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Beitrag
von olli-64 » 2025-09-07 12:59:27
Moin Alex,
ja, aber 10.9 ist nicht automatisch HV! Eine 10.9'er kriegst Du nicht so angeknallt, dass die Verbindung über Reibwiderstand funktioniert. Die Verbindung entspricht (bei korrekter Ausführung) einer geschweißten Verbindung bzw. eines monolithischen Trägers. Die von Dir verlinkten Schrauben reißt du ohne Probleme ab. Und eine HV Verbindung ist es nur, wenn alle 3 Komponenten den Güten 6914 ff entsprechen. Und da gehört sowohl die Mutter, wie auch die Scheiben dazu!
Moin Henrik,
jepp, so ist das. Nimm die 12'er, das hebt. Für ne M12 bohrst Du ja auf 13 mm, Du hast also im Kloben 1 mm mehr, als was Du standardmäßig eigentlich hättest. Auf der Baustelle im Hallenbau würd ich das nicht durchgehen lassen, aber in Deinem Fall ist das vernachlässigbar. Das ist besser als wenn Du für ne M16 auf 17 mm aufbohrst und den Kloben schwächst. Den Anschraubkloben zieh vorher an der Anlagefläche planeben ab, also Farbe runter und Grate müssen weg, aber das denke ich sollte selbstverständlich sein. Planeben ist da das Zauberwort für flächiges Anliegen. Das zweite Flach dahinter, also zwischen Winkeleisen und Scheibe/Mutter dient nur der Materialverdickung, damit die Gegenseite durch die Materialstärke ausreichend steif ist und plan bleibt. Durch die Vorspannkraft entstehen solche Kräfte, dass dünnes Material im Mikrobereich schüsselig gezogen wird und dann hast Du keine flächige Reibwirkung. Die eigentliche Reibsicherung erfolgt zwischen dem Anschraubkloben und dem Winkel des Koffers.
Du ziehst in 2 Schritten an. Erst auf 70 Nmund dann lass das nen Tag stehen. Das finale Anziehmoment liegt final bei 100 Nm, damit bekommst Du dann eine Vorspannkraft, die bei etwa 50 KN liegt, das sind 5 to.
Nicht verwechseln mit der Tragfähigkeit der Kloben, das hat mal nix miteinander zu tun.
Viel Spaß und Erfolg
Gruß
Olli
... hetz mich nich ...