shelter vergleich

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micha der kontrabass
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Re: shelter vergleich

#31 Beitrag von micha der kontrabass » 2020-02-06 10:44:21

@Tom,
der Mercur zwar nicht hoch geländegängig, aber ich komme trotzdem nur auf 3,35m Gesamthöhe bei 2,10 Innenhöhe.
Mir ist aber bewußt, das ein Mehr an Geländegängigkeit, sprich noch größere Räder, Kofferlagerung etc Höhe mit sich bringt, die, wenn man nicht zu hoch werden will (3,80m wäre für mich auch eher unpraktisch) woanders eingespart werden muß.

Und die Wahl des Reiseziels und die Anwendung spielen auch eine große Rolle.

Ich muß mit 4 Personen IM Koffer leben können, weil es draussen zu kalt ist, weil es im Norwegenurlaub wieder mal 2,5 Wochen am Stück regnet usw.

Andere fahren nur in den Süden und das komplette Leben findet draussen statt, und man braucht den Koffer nur als einigermassen sicheren und bequemen Schlafplatz.
Für mein Raumgefühl wäre das aber nichts.

Und mein Fahrzeug hat Allrad für den Winter, um im tiefen Schnee vorwärts zu kommen. 10cm Neuschnee sind hier kein Grund für den Schneepflugfahrer, sein Wochenende zu unterbrechen. Gelände abseits von Waldstrassen fahre ich kaum.

Aber so unterschiedlich sind die Ansprüche, und das ist auch gut so.
Für eine Kiste in 4,60...4,80x2,45x2,20...2,30 LBH zu einem guten Kurs könnte ich schon schwach werden. Radausschnitte rein und federgelagert, dann pass es auch mit der Höhe.

Die Shelter sind so schmal, weil sie auf bzw innerhalb der Pritsche transportiert werden können sollen :angel: . Das war beim LAK nie geplant, deshalb hat der die richtige Breite.

Viele Grüße
Micha d.k.
mit dem am nördlichsten stationierten Magirus Mercur!

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AL28
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Re: shelter vergleich

#32 Beitrag von AL28 » 2020-02-06 10:48:12

Hallo
Das mit der breite beim FM ll stimmt schon . Aber dafür steht meine Markise nicht über , mein grillgestell , Sandbleche und Spitzhake sind dort untergebracht und ein riesiges Staufach für einen großen stabilen Tisch und einen Bequemen großen Liege Stuhl ( oder statt den stuhl zwei kurze Bierbänke ) . :idee:
Der LAK hat mir auch gefallen , waren aber bei meiner planung nur welche mit sehr viel arbeit drin zu finden . Meiner meinung nach der bessere Koffer wen es in das Gelände geht . Die Britschen Koffer habe ich das erste mal beim Kauf des FM ll gesehen ( stand einer daneben ) , da war die entscheidung schon gefallen und ich wollte ja fahrfertig werden und nicht mich erst noch schlau machen . Den Schweizer hatte ich gar nicht auf den Schirm .
Und der Britische war nur 200€ billiger . Deswegen stürze ich
mich nicht ins unbekanntes . Für den selbstbau hatte ich zu wenig ahnung und zu wenig Mut . :unwuerdig:
Da anscheinend ein FM ll heute nicht mehr sauber , leer , ohne kufen , mit verladung und spanngurte für 2300€ zu bekommen ist , würde ich das ganze auch neu überdenken .
Aber ich habe da den vorteil das ich mit 1,69m nur ein Zwerg bin und das ich meinen weg nicht mit Euros und geld plastern muss .
Jetzt würde es wohl ein multiplex Koffer werden .
Gruß
Oli

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meggmann
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Re: shelter vergleich

#33 Beitrag von meggmann » 2020-02-06 11:07:45

So hat halt auch jeder seine Vorlieben oder Bedürfnisse, was ja auch gut ist. Und jede Büchse hat sicherlich Vor- und Nachteile. Ich würde heute halt mit weniger Scheuklappen rangehen. Damals hab ich mich einfach nicht „getraut“ einen Koffer zu bauen - heute weiß ich, dass das absolut keine Raketenwissenschaft ist.
Mir gefiel der LAK einfach - andere finden ihn fürchterlich - so what....? FM1 ist mir zu niedrig und zu klein - für andere ist er genau richtig. FM2 ist mir zu schmal und für mein Fahrgestell zu lang.
Einfach mal bei der Wohndosenwahl etwas über den „üblichen“ Tellerrand schauen.

Gruß Marcel
- Punkt 1 erreicht, THW Iveco 90-16 ist zu Hause (07.11.2014)
- Punkt 2 erreicht, LAK 2 ist zu Hause (7.12.2014)
- Punkt 3 erreicht, geänderte Fahrzeugart begutachtet (19.01.2015)
- Punkt 4 erreicht, Eisenschwein ist zugelassen (17.03.2015)
- Punkt 5 erreicht, Umbauten am "Trägerfahrzeug" beendet (12.04.2015)
- Punkt 6 erreicht, H Gutachten erteilt (15.12.2015)

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Re: shelter vergleich

#34 Beitrag von OliverM » 2020-02-06 11:16:41

meggmann hat geschrieben:
2020-02-06 11:07:45

Einfach mal bei der Wohndosenwahl etwas über den „üblichen“ Tellerrand schauen.

Gruß Marcel
Moin Marcel,
nicht nur bei der Wohndosenwahl. Man sollte zumindest Versuchen generell über den eigenen Tellerrand zu blicken , auch wenn es manchmal schwer fällt.

Gruß

Oliver
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soliver
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Re: shelter vergleich

#35 Beitrag von soliver » 2020-02-06 13:42:22

OliverM hat geschrieben:
2020-02-06 11:16:41
meggmann hat geschrieben:
2020-02-06 11:07:45

Einfach mal bei der Wohndosenwahl etwas über den „üblichen“ Tellerrand schauen.

Gruß Marcel
Moin Marcel,
nicht nur bei der Wohndosenwahl. Man sollte zumindest Versuchen generell über den eigenen Tellerrand zu blicken , auch wenn es manchmal schwer fällt.

Gruß

Oliver
Hallo,

Wir haben ebenfalls über den Tellerrand geguckt und haben einen Bürocontainer bestellt.
Diese haben alle eine Breite von 2,44 m außen, innen haben wir 2,25. Die Länge kann bei vielen Herstellern auf den Zentimeter genau bestellt werden. Unserer ist 4,75 m außen und 4,56 m innen. Die Innenhöhe haben wir 2,10 m, jede andere Höhe ist auch möglich.
Die Wände bestehen aus 60mm Sandwichelementen die auch im Hallenbau verwendet werden. Als Bodenbelag haben wir uns für eine 21mm Siebdruckplatte entschieden, diese liegt auf einer Folie als Dampfsperre und im Abstand von 50 cm auf 100mm hohen C Profilen aus 3mm Verzinktem Stahl. Dazwischen ist 100 mm Dämmwolle. Von unten ist alles mit Verzinktem Stahlblech verschlossen. Wem die Dämmwolle nicht genügt, kann die Blechberkleidung (Genietet) entfernen und die Wolle gegen eine andere Dämmung ersetzen.
An der Decke befindet sich eine 10mm Spanplatte, darüber eine Holzbalkendecke aus 40x180 mm Rahmenholz und wieder (ich glaube) 180mm Dämmung.
Die Hersteller gehen i.d.R auch auf Sonderwünsche ein. Z.b. Fenster oder Türausschnitte. Fallrohre in den Ecken oder ein verstärkter Boden.
Verschiedene Lackfarben kann man ohne Mehrpreis wählen.
Uns hat der stabile Rahmen mit der Möglichkeit der Befestigung durch Twistlocks gefallen.
Unser Koffer hat leer ca. 1300kg gewogen. Durch die hohe Dämmung ergibt sich eine Aussenhöhe von ca. 2,40m.
Derzeit sind wir gerade beim Innenausbau.
Wenn man ein wenig im Internet sucht, findet man einige die bereits mit solch einem Aufbau unterwegs sind.
Hier ein paar Bilder 🙂

P.s. Wir haben runde 6000,- bezahlt
Dateianhänge
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Vielen Dank
Oliver

Mark86
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Re: shelter vergleich

#36 Beitrag von Mark86 » 2020-02-06 14:42:01

meggmann hat geschrieben:
2020-02-06 9:42:03
Wenn man den nicht abnehmen können muss (-> LKW mit Ladung) würde ich mir keinen Shelter kaufen. Vergleicht man die Breite mit der zulässigen Breite (2,55m) verschenkt man ohne Not 15-18% der Wohnfläche für eine Funkion (Abnehmbarkeit) die man nicht braucht.
Ne Wohnbox aus außen 9 mm Multiplex (Siebdruck macht keinen Sinn - außer man möchte mit ner braunen Büchse rumfahren), 5cm PU Hartschaum Isolierung flächig verklebt und innen 5/6 mm Sperrholz - kann man locker an einem WE zusammentackern und ist durch die flächige Verklebung und ein paar Dachlatten mehr als ausreichend stabil. Das ganzen dann noch mit ein paar Winkeln versehen und schön bemalt und fertig ist die Laube in der Wunschdimension. Kosten unter 2000 €.

Gruß Marcel
Also meiner hat 2,46 aussenbreite und da sind 9cm Luft, die ich auch fuer das ein oder andere Anbauteil durchaus brauche und da sind bis 2,55m sicher keine 10% verschenkt.

Was die Preise angeht, kenne ich da von der selbstbaufraktion ganz andere Werte als 2.000€...

Meine Kiste hat bei 1000€ Anschaffungskosten 7 oder 8 gekostet, bis sie ausbaufähig war. Alleine an alublechen, Farben, Nieten, bohren, knapp 1000€ Isolierung, sperrholz, Tapete, etc...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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CA aus OEWE
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Re: shelter vergleich

#37 Beitrag von CA aus OEWE » 2020-02-06 15:22:41

soliver hat geschrieben:
2020-02-06 13:42:22
OliverM hat geschrieben:
2020-02-06 11:16:41
meggmann hat geschrieben:
2020-02-06 11:07:45

Einfach mal bei der Wohndosenwahl etwas über den „üblichen“ Tellerrand schauen.

Gruß Marcel
Moin Marcel,
nicht nur bei der Wohndosenwahl. Man sollte zumindest Versuchen generell über den eigenen Tellerrand zu blicken , auch wenn es manchmal schwer fällt.

Gruß

Oliver
Hallo,

Wir haben ebenfalls über den Tellerrand geguckt und haben einen Bürocontainer bestellt.
Diese haben alle eine Breite von 2,44 m außen, innen haben wir 2,25. Die Länge kann bei vielen Herstellern auf den Zentimeter genau bestellt werden. Unserer ist 4,75 m außen und 4,56 m innen. Die Innenhöhe haben wir 2,10 m, jede andere Höhe ist auch möglich.
Die Wände bestehen aus 60mm Sandwichelementen die auch im Hallenbau verwendet werden. Als Bodenbelag haben wir uns für eine 21mm Siebdruckplatte entschieden, diese liegt auf einer Folie als Dampfsperre und im Abstand von 50 cm auf 100mm hohen C Profilen aus 3mm Verzinktem Stahl. Dazwischen ist 100 mm Dämmwolle. Von unten ist alles mit Verzinktem Stahlblech verschlossen. Wem die Dämmwolle nicht genügt, kann die Blechberkleidung (Genietet) entfernen und die Wolle gegen eine andere Dämmung ersetzen.
An der Decke befindet sich eine 10mm Spanplatte, darüber eine Holzbalkendecke aus 40x180 mm Rahmenholz und wieder (ich glaube) 180mm Dämmung.
Die Hersteller gehen i.d.R auch auf Sonderwünsche ein. Z.b. Fenster oder Türausschnitte. Fallrohre in den Ecken oder ein verstärkter Boden.
Verschiedene Lackfarben kann man ohne Mehrpreis wählen.
Uns hat der stabile Rahmen mit der Möglichkeit der Befestigung durch Twistlocks gefallen.
Unser Koffer hat leer ca. 1300kg gewogen. Durch die hohe Dämmung ergibt sich eine Aussenhöhe von ca. 2,40m.
Derzeit sind wir gerade beim Innenausbau.
Wenn man ein wenig im Internet sucht, findet man einige die bereits mit solch einem Aufbau unterwegs sind.
Hier ein paar Bilder 🙂

P.s. Wir haben runde 6000,- bezahlt

Und meiner kommt vermutlich nächste Woche :D

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macherknox
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Re: shelter vergleich

#38 Beitrag von macherknox » 2020-02-06 15:37:27

hallo allerseits,

ein paar exotischere Shelter für nicht ganz so groß gewachsene Foristi habe ich hier verlinkt: viewtopic.php?f=6&t=90554

Viele Grüße,
Max

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Re: shelter vergleich

#39 Beitrag von stonedigger » 2020-02-06 17:49:48

Kann jemand mit diesem Shelter was anfangen? Weiß jemand wo der herkommt?

Gelb markiert Radausschnitte, zu Staufach umfunktioniert. Fixiert über 4 Schrauben M24 oder so. War wohl ein Funkkoffer, da man aus dem Dach an zwei Stellen Antennen rausfahren konnte. Innen sind alle Gewinde in Zoll - also was amerikanisches ? Breite 2,40m außen, Höhe innen: 1,90, Länge 3,4m
shelter.jpg
shelter.jpg (15.55 KiB) 1695 mal betrachtet
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Ulf H
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Re: shelter vergleich

#40 Beitrag von Ulf H » 2020-02-06 19:34:08

... müsste ein Ami sein ...

Gruss Ulf
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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jules
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Re: shelter vergleich

#41 Beitrag von jules » 2020-02-06 20:02:19

Hallo Jens,
Enzo hat geschrieben:
2020-02-06 0:41:14
Hat denn einer der genannten Shelter eine fertige Innenhöhe von 2.00m ?
Werde in der Halle noch mal nachmessen, aber meiner Erinnerung nach sind es wohl 1940mm lichte Höhe.
Es gibt die Shelter auch in einer "zwei Raum" Variante mit ca 1750mm Höhe.

Beste Grüße,
Sebastian

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Re: shelter vergleich

#42 Beitrag von exilsachse70 » 2020-02-09 19:29:01

Weickenm hat geschrieben:
2020-02-05 0:49:53
Sei gegrüßt David,

ist Deine Frage speziell bezugnehmend auf die Bundeswehr Shelter?

Falls nein, da gibt es noch belgische (hat meines Wissens nach einer der VW G90 Treiber) einen Franzosen (Dirk aka Fun-Ski fährt so einen), die Dänen (Simon, alias Mastersork), dann wären da noch die Amis (ein anderer VW G90 Haberer) und die Kung Koffer (wie meine Wenigkeit).

Ich persönlich habe mich in meinen Aufbau so ein bissl verliebt, auch wenn ich mir ab und an die Rübe an den tiefhängenden Lampen stoße...

Beste Grüße
Florian

PS: ich persönlich freue mich sehr darüber, dass der Kung Koffer abgeschrägte Kofferecken hat. Ist halt blöd für Staukästen da oben, aber man hat dafür andere tolle Sachen da oben :)

hallo florian,
ich informiere mich allgemein zu dem thema. kung koffer hat mir bisher gar nix gesagt und viel finge ich über die suchmaschine auch nicht. scheint ein russisches fabrikat zu sein? ich als ossi finde auch den lak2 interessant mit den schrägen. klar verschenkt man platz für hängeschränke und auf dem dach. aber die form ist gefälliger, bei walddurchfahrten streifen vermutlich weniger äste am koffer und dachfenster in den schräger haben auch was für sich
sind denn die aufnahmen für die twist lock gleich? vermutlich je nach breite unterschiedlich, auch in der länge?
Zuletzt geändert von Wilmaaa am 2020-02-09 19:41:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert. Bitte beim Antworten nicht einfach in den zitierten Text reinschreiben.

OliverM
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Re: shelter vergleich

#43 Beitrag von OliverM » 2020-02-09 19:48:42

exilsachse70 hat geschrieben:
2020-02-09 19:29:01

hallo florian,
ich informiere mich allgemein zu dem thema. kung koffer hat mir bisher gar nix gesagt und viel finge ich über die suchmaschine auch nicht. scheint ein russisches fabrikat zu sein? ich als ossi finde auch den lak2 interessant mit den schrägen. klar verschenkt man platz für hängeschränke und auf dem dach. aber die form ist gefälliger, bei walddurchfahrten streifen vermutlich weniger äste am koffer und dachfenster in den schräger haben auch was für sich
sind denn die aufnahmen für die twist lock gleich? vermutlich je nach breite unterschiedlich, auch in der länge?
Kung Koffer auf Steyr verlastet .
download/file.php?id=81888&t=1

Gruß

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Re: shelter vergleich

#44 Beitrag von Pirx » 2020-02-09 21:13:46

exilsachse70 hat geschrieben:
2020-02-09 19:29:01
ich informiere mich allgemein zu dem thema. kung koffer hat mir bisher gar nix gesagt und viel finge ich über die suchmaschine auch nicht. scheint ein russisches fabrikat zu sein?
Informationen zu den russischen Armeekoffern "Kung" gibt es hier:
viewtopic.php?f=35&t=6725&start=30

Habe auch einen solchen Koffer, den kürzesten vom GAZ 66.

Pirx
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Re: shelter vergleich

#45 Beitrag von Oelwurm » 2020-02-10 1:41:40

...
Hilfreich war ein Buch zum Selbst(aus)bau von Segelbooten, dort sind die Raumverhältnisse unter Deck ja auch eher speziell und man ist gezwungen, Funktionsbereiche platzsparend ineinander zu verschachteln.

Grüsse
Tom
Hallo Tom,
kannst du nähere Angaben zu jenem Buch geben? Wäre sicher auch für andere noch interessant.
Danke dir.

Besten Gruß
Carsten
Grüße Carsten

Magirus-Deutz oder Iveco-Magirus 7,5t 4x4 inkl. Sevo + Diffs mit Deutz R6 Turbo für ein ExMo soll es vermutlich werden.
Mercedes-Benz T1/T1N-Sprinter/Vario xxxD Kasten oder DOKA ist auch noch im Spiel. ;-)

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Re: shelter vergleich

#46 Beitrag von Tomduly » 2020-02-10 14:56:24

Hans Donat, Ausbau von Bootsrümpfen, Verlag Delius, Klasing & Co., 1983

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Re: shelter vergleich

#47 Beitrag von Weickenm » 2020-02-10 15:22:06

Grüß Dich!
exilsachse70 hat geschrieben:
2020-02-09 19:29:01
hallo florian,
ich informiere mich allgemein zu dem thema. kung koffer hat mir bisher gar nix gesagt und viel finge ich über die suchmaschine auch nicht. scheint ein russisches fabrikat zu sein? ich als ossi finde auch den lak2 interessant mit den schrägen. klar verschenkt man platz für hängeschränke und auf dem dach. aber die form ist gefälliger, bei walddurchfahrten streifen vermutlich weniger äste am koffer und dachfenster in den schräger haben auch was für sich
sind denn die aufnahmen für die twist lock gleich? vermutlich je nach breite unterschiedlich, auch in der länge?
Meines Wissens nach ist der Koffer von den Kung Werken. Willem hatte da eine sehr übersichtliche Veröffentlichung an der Hand.
Mir gefällt die Optik des Koffers sehr, die Oberlichter und die Dachschrägen fügen sich meines Erachtens nach sehr gut in die Silouhette des KAT Führerhauses ein.

Das Gewicht wird wohl so bei 1,1 Tonnen für den nackten Koffer des Gaz66 liegen.

Meinen Ausbau dient mir als Studentenbutze.

Aufnahmen für Twist Locks hat er nicht, der Koffer ist original auf Holzbalken befestigt und mittels Federbriden mit dem Rahmen des Gaz verspannt.
Obacht, die Rahmenweite des Koffers differiert von der Rahmenbreite westlicher Lastkraftwägen. Ist also nicht ganz trivial das so umzusetzen.

Breite haben die Koffer meines Wissens nach alle die gleiche, in der Länge gibt es Unterschiede.

Ich mag meinen Würfel :wub:

Beste Grüße
Florian
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Re: shelter vergleich

#48 Beitrag von Pirx » 2020-02-10 16:35:16

Weickenm hat geschrieben:
2020-02-10 15:22:06
Das Gewicht wird wohl so bei 1,1 Tonnen für den nackten Koffer des Gaz66 liegen.
Ich habe 900 kg gewogen für den leeren GAZ-66-Koffer.
Weickenm hat geschrieben:
2020-02-10 15:22:06
Breite haben die Koffer meines Wissens nach alle die gleiche, in der Länge gibt es Unterschiede.
Der Kung-Koffer des URAL-LKW ist breiter als die Koffer von ZIL und GAZ.

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Lampenhalter
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Re: shelter vergleich

#49 Beitrag von Lampenhalter » 2020-04-07 13:34:44

Vielleicht ein paar allgemeine Bemerkungen zum Thema "KUNG".

KUNG: russisch КУНГ, damit findet man auch in den Suchmaschinen mehr, steht kurz für кузов универсальный нулевого габарита und heißt, ganz frei übersetzt, soviel wie "Universalaufbau mit einheitlichen Abmessungen". Das ganze wurde für die sowjetische Armee entwickelt, irgendwann in den 1950er/1960er-Jahren. Ziel war, die bis dahin sehr unterschiedlichen Lkw-Aufbauten zu vereinheitlichen und auch schneller wechseln zu können, wobei es kein Schnellwechselsystem im heutigen Sinne ist.

KUNGs wurden jeweils für bestimmte Fahrzeuge entwickelt. Und sie lassen sich auch nicht immer ohne weiteres zwischen den Fahrzeugen tauschen. Aus verschiedenen Gründen: Ausschnitte für Radkästen, Rahmenbreiten, möglicher Weise verbaute Zusatzteile und so weiter. Es gab sie für folgende Fahrzeuge (nicht abschließend):

GAZ-51 / GAZ-63 (heute sehr selten)
GAZ-66 (russische Bezeichnung für den Koffer К66 und die flache Variante, К66М)
ZIS-151 (eckig)
ZIL-164
ZIL-157 (rundes Dach, es passt auch der vom ZIS-151)
ZIL-131 (russische Bezeichnung für den Koffer К131), passt auch auf den zivilen ZIL-130 und alle Ural-Varianten, einer der häufigsten.
Anhänger für den ZIL-131 (Koffertyp КП2)
Ural-375A (Koffertyp К375) Achtung - der Koffer ist für den Standard-Ural (Ural-375D) zu lang. Der Rahmen des Ural-375A war 335mm länger. Passt auch auf einen Ural-4320(3). Inzwischen selten.
Ural-4320(3) (Koffertyp К4320), gleiche Problematik wie beim Ural-375A/D, auf dem westlichen Markt selten.
KamAZ-4310 und alle nachfolgenden Typen der Baureihe (Koffertyp К4310 und К4320Д)
KamAZ-5320 (К5320) sowie diverse Anhänger (z.B. КП4) und sogar ganze Sattelauflieger К862 u.a. (im Westen unbekannt)
KrAZ-257 (die Version ohne Allrad) mit Koffer К257 (sehr selten), wobei es da auch noch Spezialkoffer gab
MAZ-500 und MAZ-5335, da könnte es mehr als eine Version gegeben haben. Wird aber aufgrund der Seltenheit der Fahrzeuge und Koffer niemanden betreffen

Die Koffer werden noch heute, teils in sehr speziellen Formen, in Russland gefertigt. Sie sind, bis auf die ganz alten Ausführungen (ZIS-151 z.B. Stahlblech) in Sandwichbauweise hergestellt, die Außenhaut besteht weitgehend aus Aluminium. Rahmen und Boden aus verzinktem Blech, der Boden innen mit Holzdielung ausgelegt. Innen findet man, je nach "Ladung", ganz unterschiedliche Ausbauten vor. Auch die Zahl der Fenster variiert je nach Innenausstattung und Verwendung.

In der NVA sind große Stückzahlen ZIL-131 mit Aufbau К131 bis zuletzt gelaufen, der findet sich in Deutschland immer wieder. Ebenso der ZIL-157 mit entsprechendem Koffer. Bei Ural-Koffern wird es langsam dünn, die gab es hauptsächlich als Panzerwerkstatt К375.

Innenmaße und Systematik der neueren Modelle zeigt dieses Bild:

http://forum.fregat.club/attachment.php ... 1314040699

Vielleicht nutzt es ja jemandem. :)

Grüße...
Zuletzt geändert von Lampenhalter am 2020-04-07 17:55:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: shelter vergleich

#50 Beitrag von FrankS » 2020-04-07 17:45:54

Moin,
dein link führt leider ins Leere...

Grüßle Frank

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Re: shelter vergleich

#51 Beitrag von Lampenhalter » 2020-04-07 17:56:27

Hm, blöde Google-Verlinkung aus der Bildersuche heraus. :hacker:

Ich habs geändert, jetzt sollte es gehen... :blush: Danke dir.
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Re: shelter vergleich

#52 Beitrag von Pirx » 2020-04-07 20:48:17

Lampenhalter hat geschrieben:
2020-04-07 13:34:44
Vielleicht ein paar allgemeine Bemerkungen zum Thema "KUNG".
Oder auch hier nachlesen:
viewtopic.php?f=35&t=6725

Gewichte, Abmessungen, Versionen, Wandaufbau, ...

Piirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
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"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
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Re: shelter vergleich

#53 Beitrag von Lampenhalter » 2020-04-07 22:12:33

Hallo Pirx

Danke, habe ich gelesen. Problem daran ist, dass viele der externen Links zumindest bei mir nicht mehr funktionieren (z.B. die Handbücher...wollte ich kürzlich nutzen, ging nicht...würde mir zumindest für den K375 noch immer weiterhelfen). Auch einige Zahlen sind nicht völlig korrekt. Der K375 steht in meinem Garten und ist außen nicht 2,52m, sondern 2,55 breit. (Da gibt es auch gaaanz böse Storys, kenne ich aber nur vom Hörensagen und unterschreibe ich nicht. Da war man beim fertigen mal nicht so genau und der Koffer war plötzlich 2,57 m breit. In Russland/SU ja egal, weil da die 2,55m nicht galten. Böses Erwachen beim Nachmessen hier. Belegen kann ich es nicht, vorstellen kann ich es mir sehr wohl.)
Auch andere Kleinigkeiten machen mich stutzig. Während ich zum Beispiel verschiedene polnische STAR mit KUNG vom ZIL-131 kenne, kenne ich keinen mit Aufbau vom GAZ-66. Das wäre von den Radkästen und der Länge her eher merkwürdig, für einen Dreiachser. Auch gehören die ZIL-131-Aufsätze original nicht auf Anhänger. Das wird zwar öfter mal praktiziert und passt auch mit dem entsprechenden Fahrgestell, man sieht es aber immer beispielsweise an der Aussparung für den Tankeinfüllstutzen. Den gibt es beim КП2 (Anhängeraufbau) logischer Weise nicht. Ist so herum keine Tragik, dem Anhänger ist die Aussparung egal. Erwischt man die Kombination versehentlich anders herum und will einen optisch fast identischen Anhängeraufbau auf den ZIL setzen, kommt man nicht mehr an den Tank und fängt an, Löcher ins Sandwich und den Boden zu sägen. Das ist schon bedeutend unschöner. Auch andere Details können sich unterscheiden, zum Beispiel Platzierung der Staukisten (beim Drehschemelanhänger in der Mitte, beim Lkw hinten und vorne, aber nicht am Tank). Sieht sich alles irgendwie ähnlich, ist dennoch nicht dasselbe. Gleiches gilt für den Uralkoffer und Anhänger. Die Anhängerkoffer haben natürlich keine Radhäuser in der Mitte (Tandemanhänger gab es in der Sowjetunion für den normalen Gebrauch nicht). Wobei, vorsicht, Mitte ist hier nicht wörtlich zu nehmen.
Auch die Aussage, der dort abgebildete K375 würde auf einen ZIL passen, macht mich sehr skeptisch. Von der Rahmenbreite her sicher, er steht aber genauso sicher hinten kräftig über, weil Fahrzeugrahmen 60 cm zu kurz. Auch der Radstand und der Abstand von Fahrerhausrückseite zur Mitte des hinten Achsaggregats sind beim ZIL und Ural unterschiedlich. Die Radkästen sind also zusätzlich auch noch verschoben. Wobei es bei den Radkästen auch beim K375 selbst noch unterschiedliche Ausführungen gibt. Die alten haben 2 pro Seite wie dort, meiner (Bj 86) hat einen durchgängigen pro Seite wie die späteren K4320. Ob die Maße gleich sind, weiß ich nicht.
Auch an anderer Stelle lauern Tücken, aber das würde wohl zu weit führen.

Auch die Geschichte mit dem Stahl und dem Alu als Außenhaut ist eigentlich länger, als hier von mir und dort beschrieben. Beim K375 ist es zum Beispiel so, dass zwar die glatten Bleche der Außenhaut aus Alu sind, viele andere Dinge aber aus Stahl. Zum Beispiel alle Fensterrahmen und auch unten die Stoßkanten, ebenso die angenieteten Winkelbleche ringsrum die die Kante bilden (größtes Problem), Türteile usw. Da muss man ziemlich aufpassen, dass man sich keine elektrochemische Korrosion einfängt (Stahl auf Alu verträgt sich nicht gut). Gerade die Fensterrahmen gammeln beim unsanierten K375 eigentlich ausnahmslos immer. Liegt aber auch an Staunässe.

Gruß...
Experience is directly proportional to the amount of equipment ruined.

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