Vorteile/nachteile Wasserfilter und einfach Abkochen

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AL28
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Vorteile/nachteile Wasserfilter und einfach Abkochen

#1 Beitrag von AL28 » 2007-11-03 11:21:43

Hallo
Da interesannterweise der Meihungskrieg ( nicht bös gemeint :D ) zwischen Wasserpumpen / Druckluft Beaufschlagung & Kanister Fraktion tobt :angel: , wage ich es nicht da die Frage zu stellen , und fange ein neues Thema an ( vielleicht auch passender ) .
Momentan im AL ca.350 l. Wassertank Brauchwasser ( wetten Trinkwasserqualität , wird aber nicht zum Trinken verwendet ) , ca. 20l. Trinkwasser im Kanister ( für Tee und zum Kochen ) und ca. 30l. in Flaschen ( Plastikflaschen , fertig gekauft / Mineralwasser ) zum rohen verzehr .
Haben bis jetzt eigentlich überall Flaschenwasser in ausreichender Qualität gefunden/bekommen , und wen die Kanister leer würden , und wir kein loses Trinkwasser bekommen hatten wurde halt mit dem Wasser aus der Flasche gekocht .
Als Notfall dachte ich mir ich kann mein Wasser aus den Wassertank ja immer noch abkochen .
Vielleicht wissen ja auch die Ärzte und beruflichen Mikrobiologen was dazu .
Es geht mir da nicht drum Fische oder ähnliches großes aus den Wasser zu filtern :sick: :D aus den Wasser zu Filtern sondern nur um die Gesundheitlichen bedenken .
Gruß
Oli

P.S. Die Chemie hatte ich ganz vergessen , bitte auch dazu anmerkungen :rock:

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#2 Beitrag von 150erGKW » 2007-11-03 11:36:05

Moin !

Kommt wohl erstmal drauf an , wo Du unterwegs bist.
In Europa brauch ich keinen Filter und keine Chemie, entweder ist das Wasser sauber oder ich kauf Flaschen für Trinkwasser.
Sobald Du aber Wasser aus offenen Brunnen oder Flüssen nehmen mußt siehts anders aus.
Klares Wasser haben wir mit Micropur behandelt und wenn es mal doch nur trübes Wasser oder Flußwasser gab ( selten ) , war Filtern angesagt und danach Micropur dazu.

Abkochen geht wohl auch, aber nervt und braucht Zeit + Energie.

.

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Re: Vorteile/nachteile Wasserfilter und einfach Abkochen

#3 Beitrag von 150erGKW » 2007-11-03 11:41:47

AL28 hat geschrieben: Momentan im AL ca.350 l. Wassertank Brauchwasser , ca. 20l. Trinkwasser im Kanister und ca. 30l. in Flaschen
400 Liter Wasser im Hanomag ! Wo willst du hin ???
Dann noch 500 l Diesel dazu ??
Der Hanomag ist doch sowieso schon zu schwer.

.

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Re: Vorteile/nachteile Wasserfilter und einfach Abkochen

#4 Beitrag von Krusty » 2007-11-03 11:47:47

150erGKW hat geschrieben:
AL28 hat geschrieben: Momentan im AL ca.350 l. Wassertank Brauchwasser , ca. 20l. Trinkwasser im Kanister und ca. 30l. in Flaschen
400 Liter Wasser im Hanomag ! Wo willst du hin ???
Dann noch 500 l Diesel dazu ??
Der Hanomag ist doch sowieso schon zu schwer.

.
Mitm Hano ist der weg zur Tanke/oder Wasserstelle allerdings nicht immer in einer Tagesreise zu schaffen


:totlach:

markus
es ruhet hier in diesem Grab, ein ganz erbärmlich feiger Staat

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#5 Beitrag von AL28 » 2007-11-03 12:15:48

Hi
Gnade , ich habe den Tank nicht eingebaut . :unwuerdig:
Der war schon drin wie ich das auto gekauft habe ( genauso wie die 3,3m höhe , leider sogar eingetragen sowie die 20 cm ( auch eingetragen ) Verlängerung für den Reservereifenhalter ( 6,20 m ) , der Vorbesitzer hatte halt ein Herz für Fährbesitzer :wack: )
Bei der Emma kommen auch nur Kanister rein .
Gruß
Oli
P.S.
Der Tank hat nur Bescheidene 180 l. und 40l. Reserve , meiner Meinung nach vollkommenst ausreichend .

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#6 Beitrag von MB613 » 2007-11-03 16:44:11

Hallo Gemeinde,,
in meinem Gottlieb habe ich 140ltr.Brauchwasser- und 50ltr.
Reinwasserbehälter eingebaut.
Das Brauchwasser wird über eine Katadyn Filteranlage in den Reinwassertank gepummpt ( je nach Bedarf ).
Jetzt meine Frage : welches Zusatzmittel soll ich noch verwenden ???
Gruß
Bernd :D

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#7 Beitrag von Hatzlibutzli » 2007-11-03 20:07:55

Hallo Oli,

5 Min Abkochen ist auch für Wasser aus dem Kongo in Ordnung ... Schwierigkeiten gibt es nur mit Chemischen Giften, wenn es aber vorher Trinkwasser war ist das kein Problem ... Bakterien und Einzeller sterben, die meisten Protein-Gifte gehen kaputt ...

Aufpassen muss man in größeren Höhen, da sich da die Kochzeiten verlängern, da die notwendigen Temperaturen nicht mehr erreicht werden ... in 2000 m Seehöhe ist das schon fast eine 1/4 Stunde und im Himalaya muss man sich was anderes einfallen lassen ...

Grüsse .... Simon

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#8 Beitrag von AL28 » 2007-11-03 21:08:34

Hallo
Bis jetzt habe ich das so verstanden , nur im Himalaja und bei Chemischen Giften braucht man den/die Katadyn Filteranlage .
Bei meinen Motorradtouren in den Östlichen Mittelmeerraum habe ich es immer so gehandhabt , das nur das getrunken oder gegessen habe , was die einheimischen auch trinken und Essen . Zum Beispiel Wasser aus den Wasserhahn in Damaskus oder in der Türkei .
Mir ist eigentlich nie was passiert , den Durchfall hatten komischerweise nur die Wasserflaschen Trinker . :D
Inwieweit besteht überhaupt das Wasserrisiko ? Die Leute wo da Leben müssen ja auch was Trinken ? Oder beschränkt sich Hauptsächlich auf Wasserlöcher und sonstigen Wasserquellen ?
Gruß
Oli

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#9 Beitrag von Geishardt » 2007-11-03 22:21:35

Hallo Simon,

schön dass wir bei konkreten Fragen einer Meinung sind.

Hi Oli,
könntest Du dich mit einem Druckkochtopf anfreunden. Dann hättest Du in größeren Höhen eine Möglichkeit Wasser abzukochen.

Durchfall ist eine "fast normale" Begleiterscheinung bei einem Ortswechsel über eine größere Entfernung. In unserer Umwelt befindet sich ständig eine schwankende Zahl von Keimen, mit einer regionalen typischen Zusammensetzung.
Bei einem Ortswechsel ändert sich die Zusammensetzung der Keime und es kann zu Durchfall kommen.

Gruß
Bernd
Zuletzt geändert von Geishardt am 2007-11-03 23:32:18, insgesamt 2-mal geändert.
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#10 Beitrag von Pirx » 2007-11-03 22:42:00

Hallo Oli,

um mal bei der Eingangsfrage "Vorteile/Nachteile Wasserfilter und einfach Abkochen" zu bleiben:

- Wasser abkochen habe ich selbst nie praktiziert, kann deshalb nur Angelesenes und Gehörtes weitergeben: wenn man es regelmäßig macht, hoher Brennstoffverbrauch (z.B. Gas). Außerdem soll es in heißen Ländern ziemlich nervig sein, wenn man erst warten muß, bis die Wassertemperatur auf trinkbare Werte abgekühlt hat.

- Katadynfilter habe ich selbst und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Nachteile: Filter ist teuer, hält aber eigentlich ewig, wenn man ihn nicht fallenläßt so wie ich. Außerdem braucht man eine Druckwasserpumpe (Tauchpumpe geht nicht) mit besonders hohem Druck (teuer). Je nach Reisegebiet/Qualität des getankten Wassers muß man zwischendurch den Filter reinigen, das geht aber einfach und schnell, wenn man den FIlter so eingebaut hat, daß man gut rankommt.

Pirx
Zuletzt geändert von Pirx am 2007-11-03 22:42:23, insgesamt 1-mal geändert.
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
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#11 Beitrag von Hackebaer » 2007-11-03 23:05:52

Also mir hat Geishardt mal auf den Vorschlag, das Wasser doch abzukochen folgendes geantwortet:

Verfasst am: 27.03.2007 20:34.30
Abkochen - ist eine gute Methode- jedoch das Problem - 15 Minuten bei 121° und 2 Bar Druck. Ich habe keine Ahnung wie Du das schaffen willst.

Gruß
Bernd

Und auf Nachfrage kam dann diese Antwort:
Verfasst am: 27.03.2007 22:16.28
Hallo Bernd,

1. ich dachte, ich bekäme einen Tipp von dir

Hallo Manfred,
der Tip ist einfach: Autoklave einbauen

Und jetzt plötzlich neue Töne... :eek:

Gruß
Manfred
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#12 Beitrag von makabrios » 2007-11-04 12:34:24

Hackebaer hat geschrieben: der Tip ist einfach: Autoklave einbauen
Autosklave bin ich selber! :ninja:

Gruß
Mak

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#13 Beitrag von Hackebaer » 2007-11-04 12:44:04

makabrios hat geschrieben:[Autosklave bin ich selber! :ninja:
Hallo Mak,

habe ich auch gedacht, bis ich danach gegoogelt habe... Boah ey, war ein Supervorschlag... :wack:

Gruß
Manfred
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#14 Beitrag von makabrios » 2007-11-04 14:30:18

Hallo,
ein simpler Dampfkochtopf tut´s auch

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#15 Beitrag von AL28 » 2007-11-04 19:15:46

Hallo
Das mit dem Dampfkochtopf ist so einfach und logisch , schade das ich nicht selber drauf gekommen bin :unwuerdig: :unwuerdig: .
Da ich auf die Versorgung des Trinkwasser auf Wasserflaschen setze , wollte ich nur für den Notfall was zur Trinkwasseraufbereitung haben .
Ich werde mich mit Abkochen begnügen , und bei reisen in den Himalaja zusätzlich einen Schnellkochtopf zulegen ( Wahrscheinlich schmeckt das Trinkwasser danach nach Rouladen :D ) .
Gruß
Oli

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#16 Beitrag von Geishardt » 2007-11-04 21:32:12

Hackebaer hat geschrieben:Also mir hat Geishardt mal auf den Vorschlag, das Wasser doch abzukochen folgendes geantwortet:

Verfasst am: 27.03.2007 20:34.30
Abkochen - ist eine gute Methode- jedoch das Problem - 15 Minuten bei 121° und 2 Bar Druck. Ich habe keine Ahnung wie Du das schaffen willst.

Gruß
Bernd

Und auf Nachfrage kam dann diese Antwort:
Verfasst am: 27.03.2007 22:16.28
Hallo Bernd,

1. ich dachte, ich bekäme einen Tipp von dir

Hallo Manfred,
der Tip ist einfach: Autoklave einbauen

Und jetzt plötzlich neue Töne... :eek:

Gruß
Manfred
Hallo Manfred,

lies meine Signatur. Jedoch sind das keine neuen Töne. Die von mir angegebenen Werte stellen sicher das alle Keime abgetötet werden. Die Empfehlung im NotfallWasser abzukochen, steht damit nicht im Widerspruch.

Gruß
Bernd
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#17 Beitrag von osterlitz » 2007-11-04 21:52:10

Die Dauer und Intensität des Abkochens wird verschieden diskutiert.. Nach aktuellem Stand der Wisenschaft reicht es, das Wasser zum sprudelnden Kochen zu bringen.. zu dem Zeitpunkt hat es dann auch schon lange genug gekocht!

Medizinische Desinfektionsstandards sind höher, da geht es aber um extrem resistente Viren, nicht um die üblichen Bakterien!

Grüße,
Stefan
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#18 Beitrag von Hackebaer » 2007-11-04 22:23:55

Geishardt hat geschrieben:Die Empfehlung im NotfallWasser abzukochen, steht damit nicht im Widerspruch.
Hallo Bernd,

ich habe mir damals meinen Teil zu deiner Antwort gedacht und tue es auch heute... :D

Wenn jetzt allerdings unisono festgestellt wird, dass Wasserabkochen durchaus eine akzeptable Lösung sein kann und dies in größeren Höhen (natürlich) mit einem Dampfdruckkessel passieren sollte, ist dem Fragesteller ja ausreichend geholfen.

Gruß
Manfred
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#19 Beitrag von Geishardt » 2007-11-04 23:30:59

osterlitz hat geschrieben:Die Dauer und Intensität des Abkochens wird verschieden diskutiert.. Nach aktuellem Stand der Wisenschaft reicht es, das Wasser zum sprudelnden Kochen zu bringen.. zu dem Zeitpunkt hat es dann auch schon lange genug gekocht!

Medizinische Desinfektionsstandards sind höher, da geht es aber um extrem resistente Viren, nicht um die üblichen Bakterien!

Grüße,
Stefan
Hallo Stefan,

kannst Du mir deine Quellen nennen, zwecks meiner persönlichen Weiterbildung.

Wenn Du statt sprudeln, den Siedepunkt - Wasser=100° auf Meereshöhe (1013hPa)- angibst und noch einen Zeitfaktor dazu gibst, sind wir einer Meinung.

Ich kenne nur das Verfahren, dass Melkmaschinen mit 95° warmen Wasser gereinigt werden. Ungeprüft -Dauer des Spülvorganges ca. 7 Minuten-.

Gruß

Bernd
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#20 Beitrag von Hatzlibutzli » 2007-11-05 8:35:55

Hallo Oli,

vielleicht noch ein Nachtrag zu Deinem Vorschlag: "Was der einheimische Magen aushält, packt meiner auch"

Das mag gutgehen, aber Wurmdurchseuchungen von bis zu 95% der Bevölkerung in Entwicklungsländern sprechen andere Zahlen ... vielleicht hast Du einen besonders robusten Verdauungstrakt ;-)) Ich bleib beim "kochen, schälen oder vergessen"

@Osterlitz: Einspruch, einmal aufkochen reicht nicht, vor allem nicht für Einzeller .... warum kochen die Tuaregs ihren Kaffee 3 mal auf? Warum dauert eine japanische Teezeremonie so lange? Die hatten nicht ewig Zeit, nur irgendwann einmal festgestellt, dass länger gekochtes Wasser weniger leicht krank macht!

Grüsse ... Simon

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#21 Beitrag von osterlitz » 2007-11-05 8:38:59

Meereshöhe wird mal angenommen, da dort 99% der Menscheit leben. Alle folgenden Links sind englisch!

Die EPA gibt eine Minute an:
http://www.epa.gov/safewater/faq/emerg.html

Auf dieser Bergsteigerseite wird auch "nur Aufkochen" angegeben, selbst für große Höhe:
http://www.high-altitude-medicine.com/water.html

Laut dieser Seite wird für Sterilisation 10 Minuten angegeben, damit auch Sporen sterben, für alles andere reicht 1 Minute kochen:
http://blogs.bootsnall.com/AdventureDoc/?p=21

Die Gesundheitsbehörde von Kanada gibt auch 1 Minute, in Höhe 2 Minuten an:
http://www.hc-sc.gc.ca/ewh-semt/water-e ... ion_e.html

Grüße,
Stefan
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#22 Beitrag von AL28 » 2007-11-05 10:17:34

Hallo
Dann muss ich mal eine Wurmkur machen . Aber erst wen ich mein Übergewicht losgeworden bin . :D
Ich weiß das man mit Würmern nicht spaßen soll , anderseits fahre ich am Rückweg bei meinen Eltern vorbei , die haben immer ausreichend Anti wurm mittel für ihre Hunde und Katzen auf Vorrat :D .
Was soll man den als profelaxe ( auf deutsch zur Vorbeugung ) gegen so Verstimmungen und Vergiftungen oder auch Würmern so dabei haben .
Zum einen bin ich auch nicht unsterblich , und zum zweiten reise ich ja nie alleine .
Oder reicht es immer ein wenig Holzkohle mitzuführen .
Gruß
Oli

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#23 Beitrag von makabrios » 2007-11-05 12:24:31

AL28 hat geschrieben: Dann muss ich mal eine Wurmkur machen . Aber erst wen ich mein Übergewicht losgeworden bin . :D
Hallo,
willst du dir jetzt Würmer zulegen , damit diese durch parasitäre Arbeit deinem Übergewicht zu Leibe rücken und anschliessend, wenn die zunächst nützlichen Helferlein beginnen lästig zu werden, sie per Würmkur wieder entsorgen? :eek:

Ist das biologische Abmagerungskur, oder wie oder was? :cool: :ninja:
Ein vielversprechender Behandlungsansatz!

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#24 Beitrag von Kami » 2007-11-05 13:22:13

makabrios hat geschrieben: Ist das biologische Abmagerungskur, oder wie oder was? :cool: :ninja:
Ein vielversprechender Behandlungsansatz!
angeblich haben das einige dieser 'HAutundknochenmodells schon für sich entdeckt...

Gruss

Kami
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#25 Beitrag von Ulf H » 2007-11-05 13:32:35

Wäre es da nicht sinnvoller, als Backup für gelegentlichen Gebrauch einen kleinen Katadyn-Filter dabei zu haben, die gibt´s doch auch mit Schwerkraftantrieb oder Handpumpe.

Gruß Ulf, der bisher ohne abkochen oder filtern auskam
Ein Problem, welches mit Bordmitteln zu beheben ist, ist keines !!!

Hanomag, der mit dem vollnussigen Kaltlaufsound !!

Sisu (finnisch) die positivste Umschreibung für Dickschädel.

Da ist man ständig dran die Karren zu verbessern, schlechter werden sie ganz von alleine.

Magirus-Deutz 170D11FA ... Bild in Cinemascope extrabreit, Sound in 6-kanal Dolby 8.5 ...

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#26 Beitrag von BHP » 2007-11-05 13:44:23

Naja, er kann sich Unterwegs ja nicht wirklich aussuchen, welchen
Parasiten Er beherbergen möchte. Und da gibt es ja richtig
ekliges Zeuch.
Ich halte es lieber so:
Alles immer durch den Filter .
Dann hab ich keine Probleme mit eventueller Kontamination
von irgendetwas. Und ich habe auch nur einen Wasserkreislauf.
GRuß aus Berlin

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#27 Beitrag von Hatzlibutzli » 2007-11-05 15:07:40

@Stefan: Du hast Recht, wenn ich wenig Brennholz oder Gas habe ist einmal aufkochen besser als die Brühe so getrunken ...

Zum Verständnis: die Inanktivierung der Keime geschieht durch Denaturierung der Proteine (also genauso wie beim Kochen eines Stücks Fleisch ... die Eiweise brechen auf und werden Funktionsuntüchtig ... dafür leichter verdaulich ;-))) ....

Wenn ich jetzt die Physikalischen Daten richtig im Kopf habe, kocht Wasser in 3000 m etwa schon bei 90°, am Mount Everest bei 72° ... nun kann ich Schweinebraten bei 180° in 45 min oder bei 120° in 2 1/2 Stunden gar bekommen .... analog funktioniert das mit den Keimen im Wasser .... das ist der Grund für die Verlängerung der Abkochzeiten ....

Aber wenn man abends ohnehin ein Lagerfeuer hat ist das Kochen größerer Mengen Tee für den nächsten Tag kein Problem ....

In meinen Augen ist der entscheidende Nachteil der Abkocherei, das es Aufwand ist und man am Ende doch mal versucht ist "nur fürs Zähneputzen" mal ein Auge zuzudrücken ....

Die Kochzeremonien in Äthiopien etc. wollte ich als sinnvoller Hinweis im Sinne von "If you are in Rome, do it as the Romans do" verstanden haben. Tee aus einmal im Wasserkocher aufgekochten Kairoer Wasser würde ich nicht trinken ... ist aber jedem seine ureigene Entscheidung ... ich lebe zum Teil davon, dass die Leute das nicht tun, was man Ihnen vorher erzählt hat ;-))))

@Oli: Wir reden hier von mehreren Dingen gleichzeitig ....

Das Eine ist der "normale Reisedurchfall", den z.B. Mitteleuropäer in Ägypten zu über 80% bekommen, den aber auch Amis auf Oktoberfestbesuch genauso bekommen .... es gibt eine einheimische Darmflora, die wir kennen, und die sich im Schnitt alle 1000 km ändert ... wenn die hygienischen Verhältnisse suboptimal sind lernt man neue Keime kennen, die mancher Darm nicht mag ;-)))) beste Prophylaxe: zuhause bleiben ... bei kurzen Geschäftsreisen evtl. Antibiotikum (z.B. Politiker auf Staatsbesuch) ... die Choleraimpfung mit Dukoral scheint noch einen teilweisen Schutz zu gewähren ...

Das Zweite sind echte Infektionskrankheiten wie Ruhr, Cholera, Typhus, Lamblien .... diese sind nicht "nur Urlaubsverderber" sondern können ans Eingemachte gehen ... da die Dosis Keim, die eine Infektion hervorrufen können z.T. sehr klein ist, muss man mit dem Trinkwasser entsprechend pingelig sein .... gegen Typhus sollte man geimpft sein!

Ich persönlich habe es bisher immer so:
- Bier und Cola machen keine Probleme
- Abends aus Kanisterwasser aus halbwegs vertrauenswürdiger Quelle für den nächsten Tag eine größere Menge Rooibos-Tee gekocht, mit etwas Zucker und Salz versehen
- Filter für Notfälle
- In Reiseapotheke: Loperamid (nagelt zu, wenn man fahren muss) und MCP (gegen Erbrechen), für extremere Touren Antibiotikum in der Hinterhand

Grüsse und immer genug Klopapier ... Simon

PS: Hatte eine Patientin, die hat sich anfangs über Ihre Lamblien gefreut ... nachdem sie sehr hartnäckig auszurotten waren und die 1/4 ihres nicht zu üppigen Gewichts verlohren hatte nimmer!

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#28 Beitrag von osterlitz » 2007-11-05 15:29:21

Der Vergleich zwischen Schweinebraten und Bakterien hinkt allerdings, die Biester haben einen kleinen Durchmesser, garen also etwas schneller durch..

Die Denaturierung beginnt ab etwa 45°, der Unterschied zwischen 90° und 100°C macht nicht mehr so viel aus.

Siehe auch Wikipedia, da gibt es mal echte Zahlen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sterilisation

Grüße,
Stefan
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#29 Beitrag von AL28 » 2007-11-05 15:38:49

Hallo
Ja an zähne putzen habe ich nicht gedacht :unwuerdig: .
Den " Rooibos-Tee " kannte ich auch noch nicht , wird demnächst probiert . Scheint ja ein Allzwecktee zu sein , der auch noch gut schmeckt .

http://www.southafrica-infoweb.com/rooibos.shtm

Wie gesagt , abkochen , da es ja die Ausnahme für den Notfall sein sollte .

1/4 Vom Körpergewicht , naja dann wäre ja mein BMI wieder im grünen bereich . So ein Übergewicht ist aber auch sehr hartnäckige Sache . Zieht sich bei mir schon über Jahrzehnte hin . :lol: :lol: :lol:

Über die Medikamente muß die Beifahrerin wachen , ich kenne mich nicht damit aus . War selber schon sein fünf Jahren bei keinen Arzt ( außer Zahnarzt , der darf regelmäßig nachsehn ) mehr , nehme auch keinerlei Medikamente ein ( das letzte mal wahr glaube ich ein Asperin wegen einer Erkältung ca 2,5 Jahre her ) .
Es ist halt schwer für mich die ganzen Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen , wen man in der regel keine Krankheiten kennt ( außer ein Euro-Leiden , das aber Chronisch :( )
Gruß
Oli

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#30 Beitrag von DäddyHärry » 2007-11-05 16:08:28

@Osterlitz: nicht unbedingt. Es gibt auch Bakterien, die eingekapselt sind (wie Dosenfleisch) und die Sporen, die sollen ja auch abgetötet werden. Da brauchts halt mehr Energie...

Bewährt gegen Montezumas (bzw. Shiwas) Rache: Wasser aus der Flasche bis es rausläuft, wie es reingeht (Darm ist dann leergespült) und zwei Imodium hinterher. Beim Erstenmal tuts dann weh (der sog. Betonschiß) aber dann ists gut.

Selbsttest 93 und 94 auf Sri Lanka.
Härry[/quote]

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