Moin,
danke für die Blumen!
Nachdem der Kofferaufbau dann mit dem oberen Hilfsrahmen verschraubt war, ging es an die Tanks. Ich mag irgendwie den Stil der russischen LKWs. Also ist links und rechts passend zum Kofferaufbau je ein formschöner Tank eines ZIL-131 dran gekommen. Beide Tanks sind so modifiziert, dass die Einfüllstutzen genau zu den Aussparungen vom Kofferaufbau passen. Außerdem lagen im Kofferaufbau auch noch die Stauboxen vom ZIL und die Rückleuchten. Glücklicherweise haben die Rückleuchten E-Prüfzeichen, also wurden die auch gleich verwendet. Ich mag die Idee, wenn Teile eine doppelte Funktion haben, also sind die Stauboxen gleichzeitig Beleuchtungsträger und Kennzeichenhalter...
Gewicht mit leerem Kofferaufbau und Reserverad: 6,31t
Ich hatte dann doch etwas Bedenken bezgl. der hinteren Federpakete. Es war Rost zwischen den Federblättern, noch nicht super schlimm und auch tüvig, aber ich hatte irgendwie keine Lust auf eine gebrochene Feder irgendwo im Sand. Also noch schnell bei DFF zwei Pilotlagen gekauft (wenn man die Federpakete schon zerlegt, dann kann man auch gleich die Pilotlage mit den eingepressten Gummibuchsen neu machen) und zwei Herzbolzen geholt. Die Teile waren auf Lager, somit konnte ich die Klamotten einfach abholen. Ich bin bekennender Fan von gefetteten Federpaketen, also habe ich alle Federblätter nach dem Entrosten gefettet und anschließend das Federpaket noch mit MikeSanders Fettband umwickelt. Dazu gibt es verschiedene Meinungen, ich finde einfach es fährt sich besser. Der 1120AF steht übrigens vorne und hinten auf den originalen Trapezfedern, ein Umbau auf Parabel ist nicht geplant. Nur die hinteren Dämpfer sind mittlerweile verstärkte von Marquart, ansonsten ist das Fahrwerk original. Nichts hochgelegt oder so.


Wieder mal super clever so etwas kurz vor Abreise zu machen. Wäre ja viel zu einfach die Federn direkt am Anfang zu erledigen, wenn man noch das nackte Fahrgestell hat...

Naja egal, so hatte man auch mehr Platz, um den unteren Zwischenrahmen zu Ende festzuschrauben.

...man muss es sich nur schön reden können. Auf dem Foto mit dem Fettband sieht man übrigens, wie der Kung-Koffer mit seinen U-profilen über bzw. in dem Zwischenrahmen sitzt.
Dann haben wir noch schnell ein Lattenrost, eine Matratze und ein paar Zarges-Kisten in den Kofferaufbau geworfen und haben unsere erste Reise mit dem Wagen im April 25 nach Tunesien gemacht.
Ich war bzw. bin immer noch wirklich beeindruckt von dem 1120AF, wie gut der im Sand geht. Natürlich spielt das geringe Gewicht ihm noch in die Karten, das wird sich mit einem richtigen Ausbau noch ändern. Aktuell liegen wir mit Werkzeug, Ersatzteilen, Wasser, beide Dieseltanks voll, Wagenheber, Kiste Bier, Lebensmittel, Klamotten, Geschirr und und und bei glatten 7to. Eigentlich erstaunlich, dass schon 700kg an Kram dazu gekommen sind, obwohl der Wagen noch nicht fertig ausgebaut ist.
Nun ein paar Bilder von der Reise. Der Sprung war übrigens nicht mit Absicht. Das war eher ein Verschätzen meinerseits, durch zu wenig Erfahrung im Sand dachte ich am Anfang noch bei den gefühlten 45° Steigungen braucht man ordentlich Schwung...Da war es etwas zu viel Schwung. Sieht wilder aus, als es eigentlich war. Der Sand war so extrem weich, dass es keinen harten "Aufschlag" gab.
Wir hatten auf der Reise keinen einzigen Ausfall oder Panne, nur der Ausgangssimmerring vom Getriebe war undicht geworden. Das empfinde ich aber für so ein altes Fahrzeug als normal. Habe ich dann zu Hause in DE getauscht und ist seitdem auch wieder dicht.
Im Winter geht es an dem 1120 hoffentlich in Bezug auf Innenausbau weiter. Lackiert werden soll er irgendwann natürlich auch noch. Das Militärgrün vom Kofferaufbau soll weichen. Lack ist aber nicht so mein Ding... also mal sehen wann das was wird.
Jetzt stehen leider erst mal andere Dinge im Leben an. Weitere Updates zu dem Wagen werden also noch etwas auf sich warten lassen.
Viele Grüße
Constantin