Kardangelnek nicht geschmiert/Folgen/Fotos

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rocknroll
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Kardangelnek nicht geschmiert/Folgen/Fotos

#1 Beitrag von rocknroll » 2009-02-21 19:39:22

So ich hab nun die Fotos vom Scania Kardangelenk hier.
Das kommt davon wenn man ein Kardankreuz nicht schmiert.

Die ganzen Kugellager sind nicht mehr da. bzw die Lagerschalen sind teilweise zerbröselt, ebenso wie Teile des Kardankreuzes am Lager.

Bitte um Verzeihung der schlechten Fotoquali.
Ach der Grund ist: Lager wurde wohl nicht geschmiert von der Werkstatt, FZG war im Gelände und und auch im Wasser. Das FZg fuhr ein paar tausend km mit ohne Fett.
Folge-schaut unten


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Hier Fehlt das Lager komplett!
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#2 Beitrag von lura » 2009-02-21 20:17:56

Das sieht ja fast so aus als wäre da jahrelang kein Fett rangekommen. Werkstattpflege ist eben nicht alles.

Bernd
Gruß
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OliverM
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#3 Beitrag von OliverM » 2009-02-21 20:27:29

Nun ja , auch Fett folgt den Gesetzen der Hydraulik , da kann man der Werkstatt nicht unbedingt einen Vorwurf machen .Die drei anderen Lager scheinen ja einigermassen gut geschmiert zu sein.

Grüße
Oliver
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#4 Beitrag von rocknroll » 2009-02-21 20:33:51

Die zwei am Differential sind total schrott, die oben am VTG waren gut geschmiert. Also 2 Top 2 hop.
Das letzte Bild zeigt die guten, der Rest...den Rest

haut auch nix mit Hydraulik zu tun :dry: sondern nur mit " nicht geschmiert" :(

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#5 Beitrag von danimilkasahne » 2009-02-21 20:37:02

Hydraulik - meint eher - wenn von vier Kanälen nur zwei gängig sind kommts nur dort raus....

Welcher KM-Stand liegt denn an?

Ahoi D.

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#6 Beitrag von OliverM » 2009-02-21 20:55:19

danimilkasahne hat geschrieben:Hydraulik - meint eher - wenn von vier Kanälen nur zwei gängig sind kommts nur dort raus....

Welcher KM-Stand liegt denn an?

Ahoi D.
genau so verhält es sich .

Grüße
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#7 Beitrag von uta+micha » 2009-02-21 21:03:06

Bei meinem ersten Ural-Gespann kam die Kardanwelle so ab Werk :mad:
Gruß
Micha
PS :das zeigt, daß ich nicht lernfähig bin, ich hab immer noch so ein Ding :blush:
Leben sollte nicht eine Reise zum Grab mit der Absicht sein, sicher in einem attraktiven und gut bewahrten Körper zu sterben, sondern eher heineinzugleiten mit Schokolade in der einen und einem Glas Wein in der anderen Hand, den Körper gründlich verbraucht, völlig abgenutzt und 'WOOO HOOOOO was eine Fahrt" zu schreien!

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#8 Beitrag von rocknroll » 2009-02-21 21:05:14

km....14.500 ca. bis 3.500 km war er bei den schweden

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#9 Beitrag von rocknroll » 2009-02-21 21:07:13

OliverM hat geschrieben:
danimilkasahne hat geschrieben:Hydraulik - meint eher - wenn von vier Kanälen nur zwei gängig sind kommts nur dort raus....

Welcher KM-Stand liegt denn an?

Ahoi D.
genau so verhält es sich .

Grüße
Oliver
Ne, nix Kanäle, direkt am Kreuz. gut nun gibts neue

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danimilkasahne
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#10 Beitrag von danimilkasahne » 2009-02-21 21:13:12

nix Kanäle im Kreuz?

Wie denn sonst- kann mann das alte Kreuz mal testweise abschmieren?

Ahoi D.

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#11 Beitrag von OliverM » 2009-02-21 21:15:42

rocknroll hat geschrieben:
OliverM hat geschrieben:
danimilkasahne hat geschrieben:Hydraulik - meint eher - wenn von vier Kanälen nur zwei gängig sind kommts nur dort raus....

Welcher KM-Stand liegt denn an?

Ahoi D.
genau so verhält es sich .

Grüße
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Ne, nix Kanäle, direkt am Kreuz. gut nun gibts neue
Gut , nun erkläre ich das System mal ganz langsam .
-du hast einen Schmiernippel/Kreuzgarnitur richtig ?
- dieser Schmiernippel sitzt i.d.R. Diagonal zum Kreuz oder direkt in der Mitte
- von diesem Schmiernippel gehen 4 Schmierkanäle durch das Kreuz zu den Nadellagern (auf deinem dritten Bild von oben kann man rechts Ansatzweise den Schmierkanal sehen)
- sind von diesen Schmierkanälen z.b. zwei verstopft , dann drückt sich das ganze Fett durch die verbleibenden zwei freien Kanäle und zwei Lagerstellen bekommen kein Fett ab.

Solche Schäden sind nichts Seltenes . Bei Fahrzeugen , die sehr viel im Gelände und Verschmutzten Gebieten fahren werden manchmal für jedes Lager ein Schmiernippel verbaut . Diese sitzen dann jeweils in den "Nadellagernäpfen"(z.B. beim Magirus die Doppelgelenke in der VA )

Grüße
Oliver
Zuletzt geändert von OliverM am 2009-02-21 21:24:59, insgesamt 2-mal geändert.
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#12 Beitrag von rocknroll » 2009-02-21 22:21:20

OliverM hat geschrieben:
rocknroll hat geschrieben:
OliverM hat geschrieben:
danimilkasahne hat geschrieben:Hydraulik - meint eher - wenn von vier Kanälen nur zwei gängig sind kommts nur dort raus....

Welcher KM-Stand liegt denn an?

Ahoi D.
genau so verhält es sich .

Grüße
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Ne, nix Kanäle, direkt am Kreuz. gut nun gibts neue
Gut , nun erkläre ich das System mal ganz langsam .
-du hast einen Schmiernippel/Kreuzgarnitur richtig ?
- dieser Schmiernippel sitzt i.d.R. Diagonal zum Kreuz oder direkt in der Mitte
- von diesem Schmiernippel gehen 4 Schmierkanäle durch das Kreuz zu den Nadellagern (auf deinem dritten Bild von oben kann man rechts Ansatzweise den Schmierkanal sehen)
- sind von diesen Schmierkanälen z.b. zwei verstopft , dann drückt sich das ganze Fett durch die verbleibenden zwei freien Kanäle und zwei Lagerstellen bekommen kein Fett ab.

Solche Schäden sind nichts Seltenes . Bei Fahrzeugen , die sehr viel im Gelände und Verschmutzten Gebieten fahren werden manchmal für jedes Lager ein Schmiernippel verbaut . Diese sitzen dann jeweils in den "Nadellagernäpfen"(z.B. beim Magirus die Doppelgelenke in der VA )

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Hab das anders verstanden, Also...Ha jo, soweit stimmt das schon. Und nein, ich werde das nicht merh kontorllieren, die Kreuze schmeiß cih höchstens noch weg. :D

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#13 Beitrag von ud68 » 2009-02-22 0:28:48

- sind von diesen Schmierkanälen z.b. zwei verstopft , dann drückt sich das ganze Fett durch die verbleibenden zwei freien Kanäle und zwei Lagerstellen bekommen kein Fett ab.
..und wenn's so ist, was willst'e dann machen?
Lohnt das Zerlegen, um den Kanal zu reinigen?
Oder fahren, bis neu muss?

Udo

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#14 Beitrag von rocknroll » 2009-02-22 1:02:53

Also bei mir nicht, die kreuze sind schrott, und auch die Welle hat was abbekommen. Daher hab ich für mich entschieden neue gebrauchte zu beschaffen ( Wellen mit Kreuze)
die Kreuze alleine sind nicht so einfach zu bekommen, über Scania schon, aber halt auch genau so teuer wie bei den anderen LKW-Firmen

crutchy the clown

#15 Beitrag von crutchy the clown » 2009-02-22 3:24:33

und auch die Welle hat was abbekommen.
??? - Es gibt Gelenkwellenreparaturbetriebe, die trennen die Gelenke ab und fügen neue an. Dann wird die gesamte Welle neu ausgewuchtet und lackiert - sieht dann wie neu aus.

Flammkuchenklaus
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#16 Beitrag von Flammkuchenklaus » 2009-02-22 11:22:18

zum Beispiel hier:
http://www.welte-group.com/neu-ulm/
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OliverM
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#17 Beitrag von OliverM » 2009-02-22 11:45:21

ud68 hat geschrieben:
- sind von diesen Schmierkanälen z.b. zwei verstopft , dann drückt sich das ganze Fett durch die verbleibenden zwei freien Kanäle und zwei Lagerstellen bekommen kein Fett ab.
..und wenn's so ist, was willst'e dann machen?
Lohnt das Zerlegen, um den Kanal zu reinigen?
Oder fahren, bis neu muss?

Udo
Das kommt darauf an , was neue Kreuzgarnituren kosten ,ob sie noch verfügbar sind und vor allem , wie ist der Einsatzweck der Maschine . In den seltensten Fällen können die Kreuze gerettet werden . Die Gelenkgabeln aber schon wenn das Kreuz zeitig getauscht wird .

Grüße
Oliver
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#18 Beitrag von ifaw50 » 2009-02-22 13:41:48

Kreuze schrott, Gabeln ok, die Gleitrohre schrott die haben zu viel spiel bekommen. Neue Kreuze sind über Zuberhör(GKN) nicht zu bekommen, daher müßte ne ganz neue Welle gemacht werden, diese kommt teuere als eine neue Welle (gebraucht) zu kaufen, und dann hab ich noch 2 Kreuze übrig die was taugen aus der alten Welle.

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Landei
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#19 Beitrag von Landei » 2009-02-24 23:39:30

neulich in einem anderen Thread
für 9000€ bekommst nen ultragoilen Scania TGB 30!

:lol: (Sorry, wer den Schaden hat...)

Jochen

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#20 Beitrag von rocknroll » 2009-02-24 23:56:51

Landei hat geschrieben:neulich in einem anderen Thread
für 9000€ bekommst nen ultragoilen Scania TGB 30!

:lol: (Sorry, wer den Schaden hat...)

Jochen
Jaja.., ich weiß, wer das geschrieben hat (du Wutz :D )

Aber mal ehrlich, 2 fast neue Wellen mit Kreuze, mit Steuern und Transport für 800 Takken ist in meinen Augen OK, möchte nicht wissen was neue Wellen für nen Rundhauber beim so tollen und günstigen Onkel Benz kosten.. oder weiß das einer?

Egal, Die Welle ist mit 8 Schrauben reingeschraubt und dann geht wieder los, passt also, da mußt selbst beim Deutz mehr Schrauben lösen.
Aber zu fahren ist der Scania so was von Goil, zumindest wenn der Wellen hat
:D
Einzigste Problem ist halt, das er eingentlich mit Koffer nicht unter 7,5 t zu bekommen ist, sonst wäre er die eierlegende Wollmilchsau.
Zuletzt geändert von rocknroll am 2009-02-24 23:59:44, insgesamt 1-mal geändert.

Filly

#21 Beitrag von Filly » 2009-02-25 0:09:37

Flammkuchenklaus hat geschrieben:zum Beispiel hier:
http://www.welte-group.com/neu-ulm/
Ziemlich fitte Burschen dort mit Herz für Oldies
Kann ich nur bestätigen... die haben vor kurzem die Zwischenwelle meiner Lenkung repariert. MAN verkauft die Welle nur komplett für 900 Euro, weil Lenkung, Sicherheitsbauteil und so. Bei Welte wurde innerhalb einer Stunde ein neues Kreuzgelenk reingemacht und gut ist.
Landei hat geschrieben:neulich in einem anderen Thread
für 9000€ bekommst nen ultragoilen Scania TGB 30!
:lol: (Sorry, wer den Schaden hat...)
Schmier du mal dein Auto ein paar 1000 km nicht ab, dann können wir auch über die lumpigen Rundhauber lästern, wo die Wellen verrecken :angel: :D
Ich hab den Scania schon selbst gesehen. Im Vergleich zu meinem KAT ... naja... MAN merkt einfach daß am KAT einige Jahre mehr entwickelt wurde und er Made in Germany ist.
Aber an kaputten Gelenkwellen aufgrund von Mangelschmierung ist Scania nicht schuld, auch wenn mich der TGB 30 sonst nicht wirklich überzeugt hat.

Christoph

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felix
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#22 Beitrag von felix » 2009-02-25 20:45:35

Hallo,

am Rande: Hier wurde merhfach vermutet, dass die Konstruktion der Schmierkanäle Ursache für den Fehler ist. Das nicht so, eine Mangelschmierung ist lediglich ein Folgefehler von defekten Wellendichtringen. Die massive Korrosion ist auch keine Folge von Mangelschmeirung im eigentlichen Sinne! Da war das Nadellager ungeschüzt über lange Zeit Wasser ausgesetzt.

Ein laufendes Lager schafft sich immer "Lufträume". Und wenn es das Fett auch noch so stark zur Seite pressen muss. Es befinden sich am äußeren Ende der Nadellager Simmerringe, welche dem Fett einen erheblichen Widerstand bieten. So lange die Simemrringe halbwegs i.O. sind werden immer alle Leerräume im Kreuzgelenk gefüllt bevor auch nur ein ml Fett austritt. Damit ist das Gelenk mehr als ausreichend auf allen Lagern geschmiert, auch wenn es nur einen Schmieranschluss für 4 Lager gibt.
Das Doppelgelenkwellen Pro Lagertopf eine Gewidnebohrung haben liegt daran, dass man diese Bohrung für die Demontage eines Lagers benötigt. Außerdem lässt ein Doppelkreuzgelenk stellenweise keine Längsbohrungen zur Verbindung von Schmierstellen zu.

- Es kann gut sein, dass an dem Scania die Wellendichtringe innerhalb weniger Km hingerichtet wurden. (Der Schaden ist definitiv mangelnde Abdichtung)

Nr1 der Fehlermöglichkeiten: Wartungswut meets mangelnde Ausbildung: Jemand meint, dass unbedingt Fett austreten soll. (Bei verharztem Fett an den Dichtringen kann ein Lager durchaus mal "zu" sein) In dem Fall ist es völlig ausreichend die Leerräuem im Lager mit Fett zu füllen. Wendet man jedoch Gewalt am Hebel der Fettpresse an, so können die Wellendichtringe komplett umklappen. Ab dann ist das Nadellager offen und stirbt in kürzester Zeit. Mit Gewalt Wellen abschmieren ist schlimmer, als 500.000km nicht zu schmieren!!!

Nr2: Korrosion Oberfläche: Die Oberfläche auf der der Simmerring läuft ist verrostet und der Ring wird weggehobelt. So etwas kann durch "Druckwasserangriff" geschehen: Voll mit dem Hochdruckreiniegr draufgehalten und danach nicht abgeschmiert: Wasser wird hinter den Simmerring gedrückt und bleibt dort für immer. Lauffläche rostet, Simmerring stirbt. (Ok, viel Salz oder 30Jahre schutzlos im Regen schaffen das auch, sind aber eher selten) Das durch Hochdruckreiniger eingepresstes Wasser direkt Schäden wie auf dem Bild verusachen kann, scheint mir abwegig. So leicht lässt sichd as Fett im Lager nicht verdrängen. Der Schaden benötigt meiner Meinung einen defekten Simemrring oder schwere Mangelschmierung als Verbündeten.


Schlammdurchfahrten halte ich als Fehler für sehr unwahrscheinlich, so lange das FZ in absehbarer Zeit danach gereinigt wird. Die Simemrringe haben Staubschutzlippen die einem Schlammbad sehr alneg widerstehen, solange das Dreckwasser keinen zu hohen Überdruck hat. Schlamm richtet nur danns chäden an, wenn er als Schicht am Bauteil verbleibt und mit Feuchtigkeit ein "Biotop" bildet. Die rein abrasive Wirkung ist nichts, was die Dichtringe nicht für gewisse Zeit im Griff hätten. Außerdem sind die Antriebswellen sehr ungefährdet. Schlamm würde im bereich der Räder, unetre Achsschenkelbolzen u.s.w. mindestens genauso schwere Schäden verursachen.

MlG,
Felix
Zuletzt geändert von felix am 2009-02-25 20:47:17, insgesamt 1-mal geändert.

rocknroll
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#23 Beitrag von rocknroll » 2009-02-25 21:09:02

@ Felix
Danke für die Ausführung(en), hab mal wieder was von dir gelernt.*freu*
Ich vermute, so wie manch andere auch, Mangelschmierung.
Das FZG wurde ja in artgerechter Haltunge bewegt aber auch dannach gereinigt.
Das FZG hat der Vorbesitzer ja immer in einer Firma abschmieren lassen. Ich vermute, da beide Kreuze an den Dif. ganz kaputt sind das es einfach vergessen wurde. Es gibt keine Fettrücksände,gar nix! nur trocken,. Im gegensatz zu denen am VTG, die sind so wie sie sein sollten. Das FZG wurde von mir in 2 Tagen von RD nach Brauchschweig und dann ein Tag später nach Darmstadt bewegt und das wars.(450km) Alles auf Autobahn mitschwimmend dem LKW Verkehr, er hatte keine Ladung. Bei einer kleinen Probefahrt beim Lemmy am Woend dann ist uns schon das Geräusch aufgefallen.( ca 5km) dann nach ca 2h wollte ich wieder anfahren und dann hat es laut "kratsch" gemacht und es hat dann beim fahren" bimmelkrachbimmelkrach" getan. Da hat es beim 1. Anfahren die Lagerschale vorn zerissen und .....na ja ihr seht das Ergebnis.
Ach so Spiel ist übrigens wenn man die Welle in der Gabel rottieren lässt 2,5cm.
Meiner Meinung nach hat keine Schmierung an den Stellen stattgefunden und oder 2. Hochdruckreiniger und zudem nicht geschmiert. Wenn es geschmiert worden wäre, dann hätte irgendwo noch ein fetzele Fett sein müssen , aber da war alles pfurtz trocken, es gab auch keine Fettreste in Rottations-Schweerkraft-Schleuder-Richtung.
Ich hoffe das aus dem Vorfall vielleicht der ein oder andere seine Kardans nochmal angucken werden und ggf. 1. schmieren und 2. wie Felix schon beschrieben hat-das in der richtig weise tun.

gruß Rock

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#24 Beitrag von rocknroll » 2009-02-25 21:24:59

Ach so, warum ich auf " nicht schmieren" komme obwohl felix das ja als Ursache dementiert hat kommt, daher, das der Verkäufer das FZg nochmal abschmieren hatte lasse, das es also komplett "inspektioernt" abgegeben werden konnte für die große Überführungsfahrt. Selbst der Kardan für die Seilwinde war neu und gut geschmiert!
Da die oberen Gelenke gut sind kommt wohl nur als Ursache eine(vermutlich) Kombination aus Hochdruck und nicht abschmieren in Frage.

@ Felix, wie merkt man das man genug Fett drin hat?

OliverM
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#25 Beitrag von OliverM » 2009-02-25 21:35:02

felix hat geschrieben:Hallo,

am Rande: Hier wurde merhfach vermutet, dass die Konstruktion der Schmierkanäle Ursache für den Fehler ist. Das nicht so, eine Mangelschmierung ist lediglich ein Folgefehler von defekten Wellendichtringen. Die massive Korrosion ist auch keine Folge von Mangelschmeirung im eigentlichen Sinne! Da war das Nadellager ungeschüzt über lange Zeit Wasser ausgesetzt.

Ein laufendes Lager schafft sich immer "Lufträume". Und wenn es das Fett auch noch so stark zur Seite pressen muss. Es befinden sich am äußeren Ende der Nadellager Simmerringe, welche dem Fett einen erheblichen Widerstand bieten. So lange die Simemrringe halbwegs i.O. sind werden immer alle Leerräume im Kreuzgelenk gefüllt bevor auch nur ein ml Fett austritt. Damit ist das Gelenk mehr als ausreichend auf allen Lagern geschmiert, auch wenn es nur einen Schmieranschluss für 4 Lager gibt.
Das Doppelgelenkwellen Pro Lagertopf eine Gewidnebohrung haben liegt daran, dass man diese Bohrung für die Demontage eines Lagers benötigt. Außerdem lässt ein Doppelkreuzgelenk stellenweise keine Längsbohrungen zur Verbindung von Schmierstellen zu.

- Es kann gut sein, dass an dem Scania die Wellendichtringe innerhalb weniger Km hingerichtet wurden. (Der Schaden ist definitiv mangelnde Abdichtung)

Nr1 der Fehlermöglichkeiten: Wartungswut meets mangelnde Ausbildung: Jemand meint, dass unbedingt Fett austreten soll. (Bei verharztem Fett an den Dichtringen kann ein Lager durchaus mal "zu" sein) In dem Fall ist es völlig ausreichend die Leerräuem im Lager mit Fett zu füllen. Wendet man jedoch Gewalt am Hebel der Fettpresse an, so können die Wellendichtringe komplett umklappen. Ab dann ist das Nadellager offen und stirbt in kürzester Zeit. Mit Gewalt Wellen abschmieren ist schlimmer, als 500.000km nicht zu schmieren!!!

Nr2: Korrosion Oberfläche: Die Oberfläche auf der der Simmerring läuft ist verrostet und der Ring wird weggehobelt. So etwas kann durch "Druckwasserangriff" geschehen: Voll mit dem Hochdruckreiniegr draufgehalten und danach nicht abgeschmiert: Wasser wird hinter den Simmerring gedrückt und bleibt dort für immer. Lauffläche rostet, Simmerring stirbt. (Ok, viel Salz oder 30Jahre schutzlos im Regen schaffen das auch, sind aber eher selten) Das durch Hochdruckreiniger eingepresstes Wasser direkt Schäden wie auf dem Bild verusachen kann, scheint mir abwegig. So leicht lässt sichd as Fett im Lager nicht verdrängen. Der Schaden benötigt meiner Meinung einen defekten Simemrring oder schwere Mangelschmierung als Verbündeten.


Schlammdurchfahrten halte ich als Fehler für sehr unwahrscheinlich, so lange das FZ in absehbarer Zeit danach gereinigt wird. Die Simemrringe haben Staubschutzlippen die einem Schlammbad sehr alneg widerstehen, solange das Dreckwasser keinen zu hohen Überdruck hat. Schlamm richtet nur danns chäden an, wenn er als Schicht am Bauteil verbleibt und mit Feuchtigkeit ein "Biotop" bildet. Die rein abrasive Wirkung ist nichts, was die Dichtringe nicht für gewisse Zeit im Griff hätten. Außerdem sind die Antriebswellen sehr ungefährdet. Schlamm würde im bereich der Räder, unetre Achsschenkelbolzen u.s.w. mindestens genauso schwere Schäden verursachen.

MlG,
Felix
Hi Felix , dem kann ich mich nur zum Teil anschließen , meine Erfahrungen zu diesem Thema habe ich oben schon beschrieben , und ich habe schon einige tausend Gelenkwellen gereppt und es war eigendlich immer das gleiche Schadensbild . Es ist natürlich müssig zu untersuchen was zuerst Aufgetreten ist und den Schaden verursacht hat (Huhn=mangelnde Schmierung oder Ei= eindringenden Schmutz ).
Der Rost besagt nur , daß zu diesem Lager eine ganze Weile lang kein Fett vorgedrungen ist . Auf dem Foto ist zu erkennen , daß die anderen Lager sehr wohl noch mit Fett versorgt wurden .

Wo ich dir absolut Recht gebe , ist das zuviel (häufigkeit und Fettmenge) Schmieren tödlich für jede Gelenkwelle ist weil durch das überfüllen mit Fett i.d.R. die Abdichtungen in Lagern erledigt werden .

Grüße
Oliver
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Wolf
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#26 Beitrag von Wolf » 2009-03-05 23:53:33

Ich muß da Felix recht geben und widersprechen, Kreutzgelenke sterben meist wegen mangelnder Pflege, bei dem IFA der mit uns fuhr, waren nach ca. 10 kkm eins der Gelenke der primären Kardanwelle (Motor - Getriebe) hin, der Schmiernippel fehlte. Da das Fahrzeug vorher noch überarbeitet wurde und nur ein paar hundert km auf der Uhr hatte, lagen zwischen gut und versagen die genannten 10 kkm.
Ach ja, falls einem IFA mal da die Gelenke sterben, es passen welche von DAF.

Grüssle wolf
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#27 Beitrag von U1300l » 2009-03-06 14:50:31

Mit dem überfetten kommt es auf das Kardangelenk an! Bei vielen Fahrzeugen machst ein überfetten der Gelenke überhaupt nichts aus weill die Dichtungen so konstruiert sind das sie nicht umklappen können! Also überfetten egal !
Viele Gelenke vertragen kein Schlamm- Wasser ! Bei meinem Fahrzeug ist das Fett in den Gelenken nach einem Off Road Ausflug eine braune Brühe ! Genauso sind die Achsgelenke und Traggelenke voll mit der Brühe! Beim Unimog U404 zb verstopfen meistens die Kanäle der Gelenke in der Vorderachse, dann sind 2 zapfen wie neu und 2 am Ende.

berntd
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#28 Beitrag von berntd » 2009-03-07 1:13:49

Hallo

Von dem was ich bis heute erneurt habe, kamen neue Kreuze, Nippel, Duchtungen und Ringe immer mit den Lagern in einem Reperatursatz.


Ist das bei euch anders?

Gruss
Bernt

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lura
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#29 Beitrag von lura » 2009-03-07 7:56:32

Wolf hat geschrieben:Ich muß da Felix recht geben und widersprechen, Kreutzgelenke sterben meist wegen mangelnder Pflege, bei dem IFA der mit uns fuhr, waren nach ca. 10 kkm eins der Gelenke der primären Kardanwelle (Motor - Getriebe) hin, der Schmiernippel fehlte. Da das Fahrzeug vorher noch überarbeitet wurde und nur ein paar hundert km auf der Uhr hatte, lagen zwischen gut und versagen die genannten 10 kkm.
Ach ja, falls einem IFA mal da die Gelenke sterben, es passen welche von DAF.

Grüssle wolf
Beim IFa soll mal die Kreuzgelenke so lange vollpumpen, bis fett austritt. Als Beweis, das genug drin ist. Davon geht da nichts kaputt.

Bernd
Gruß
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