Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

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Frank R
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Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#1 Beitrag von Frank R » 2020-10-17 12:28:26

Hallo LKW Gemeinschaft,
ich habe mich zwar ganz neu hier im Forum registriert, lese aber seit längerem eure
fachkundigen Beiträge in Sachen Allrad Lkw.
Mein Anliegen:
Ich will mit meiner Familie 2 Erw. / 2 Kinder 1J/3J vor deren Einschulung auf große Reise gehen.
Das Ziel ist noch nicht fix, hoch im Kurs steht die (Trans)Afrika oder PanAm (oder beide ? 😊)
Das Reisen stellen wir uns vor in einem Allrad-LKW der 13/15t Klasse. Das Fahrerhaus muss 2 Erwachsenen und zwei Kindern auf zugelassenen Gurtplätzen Platz bieten. Der Aufbau soll Annehmlichkeiten wie 4 feste Schlafplätze, Klo, Dusche bieten – aus diesen Überlegungen resultiert meiner Ansicht nach ein Aufbau mit um 5,5m und ein Fahrgestell ab 4,15m Radstand.
Mit infrage kommenden Fahrgestellen beschäftige ich mich nun wie mit der ganzen Thematik seit fast 2 Jahren.
Fest steht für mich kein all zu altes > 15j Fahrzeug bzw. keines mit hoher Fahrleistung renovieren zu wollen. Auch will ich keine Experimente mit Fahrerhausumbauten, US- Importfahrzeugschnäppchen machen. Weiterhin liegt mir an einem zivilen Erscheinungsbild des fertigen Fahrzeugs bei dem bei Einreise in ein fremdes Land nicht der Eindruck einer bevorstehenden Invasion entsteht. Es ist nicht geplant irgendwelche Offroad-Extrem-Abenteuer oder Erstbefahrungen damit zu machen. In die näheren Auswahl, habe ich mit MB Axor – da müsste aber ein L-Fahrerhaus drauf, Iveco Eurocargo mit L-FH, MAN TGM mit L-FH oder Doka beschäftigt. Mit der Fahrzeugauswahl drehe mich ehrlich gesagt im Kreis. Von meiner Grundhaltung her, tendiere ich in Richtung Neufahrzeug ( Angebot für einen neuen TGM13.290 mit 4 Sitzen in der L-Kabine liegt schon vor ). Iveco hatte kein Interesse mir ein Fahrzeug anzubieten – auch war hier werkseitig keine Fondsitzgelegenheit möglich. Mercedes hatte ich bislang nicht als Neufahrzeug in meinen Überlegungen mit eingeschlossen, jedoch sind das die einzigen, von denen ich bislang ein Fahrerhaus mit Fondsitzen und Fondfenstern gesehen habe. Hat hier jemand Erfahrung mit einem 4 Sitzer Axor/Arocs oder (Atego) ?
Für ein Neufahrzeug spricht für mich neben allen Komfort-Annehmlichkeiten, 1. das das Fahrzeug so bestellt und konfiguriert werden kann wie es einem gefällt. 2. Das mit keinen Beschränkungen hinsichtl. der Abgaseinstufung zu rechnen ist (zwar ist der Hauptzweck eine Reise ausserhalb Europas, jedoch muss man dort erst einmal hinkommen bzw. soll sicherlich auch die ein oder andere Testreise innerhalb Europas vorher stattfinden. 3. Das Fahrzeug nach einem Nutzzeitraum von +/- 5 Jahren möglichst gewinnbringend wieder verkauft werden soll. 4. Sind die Preise für Gebrauchte astronomisch !!!.

Für ein gebrauchtes Euro3 oder 4 Fahrgestell fällt mir nur die Sprittoleranz ein. Als KFZler (PKW) verstehe ich die Elektronikphobie im Forum, sehe dies aber eher gelassen.

Über eure Rückmeldung / euren Beitrag, egal ob beratend, kritisierend oder aus eigener Erfahrung berichtend bedanke ich mich jetzt schon im voraus.

Mfg Frank

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#2 Beitrag von Wombi » 2020-10-17 13:03:01

Hallo Frank,

Das sollte jetzt alles etwas zerpflückt und die einzelnen Punkte genau analysiert/besprochen werden.
Wenn der Ältere jetzt 3 Jahre ist, wird das schwer mit Neuaufbau, Reisen und Rückkehr Vor Einschulung.
Und ob brandneue Fahrzeuge die richtige Wahl sind für manche Kontinente ist auch nicht immer Grade optimal 😇

Gruß aus dem Amazonas,

Wombi
PS: mit Diesel 500-2000ppm wir jede Elektronik nervös ... bedenke auch das bei Euro 6
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#3 Beitrag von advi » 2020-10-17 15:34:52

4 feste Schlafplätze ist wohl eher schwierig. Auch die Frage, ob das wegen 10 Jahren Sinn macht .... oder ein abendlicher Umbau oder Dachzelt nicht auch Sinn machen ;)

Es waren ja einige neuere Doppelkabiner in letzter Zeit auf dem Markt. Kleiner Tipp: wenn was kommt, SOFORT hinfahren. Ich habe jetzt einige Mal erlebt, dass Fahrzeuge innerhalb von wenigen Tagen verkauft waren.

Das einzige was gerade als 4 Sitzer angeboten wird, ist glaube ich der Unicat, der gerade in Eauador steht. Was in dem Falle ja auch was hätte. Hinfliegen, ansehen, kaufen. Zurückfliegen, alles regeln und in 8 Wochen losfahren :) https://www.unicat.net/de/info/TC51hall ... 4CC-sh.php
Frank

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#4 Beitrag von Wombi » 2020-10-17 18:43:13

Trotz der wenigen Km, der Preis ist nicht ohne ....
Fahrgestell ist immerhin 14 Jahre alt und hatte einen Neupreis von etwa 70.000,-€
Aber einen Versuch ist es Wert.
Da standen auch schon Ältere zu dem Preis rum .....

Gruß, Wombi
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#5 Beitrag von advi » 2020-10-17 18:50:12

Nun ja die Unicat sind eigentlich immer überteuert.

War zweimal dort, um mir welche anzuschauen. Gefühlt sind die Gebrauchten 30-40% teurer, als andere.

Dafür bekommt man beim Wiederverkaufswert auch mehr Geld.

Wenn das Geld da ist, was soll's.... Im.Moment ist es ein Verkäufermarkt ;)
Wer schnell losfahren will, hat gleich ein Auto in Südamerika.

Persönlich würde ich mir trotzdem keinen Unicat kaufen 😆
Frank

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#6 Beitrag von urologe » 2020-10-17 18:51:48

Servus Frank ,
ich kann verstehen , daß Du Dich im Kreis drehst - da sind schon etliche Knackpunkte zu überwinden .
Wombi hat das größte Problem bereits angesprochen : Dein Zeitplan = Rückkehr vor Einschulung .
Damit fällt , auch als KFZler , der Selbstbau der Kabine flach . Die großen Ausbauer haben (erfreulicherweise) noch sehr lange Lieferzeiten - bleiben nur unbekannte Ausbauer oder Gebrauchte . Mit Deiner Wahl MAN TGM liegst Du sicher gut , ich würde aber auf jeden Fall MB ein Angebot vorlegen lassen - falls die auch kein Interesse bekunden , muß man das wohl als Besorgnis-erregendes Spiegelbild der momentanen Automobil-Situation in Deutschland sehen .
Ich denke , Deine Punkte 3 und 4 wirst Du grundlegend revidieren müssen .
Realistisch ist doch eher , daß jedes hochpreisige Expeditionsmobil nach Verlassen der Werkshallen bereits 30% eher 40 % vom Neupreis verliert , egal wie wenig das Fahrzeug gefahren ist . Und die astronomischen Gebrauchtwagenpreise resultieren doch genau aus Deinem Dilemma = über ein Jahr auf die Fertigstellung eines Neuen warten zu müssen , abgesehen davon , veröffentlichter Verkaufspreiswunsch und dann tatsächlich gezahlter Preis dürften sich seehr deutlich voneinander unterscheiden .
Also ich würde mal mit dem Angebot in Ecuador einsteigen , bei realisiertem Kauf werden alle Flugreisen brüderlich geteilt - in Coronazeiten ist das schon ein sehr freundliches Einstiegsargument .
Viel Glück bei Eurem Vorhaben und nochmal überlegen , ob alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen :angel:
LG
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#7 Beitrag von advi » 2020-10-17 18:59:57

Weil ich gerade vom Versicherungsproblem USA gelesen habe (wird mich womöglich auch noch betreffen)

4x4 Sprinter oder so, mit Offroad Wohnwagen.

Hätte viele Vorteile. Beides verfügbar, auch in den USA

Kinder sind abends, nachts im Wohnwagen und man hat seine Ruhe.
Außerdem kann man in Südamerika auch mal wohin fahren, wo laut Wombi und anderen LKW Probleme machen.
Hänger abstellen und los geht es. Kinder können übrigens auch mal im Zelt schlafen;)
Frank

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Mardhin

Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#8 Beitrag von Mardhin » 2020-10-17 19:03:59

Ich schliesse mich dem urologen an, 350tsd für dieses fahrzeug ist wirklich deutlich drüber. in anbetracht dessen, dass er bei nichtverkauf verschifft werden soll und dann ggf. noch die mehrwertsteuer ein thema beim verkauf für den verkäufer wird, denke ich ein angebot zwischen 200 und 230tsd kann man schon mal abgeben und ich denke der verkäufer wird sich mit seiner vorstellung dann rasch melden.
ob aber die koffergröße wirklich dann auch passt mit 2 kindern ist die andere frage! alles unter 5.50 halte ich für eng.passende gebrauchtmobile mit 4betten werden üblicherweise so zwischen 250-300tsd. angeboten und gehen für einiges weniger weg. momentan wüsste ich jedoch keinen verfügbaren.

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#9 Beitrag von Wombi » 2020-10-17 19:06:02

Ja, wichtig ist, mach das Dingens nicht zu groß ...

Gruß, Wombi
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#10 Beitrag von macherknox » 2020-10-17 19:15:44

advi hat geschrieben:
2020-10-17 18:59:57
4x4 Sprinter oder so, mit Offroad Wohnwagen.
Kinder sind abends, nachts im Wohnwagen und man hat seine Ruhe.
Hänger abstellen und los geht es. Kinder können übrigens auch mal im Zelt schlafen;)
Advi, ich weiß nicht, für abgestellt in anderem Fahrzeug/Hänger sind Kinder vor der Einschulung vielleicht auch wieder zu klein. Etwas mehr "Zugriff" hätte ich in dem Alter schon gerne gehabt.

Viele Grüße
Max

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#11 Beitrag von advi » 2020-10-17 19:31:31

macherknox hat geschrieben:
2020-10-17 19:15:44

Advi, ich weiß nicht, für abgestellt in anderem Fahrzeug/Hänger sind Kinder vor der Einschulung vielleicht auch wieder zu klein. Etwas mehr "Zugriff" hätte ich in dem Alter schon gerne gehabt.

Viele Grüße
Max
Das sind die NEUEN Zeiten 😉😀
Ich habe im Alter von 3 Jahren im Zelt geschlafen und meine Eltern im Wohnwagen.
Bei Minusgraden gab es ein Heizgerät, war super!

Ich habe schon öfter Leute getroffen, deren kleine Kinder im Zelt geschlafen haben.
Eigener Wohnwagen MIT Heizung, am besten auch Aufstelldach für Hitze ist doch super!
Spielzeug ist drin, Kiddies haben Rückzugsräume und wenn eines mal krank ist, kommt es zu Mama.
Und Papa schläft auch im Wohnwagen.

Ich finde, das ist ein total unterschätztes Familienkonzept!
Vor allem preislich so viel günstiger und viel besser verfügbar!

Auch flexibler. Nach USA, Australien fliegen. Transporter und Hänger kaufen. Zigtausende im Einkauf und ebenso beim Transport sparen!

LKW kosten neu momentan fast das doppelte bis dreifache, wenn man es mit einem 4x4 Hymer Plus Wohnwagen betrachtet.

Und das "Kleinere" Konzept ist sofort, auch gebraucht verfügbar.

Durch das gesparte Geld kann man unterwegs jederzeit in ein gutes Hotel mit zwei Zimmern gehen. Und sich zum Beispiel in Ruhe mal was ansehen. Ohne ewige Schlafplatzsuche. Dann steht man 30km außerhalb und und

Aber halt nichts für deutsche "Gluckenmentalität" - nicht böse gemeint. Aber nur die westlichen Staaten kommen auf so Angst-Mentalitäten ;)
Frank

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#12 Beitrag von Mark86 » 2020-10-17 19:44:04

Wenn du etwas neu aufbaust, wirst du es nicht gewinnbringend verkauft bekommen.
Vor allem nicht, wenn das nach einem Nutzungszeitraum von 3 oder 5 Jahren, davon vieleicht ? 1-2 Jahre auf Weltreise in Afrika oder Südamerika verkaufen willst, dann ist das Auto nicht mehr neu, sondern "deutlich" gebraucht.
Das sind harte Reiseziele, die entsprechende Fahrzeugbelastungen und Verschleiß mit sich bringen. Allgemeine Gebrauchsspuren, Feindkontakte, Unfallschäden, Flickerei unterwegs, da wirst du hinterher kein "Neufahrzeug" mehr haben.
Nach 100.000 Weltreisekilometern sieht dass Auto aus wie n 15 Jahre alter Gebrauchtwagen, auch wenn er erst 5 alt ist ...

Afrika hast du das Thema mit Diesel & Ad Blue, was technisch handelbar ist, Südamerika hast du das Thema mit flächendeckend beschissenem Diesel, Ad Blue und erheblichen Höhen, was dann mit nem Euro 6 nur mit erheblichem Aufwand zu schaffen ist.

Nebenbei sind Afrika und Südamerika völlig unterschiedliche Reiseregionen und Arten, Afrika ist jeder Tag ein neues Abenteuer, es ist anstrengend, es ist stressig, es ist ständiges Theater. Südamerika ist völligstens entspannt (zumindest die Südliche Hälfte in der ich bisher unterwegs war, USA sowieso). Das kann man überhaupt nicht vergleichen. Für Afrika muss man "Typ" sein und dass ganze Muss von der liebsten Ehefrau auch mitgetragen werden.
Wir hatten hier im Forum schon Afrikaabenteurer die mit viel Tam Tam, Blog, Youtubechannel, etc. unterwegs waren und bereits in Marokko am Rande der Verzweiflung panisch ihre 1 Jahres Weltreise abgebrochen und umgedreht haben... Und Marokko ist noch nicht Afrika :ninja:
Guck dir mal die Afrikawestroute von Traveletics an, auch die Videos, dann bekommst du n bisschen Eindruck zum Thema Afrika...

Wenn du auf eine ein oder zweijährige Weltreise gehst, dann ist der Vorteil eines "neuen" Fahrgestells nicht mehr wichtig. Die Vorteile liegen meiner Meinung nach im Fahrkomfort, in der Geräuschkulisse, einer hohen Reisegeschwindigkeit und dass war es dann auch.
Das sind aber Dinge, die bei Langzeitreisen unwichtig sind, sowohl in Afrika als auch in Südamerika fährt man nicht so schnell, dass diese Vorteile Real zum tragen kommen, man will Südamerika ja nicht auf ner Autobahn durchkreuzen, sondern was vom Land sehen und da bin ich z.B. auf 7.000km von Uruguay bis Feuerland nicht einmal in den 6. Gang gekommen... In Afrika auf der Westroute hört die Autobahn glaub ich eh in Agadir auf und dann fährt man mit nem LKW nicht mehr viel schneller als 65km/h.

Das Wohnwagenthema kannst du für Europa verfolgen, für Afrika oder Südamerika kannst du dass vergessen *lach*. Da gibt es nicht ohne Grund keine Wohnwagen :D

Ich würde daher für solche Einsätze ein gebrauchtes Fahrzeug kaufen, ruhig einen Oldtimer der gut gewartet wurde, aus privater Hand, der eine Reisevita hat und offensichtlich was Aufbau, Hilfsrahmen, Hauptrahmen, etc. angeht in Ordnung ist, da ne vernünftige Wartung dran machen und ggfls. im Innenraum einige Anpassungen an die eigenen Bedürfnisse vornehmen und fertig. Das Auto kriegt eh Kratzer, Macken und Rost und auch wenn du n neues Auto kaufst und damit n Jahr lang am Atlantik rumtingelst, fängt dass an zu rosten, da kannst du gleich n Auto mit paar Gebrauchsspuren kaufen, dann stört dich dass auch nicht wenn n Mopedfahrer an ner Kreuzung neben dir stehen bleibt und n Bündel 4 Kantrohre an deinen LKW lehnt oder mal n Kleinwagen zwischen den Rädern steckt...

Sowas kann man für 40-70.000€ kaufen und selbst wenn man da nochmal 10-20k€ reinsteckt, den Kaufpreis krieg man später wieder raus und der Rest verliert sich in den Gesamtkosten. Günstiger wird es, wenn du gleich n Auto kaufst was in Südamerika steht, wobei die Zulassung dann natürlich etwas schwieriger wird (in Deutschland) aber irgendwie grundsätzlich möglich ist. Dann musst du natürlich schauen, dass notwendige Arbeiten dort drüben gemacht werden müssen...

Wenn du aber auch n Auto in der geringeren Preisklasse kaufst, dann musst du dich auf Reisen nicht vor jedem Busch drücken, du kannst Strecken fahren die du mit nem 250.000€ Auto in Hochglanzlack nicht fahren würdest, und es ist erheblich entspannter im Umgang...

Wenn du was gescheites und gäniges kaufst, dann macht es dir weniger Stress irgendwo in der Reiseregion ne Achse oder ne Kopfdichtung erneuern zu lassen, als n Euro 6 Diesel der wegen totem Partikelfilter nicht mehr läuft... Den Oldie haben die schneller fertig, als du dass Elektronikthema da geregelt bekommst....
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

Frank R
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#13 Beitrag von Frank R » 2020-10-17 20:13:07

Hallo Leute,
vielen Dank für eure interessanten Beiträge.
Angedacht hatte ich sehr wohl selbst Hand anzulegen, zumindest beim Ausbau - also Hilfsrahmen und Kabine bauen lassen. Hatte auch mit div. Kabinenbauern Kontakt.
Bis auf den Möbelbau traue ich mir die "Haustechnik" zu und der Schwiegervater ist Holztechniker, arbeitet zwischenzeitl. als Hausmeister an einer Schule mit Holzwerkraum .... tata !
Den Unicat hatte ich schon auf dem Schirm - aber aussortiert. Selbst bei unter 250.000 würde mir der Geldbeutel da nicht aufspringen.
Kinder im Wohnwagen ist nicht das was ich mir vorgestellt habe.
@ Mark86 Reiseziel ist ja noch nicht fix. Werde deine Tipps und Links beherzigen. Afrika ist halt das Abenteuer schlechthin - inkl. Tiere !
Der Satz mit "Gewinnbringend" ist sicher falsch von mir gewählt - damit war gemeint, das eingesetzte Kapital bei Anschaffung/Ausbau halbwegs wieder raus zu bekommen, die eingesetzte Zeit sicherlich nicht.

Viele Grüße

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#14 Beitrag von urologe » 2020-10-17 20:19:37

Mark86 hat geschrieben:
2020-10-17 19:44:04
... Den Oldie haben die schneller fertig, als du dass Elektronikthema da geregelt bekommst....
noch dazu , wo er selbst KFZler ist und man sehr viel improvisieren kann -
aber nicht in Sachen Elektronik . Da geht bei Defekt auch in Afrika nur Austauschen .
Frank , ich glaube , Du solltest Marks Hinweise bezüglich Afrika ernst nehmen , insbesondere wenn ich Dein Lastenheft anschaue:
"Das Fahrerhaus muss 2 Erwachsenen und zwei Kindern auf zugelassenen Gurtplätzen Platz bieten."
Ich habe den für Afrika besonders "wichtigen" Aspekt fett gedruckt :dry:
Und wofür brauchen 3- und fünfjährige Kinder : "Der Aufbau soll Annehmlichkeiten wie 4 feste Schlafplätze haben " , wenn Du fest planst , das Fahrzeug nach fünf Jahren wieder zu verkaufen ?
Da fänden sich doch elegantere Lösungen im gut gedämmten Führerhaus , oder , oder...
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#15 Beitrag von Mark86 » 2020-10-17 20:43:18

urologe hat geschrieben:
2020-10-17 20:19:37
Mark86 hat geschrieben:
2020-10-17 19:44:04
... Den Oldie haben die schneller fertig, als du dass Elektronikthema da geregelt bekommst....
noch dazu , wo er selbst KFZler ist und man sehr viel improvisieren kann -
aber nicht in Sachen Elektronik . Da geht bei Defekt auch in Afrika nur Austauschen .
Naja, ich würde jetzt Elektronik nicht verteufeln. N Motorsteuergerät oder so, dass geht im Normalfall nicht kaputt. Meistens ist es irgendwas an den Verbindungen, Steckern, Aktoren oder Sensoren. Natürlich bin ich im letzten Jahrtausend stehen geblieben, weil ich nicht will. Das heist aber nicht dass ich nicht kann. Wenn ich mir nen neuen Atego kaufen würde, dann wäre da sicherlich n Fach drinnen in welchem mein Multimeter und meine Stardiagnose und n Scope platz finden würden und dann würde ich die Karre schon entsprechend vorbereiten, sprich, DPF raus, AD Blue rausreißen, Tankanlage anpassen und jemanden finden der mir die entsprechende Software aufspielt und dann würde dass auch woanders fahren. Nur, wenn du da nen OT Geber für nen EU Motor brauchst, dann hängst halt n paar Wochen, bis dass Ding dann da ist ^^ Und wenn du ne Steuereinheit für n Sprintshiftgetriebe brauchst weil da n Kolben klemmt und die Scheisse kostet 3k€ und kommt nach 4 Wochen aus Deutschland, dann würde ICH lange Zähne kriegen ^^

Da ist mir n ordentlicher Dieselmotor von Mercedes Benz oder KHD lieber, da kippst du Diesel rein, schubbst den an und dann läuft er und wenn er nicht läuft, dann war kein Diesel drinnen oder ne Vorlaufleitung oder son Kleinscheiss ist kaputt, was du eben mit ner Rolle Draht und ner Schlauchschelle zusammen flickst und ansonsten kloppst du so lange mit nem Hammer drauf bis dass läuft ... ^^
Und wenn man in Südamerika für nen 352er Motor doch mal n Teil braucht, dann gibts dass an jeder Ecke weil die den alten Kram heute noch bauen und genug so LKWs aufm Schrottplatz rumstehen und in Afrika wo immernoch die alten Hauber laufen, sowieso ^^ Im Zweifelsfalle gibste einem Geld in die Hand und baust dass aus seinem LKW aus, schraubst dass in deinen rein und fährst weiter ^^^

Und wenn dir n Außenspiegel fehlt weil du ihn abgefahren hast, dann schauste wo am Straßenrand n Schrottauto rumstehst und schraubst den um ^^

Da brauchste keinen elektrischen Fensterheber, der nur weil er mal Sand in den Führungen hat über Stromaufnahme abschaltet, sondern da brauchste ne Kurbel die nach Möglichkeit nicht abbricht und wo du auch mal mit n bisschen Kraft und Gefühl den Sand in den Führungen zur Seite schieben kannst ^^ Und wenn die Scheiss Kurbel abbricht, dann machste ne Grippzange drauf oder nimmst n Überbrückungskabel, ne Schweißelektrode und ne Ersatzschraube ausm Bordwerkzeug und schweißt die da drauf ^^

Da braucht man keine 1000 Kästchen und Raketentechnik und son Kram, sondern einfach ordentliche, solide Mechanik und fertig. Wenn dir in Afrika die Aufbaubatterien nicht mehr geladen werden, dann guckst du traurig auf son Kästchen. Freuste dich, wenn das aus unerklärlicher Weise nach 3 Tagen doch wieder geht und wunderst dich, dass es nach 5 Tagen obwohl nach Herstellervorschriften montiert einfach von der Wand fällt. Dann weist du, dass du alles so baust, dass es a) nicht kaputt geht, b) wenn es systemrelevant ist doppelt vorhanden ist oder c) mit dem was du in nem Afrikanischen Baumarkt, Albanischen Bauhaus oder Amerikanischen Home Depot kaufen kannst, zusammen flicken kannst ^^
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#16 Beitrag von Pirx » 2020-10-17 21:08:47

Frank R hat geschrieben:
2020-10-17 12:28:26
Mercedes hatte ich bislang nicht als Neufahrzeug in meinen Überlegungen mit eingeschlossen, jedoch sind das die einzigen, von denen ich bislang ein Fahrerhaus mit Fondsitzen und Fondfenstern gesehen habe. Hat hier jemand Erfahrung mit einem 4 Sitzer Axor/Arocs oder (Atego) ?
Hallo Frank!

Nur zur Sicherheit: den Mercedes-Benz Axor gibt es schon seit etlichen Jahren nicht mehr als Neufahrzeug!
Aber vermutlich wußtest Du das schon.

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Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
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Ein Unimog-Fahrer.


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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#18 Beitrag von sico » 2020-10-18 11:21:23

Mark86 hat geschrieben:
2020-10-17 20:43:18


Wenn ich mir nen neuen Atego kaufen würde, dann wäre da sicherlich n Fach drinnen in welchem mein Multimeter und meine Stardiagnose und n Scope platz finden würden und dann würde ich die Karre schon entsprechend vorbereiten, sprich, DPF raus, AD Blue rausreißen, Tankanlage anpassen und jemanden finden der mir die entsprechende Software aufspielt und dann würde dass auch woanders fahren. Nur, wenn du da nen OT Geber für nen EU Motor brauchst, dann hängst halt n paar Wochen, bis dass Ding dann da ist

Hallo Mark,
wir haben im Februar 2020 in Mauretanien einen Mercedes-Fahrer mit einem nagelneuen Mercedes X-Klasse Pick-Up getroffen.
Der gute Mann hatte genau das gemacht, was du hier empfiehlst:
Ad-Blue System deaktiviert, Partikelfilter ausgebaut und durch einen anderen Dämpfer ersetzt. Steuergerät angepaßt an die neue Situation.
Leider blieb das Fahrzeug mitten im tiefen Sand und ca 60 km entfernt von der Teerstraße und 100 km entfern von Atar mit einem kapitalen Motorschaden (erhebliche Klappergeräusche aus dem Motor) liegen.
Das Fahrzeug wurde dann von einem 12 to-MAN mit 360 PS zunächst aus dem Sand nach Atar geschleppt und anschließend 1500 km an einem Toyota Hi-Lux am Seil hängend nach Dakhla/Marokko geschleppt. Von dort holte angeblich der ADAC das Fahrzeug nach Deutschland.

Der Besitzer war nervlich ziemlich zerstört.

Soviel zu deinen Empfehlungen und Ratschlägen.

mfG
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#19 Beitrag von Mark86 » 2020-10-18 11:26:34

sico hat geschrieben:
2020-10-18 11:21:23
Hallo Mark,
wir haben im Februar 2020 in Mauretanien einen Mercedes-Fahrer mit einem nagelneuen Mercedes X-Klasse Pick-Up getroffen.
Der gute Mann hatte genau das gemacht, was du hier empfiehlst:
Ad-Blue System deaktiviert, Partikelfilter ausgebaut und durch einen anderen Dämpfer ersetzt. Steuergerät angepaßt an die neue Situation.
Leider blieb das Fahrzeug mitten im tiefen Sand und ca 60 km entfernt von der Teerstraße und 100 km entfern von Atar mit einem kapitalen Motorschaden (erhebliche Klappergeräusche aus dem Motor) liegen.
Das Fahrzeug wurde dann von einem 12 to-MAN mit 360 PS zunächst aus dem Sand nach Atar geschleppt und anschließend 1500 km an einem Toyota Hi-Lux am Seil hängend nach Dakhla/Marokko geschleppt. Von dort holte angeblich der ADAC das Fahrzeug nach Deutschland.

Der Besitzer war nervlich ziemlich zerstört.

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Kaputt ist kaputt. N Motorschaden kann dir an jedem Motor passieren, ob dass n neuer Mercedes oder n alter ist... Irgendwo mitten in der Mauretanischen Wüste steht auch noch n kaputter 240D der angeblich nie kaputt geht, dem ist trotzdem N Pleul rausgeflogen ^^
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

Donnerlaster
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#20 Beitrag von Donnerlaster » 2020-10-18 11:32:46

Mark86 hat geschrieben:
2020-10-18 11:26:34

Und?
Kaputt ist kaputt. N Motorschaden kann dir an jedem Motor passieren, ob dass n neuer Mercedes oder n alter ist... Irgendwo mitten in der Mauretanischen Wüste steht auch noch n kaputter 240D der angeblich nie kaputt geht, dem ist trotzdem N Pleul rausgeflogen ^^
Was für ein Glück, dass ich einen MAN fahre :D

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#21 Beitrag von sico » 2020-10-18 11:45:02

oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel.
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#22 Beitrag von Wombi » 2020-10-18 16:31:04

Mir ist mein Gebläsewiederstand am MAN nach 19 Jahren kaputt gegangen .... :mad:
Würde ja gerne einen von Mercedes verbauen, aber an den Sprinter und Varios gehen die ständig kaputt ..... Was mach ich jetzt ???
Doch den neu mitgebrachten von MAN verbauen ???? :unwuerdig: ;) :p

Gruß, Wombi
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#23 Beitrag von advi » 2020-10-18 17:49:25

Wombi hat geschrieben:
2020-10-18 16:31:04
Mir ist mein Gebläsewiederstand am MAN nach 19 Jahren kaputt gegangen .... :mad:
Würde ja gerne einen von Mercedes verbauen, a
Siehste mal, hättest Du einen dieser berühmten Mercedes, könntest Du jetzt einfach loslaufen und den bei einem Brummi-Parkplatz aus einem anderen LKW auslöten :) Aber nein, der Herr muss ja einen MAN fahren :D :D

Und Du hast den dabei, schluck, wenn der so schnell kaputt geht, sollte ich auch mal einen kaufen ..... Meiner ist ja auch 19 Jahre alt.
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#24 Beitrag von Enzo » 2020-10-18 18:55:41

Moin Frank,
wie ist denn dein angedachter Zeitplan? Wenn ich grosse Reise lese, vor der Einschulung, dann müsstest du ja nächstes Jahr losfahren. Dann brauchst du dir um Neufahrzeug, Kofferbauer, Zwischenrahmens und Kofferausbau keine Gedanken zu machen. Das wird zu eng. OK, die Einschulung lässt sich nach hinten schieben, unsere Tochter wurde auch erst mit sieben eingeschult.
Wie ist der spätere Verwendungszweck des Fahrzeuges?
Weiter verwenden oder weg damit? Schon einmal mit LKW verreist, mir seinen Vor und Nachteilen?
Ich an deiner Stelle würde mir ein gebrauchtes reiseerproptes Fahrzeug kaufen, dass deinen Vorstellungen des Aufbaus am nächsten kommt und so herrichten wie es euch gefällt. Ob Alt oder NeuAufbau, ist immer ein Kompromiss. Zwischendurch kleine Trips zum eingewöhnen. Marke ist egal, Alter ist egal, Hauptsache technisch fit.
Gruss aus Ecuador
Jens

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#25 Beitrag von Wombi » 2020-10-18 19:36:56

advi hat geschrieben:
2020-10-18 17:49:25
Wombi hat geschrieben:
2020-10-18 16:31:04
Mir ist mein Gebläsewiederstand am MAN nach 19 Jahren kaputt gegangen .... :mad:
Würde ja gerne einen von Mercedes verbauen, a
Siehste mal, hättest Du einen dieser berühmten Mercedes, könntest Du jetzt einfach loslaufen und den bei einem Brummi-Parkplatz aus einem anderen LKW auslöten :) Aber nein, der Herr muss ja einen MAN fahren :D :D

Und Du hast den dabei, schluck, wenn der so schnell kaputt geht, sollte ich auch mal einen kaufen ..... Meiner ist ja auch 19 Jahre alt.
Ja, sowas ist immer an Bord ... blöd nur, da muß die kompl. Mittlere Amatur raus ... ist etwas Arbeit, aber schon erledigt. 😁

Gruß, Wombi
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#26 Beitrag von Eifel-Laster » 2020-10-19 11:54:38

Hmm wenn ich mir so deine Unklarheit über ein Basisfahrzeug durchlese möchte ich eigentlich sofort zu einem Plan B raten für den Fall, dass du dir nocht einig wirst und nix dem modernen Zeugs findest, was die Panam übersteht.

Also wenn du nix findest, ein Mercedes Rundhauber geht immer und überall und als KFZ ler 2 zugelassene Sitze mit 2 3 oder 4 Punktgurt für deine kleinen in einen Stahlaufbau (zB Natokoffer) einbauen ist ja schnell erledigt und anstelle einen Stahlkoffer und Einzelfahrerhaus ginge auch notfalls eine Doka für euch 4 . 4 feste Betten realisiert man auch gerne inden die 2 Kinder im Alkoven schlafen oder du Doppelstockbetten wählst, also Eltern unten Kinder oben ...... So kannst du einen kürzeren Aufbau wählen und hast mehr Auswahl beim Fahrgestell.
Wertverlust nach 5 Jahren ist bei einem Rundhauber natürlich auch kleiner und die Anschaffungskosten auch. Hier kauft man zB einen alten 710 mit Natokoffer und dann neuer Motor Kupplung Getriebe Servolenkung Bremsen rein und Alkoven und Hochdach drauf und gut ists.

Ein Plan B ist eh immer wichtig, denn 1. kommt es anders und 2. als man denkt.

Grüße von mir und uns Schrauberkollegen aus der Nordeifel , Axel

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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#27 Beitrag von Wombi » 2020-10-19 13:05:58

Spätestens jetzt ist er kompl. wirr.
War doch am Anfang die Rede von einem Neufahrzeug, stehen wir jetzt bei einem 710er ... Leute, das ist nicht fair ...

Aber Ohne Plan B wird das nix.
Da bleibt in meinen Augen nur, was abnehmbares Kaufen, kurz anpassen, wenn nötig und ... Abfahrt.

Gruß, Wombi
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#28 Beitrag von Lassie » 2020-10-19 14:57:15

Huhu,

... und im schlimmsten Fall in Nordamerika einen Sprinter oä mit 2, Sitzreihe kaufen. Da dann Rücksäcke, Zelt, Matratzen hinten rein, eine Küchenkiste, Portapotti und Wasserkanister und ganz gemütlich gen Süden holpern. Dank Baustellenbereifung und geringem Gesamtgewicht kommt die Karre auch über schmale Brücken, Pisten und auf allen möglichen Nebenstrassen etc ans Ziel, dank bescheidenerem Spritverbrauch langt auch die Reisekasse für regelmässiges Essen gehen und das eine oder andere Hostel-Zimmer.

Kindern ist es nach meiner Erfahrung egal, ob der fahrbare Untersatz alle Sperren hat und 800 Liter Diesel bunkern kann. Aber ein Malbuch, ein paar Stifte, ein Taschenmesser und Schnur sowie ein Papa, der mal Zeit hat und mit den Kurzen Lagerfeuer macht und Bogen baut und Geschichten erzählt - das bleibt fürs Leben.

Die Frage ist halt, ob du dir deinen Traum vom geilen Reisefahrzeug oder deinen Kindern den Traum vom familienfreundlichen Reisen erfüllen magst.
:positiv:

Viele Grüße
Jürgen
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#29 Beitrag von advi » 2020-10-19 16:02:46

Und wenn es um ein Basisfahrzeug geht, dass moderner sein darf, geht es erstmal nur um die Frage der Tauglichkeit für verschieden Regionen.

Will man in Mitteleuropa rumfahren, sollte man Euro 6 haben, die Umweltzonen werden immer "härter" und irgendwann hat man echte Probleme mit alten Kisten. Ich wohne am Stuttgarter Flughafen und kann eigentlich nur noch auf die Autobahn, alles andere ist verboten.
Mit meiner grünen Plakette gehen noch ein paar Straßen mehr. Aber Frankreich wird bei Umweltalarm schon schwierig, da ich mit Euro3 in vielen Regionen nicht durchfahren kann.

Das Problem ist und bleibt Euro 6 beim Diesel damit sind Afrika oder Südamerika immer noch problematisch.

Also würde ich mich entscheiden, was ich in der Hauptsache will. Europa oder Weltreise .... und lasse ich mein Womo stehen, für Ostern, nur weil ein Teil der Familie in Regionen will, in denen es mit Euro4 schon schwierig ist.
Eine Grundsatzentscheidung -> nach der kommt alles andere (für mich)

Wenn es ein MAN sein darf, könnte man bei Toni Maurer nachfragen. Ansonsten könnten evtl auch Leute wie Schaknat Motoroptimierung fragen, welche Fahrzeuge aktuell leicht umzubauen sind, um Weltreisetauglich zu sein.

So bin ich jedenfalls beim Kauf des letzten Fahrzeugs vorgegangen.

Ich habe mich zu dem Thema übrigens mal sehr lange mit dem Reiseleiter Konstantin Albert von Seabridge unterhalten, der laut eigenen Aussagen es ausbaden muss, wenn Teilnehmer mit den falschen Autos mitfahren.
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Re: Kaufberatung Grundfahrzeug Fernreise/Expeditionsmobil

#30 Beitrag von Wombi » 2020-10-19 17:43:20

War das nicht Joern, der da immer herhalten musste ???
😇
Gruß, Wombi
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