Demontage Problem Hydraulikzylinder

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Zentralgestirn
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Re: Demontage Problem Hydraulikzylinder

#31 Beitrag von Zentralgestirn » 2020-05-02 2:39:35

OliverM hat geschrieben:
2020-05-01 8:51:28
Zentralgestirn hat geschrieben:
2020-04-30 13:27:06


Leider fressen die Gewinde bei den Endstücken gerne und dann hilft oft wirklich nur ausdrehen. Und such dir mal ne andere Bude, deine scheint teuer zu sein, sehr teuer.

Viel Erfolg

Grüße Sebastian
Moin Sebastian,
da muss nicht zwangsläufig ein Gewinde sein . Es kann durchaus auch sein, daß da mittels einem Sicherungsdraht gesichert wurde .

Gruß

Oliver
Moin oliver,

die Möglichkeit gibt es, den Draht findet man aber idr gut. Manchmal findet man auch welche wo man den Kopf reindrücken muss und dann einen 3 geteilten sprengringartigen Sicherungsring heraus nimmt um dann den Kopf raus zu ziehen. Am besten funktionieren die wo Schrauben im Lochreis das ganze zusammenhalten. Wenn das auch nch Sechskant Schrauben sind bekommt man das immer auf. Mit Inbus ists schon schwerer, geht aber auch noch.

Gibt da viele Möglichkeiten.

Grüße Sebastian

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florian112
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Re: Demontage Problem Hydraulikzylinder

#32 Beitrag von florian112 » 2020-05-02 8:18:50

Guten Morgen,
wir haben in der LKW-Werkstatt mehrere Knipex Cobra XXL im Einsatz.
Da die Zangen selbstklemmend sind sobald sie einmal "angebissen" haben entsteht eine sehr abrutschsichere Verbindung. Verlängert mit einem 3m Verkehrsschild-Rohr und dem Brenner als Überzeugungshilfe gab es bisher noch keine Verschraubung an Hydraulikzylindern die sich nicht lösen ließ.
Möchte hier keine Werbung machen, aber die Zange war schon oft ein Problemlöser in der Werkstatt wenn div. andere Werkzeuge versagt haben.

Vielleicht kennst du ja jemanden der jemanden kennt, der so ein Zange herumliegen hat.

Wünsche noch viel Erfolg mit der Verschraubung.
Gruß
Flo

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Till
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Re: Demontage Problem Hydraulikzylinder

#33 Beitrag von Till » 2020-05-11 16:25:01

Hallo zusammen,

ich berichte mal wieder über den Stand der Dinge. Zuerst hatte ich die Version mit dem Anschweißen eines Hebelansatzes probiert. Leider hielt auch mit Spezialelektroden keine meiner Schweißungen den Hebelkräften stand bzw es fand keine richtige Verbindung mit dem Werkstoff statt. Letzte Woche habe ich drei unterschiedliche Kettenschlüssel gekauft von denen einer (die Kette war schmal genug um auf dem schmalen Stück Platz zu finden) direkt gerissen ist. Bei einem Versuch mit Meißel und Hammer weiterzukommen kam ich mir wie ein Schnitzer vor - der sehr spröde Kopf sprang stückchenweise weg - so konnte also auch keine Kraft übertragen werden. Gestern bin ich an eine 36" Zange gekommen, Typ amerikanische 'Einhandrohrzange' - warum die 'Einhandrohrzange' heißt, keine Ahnung :D . Aber gut, die kann bis auf 5" greifen. Mit einem Sicherungsspanngurt und Holzstücken habe ich sie auf den schmalen Grat des rauszudrehenden Kopfes geklemmt. Dann bin ich mit einem über 3m langen Rohr auf den Schlüssel gegangen und habe mich ans Ende gehängt. Nach mehreren Versuchen bei denen die Zange abgerutscht ist, habe ich es doch einmal geschafft richtig Kraft weiterzugeben und siehe da - da Kopf bricht weg.

Zylinderkopf Kranfuß.jpg

Es wird also jetzt wohl oder übel in eine neue Phase gehen. Im Moment sehe ich zwei Versionen:

1) Die von der Hydraulikfirma vorgeschlagene: Kolbenstange abschneiden, Zylinder aus dem Ausschub auspressen/rausschneiden, Kopf ausdrehen und dann wieder alles neu. Kostenvoranschlag (zur Erinnerung) waren 1700.- o.MwSt;

2) Komplett neuer Zylinder, wobei trotzdem der alte aus dem Ausschub getrennt werden muss und wieder eingefügt werden muss. Die Kosten werden wohl mehr oder weniger bei der oberen Version liegen.

Im Moment sind Ausschub (ca. 2m) und Zylinder ein Teil das einem 'T' gleicht, wobei der senkrechte Schenkel der Ausschub ist. Der Zylinder hat eine Arbeitslänge von ca. 50cm und ist in einen, auf den Ausschub geschweißten, Schaft eingepresst (bzw habe ich keine andere Verbindung erkennen können). Der Zylinder hat also vermutlich einen Außenkonus um in dem Schaft zu halten.

Also hier nochmal meine Frage in die Runde:

Habt ihr vielleicht noch einen anderen Alternativvorschlag? Wie würden eure Schätzungen für die Arbeiten lauten? So kann ich die Kostenvoranschläge vielleicht besser beurteilen.

Grüße,

Till

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Till
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Re: Demontage Problem Hydraulikzylinder

#34 Beitrag von Till » 2020-05-11 16:39:54

Zur Ergänzung noch ein paar Informationen:

Durchmesser Kolbenstange 60mm, Arbeitslänge Kolbenstange 53,5cm, Außendurchmesser Zylinder 95mm vor und nach dem Schaft.

Ich schätze, dass die Sicherung des Zylinders im Schaft also eine Kombination aus Erhitzen und Verpressen ist.

Grüße,

Till

OliverM
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Re: Demontage Problem Hydraulikzylinder

#35 Beitrag von OliverM » 2020-05-12 8:02:25

Naja, ein DW Rumpfzylinder allerdings mit 80er Kolbenstange und 55 com Hub kostet irgendwas um die 100,- Euro .

Du wirst eh nicht drumherum kommen, den alten Zylinder auszubauen . Anschließend kann man sehen , ob sich ein passender Rumpfzylinder findet .

Gruß

Oliver
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