich es nie teste, weiß ich auch nicht, ob es am Ende vielleicht völlig ausreichend wäre.
Deswegen bin ich weiterhin für jede Praxiserfahrung dankbar — besonders, wenn jemand das lange S5-42 im G90 oder in einem vergleichbaren Fahrzeug schon gefahren ist und einschätzen kann, ob der längere 1. Gang im Gelände und beim Rangieren wirklich stört oder ob ich mir da vielleicht zu viele Gedanken mache.

LG
Tjark
nochmal vielen Dank für eure Einschätzungen und die Infos. Das hilft mir wirklich weiter, auch wenn ich dadurch gerade nicht unbedingt weniger hin- und hergerissen bin.
Mein Hauptpunkt ist im Moment tatsächlich die Abwägung zwischen „vorhandenes Getriebe nutzen“ und „lieber noch auf die passendere Variante warten“.
Das S5-42, das ich jetzt hier habe, ist vom Zustand her wirklich gut. Es liegt komplett mit Schwungscheibe, Kupplung und Druckplatte hier, und vom grundsätzlichen Aufbau her wäre es ja sehr nah an der kurzen S5-42-Variante. Der Einbau und die Anpassungen wären also wahrscheinlich nicht völlig für die Katz, falls ich später doch auf das kurze S5-42 wechseln sollte.
Andererseits habe ich immer noch Bauchschmerzen wegen des langen 1. Gangs. Rechnerisch sieht es mit Untersetzung nicht komplett daneben aus, aber ich bin mit dem G90 schon Passagen gefahren, die eigentlich nur im 1. Gang mit Untersetzung sinnvoll gingen. Das war zwar bisher hauptsächlich im Offroadpark und nicht im Reisebetrieb, aber genau diese Reserve möchte ich mir eigentlich nicht unnötig nehmen.
Mir ist die Geländegängigkeit bei dem Fahrzeug schon wichtig. Der Koffer soll ja bewusst mit Hubdach gebaut werden, sodass das Fahrzeug im Fahrbetrieb ungefähr auf Kabinenhöhe bleibt. Ich versuche also extra, den Schwerpunkt und die Höhe im Gelände so niedrig wie möglich zu halten. Dann wäre es natürlich ärgerlich, wenn ich mir ausgerechnet über das Getriebe die langsame Fahrbarkeit verschlechtere.
Was mich wiederum beruhigt, ist die kurze Achsübersetzung. Da ich die kurze Achse habe und es den G90 ja auch mit längeren Achsen gab, müsste eigentlich noch etwas Reserve vorhanden sein. Trotzdem ist das schwer einzuschätzen, weil Theorie und Praxis bei sowas ja doch oft auseinandergehen.
Das 6S850 wäre wahrscheinlich die rundeste Lösung, weil der 1. Gang näher am Original liegt. Dafür ist es schwerer und teurer zu bekommen, und der letzte Gang ist mit ca. 0,79 eben nicht ganz so lang wie beim S5-42 mit ca. 0,76/0,77. Das klingt nach wenig, aber bei der kurzen Achse nimmt man natürlich jede Drehzahlreduzierung gerne mit.
Im Moment schwanke ich daher zwischen:
* das vorhandene lange S5-42 einbauen und praktisch testen,
* weiter nach der kurzen S5-42-Variante suchen,
* oder doch irgendwann direkt Richtung 6S850 gehen.
Rein vom Gefühl her wäre das kurze S5-42 wahrscheinlich der beste Kompromiss. Langer 5. Gang, aber untenrum etwas mehr Reserve. Der Verkäufer schaut wohl auch nochmal, ob er demnächst ein passendes Getriebe aus einem weiteren Schlachter bekommt.
Was mich an dem vorhandenen Getriebe trotzdem reizt: Das Fahrzeug hat jetzt mit Zwischenrahmen und Koffer schon ungefähr 5 Tonnen. Man könnte also relativ realistisch testen, wie sich das lange S5-42 wirklich fährt. Und da der Zwischenrahmen später zum Verzinken sowieso nochmal runter muss, wäre ein Testeinbau nicht komplett verlorener Aufwand.
Nur ist genau das eben die schwierige Entscheidung: Für „mal eben testen“ ist der Aufwand eigentlich zu groß. Aber wenn ich es nie teste, weiß ich auch nicht, ob es am Ende vielleicht völlig ausreichend wäre.
Deswegen bin ich weiterhin für jede Praxiserfahrung dankbar — besonders, wenn jemand das lange S5-42 im G90 oder in einem vergleichbaren Fahrzeug schon gefahren ist und einschätzen kann, ob der längere 1. Gang im Gelände und beim Rangieren wirklich stört oder ob ich mir da vielleicht zu viele Gedanken mache.
LG
Tjark
Re: ZF S5-42 MAN G90 8.136 FAE
Moin,
ich bin mir nicht mehr sicher welches 5 Gang ZF Getriebe ich mal in einem MAN G90 gesehen habe. Das war ne grün schwarze extra Lange Doka.
Auf jeden Fall musste dort, damit das ganze Thema Schaltgestänge passt ordentlich die Flex am Rahmenquerträger angesetzt werden.
Das würde ich im Vorfeld auf jedenfall Pürfen. Um dann die passende Technik und Wissen vor Ort zu haben um einen Querträger anzupassen.
Viele Grüße
Jo
ich bin mir nicht mehr sicher welches 5 Gang ZF Getriebe ich mal in einem MAN G90 gesehen habe. Das war ne grün schwarze extra Lange Doka.
Auf jeden Fall musste dort, damit das ganze Thema Schaltgestänge passt ordentlich die Flex am Rahmenquerträger angesetzt werden.
Das würde ich im Vorfeld auf jedenfall Pürfen. Um dann die passende Technik und Wissen vor Ort zu haben um einen Querträger anzupassen.
Viele Grüße
Jo