Mercedes Servolenkung

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Phoenix
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Mercedes Servolenkung

#1 Beitrag von Phoenix » 2016-01-15 11:25:21

Hallo

Bei mir drückt Öl bei der Lenkwelle an der Servolenkung raus. Jetzt müsste die Ersatzteile bestellen.
Hat jemand Erfahrung, ob es reicht, den äusseren Radialdichtring (12) ersetzten? Oder muss der O-Ring (10) und Dichtring (11) ersetzt werden?

Wie gut kommt man an den O-Ring ran, ohne die Servolenkung komplett zu zerlegen?
Denke an den Radialdichtring kommt man von aussen schon ran.


Gruess und danke


Manu :)
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JRHeld
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Re: Mercedes Servolenkung

#2 Beitrag von JRHeld » 2016-01-15 15:11:38

Moin,

LS5?

An der gleichen stelle leckts bei mir auch...

Ich glaub an die inneren kommste nur ran wenn Du das gerät komplett zerlegst.
Hatte mal wegen überholen lassen irgendwo angefragt, da hieß es es gäbe auch nicht mehr alle teile.
Ob das auch für die Dichtungen gillt weiß ich nicht...

Gibst Du mir e-Mailadresse,
geb ich dir informative Lektüre ;)

Gruß
Jakob
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Mark86
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Re: Mercedes Servolenkung

#3 Beitrag von Mark86 » 2016-01-15 15:24:15

Ich denke mal das der Radialdichtring 12 reichen wird. Bei PKW Lenkgetrieben kommt man da nach abziehen des Lenkhebels und rausnehmen des Sprengrings dran, wobei es grundsätzlich leichter ist, da den Lagerdeckel komplett ab zu schrauben...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

Hano
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Re: Mercedes Servolenkung

#4 Beitrag von Hano » 2016-01-16 21:31:24

Ich denke mal das der Radialdichtring 12 reichen wird.

Nein reicht nicht, weil es eine erhöhte Leckölmenge gibt und die tritt an der schwächsten Stelle aus. Wenn nur der Wedi ersetzt wird dann hält der ein paar Tage wird aber sicher wieder Undicht.
Gruß Jürgen

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Phoenix
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Re: Mercedes Servolenkung

#5 Beitrag von Phoenix » 2016-01-17 14:10:43

Hallo

Danke für die Antworten.

Jürgen, ich befürchte, da wirst du recht haben.
Ich war gestern bei einem älteren LKW-Spezi. Er hat mir genau das gleiche erklärt. Beim Linkseinschlag steht der volle Öldruck an der Dichtung 10 und 11 an (Bild aus WHB). Wenn es da nicht mehr dicht ist, sprich die Leckölmenge zu gross, kann die Wedi dem Druck nicht mehr standhalten und es sifft raus.
Er meinte, wenn es einfach ein bisschen 'schwitzt' dann kann es schon was bringen, den Wedi zu ersetzen.

Hab dann gleich noch einen Abzieher für für den Lenkhebel gekriegt. Würde perfekt passen... wenn nicht der Bolzen krumm wäre... :(
Gibt es dazu ein neuer Gewinde-Einsatz?
Oder woher könnte ich einen Abzieher kriegen?
DB Swkz 363 589 01 33 00 oder 000 589 05 35 00

Noch eine Frage zur Mutter am Lenkhebel: Darf ich die mit dem Schlagschrauber entfernen?
Mit Verlängerung an der Ratsche ist da nix...

Weiss jemand eine Adresse, optimal in Süddeutschland, bei der ich die LS5 revidieren lassen könnte?

Gruess Manu :)
LS5_links.jpg
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Re: Mercedes Servolenkung

#6 Beitrag von sico » 2016-01-17 14:24:20

http://www.kukko.com/index.php?option=c ... oduct=4538

schau mal diesen auf diesen Kukko Abzieher.
Dafür gibt's auch Ersatzspindeln.
mfg
Sico

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Re: Mercedes Servolenkung

#7 Beitrag von Mark86 » 2016-01-17 17:00:54

Es steht zwar der volle Öldruck an 11+12 an, aber danach wird vor dem Radialwellendichtring die Leckölmenge druckfrei abgeführt.
Idr. sind die innenliegenden Dichtungen alle in Ordnung, meist geht der Radialwellendichtring durch Rost am Lenksegment oder durch Dreck kaputt, der liegt halt auch außen und idr. ist eine Abdichtung davon ausreichend...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Re: Mercedes Servolenkung

#8 Beitrag von Hano » 2016-01-17 20:01:29

"aber danach wird vor dem Radialwellendichtring die Leckölmenge druckfrei abgeführt."

Gut erkannt, allerdings ist die Leckölmenge nur dann " Druckfrei " wenn sie eine bestimmte Menge nicht überschreitet!
Und wenn die Leckölmenge sich erhöht weil der Druckbelastete Teil aufgrund von Verschleiß nicht mehr so 100% ist dann muß diese Mehrmenge immer noch durch den gleichen Kanal wie korrekte Menge und da dieser Kanal in der Regel nicht Variabel ist ensteht ein Stau vor den Kanal und wenn man eine Flüssigkeit in einem System staut dann................... :idee:

Herr Handwerksmeister.

Gruß Jürgen

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Re: Mercedes Servolenkung

#9 Beitrag von JRHeld » 2017-01-26 13:40:15

Moin,
und wie ist es ausgegangen? :blush: :idee:
Gruß
Jakob
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Re: Mercedes Servolenkung

#10 Beitrag von Phoenix » 2017-01-27 18:23:55

Ui... hab ganz vergessen da mal noch ne Antwort zu schreiben... :ninja:

Bei mir lag noch eine Servolenkung vom LA1113 rum... :cool:
Hab die schön sauber gemacht, den Simmenring 12 ersetzt, gestrichen, eingebaut, Lenkeinschlag eingestellt und bin nach Marokko gefahren zum testen... :spiel:

Nur der Lenkhebel hat ziemlich Überwindung benötigt, bis der ab war. Da würde ich nächstes mal einen Hydraulichen Abzieher besorgen.
Hab den Abzieher gespannt, Caramba drauf und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Morgen geheitzt und gewürgt... :ninja:
Plözlich ist das ganze los gekracht... :eek:

Die alte Servo liegt immer noch da für eine alfällige Revision. Ist aber ziemlich weit nach unten gerutscht auf der Prioritätenliste, als ich die Offerte für eine Revision erhalten hab.

Gruess Manu


... der jetzt wieder Zahnrad-Puzzle macht... :smoking:

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Re: Mercedes Servolenkung

#11 Beitrag von JRHeld » 2018-02-27 13:26:11

Moin,
erstmal nen Threade ausbuddeln :D

Da ich kürzlich von einem Forumsmitglied bzüglich undichter LS5 angeschrieben wurde,
hier noch mal gerade meine letzten "Erkenntnisse".

Nachdem ich diverse male geputzt habe, und danach gefahren bin und geschaut hab wos her kommt,
bin ich zu dem schluss gekommen, dass die Ölquelle eigendlich nur aus dem Stopfen (auf der Explosionszeichnung # 7) des Ventils kommen kann,
welcher auf der Fahrzeug Außenseite durch den Halter des Lenkgetriebes verdeckt ist.
Der Wellendichtring an der Lenkwelle ist zwar auch nicht ganz Dicht, die Leckage ist aber vergleichsweise winzig, im vergleich zu dem was da unterm Auto raus läuft.
Der Stopfen der das Ventil verschließt (auf der Explosionszeichnung # 7) ist lediglich mit zwei Sprengringen(auf der Explosionszeichnung # 8 & 9) im Gehäuse gesichert, und mit einem O-Ring (auf der Explosionszeichnung # 6) gedichtet.

Die Hauptaufgabe dabei ist das Lenkgetriebe vom halter ab zu bauen, um besagten Stopfen zugänglich zu machen...

Ich will mal versuchen das dies Jahr, sobald es wieder etwas wärmer ist, hin zu bekommen und hier wieder zu berichten.

Gruß
Jakob
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Mark86
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Re: Mercedes Servolenkung

#12 Beitrag von Mark86 » 2018-02-27 19:07:19

Oft ist das Problem bei den Radialwellendichtringen, dass die in Folge eingerosteter Wellen undicht werden, der Rost killt den Dichtring. Grade bei Matschefahrten hilft es, den Ring von außen ein zu fetten ;)

Der Knackpunkt bei einer Revision der Lenkung (preislich) ist der Zustand des Kugelumlaufes und des Lenksegmentes.
Das sind bei MB zumindest bei den PKWs (da mache ich rund 15 Lenkungen im Jahr) sehr teure Bauteile.
Da die Lenkgetriebe gebraucht wenig Geld kosten, macht es Sinn im Zweifelsfalle wenn die Teile beschädigt sind, n anderes Gebrauchtes Lenkgetriebe zu nehmen und damit weiter zu machen. Wenn dein Laster aber kein großes Lenkspiel in der Lenkung hat, dann ist die Chance groß dass die Teile noch in gutem Zustand sind.
Oft reicht dann ein ersetzen der Dichtungen und der Nadellager und eine gründliche Reinigung.

Was da Teilweise für Preise aufgerufen werden, verstehe ich auch nicht. Von Billigangeboten auf z.B. GermanSpoob rate ich aber ab, damit haben Kunden schon sehr sehr teure und Leidvolle Erfahrungen gemacht. Ansonsten ist das bei mir ein sehr einträgliches Geschäft, wobei das nicht "unbezahlbar" ist. Rund 4-5h muss man für die Überholung rechnen, plus Teile und Material. Dichtsatz und paar Nadellager kosten bei MB meistens nicht viel. Die meisten Lenkgetriebe die ich aufn Tisch bekomme, sind vom 107er und 126er, aber auch Ponton, Pagoden, 190SLs und 300SL, etc. habe ich schon gemacht. Hab auch mal irgendwann (da waren die Kisten noch fast neu) ne Zahnstangenlenkung vom 993 Porsche gemacht, und Vorkriegslenkungen habe ich auch schon mehrere Zahnstangenlenkungen gemacht.

Wichtig ist bei den Kugelumlauflenkungen, dass man die genau nach Herstellervorgabe einstellt, und nicht ohne Sinn und Verstand an den Nachstellschrauben rumdreht, damit macht man sie meistens nur kaputt... Grade der häufig auftretende Verschleiß in der Nadellagerung des Lenksegmentes ist nicht nachstellbar, da bringt es auch nichts wenn man das Lenksegment nachstellt wie doof, das ist danach nur kaputt...
Zuerst muss man prüfen, woher das Spiel kommt, und dann gezielt einstellen, wenn einstellbar. Und beim Zusammenbau braucht man ein Newtontorsiometer und muss den Kugelumlauf und das Lenksegment auf die exakten vorgeschriebenen Reibwerte einstellen...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

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Till
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Re: Mercedes Servolenkung

#13 Beitrag von Till » 2018-02-27 22:45:33

Hallo zusammen,

nachdem ich durch den Lenkgetriebetausche bei meinem LKW auf das Thema sensibilisiert worden bin, hier drei Anmerkungen (bei Mark kann man das auch schon zwischen den Zeilen lesen):

(1) Das Lenkgetriebe ist eines der wichtigsten Aggregate des LKWs. Änderungen können gravierende Auswirkungen auf die Sicherheit eures Fahrzeugs haben;

(2) Dementsprechend sollten nur Leute die wirklich wissen was sie tun sich an solche Arbeiten heranwagen;

(3) Als Abzieher für den Lenkhebel empfehle ich die passende Größe als Hazet; Ich hatte mir extra nen Kuko gekauft und der wurde direkt gesprengt;

Abschliessend kann ich noch sagen dass es ein tolles Gefühl ist, mit einer dichten Servo rumzufahren :positiv:

beste Grüße,

Till

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Re: Mercedes Servolenkung

#14 Beitrag von Mark86 » 2018-02-28 9:36:42

Kuko musste gebraucht kaufen, die neuen sind blos noch Importschrott...
Der Klügere gibt so lange nach bis er der Dümmere ist.

calothyrus
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Re: Mercedes Servolenkung

#15 Beitrag von calothyrus » 2018-05-05 18:04:18

Vielleicht noch ergänzend zur Ersatzteillage ein paar Zeilen, hier bezogen auf meine LS5B.

1. Der O-Ring (# 6, A 005 997 94 45) ist bei Mercedes nicht mehr lieferbar, auch nicht bei Classic-Truck. Was spricht dagegen einen von den Dimensionen (28 x 3 mm) passenden O-Ring wie z. B. diesen hier zu verwenden?

https://www.o-ringe-shop.net/FPM-O-Ring ... PM-75.html
https://www.o-ringe-shop.net/NBR-O-Ring ... BR-70.html

Weiß jemand welches Material besser geeignet ist, NBR oder FPM?

2. Der O-Ring (#10, A 006 997 74 45) ist bei Mercedes nicht mehr lieferbar, bei Classic-Truck habe ich noch nicht angefragt. Auch hier könnte ein anderer aber von den Dimensionen (55 x 3 mm) passender O-Ring gewählt werden.

https://www.diehr-rabenstein.de/shop/de ... br-70.html

3. Der Dichtring (#11, A 360 466 02 60) ist bei Mercedes nicht mehr lieferbar, auch nicht bei Classic-Truck. Hier habe ich noch keine Alternative gefunden. Dimension ist 55,5, x 3,5 mm.

4. Der WeDi (#12, A 011 997 79 46) der das Nadellager abdichtet (das ist übrigens nicht mehr lieferbar) ist bei Mercedes vorhanden und schlägt mit 10,85 EUR zu Buche.

Grüße!

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Pirx
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Re: Mercedes Servolenkung

#16 Beitrag von Pirx » 2018-05-07 13:15:45

calothyrus hat geschrieben:
2018-05-05 18:04:18
Vielleicht noch ergänzend zur Ersatzteillage ein paar Zeilen, hier bezogen auf meine LS5B.

1. Der O-Ring (# 6, A 005 997 94 45) ist bei Mercedes nicht mehr lieferbar, auch nicht bei Classic-Truck. Was spricht dagegen einen von den Dimensionen (28 x 3 mm) passenden O-Ring wie z. B. diesen hier zu verwenden?

https://www.o-ringe-shop.net/FPM-O-Ring ... PM-75.html
https://www.o-ringe-shop.net/NBR-O-Ring ... BR-70.html

Weiß jemand welches Material besser geeignet ist, NBR oder FPM?
Der Original-Ring von MB hat als Werkstoff NBR, Härte 75 Shore A (das ist wohl recht ungewöhnlich) und „Oberfläche durch Molykote Z gleitintensiviert“.
calothyrus hat geschrieben:
2018-05-05 18:04:18
2. Der O-Ring (#10, A 006 997 74 45) ist bei Mercedes nicht mehr lieferbar, bei Classic-Truck habe ich noch nicht angefragt. Auch hier könnte ein anderer aber von den Dimensionen (55 x 3 mm) passender O-Ring gewählt werden.

https://www.diehr-rabenstein.de/shop/de ... br-70.html
Der Original-Ring von MB hat als Werkstoff Perbunan (alter Handelsname für NBR), "Oberfläche durch Molykote Z gleitintensiviert“.
calothyrus hat geschrieben:
2018-05-05 18:04:18
3. Der Dichtring (#11, A 360 466 02 60) ist bei Mercedes nicht mehr lieferbar, auch nicht bei Classic-Truck. Hier habe ich noch keine Alternative gefunden. Dimension ist 55,5, x 3,5 mm.
Der Original-Ring von MB hat die Abmessungen 55,5 x 50,5 x 3,4 und als Werkstoff PTFE mit 15% Glasfaseranteil. Könnte man sich aus PTFE (Teflon) selbst drehen (lassen).

Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.

calothyrus
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Re: Mercedes Servolenkung

#17 Beitrag von calothyrus » 2018-07-18 4:13:16

JRHeld hat geschrieben:
2018-02-27 13:26:11
Moin,
erstmal nen Threade ausbuddeln :D

Da ich kürzlich von einem Forumsmitglied bzüglich undichter LS5 angeschrieben wurde,
hier noch mal gerade meine letzten "Erkenntnisse".

Nachdem ich diverse male geputzt habe, und danach gefahren bin und geschaut hab wos her kommt,
bin ich zu dem schluss gekommen, dass die Ölquelle eigendlich nur aus dem Stopfen (auf der Explosionszeichnung # 7) des Ventils kommen kann,
welcher auf der Fahrzeug Außenseite durch den Halter des Lenkgetriebes verdeckt ist.
Der Wellendichtring an der Lenkwelle ist zwar auch nicht ganz Dicht, die Leckage ist aber vergleichsweise winzig, im vergleich zu dem was da unterm Auto raus läuft.
Der Stopfen der das Ventil verschließt (auf der Explosionszeichnung # 7) ist lediglich mit zwei Sprengringen(auf der Explosionszeichnung # 8 & 9) im Gehäuse gesichert, und mit einem O-Ring (auf der Explosionszeichnung # 6) gedichtet.

Die Hauptaufgabe dabei ist das Lenkgetriebe vom halter ab zu bauen, um besagten Stopfen zugänglich zu machen...

Ich will mal versuchen das dies Jahr, sobald es wieder etwas wärmer ist, hin zu bekommen und hier wieder zu berichten.

Gruß
Jakob
So, besagtes Forumsmitglied bin ich... :)
Mittlerweile habe ich einige Ersatzteile aus Deutschland eralten und konnte die letzten Tage in einer Unimog-Werkstatt in Mexico-City die notwendigen Reparaturen an der Servolenkung machen lassen. Hauptsächlich hat es aus dem Vorratsbehälter für das Hydrauliköl geleckt. Also wurde hier zunächst der O-Ring für den Anschluss der Saugleitung unter dem Behälter gewechselt. Das hat leider nicht gereicht. Also kam zusätzlich eine Kupfer-Flachdichtung unter den IM Behälter befindlichen Stutzen zur Befestigung der Saugleitung. Das hat offensichtlich geholfen, nu scheint es dicht zu sein.
Vorratsbehälter_O-Ring_LS5B.JPG
Vorratsbehälter_Saugleitung_LS5B.JPG
Zusätzlich wurde das Lenkgetriebe ausgebaut und der O-Ring für den Stopfen erneuert (auf der Explosionszeichnung # 7). Der Stopfen heißt laut Werkstatthandbuch (Danke Jakob!) eigentlich "Verschlussdeckel für Steuerschieber und Rückschlagventil"). Der O-Ring sitzt in einer Nut und muss rausgefriemelt werden, der Verschlussdeckel muss ggfs. von leichtem Rostansatz befreit werden.
Werkzeug_LS5B.JPG
Lenkgetriebe_LS5B.JPG
O-Ring_Stopfen_LS5B.JPG
Stopfen_LS5B.JPG
Zusätzlich zu dieser Reparatur an der Servolenkung wurden die Dichtringe an der Vorderachse gewechselt. Hier beschrieben: viewtopic.php?f=33&t=16645
Tja, trotz offensichtlich professioneller Arbeit ist bei der heutigen Probefahrt nun ein Problem aufgetaucht: die Servolenkung ist einseitig schwergängig. Ich kann wunderbar mit einem Finger nach links lenken, nach rechts benötige ich jedoch beide Hände und volle Kraft... Ich eröffne hierzu mal einen neuen Thread --> viewtopic.php?f=33&t=81914

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