CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

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farnham
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CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#1 Beitrag von farnham » 2020-09-26 20:40:52

Hallo zusammen,

ich möchte mal in die Runde fragen, wie ihr es so mit der CAD-Nutzung haltet. Ist das für euch ein Thema oder baut ihr nach einer Bleistiftskizze einfach drauf los? Falls ihr selbst damit arbeitet, bis zu welchem Detail-Level? Welches System verwendet ihr und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

In meinem Ausbauprojekt habe ich quasi nach dem Entkernen eines alten Aufbaus damit begonnen, die Roh-Hülle zu vermessen und zusammen mit wesentlichen Fahrzeugkomponenten im CAD (Fusion 360) in 3D zu zeichnen. Sämtliche Möbel, teilweise bis zum Scharnier und Verschluss, sind im CAD entstanden. Ich habe alle wesentlichen Technikkomponenten gezeichnet und plaziert, sodass eben hinter dem gesägten Loch für den Warmluftschlauch in den allermeisten Fällen kein Kabel oder keine Rahmenstrebe lag :). Weiterhin hat das CAD-Modell inbesondere in Phasen, wo ich beruflich bedingt nicht in der Nähe vom Fahrzeug war, ganz erheblich geholfen, den Ausbau voran zu treiben und auch aus der Ferne Ideen zu entwickeln und festzuhalten. Schlussendlich habe ich fast alle wesentlichen Möbelteile CNC-gefräst, bzw. die größeren Teile in Lohnarbeit fräsen lassen. Das bot die Möglichkeit, mit großräumigen Taschen/Aussparungen auf der Rückseite das Gewicht um ca. 30-40% zu reduzieren. Auf der Kostenseite, das muss man fairerweise dazu sagen, stehen sicher 1-2 Vollzeit-Mannmonate vor dem Rechner. Die besagte Strebe vor dem Warmluftschlauch hätte allerdings auch Zeit gekostet...

Nachdem mein Ausbaubprojekt nach erfolgreicher Test-Tour inzwischen weitestgehend abgeschlossen ist, dachte ich, ich mach mal einen Thread zum Erfahrungsaustausch auf. Nicht zuletzt istauch der Stundenlohn-Nachbarthread, der allerlei Urban Legends aus dem letzten Jahrtausend verbreitet (10000EUR-Rechner nötig, millionenteure Lizenzen und jahrzehntelanges Ingenieurstudium erforderlich) eine kleine Inspiration für dieses Thema :)

landwerk
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#2 Beitrag von landwerk » 2020-09-26 22:00:11

Hallo,


Ich habe bis jetzt nicht mal eine Bleistiftskizze für einen der beiden Container gemacht.

Grundsätzliche Vorstellung im Kopf und dann Stück für Stück "einwohnen" und wachsen lassen.

Das Maß einzelner Bauabschnitte ergibt sich dabei durchaus auch mal aus dem verbauten Material.
Die gemütliche Reisebus-Stizgruppe ist z.B. 1m breit, also orientiert sich die Breite des Tisches irgendwie auch daran.




Ich finde, das ist ein schönes "lebemdiges" bauen.


Für mich ein probater Weg.


Für alle, die sich für so etwas interessieren hier noch mal ein Link zur Entstehung eines einfachen Ausbaus:


viewtopic.php?t=53226


Liebe Grüße

Oli
Zuletzt geändert von landwerk am 2020-09-27 2:04:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Enzo
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#3 Beitrag von Enzo » 2020-09-27 0:38:28

Moin,

eine Draufsicht als Bleistiftskizze und dann wurde losgelegt. Die besten Ideen kommen mir eh beim Bauen, von daher würde ich eine aufwendige CAD Spielerei schon am zweiten Tag des Bauens in die Tonne treten. Zum Glück haben meine Frau und ich ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, so daß die Draufsicht mit Höhenpunkten völlig ausreichend war.

Jens

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Ulf H
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#4 Beitrag von Ulf H » 2020-09-27 7:47:30

... die Konstruktion entsteht beim Bau ... oder danach, wenn sich zeigt, dass die erste Variante nix taugt ... bisher nur Umbauten, das zum Teil aber umfangreich ...

... der hier alleine für die CADisierung der Planung getriebene Aufwand entspricht ja fast einem Jahr Wochenendarbeit, in dieser Zeitspanne baut(e) mancher von Hand ein komplettes Fahrzeug auf ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#5 Beitrag von max24 » 2020-09-27 8:14:44

Hab meinen Innenausbau in CATIA V5 konstruiert. Hat sich gelohnt, da ich mehrmals umkonstriert hab und viele Probleme bereits im Vorfeld lösen konnte. In Hardware hätte das sicher mehr Zeit und Geld gekostet.
Anschließend hab ich ne Materialliste geschrieben und so dann auch gleich das alles zuschneiden lassen.
Ich würds heut wieder so machen.

Gruß Bernhard
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Lasse den Passatwind in die Segel schießen. Erkunde sie. Träume sie. Entdecke sie. - Mark Twain

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#6 Beitrag von Bikerguido » 2020-09-27 8:23:16

Es kommt darauf an, wozu ich die Planung brauche. Den Hubdachkoffer hab ich vorher mit Fusion gezeichnet. Der Koffer besteht aus 26 Sandwichplatten und diese enthalten zum Teil eingeleimte Verstärkungen. Die Platten wurden dann gem. CAD-Dateien gefräst. So hab ich die Programierkosten gespart, bzw. Durch meine Zeit ersetzt.
Vieles mach ich trotzdem auf Kästchenpapierblock frei Hand auf dem Sofa, nur um meine Ideen festzuhalten und an einem anderen Tag oder viel später nochmal überdenken, oder weiterspinnen zu können.
Die provisorischen "Testmöbel" baue ich aufs geradewohl mit Zollstock, Säge und Spaxschrauben. Wenn diese sich bewährt haben, werde ich die Möbelfronten zumindest auch CAD zeichnen, um sie CNC fräsen zu können. Vielleicht auch alle Holzteile im 3D.
Gruß Guido
Mein Projekt: Iveco 90-16, gedämmte Doka mit 4 Einzelsitzen und 1 "Notbett"
Einzelbereifung 14,5er Pista Sprengringfelgen
Höherlegung weil Hubdachkoffer ohne Radkästen im Bau. Zulassung LKW offene Pritsche, mit H,...alles Eigenbau.

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Lassie
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#7 Beitrag von Lassie » 2020-09-27 8:44:26

Huhu,

ich hab den ersten Aufbau vor 15 Jahren nach einer Skizze aus farbigen Kästchen in Excel gemacht.
Dazu jede Menge Handskizzen auf Schmierpapier.
Seit einigen Jahren mach ich die Visualisierung mit SketchUp, heute in der frei herunterladbaren Version 2017.
Das reicht mir, um mit einigen selbsterstellten Modulen (Kühlbox, Kanister, E-Rad, Eurokisten, Spüle, TTT, etc.) die Aufbau-Planung immer wieder durchzuspielen, räumliche Abhängigkeiten und kritische Maße auszulesen.
Weitere CAD-Features nutze ich nicht, hab aber auch keine Serienfertigung oder CNC-Fertigung vor.

Den nächsten Aufbau möchte ich auch wieder selbst bauen. Die Idee ist dabei, dass er für 2 Personen und unseren Mog schwerpunktoptimiert und sehr gut geländetauglich, bei gleichzeitig einfacher Bauweise und guter Reparierbarkeit im Schadensfalle ist. Ich hab schon großen Spaß beim Knobeln und SketchUp-Skizzieren, dabei drehen und wenden etc.

Für die professionelle Nutzung ist SketchUp wohl eher nicht geeignet, da müsste man vermutlich bessere und teurere Systeme nutzen. Falls ich mal wirklich echte CAD-Konstruktion benötige, kann man aber sicher mit den Daten aus SketchUp recht zügig nachmodellieren.

Viele Grüße
Jürgen
... was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest ?

Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.
Erasmus von Rotterdam

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#8 Beitrag von Weickenm » 2020-09-27 10:33:37

Moin,

die erste Visualisierung hab' ich mit Siemens NX gemacht. Was ein Aufriss...

Wenn ich überlege, wie oft ich meine Pläne geändert habe und wie der Status Quo mit dem ursprünglichen Plan übereinstimmt, da wäre ich ja heute noch nicht fertig mit dem Zeichnen.

Geplant wird aufm Fresszettel im Auto mitm Zollstock. Feinplanung dann aufm Millimeterpapier.

Und wenn man sich beim Kopfrechnen nicht vertut passt es dann auch auf den ersten Anhieb :blush:

Beste Grüße
Florian
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Reissi
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#9 Beitrag von Reissi » 2020-09-27 10:56:15

Hallo,

da die Renovierung meines Fahrgestells ca. ein Jahr gedauert hat, hatte ich ausreichend Zeit zur Aufbauplanung. Schon bei der Planung des Grundrisses (klassisch auf Schmierzettel) kam ziemlich schnell der Punkt an dem es schwierig wurde sich die unterschiedlichen Varianten vorzustellen. Kurz, zur besseren Abstimmung mit meiner Frau war ein 3D-Modell unerlässlich.

Also hab ich mich auf die Suche nach geeigneter Software gemacht und bin bei Fusion 360 gelandet. Dort gibts eine Kostenlose Lizenz für non commercial use und jede Menge Einführungsvideos im Netz. Nach etwas Einarbeitung gehts auch ganz flott mit dem Zeichnen.

Unterm Strich war es ziemlich hilfreich den Aufbau so zu planen, zumal ich noch keinen Zugriff auf das Fahrzeug hatte. Das Optimieren von Wassertank, Boiler Batterie und co. haben so gut geklappt.

Ob sich der Aufwand wirklich lohnt ist schwer zu sagen. Für mich war es eine gute Möglichkeit schon mal zu planen, ohne das Fahrzeug zu haben. Seit wir am realen Objekt schrauben hab ich keine Zeichnung im 3D-System mehr gemacht, was ich manchmal schon bereut habe.

Viele Grüße
Uwe

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#10 Beitrag von Mark86 » 2020-09-27 12:08:04

Klassisch mitm Bleistift auf Papier.
Zuerst eine grobe Skizze, dann Wohnmobile ausgemessen, mit Kreide und Dachlatte aufm Fußboden probiert, anschließend die Aufteilungsskizze gemacht wie ich es gerne haben möchte.

Dann den LKW und den Koffer gebaut, Fahrgestell fertig gemacht, da kam die Hilfsrahmenplanung mit ner Stückliste fürs Material aus, Koffer und LKW waren ja schon da.

Anschließend beim Kofferumbau nochmal ne saubere Aufbauskizze gemalt, dann gebaut und fertig. Die letzten cm. haben sich dann eh beim Bau ergeben, ich hab die Zeichnung auch ein paar Mal geändert (Wenn man es überhaupt ne Zeichnung nennen konnte) und schlussendlich irgendwo abgeheftet. Nach 2 Monaten habe ich meinen Innenausbau fertig gehabt, da war keine Zeit für lange CAD Planungen...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#11 Beitrag von Der Initiator » 2020-09-27 12:14:52

Busausbau: Skizzen auf Papier. Hausbootbau: Außenwände in ACAD, dann alles auf Papier. Genau genug, gut und schnell zu ändern -> effektiver als ACAD. Sauna: auf Papier. Nachträglich in MH gerechnet, nur zum Spaß. Restauration Yacht: alles auf Papier.
Es ist völlig egal, was hinter meinem Rücken geredet wird. Wichtig ist nur, dass alle die Fresse halten, wenn ich mich umdrehe.

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#12 Beitrag von hugepanic » 2020-09-27 13:45:16

Ich hab den Innenausbau in eine 3d CAD System geplant.
Später bin ich dann zu Blender übergegangen.

Hintergrund: Die Karre ist so krumm und schief (zumindest nachdem ich zu werke war) das eine "richtige" 3d-Konstruktion wenig sinnvoll ist. Klar kann man etwas Konstruieren, wenn man dann aber beim Bau feststellt das man 50% aller Maße ändernd muss, und im Keller eh wieder anderes Holz liegt, ist das ganze nicht sehr sinnvoll.

Am Ende ist das alles (zumindest bei mir) Prototypen bau. Man hat ein Konzept und setzt das ganze um.

Was aber, aus meiner Sicht, ersatzlos ist, ist die Möglichkeit sich unterschiedliche Konzepte zu visualisieren.

-Wie ist das Raumgefühl?
-Wie sieht es aus wenn man das bett um 90° dreht?
-Paßt man vernünftig auf die Schüssel, oder schlägt man sich den Kopf am Schrank an?
-Paßt die Gasflasche unter bett?

Das sind Themen die ich mit einem 3d-Model innerhalb von minuten beurteilen kann. Ohne 3d-Model wirds schwierig.

Die bessere Hälfte wollte zwar hier und da trotzdem ein Paar Papp-Kartongs stapeln, am am Ende ists jeweils so gekommen wie in den 3d-Studien vorgesehen.
Hier ist auch ein Nachteil einer 3d-Welt. Sie ist nicht für alle Menschen gleich gut geeignet. Das gleiche Problem wird man aber auch mit Zeichnungen oder Skizzen auf Papier haben.

Das Papier das ich vollgeschrieben habe waren dann die Stücklisten für den Zuschnitt. Da bin ich dann aber auch 100mal am Tag zwischen Camper und Kreissäge hin- und hergelaufen.

Heute würde ich vermutlich alles in Blender machen. Es kommt einfach nicht auf 1mm drauf an. Die Präzession die ich verliere gewinne ich durch Flexibilität und geschwindigkeit.
Ein richtiges CAD system verwende ich dann wenn ich es benötige, z.B. für FEM oder wenn ich Teile herstellen lasse (Wobei der Duschwannen-Schweißer mit einem bemaßten Blender Screenshot gut zurechtgekommen ist).

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Wesermann
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#13 Beitrag von Wesermann » 2020-09-27 14:50:27

Moin
Sketchup ist sowas was man kostenfrei nutzen kann dafür, Win 10 hat glaube ich auch mit Paint 3D so ein Programm,habe aber keine der Programme genutzt ,da ich das im Kopft
und in den Händen habe und es dann so zu sagen aus mir raus fliesst beim bauen.
Gruß Armin

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#14 Beitrag von Landei » 2020-09-27 18:07:02

Ich finde es für die Visualisierung praktisch, wenn man ein CAD Programm schon hat, bzw. die Bedienung schon beherrscht. Das Erlernen während der arbeitsintensiven Planungs- und Bauphase wäre mir (als original Nichtskönner - obwohl ich als NIchtnorweger in der EU bin) eine Bausstelle (für Vollidioten) zuviel gewesen und hätte für mich in keinem Verhältnis zu einer irgendwie gearteten Arbeitserleichterung gestanden.

Ich hatte keine Computerhilfe beim Design der entkernten Hütte und dem Ausbau 2.0.

So blieb es bei den Arbeitsschritten

- Aufmaß aller Einbaukomponenten mit feststehenden Größenverhältnissen (Lattenrost, Lokus, Kühlschrank, Spüleherd, Backofen, Heizung, Wassertank)
- Grundflächentetris mit der Verteilung dieser Komponenten zueinander und in Abhängigkeit der vorhandenen Türen und Öffnungen des Koffers

Das einzig Kniffelige war die exakte Einbeziehung der Materialstärke der Wände, insbesonders der einen Badezimmerwand und eines Podestes über dem Radkasten, auf dem später der Lokus stehen sollte. Für den musste nämlich im Metallrohbau an der richtigen Stelle die Klappe ausgeschnitten werden. Da habe ich richtig geschwitzt und 10mal nüchtern nachgemessen, bevor ich die Säge angerissen habe.

Da hätte mir zum Anzeichnen des Ausschnitts an der richtigen Stelle ein CAD Programm wohl auch nicht wirklich weiter geholfen als ein Maßband und eine Handszizze mit den Zahlenwerten.

Auf dem Fußboden habe ich mit Krepp das Grundflächentetris abgeklebt und den Küchenblock mit Bierkisten und Böcken simuliert. Das war eine gute Möglichkeit, um die Bewegungsfreiheit zwischen Tisch und Küchenblock zu ermitteln.
Keine Ahnung, ob man das anhand eines 3D Bildes auf dem Rechner mit einem Dummy Bewohner so ausprobieren kann. Es käme in jedem Fall auf die Dummy Maße an.

Im leeren Koffer zu sitzen, Bier zu trinken, Tetris zu spielen und davon zu träumen, wie gemütlich es mal viele 100 Arbeitsstunden später werden wird, war sehr schön.
Besonders das Bier Trinken schien sehr effizient gewesen zu sein. Es ist auch nach nunmehr 13 Jahren praktischer Nutzung an keiner einzigen Stelle etwas festzustellen, was ich hätte auch nur um einen mm anders machen sollen.

Sehr wichtig war auch die Ermittlung der Kriechhöhe unter dem Bett. Da sollte man sich selbst in der Kriechposition sehr exakt vermessen, damit man sich später beim Vorratskriechen (wegen Schlechtwetter nicht von der Außenöffnung) auf allen Vieren nicht den Rücken stößt.
Auch für die angenehme Sitzposition an der Sitzbank ist praktisches Ausprobieren nützlich. Ob man die Werte dann in ein CAD Programm eingibt oder nur auf seiner Stückliste für die Holzbude vermerkt ist letztlich egal. Man sollte sich die Gelgenheit zu einer Maßanfertigung nicht nehmen lassen und deshalb auch keine presettings für Sitzmöbel übernehmen. Manchmal macht ein einziger cm mehr oder weniger schon einen gewaltigen Unterschied.

CAD sieht selbstverständlich immer schicker aus und man kann den Datensatz jemandem zukommen lassen, der ein ähnliches Projekt vorhat. Meine Handskizzen sind im Altpapier gelandet, da müsste man bei einem Kopierwunsch mal ein paar Minuten nachmessen.
Wenn ein CAD Programm Planungsdenkfehler bemerkt und man an der Stelle seine eigene Teilleistungsschwäche kennt, dann wäre das auch ein gutes Argument für CAD.

Schade, dass bei all den skurrilen Bauten in einschlägigen Formaten (Top Gear, Colin Furze etc.) meist nur im Zeitraffer der Bau und die Anwendung des Endproduktes gezeigt werden, nie aber die Umsetzung von der Idee zum konkreten Handwerksschritt. Das würde mich auch interessieren, wie die das handhaben.

Jochen
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#15 Beitrag von CharlieOnTour » 2020-09-27 18:28:59

Landei hat geschrieben:
2020-09-27 18:07:02
...insbesonders der einen Badezimmerwand und eines Podestes über dem Radkasten, auf dem später der Lokus stehen sollte. Für den musste nämlich im Metallrohbau an der richtigen Stelle die Klappe ausgeschnitten werden. Da habe ich richtig geschwitzt und 10mal nüchtern nachgemessen, bevor ich die Säge angerissen habe.
Du hast dir aber nicht wirklich ein Plumpsklo in den Radkasten gebaut oder? :ninja:

;)

Gruß
Chris

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#16 Beitrag von Der Initiator » 2020-09-27 18:39:42

Warum eigentlich nicht? Perfekte Entsorgung und bei der Bahn stand früher auch immer dran, dass die Toilette nur während der Fahrt genutzt werden darf...
Es ist völlig egal, was hinter meinem Rücken geredet wird. Wichtig ist nur, dass alle die Fresse halten, wenn ich mich umdrehe.

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#17 Beitrag von hugepanic » 2020-09-27 18:54:28

ausgegebenem Anlass:

CAD Toilette auf dem Radkasten!

Das Klo ist so umgesetzt, das Waschbecken (noch?) nicht.
Dateianhänge
27.geaendert.jpg

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#18 Beitrag von Wesermann » 2020-09-27 20:45:31

Moin
und wo ist die Tür?

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#19 Beitrag von Landei » 2020-09-27 22:34:39

Du hast dir aber nicht wirklich ein Plumpsklo in den Radkasten gebaut oder? :ninja:

;)

Gruß
Chris
Perfekte Entsorgung und bei der Bahn stand früher auch immer dran, dass die Toilette nur während der Fahrt genutzt werden darf...
Nein, es ist die normale seitliche Thetford Wartungsklappe.

Mir reicht ein Hobby, bei dem die Entsorgung frei nach unten stattfindet.

Bei den langsamen preußischen Wagen unseres Nebenbahnzuges, die an der Dampflok hängen, ist die Fallrohrtoilette bei Tempo 40-60 (für mich) kein Problem, ob während der Fahrt oder nicht.
Ekliger wird es erst bei Schnellzugwagen auf der Hauptbahn. Wenn ich da den Kuppelhaken eines Waggons mit Toilette an der Kuppelseite an den Dampfloktender hänge, dann sind die oftmals voller Klopapier, benutztem, wohlgemerkt.

Und beim Laster gälte ja schließlich die Strophe 47 des alten Lagerfeuerliedes: "Scheiße auf dem Hinterreifen, gibt beim Bremsen braune Streifen."
Ohne ABS übrigens sehr gefährlich...

Jochen

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#20 Beitrag von meggmann » 2020-09-28 8:30:06

Ich hab auch alle drei Ansätze genutzt.
Mal in CAD die groben Maße des LAK verewigt und etwas rumgespielt. Da so ein LAK weder winklig noch maßhaltig ist und alles was eben aussieht dann doch eine Kurve ist kommt man da nicht so richtig weit mit - da passt man eh jedes Brettchen ein.
Dann natürlich viel auf Zetteln rumgemalt und zu guter letzt das Raumgefühl in der Büchse „erfühlt“.

Was mir in meinem gesamten Berufsleben aufgefallen ist, ist dass wenn man elektronisch plant die Wege IMMER zu breit und raumgreifend werden - in der Realität geht meist deutlich schmaler. Klar gibts DIN 08/15 für Wegbreiten aber irgendwann fehlen einem die 10 cm die man vorher zu großzügig war...

Also für mich war keine Methode alleine „glücklichmachend“ aber ich hätte auch auf keinen Aspekt verzichten wollen.
Fusion und Sketchup (alte Versionen) sind ja für Amateure kostenlos - und man braucht auch keine High-End Workstation - nur halt etwas mehr Zeit. Der Unterschied ist aber geringer als der, den man als Laie länger braucht (den letzten Autocad Unterricht hatte ich in der Uni - muss so 1991/92 gewesen sein also lange verjährt).


Gruß Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#21 Beitrag von dibbelinch » 2020-09-28 9:01:00

Enzo hat geschrieben:
2020-09-27 0:38:28
Die besten Ideen kommen mir eh beim Bauen, von daher würde ich eine aufwendige CAD Spielerei schon am zweiten Tag des Bauens in die Tonne treten. Zum Glück haben meine Frau und ich ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, so daß die Draufsicht mit Höhenpunkten völlig ausreichend war.
Genau da war der Casus Cnacktus bei uns: Ich habe ein ausgesprochen gutes räumliches Vorstellungsvermögen, mein Ehegespons überhaupt keines. Deshalb habe ich zwangsläufig in 3-D ein Modell unseres sehr kleinen Wohnkoffers gemacht, denn sonst hätten wir andauernd aneinander vorbeigeredet.
Als dann die Platzierung von Bett, Sitzplätzen, Kochnische, Dusche und Stauräumen stand und abgesegnet war, passierte der Rest nur noch im Kopf und mit Klebebandmarkierungen auf dem Boden der Woka.

Hatte aber auch damit zu tun, dass ich das Material danach ausgesucht und verwendet habe, was überhaupt oder günstig zu kriegen war bezw. schon vorhanden war. Da musste sich die Konstruktion dann während des Baus daran anpassen, CAD hätte da sehr viel mehr Arbeit erzeugt als gespart.


Gruss, Ulf
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Haubi
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#22 Beitrag von Haubi » 2020-09-28 9:10:39

Die besten Erfahrungen habe ich mit "Real 3D" Simulationen gemacht: nämlich mit Pappkartons. Benötigte Hardware: alte Verpackungen, Packband, Teppichmesser.
Innenausbau, speziell auch im Cockpit. Das kann man m.E. mit einem Programm nur schwer simulieren:
- ...wo stoße ich mir die Ellenbogen an, wenn ich hier sitze und folgende Handbewegung mache...Ob das beim Schalten oder Hantieren in Küche oder Toilette ist, egal.
Da erlebt man Überraschungen!

Natürlich ist´s am Besten, man kombiniert alle Methoden: Bleistift, Computer z.B. Programm Blender und Kartonbau bevor man den ersten Schnitt im teuren Material macht.

Gruß
Haubidü

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#23 Beitrag von Schnecke » 2020-09-28 9:29:28

Nach unzähligen Grundriss-Entwürfen auf Papier, habe ich zuerst SketchUp benutzt. Da sich unser Projekt mehrfach gravierend verändert hat, habe ich inzwischen 3 fertige Planungen gespeichert. Die letzte Planung, die jetzt auch gebaut wird, habe ich mit shapr3d auf dem IPad Pro gemacht. Ich bin restlos begeistert. Von einer schnellen Würfel-Kontrolle bis hin zu fräsfähigen Daten kann das alles. Allerdings habe ich auch Spaß am zeichnen. Ich pflege, noch?!, alle Änderungen die sich im Bau bisher ergeben haben direkt ein. Vorteil IPad: Das liegt auf der Werkbank und ist somit immer im Zugriff. Zum zeichnen selbst ist es etwas klein, geht aber. Die App startet schnell, so dass es wunderbar Wartezeiten im Alltag überbrücken kann.

Ciao Ralf

stonedigger
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#24 Beitrag von stonedigger » 2020-09-28 9:29:29

Bist Du richtig fit in nem CAD-Programm - und ich meine RICHTG fit - dann mache es in genau diesem Programm.

Wenn nicht, dann lass es und mache es wie von den Vorrednern beschrieben. Denn bis Du Dich da eingearbeitet hast, sind Wochen vergangen.

SD
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Konstrukteur
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#25 Beitrag von Konstrukteur » 2020-09-28 10:27:49

Hallo,
ich habe Zwischenrahmen und Aluframe der Kabine mit Creo 4.0 konstruiert.
Da die Teile teilweise fremdgefertigt wurden, wäre es ohne CAD-Programm gar nicht gegangen. (wer kann schon ca. 100 Positionen der Kabine alle auf einem
Notizzettel unterbekommen)
Natürlich war da dann auch die räumliche Planung schon fest. (wo ist Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad) ;)
Bei der Montage hat dann alles fehlerfrei gepasst und somit hat sich die Arbeit gelohnt.
Der Innenausbau war dann ohne CAD, es stand ja aber eh alles schon fest. (selbst die Größe der Wassertanks und ihre Einbauposition.....)
Wenn ich eine fertige Kabine umbauen würde, bräuchte ich auch kein CAD.
Das hängt aber davon ab, ob man ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen hat oder nicht.

Gruß Uwe
Ich will reisen und nicht rasen, wozu brauche ich also Höchstgeschwindigkeit?

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FrankyT
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#26 Beitrag von FrankyT » 2020-09-28 10:46:25

Reissi hat geschrieben:
2020-09-27 10:56:15

Also hab ich mich auf die Suche nach geeigneter Software gemacht und bin bei Fusion 360 gelandet. Dort gibts eine Kostenlose Lizenz für non commercial use und jede Menge Einführungsvideos im Netz.
Hallo Uwe,

toller Tipp, besten Dank :happy:
(https://www.autodesk.de/campaigns/fusio ... -hobbyists)

Das versuche ich mal.. Ketchup fand ich gruselig (auch wenn ich gut mit Computern kann)

Grüße
Franky
Iveco Magirus 120-19 mit Kabinenkürzung und Koffer aus Iso-Paneelen (im Bau)

Umbau-Einkaufsliste bei Amazon: https://amzn.to/32ULMrW (Windabweiser, Türgriffe, Fettpresse usw usw )

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Mercur1967
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#27 Beitrag von Mercur1967 » 2020-10-01 21:22:46

Hallo zusammen,

also ich habe meinen org. SKW Aufbau vom 125er Mercur in Blender nach gebaut.
Möbel zeichnen und stellen um den "perfekten" Plan zu bekommen ist damit echt klasse! Klar habe ich vorher den Block und Bleistift genutzt...
So bekommt man aber, wie andere auch schon gesagt haben, einen wirklichen Eindruck vom Innenausbau.
Und was an Blender für die VR User unter Euch echt mega ist, dass man sich mit der VR Brille quasi direkt in den Aufbau stellen kann, umsehen, durchgehen.
Ich werde damit keine CAD Daten zur Produktion ausgeben wollen, mir gehts darum einfach ein vorab Gefühl zu bekommen, was stört, was geht besser usw.

LG Andreas

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lechrisl
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#28 Beitrag von lechrisl » 2020-10-05 23:58:32

Hallo in die Runde,

aus gegeben Anlass meinen Senf dazu :blume:

Mein letztes Projekt (t3 mit Hochdach) wollte ich in CAD planen, aber aufgrund der vielen Krümmungen/Winkel/Hinterschneidungen habe ich es sein gelassen und mithilfe von groben Skizzen und Abfallholz und einer Stichsäge Modelle gebaut.

Heute baue ich einen Kühlkoffer aus und ein wensentlicher Grund weshalb ich es tue sind die geraden Flächen :wub: (okay, auch für das Raumgefühl und damit mein kleiner zum Krabbeln nicht immer raus muss :happy: )Da ich gut mit Fusion kann, habe zur groben Orientierung zack ein paar Kästchen gebaut und hin und her geschoben....Nun baue ich aber seit vier Tagen den gesamten Innenraum mit Pappmöbeln (20qm Pappe für 60€ und eine 50m Rolle Tesa Montageklebeband) auf. Ich kann euch sagen: die Zeit und das „Geld“ ist es Wert. Die Ideen kommen erst wenn man drin steht, sitzt und wie bereits gesagt wurde Bier trinkt....unglaublich. Ich habe ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und kann gut mit 3D-CAD, aber die Erfahrung nach nur 3-4 Tagen Bauzeit im späteren Wohnraum zu stehen ist durch keinen Bildschirm oder VR-Brille zu ersetzen. Früher kamen nach dem Aufbau der Möbel: „ah shit, des hätte man auch so machen können...egal, passt auch“ Heute nehme ich ein Cutter oder eine Holzleiste zum Biegen und kann schnell etwas ändern.

Derzeit erörtere ich, ob ich in den kommenden Tagen, nachdem der Innenausbau dann tatsächlich steht nun die einzelnen Platten nachmodelliere und als DXF zum Schneiden der Platten verwende (hätte den Vorteil, dass man Clamex etc pp einbinden kann) oder klassisch mit einer Zuschnittliste und Kreissäge arbeite. Leider bin ich auf engem Budget und werde die günstigste Lösung wählen.

Mein Fazit: Nimm zuerst Pappe!!

Grüße
Chris
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Ulf H
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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#29 Beitrag von Ulf H » 2020-10-07 19:15:07

... wooow, perfekt verpappt ...

Gruss Ulf, der meist auch ziemlich analog baut ...
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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Re: CAD-Nutzung beim Selbstausbau?

#30 Beitrag von meggmann » 2020-10-07 19:47:40

Ulf H hat geschrieben:
2020-10-07 19:15:07
... wooow, perfekt verpappt ...

Gruss Ulf, der meist auch ziemlich analog baut ...
.... ich digital - „passt oder passt nicht“

Gruß Marcel
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