Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
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Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Hallo und guten Abend,
ich habe ein paar Fragen und die Bitte um Fahr-Tipps im Tiefsand über eine Düne steil bergab. Vielleicht kann mir jemand helfen. Meine Fahrerfahrungen mit dem 7,5-Tonner in extremem Gelände sind noch sehr überschaubar.
Es geht um einen speziellen Streckenabschnitt in Namibia, ganz im Nordwesten, im Hartmannstal, an der Grenze zu Angola, explizit um die Route zum Serra Cafema Camp (Breitengrad: -17.212999 Längengrad: 12.202447) und hier um die extrem steile Dünenabfahrt einige Kilometer vor dem Camp. Ist die einzige Zufahrt und nur bergab befahrbar. Wir sind die Strecke vor einigen Jahren mit dem Landcruiser problemlos gefahren: erster Gang, Untersetzung, ohne Sperren, Luftdruck bei 1,6 Bar.
Jetzt wollen wir das Stück mit dem 7,5-Tonner, Renault Midliner 210 fahren. Ich schätze das Gefälle auf etwa 45 Grad. Der Sand ist tief, aber am Morgen einigermaßen griffig. Die Strecke ist ein paar hundert Meter lang, ohne Kurven im Steilstück. Am Fuß kommt eine 90-Grad Richtungsänderung.
Mit Untersetzung, oder ohne? Sperren? Reifendruck (Pirelli-Pista)?
Der Weg zurück führt über eine andere Route, ist weniger dramatisch, aber in der Gegenrichtung nicht befahrbar.
Ich wäre sehr dankbar für ein paar Tipps und Einschätzungen.
Beste Grüße, Harald
ich habe ein paar Fragen und die Bitte um Fahr-Tipps im Tiefsand über eine Düne steil bergab. Vielleicht kann mir jemand helfen. Meine Fahrerfahrungen mit dem 7,5-Tonner in extremem Gelände sind noch sehr überschaubar.
Es geht um einen speziellen Streckenabschnitt in Namibia, ganz im Nordwesten, im Hartmannstal, an der Grenze zu Angola, explizit um die Route zum Serra Cafema Camp (Breitengrad: -17.212999 Längengrad: 12.202447) und hier um die extrem steile Dünenabfahrt einige Kilometer vor dem Camp. Ist die einzige Zufahrt und nur bergab befahrbar. Wir sind die Strecke vor einigen Jahren mit dem Landcruiser problemlos gefahren: erster Gang, Untersetzung, ohne Sperren, Luftdruck bei 1,6 Bar.
Jetzt wollen wir das Stück mit dem 7,5-Tonner, Renault Midliner 210 fahren. Ich schätze das Gefälle auf etwa 45 Grad. Der Sand ist tief, aber am Morgen einigermaßen griffig. Die Strecke ist ein paar hundert Meter lang, ohne Kurven im Steilstück. Am Fuß kommt eine 90-Grad Richtungsänderung.
Mit Untersetzung, oder ohne? Sperren? Reifendruck (Pirelli-Pista)?
Der Weg zurück führt über eine andere Route, ist weniger dramatisch, aber in der Gegenrichtung nicht befahrbar.
Ich wäre sehr dankbar für ein paar Tipps und Einschätzungen.
Beste Grüße, Harald
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Im Grunde ändert sich die Fahrtechnik zum Landcruiser nicht.
Die Gewichte und damit die Zeitpunkte in denen etwas Eintritt ändern sich vielleicht etwas. ( Z.B. Rinnt der Sand vielleicht etwas früher, oder so)
Was heißt griffig?
Rinnt der Sand während der Abfahrt mit, oder rollt das Auto noch über die, im wesentlichen ortsfest bleibende Oberfläche?
Tiefsand würde ersteres nahelegen, somit ist griffig bergab egal und es gilt:
Der Reifendruck ist ebenfalls untergeordnet, sollte aber so hoch sein, dass der Reifen stabil auf der Felge sitzt.
Prinzipiell ist es so, dass, wenn sich die Reifen langsamer drehen, als der Sand rutscht, bzw. das Auto sich bewegt, gräbt sich das Auto ein und bremst, dafür ist es kaum lenkbar. Drehen sich die Reifen annähernd gleich schnell, dann bleibt es halbwegs spurstabil, im Idealfall stellt sich, wenn man das hinbekommt abhängig von der Sandtiefe eine akzeptable Gleichgewichts Geschwindigkeit ein. (Nach meiner Erfahrung ist am besten wenn sich die Räder etwas langsamer drehen. Bleibt auch noch stabil, bremst aber gut. Lenken geht aber dann kaum)
Drehen sich die Reifen schneller, beschleunigt das Auto, dafür verbessert sich die Lenkbarkeit.
Es ist also abhängig vom Sand ein Gang zu wählen, der genug Spielraum bietet um langsamer und schneller als der Sand zu sein. Motorbremswirkung ist weniger wichtig. Im Sand kann man notfalls auch etwas mitbremsen, wenn man sich etwas mehr eingraben und damit langsamer werden will. Kommt das Auto schräg einfach etwas mehr Gasgeben und langsam gerade ziehen, dann wieder vom Gas und mit den Sand mitrutschen.
Wenn die Sandoberfläche glatt ist, dann ohne Sperren. Ist sie stark verwunden (im weichsand unwahrscheinlich) dann Sperre hinten um eine gleichmäßige Bewegung sicher zu stellen.
Ist die Oberfläche Fest und kann die eingeleiteten Kräfte aufnehmen, dann gelten im Grunde die selben Regeln wie auf allen Offroadstrecken auf griffigen Untergründen: Gang so, das Motorbremswirkung ausreicht, das das Auto möglichst wenig beschleunigt, aber Reserven da sind im Gas zu geben, beginnt das Auto zu rutschen. Notfalls vorsichtig mitbremsen, Fuß weg von der Kupplung, keine blockiereden Räder.
Reifendruck so niedrig wie möglich, ohne das die Räder auf der Felge rutschen, Sperre hinten, damit die Motorbremswirkung gleichmäßig in den Boden geleitet wird.
Die Gewichte und damit die Zeitpunkte in denen etwas Eintritt ändern sich vielleicht etwas. ( Z.B. Rinnt der Sand vielleicht etwas früher, oder so)
Was heißt griffig?
Rinnt der Sand während der Abfahrt mit, oder rollt das Auto noch über die, im wesentlichen ortsfest bleibende Oberfläche?
Tiefsand würde ersteres nahelegen, somit ist griffig bergab egal und es gilt:
Der Reifendruck ist ebenfalls untergeordnet, sollte aber so hoch sein, dass der Reifen stabil auf der Felge sitzt.
Prinzipiell ist es so, dass, wenn sich die Reifen langsamer drehen, als der Sand rutscht, bzw. das Auto sich bewegt, gräbt sich das Auto ein und bremst, dafür ist es kaum lenkbar. Drehen sich die Reifen annähernd gleich schnell, dann bleibt es halbwegs spurstabil, im Idealfall stellt sich, wenn man das hinbekommt abhängig von der Sandtiefe eine akzeptable Gleichgewichts Geschwindigkeit ein. (Nach meiner Erfahrung ist am besten wenn sich die Räder etwas langsamer drehen. Bleibt auch noch stabil, bremst aber gut. Lenken geht aber dann kaum)
Drehen sich die Reifen schneller, beschleunigt das Auto, dafür verbessert sich die Lenkbarkeit.
Es ist also abhängig vom Sand ein Gang zu wählen, der genug Spielraum bietet um langsamer und schneller als der Sand zu sein. Motorbremswirkung ist weniger wichtig. Im Sand kann man notfalls auch etwas mitbremsen, wenn man sich etwas mehr eingraben und damit langsamer werden will. Kommt das Auto schräg einfach etwas mehr Gasgeben und langsam gerade ziehen, dann wieder vom Gas und mit den Sand mitrutschen.
Wenn die Sandoberfläche glatt ist, dann ohne Sperren. Ist sie stark verwunden (im weichsand unwahrscheinlich) dann Sperre hinten um eine gleichmäßige Bewegung sicher zu stellen.
Ist die Oberfläche Fest und kann die eingeleiteten Kräfte aufnehmen, dann gelten im Grunde die selben Regeln wie auf allen Offroadstrecken auf griffigen Untergründen: Gang so, das Motorbremswirkung ausreicht, das das Auto möglichst wenig beschleunigt, aber Reserven da sind im Gas zu geben, beginnt das Auto zu rutschen. Notfalls vorsichtig mitbremsen, Fuß weg von der Kupplung, keine blockiereden Räder.
Reifendruck so niedrig wie möglich, ohne das die Räder auf der Felge rutschen, Sperre hinten, damit die Motorbremswirkung gleichmäßig in den Boden geleitet wird.
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Was für eine tolle Beschreibung!
Respekt Gregorix

Respekt Gregorix
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
45° ?!?!?
Nie im Leben. Sand und Geröll bleiben bis max. 35° liegen, darüber rutschen sie ab.
Hast Du schonmal mit Ski an einem 45° steilen Hang gestanden?
Da geht Dir auch als Fortgeschrittener die Muffe. Das willst Du nicht mit einem Kfz fahren - es kommt einem fast senkrecht vor.
Nie im Leben. Sand und Geröll bleiben bis max. 35° liegen, darüber rutschen sie ab.
Hast Du schonmal mit Ski an einem 45° steilen Hang gestanden?
Da geht Dir auch als Fortgeschrittener die Muffe. Das willst Du nicht mit einem Kfz fahren - es kommt einem fast senkrecht vor.
2021-2022: IVECO Eurofire 75E14 (www.egika.de/balticexpress)
2023: IVECO 80E18 (Rostlaube - gleich wieder verkauft)
ab 2024: IVECO Eurofire 95E18W
2023: IVECO 80E18 (Rostlaube - gleich wieder verkauft)
ab 2024: IVECO Eurofire 95E18W
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Der Beschreibung von Gregorix ist inhaltlich nichts hinzuzufügen.
Meine längste Dünenabfahrt in relativ weichem Sand war damals in Libyen an den Mandara Seen, ebenfalls nur one way befahrbar.
Meine Erfahrung war nahe an der Nachweisgrenze zu Null.
Ich bin mit eingelegtem Allrad gefahren, um sowohl die Motorbremse als auch Motorkräfte gleichmäßig auf alle Räder zu bekommen und auf gar keinen Fall in eine Situation der Unlenkbarkeit zu kommen, in der das Heck ausbricht, dadurch das Fahrzeug quer kommt und umfällt.
Nur darum geht es: Bloß nicht quer zum Hang kommen!!
Da man vorher nicht weiß, an welchen Stellen der Sand mitrutscht (im schlimmsten Fall überall) und an welchen nicht, sollte man im Zweifelsfall bereit sein, zu Gunsten einer immer zu gewährleistenden Lenkbarkeit die Geschwindigkeit zur Not schneller werden zu lassen und damit seine Komfortzone zu verlassen. Es schadet nichts, sich die Auslaufzone genau anzuschauen, in der man ankommt (oder aufschlägt). Die 90° Richtungsänderung am Fuß ist natürlich blöd. Im Extremfall muss man sich ja vorher überlegt haben, ob man im worst case geradeaus in einen Sandberg hineinballert (Schadenshöhe, Bergungsmöglichkeit, Aushalten im Fahrzeug, bis Hilfe eintrifft?) oder das Fahrzeug vorher auf die Seite legt (Schadenshöhe usw...).
Und wenn sich der anfangs eingelegt Gang als zu klein erwiesen hat und das Heck ausbricht, dann flott in einen höheren Gang, bis die Nase wieder nach unten zeigt. Das wird bei einem Landrover nicht anders sein als bei einem 7,5 Tonner, aber den Landrover kann man zur Not leichter wieder auf die Beine stellen als einen Lkw.
Wenn du das damals im LR im ersten Gang gefahren hast, dann wird sich zum Lkw möglicherweise das Verhältnis zwischen Gewicht und Motorbremsleistung im ungünstigsten Fall dahingehend ändern, dass die Räder des Lkw im Sand zu stark bremsen und die Karre hinten ausbrechen möchte. Dann halt rauf aufs rechte Pedal!
YALLAH!
Viel Spaß
Jochen
P.S. Das angeschnallte Porta Potti hat sich bei der Abfahrt übrigens selbstständig gemacht und ist nach vorne gerauscht. Wir hatten aber Glück...
Edit: Fehlerteufel
Meine längste Dünenabfahrt in relativ weichem Sand war damals in Libyen an den Mandara Seen, ebenfalls nur one way befahrbar.
Meine Erfahrung war nahe an der Nachweisgrenze zu Null.
Ich bin mit eingelegtem Allrad gefahren, um sowohl die Motorbremse als auch Motorkräfte gleichmäßig auf alle Räder zu bekommen und auf gar keinen Fall in eine Situation der Unlenkbarkeit zu kommen, in der das Heck ausbricht, dadurch das Fahrzeug quer kommt und umfällt.
Nur darum geht es: Bloß nicht quer zum Hang kommen!!
Da man vorher nicht weiß, an welchen Stellen der Sand mitrutscht (im schlimmsten Fall überall) und an welchen nicht, sollte man im Zweifelsfall bereit sein, zu Gunsten einer immer zu gewährleistenden Lenkbarkeit die Geschwindigkeit zur Not schneller werden zu lassen und damit seine Komfortzone zu verlassen. Es schadet nichts, sich die Auslaufzone genau anzuschauen, in der man ankommt (oder aufschlägt). Die 90° Richtungsänderung am Fuß ist natürlich blöd. Im Extremfall muss man sich ja vorher überlegt haben, ob man im worst case geradeaus in einen Sandberg hineinballert (Schadenshöhe, Bergungsmöglichkeit, Aushalten im Fahrzeug, bis Hilfe eintrifft?) oder das Fahrzeug vorher auf die Seite legt (Schadenshöhe usw...).
Und wenn sich der anfangs eingelegt Gang als zu klein erwiesen hat und das Heck ausbricht, dann flott in einen höheren Gang, bis die Nase wieder nach unten zeigt. Das wird bei einem Landrover nicht anders sein als bei einem 7,5 Tonner, aber den Landrover kann man zur Not leichter wieder auf die Beine stellen als einen Lkw.
Wenn du das damals im LR im ersten Gang gefahren hast, dann wird sich zum Lkw möglicherweise das Verhältnis zwischen Gewicht und Motorbremsleistung im ungünstigsten Fall dahingehend ändern, dass die Räder des Lkw im Sand zu stark bremsen und die Karre hinten ausbrechen möchte. Dann halt rauf aufs rechte Pedal!
YALLAH!
Viel Spaß
Jochen
P.S. Das angeschnallte Porta Potti hat sich bei der Abfahrt übrigens selbstständig gemacht und ist nach vorne gerauscht. Wir hatten aber Glück...
Edit: Fehlerteufel
Zuletzt geändert von Landei am 2025-08-15 13:40:01, insgesamt 1-mal geändert.
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steyermeier
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Moin,
Mein 12m18 hat 80% Steigfähigkeit,also 80%von 45°,das sind ca.36°(stimmt das?) .
Das habe ich aufwärts schon getestet... fühlt sich grenzwertig an,wen alle 4 räder auf dem Fels durchdrehen ist halt Schluss.
Von daher bin ich auch skeptisch mit den 45°...
Den beiden Beschreibungen ist nicht hinzuzufügen.. Hauptsache lenkbar bleiben und nicht querkommen.
Da muss man die Reflexe halt beherrschen..also nicht auf die Bremse oder Kupplung... Mit der falllinie kann dir quasi nix passieren...außer eben unten bisschen schnell.
Ich würde mir eine Kieskuhle o.ä. suchen und das mal ausprobieren.
In Saverne gab's so was,halt nicht im Zuckersand.
Gruß Markus
Mein 12m18 hat 80% Steigfähigkeit,also 80%von 45°,das sind ca.36°(stimmt das?) .
Das habe ich aufwärts schon getestet... fühlt sich grenzwertig an,wen alle 4 räder auf dem Fels durchdrehen ist halt Schluss.
Von daher bin ich auch skeptisch mit den 45°...
Den beiden Beschreibungen ist nicht hinzuzufügen.. Hauptsache lenkbar bleiben und nicht querkommen.
Da muss man die Reflexe halt beherrschen..also nicht auf die Bremse oder Kupplung... Mit der falllinie kann dir quasi nix passieren...außer eben unten bisschen schnell.
Ich würde mir eine Kieskuhle o.ä. suchen und das mal ausprobieren.
In Saverne gab's so was,halt nicht im Zuckersand.
Gruß Markus
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Moin Egika,
möglicherweise bringe ich da mit Gefälle und mit Neigung und anderem durcheinander. Folgende Ausgangsüberlegung: Senkrecht = 90 Grad, also rechtwinklig zu waagerecht; waagerecht = 0 Grad; Gefälle/Neigung/was auch immer = ungefähr mittig dazwischen/45 Grad. Hoffentlich stifte ich jetzt nicht noch mehr Verwirrung. Ich glaube Gefälle wird in Prozent angegeben und ergibt sich aus der Strecke im Verhältnis zum Höhenunterschied.
Anders ausgedrückt: Ich fahre geradeaus auf einer Straße, von der nach rechts (oder wahlweise auch nach links) eine zweite Straße im rechten Winkel, also 90 Grad, abzweigt. Eine dritte Straße zweigt mittig (45 Grad) zwischen 90-Grad-Abzweig und Geradeausstrecke ab. Und diese horizontale Vorstellung habe ich jetzt auf meine vertikale Beschreibung projiziert. Hoffentlich ist das jetzt verständlich und nicht zu durcheinander.
Aber um es einfach zu beschreiben: Mit dem Landcruiser war die Abfahrt gut zu meistern. Und mich interessiert jetzt, ob das auch mit dem 7,5-Tonner gut funktioniert, wo die Unterschiede liegen, was es als Besonderheit zu beachten gilt.
Mit dem Landcruiser hatte ich vor dieser Strecke bereits einige Erfahrung mit starkem Gefälle und vor allem mit Tiefsand - bergan und bergab.
Viele Grüße, Harald
möglicherweise bringe ich da mit Gefälle und mit Neigung und anderem durcheinander. Folgende Ausgangsüberlegung: Senkrecht = 90 Grad, also rechtwinklig zu waagerecht; waagerecht = 0 Grad; Gefälle/Neigung/was auch immer = ungefähr mittig dazwischen/45 Grad. Hoffentlich stifte ich jetzt nicht noch mehr Verwirrung. Ich glaube Gefälle wird in Prozent angegeben und ergibt sich aus der Strecke im Verhältnis zum Höhenunterschied.
Anders ausgedrückt: Ich fahre geradeaus auf einer Straße, von der nach rechts (oder wahlweise auch nach links) eine zweite Straße im rechten Winkel, also 90 Grad, abzweigt. Eine dritte Straße zweigt mittig (45 Grad) zwischen 90-Grad-Abzweig und Geradeausstrecke ab. Und diese horizontale Vorstellung habe ich jetzt auf meine vertikale Beschreibung projiziert. Hoffentlich ist das jetzt verständlich und nicht zu durcheinander.
Aber um es einfach zu beschreiben: Mit dem Landcruiser war die Abfahrt gut zu meistern. Und mich interessiert jetzt, ob das auch mit dem 7,5-Tonner gut funktioniert, wo die Unterschiede liegen, was es als Besonderheit zu beachten gilt.
Mit dem Landcruiser hatte ich vor dieser Strecke bereits einige Erfahrung mit starkem Gefälle und vor allem mit Tiefsand - bergan und bergab.
Viele Grüße, Harald
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Euch allen schon mal vielen Dank. Ich suche mal nach einem Video, das wir seinerzeit beim Abfahren mit dem Mobifon gefilmt haben und versuche, das hier anzuhängen.
Am Fuß der Düne sind - soweit ich mich erinnere - Felsen und Geröll. Mit geradeaus ausrollen ist also nicht.
Gruß, Harald
Am Fuß der Düne sind - soweit ich mich erinnere - Felsen und Geröll. Mit geradeaus ausrollen ist also nicht.
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- Wilmaaa
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Du musst Dein Video irgendwo (*) hochladen, dann kannst Du es hier verlinken.
Hier hochladen ist nicht möglich.
(*) Youtube, Vimeo, PeerTube, FileSharing...
Ich hab einen Virus: den H-A-N-O-M-A-G-I-R-U-S
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"Frauen haben in der Küche nichts zu suchen. Sie müssen sich um die Schweine kümmern und den Traktor schmieren." (Charlotte MacLeod)
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"Das ist also ein Kleinbus und ein LKW in einem." (Mitarbeiterin über den 170er)
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Unser Fahrerhaus übertreibt maßlos!
Du sitzt drin - kannst Dich kaum auf dem Sitz halten und weißt. daß es quasi senkrecht nach unten gehen muß.
Die Tür fällt beim Öffnen geradezu nach unten.
Du steigst aus - geht kaum - und entfernst Dich ein wenig vom Auto.
Mit jedem Schritt vom Auto weg nimmt die gefühlte Steigung dramatisch ab.
Mit etwas Abstand vom Auto ist sie wirklich nicht mehr schlimm - und wenn dann noch jemand ein Foto macht ...
Gruß
Rolf
Du sitzt drin - kannst Dich kaum auf dem Sitz halten und weißt. daß es quasi senkrecht nach unten gehen muß.
Die Tür fällt beim Öffnen geradezu nach unten.
Du steigst aus - geht kaum - und entfernst Dich ein wenig vom Auto.
Mit jedem Schritt vom Auto weg nimmt die gefühlte Steigung dramatisch ab.
Mit etwas Abstand vom Auto ist sie wirklich nicht mehr schlimm - und wenn dann noch jemand ein Foto macht ...
Gruß
Rolf
- nichts steht geschrieben -
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Hi, ich kenne mich damit leider gar nicht aus. Funktioniert das auch über WeTransfer?
- Wilmaaa
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Ich persönlich würde WeTransfer nicht nutzen (es gibt andere Anbieter, die wesentlich datenschutzfreundlicher arbeiten), und ich meine mich zu erinnern, dass Du damit nur eine*n Mailempfänger*in erreichst, aber es kann sein, dass es auch möglich ist, dort einen Link zu generieren.
Die Speicherdauer ist aber begrenzt.
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Wilmaaa hat geschrieben: ↑2025-08-15 12:01:09Ich persönlich würde WeTransfer nicht nutzen (es gibt andere Anbieter, die wesentlich datenschutzfreundlicher arbeiten), und ich meine mich zu erinnern, dass Du damit nur eine*n Mailempfänger*in erreichst, aber es kann sein, dass es auch möglich ist, dort einen Link zu generieren.
Die Speicherdauer ist aber begrenzt.
Herzlichen Dank. Muss mal schauen, was möglich ist. Suche gerade auf YouTube, ob ich etwas finde, das ich verlinken kann.
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Moin,Egika hat geschrieben: ↑2025-08-15 10:37:5245° ?!?!?
Nie im Leben. Sand und Geröll bleiben bis max. 35° liegen, darüber rutschen sie ab.
Hast Du schonmal mit Ski an einem 45° steilen Hang gestanden?
Da geht Dir auch als Fortgeschrittener die Muffe. Das willst Du nicht mit einem Kfz fahren - es kommt einem fast senkrecht vor.
also mein LKW hat 42° Böschungswinkel und es gibt Videos von Dünen, bei denen ich mit der Rockinger aufsetze... zumindest die windabgewandte Seite kann auch mal 45° haben.
Viele Grüße
Constantin
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Moin, Grad und Prozent kann verwirren. Als ich meinen ersten Dachstuhl in Ecuador konstruierte und die mir bekannten Daten in das Holzbauprogramm eingab, dachte ich bei der Betrachtung meines Gesamtkunstwerkes, da stimmt was nicht. Hat lange gedauert bis ich bemerkte, das die Dachneigung in den ecuadorianischen Architektenplänen nicht in Grad sondern Prozent angegeben wird. Und schon begann die Umrechnereisteyermeier hat geschrieben: ↑2025-08-15 11:17:29Moin,
Mein 12m18 hat 80% Steigfähigkeit,also 80%von 45°,das sind ca.36°(stimmt das?) .
Zum bergab fahren, Schnauze immer in Fallinie, wurde ja alles geschrieben. Spannend und nicht weniger gefährlich ist das erklimmen einer Steigung und es geht nicht mehr weiter. Also rückwärts zurück. Dies habe ich vor Jahren im Beisein eines Trainers auf einer 100% Steigung, also 45 Grad, geübt.
Untersetzung natürlich eingelegt.
Mitten in der Steigung gestoppt, Bremse und Kupplung betätigt. Wenn nun der Rückwärtsgang eingelegt und betätigt wird, nimmt der Wagen so schnell Fahrt auf, dass die Motobremse wirkungslos bleibt. Jetzt vor Schreck auf die Bremse treten kann zum Überschlag führen. Dann lieber ungebremst runterrauschen und mit dem Heck irgendwo einschlagen.
Aber es ging auch anders und gaaanz sinnig. Bremse und Kupplung betätigen. Rückwärtsgang einlegen, Motor aus, Handbremse betätigen, Kupplung und Fussbremse kommen lassen. Die zur Sicherheit angezogene Handbremse lösen und der Wagen hängt in der Steigung im eingelegten Rückwärtsgang. Und während man durch die Windschutzscheibe die Vögel am Himmel beobachten kann, beide Füsse weit weg von den Pedalen und den Motor starten. Die Motorbremse ist auf den Schlag wirksam und das Fahrzeug zuckelt genauso langsam die Steigung herunter, wie sie vorher erklommen wurde.
Gruß Jens
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Das ist in etwa das, was ein halbwegs normal veranlagter Mensch denkt, kurz bevor er das erste mal mit seinem KFZ da doch runter fährt
Ich habe mit dem Cruiser durchaus auch schon mit der Bull bar bzw. den Recovery Points auf einer Salztonfläche am unteren Ende einer Slip Face aufgesetzt - das gibt einen ordentlichen Schlag. Den Böschungswinkel vorne hab ich zwar noch nicht gemessen, aber über 40° würde ich schon denken.
- Pirx
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Hallo Jochen!
Volle Zustimmung zu Deinem obigen Beitrag. Aber das hier funktioniert nicht:
Pirx
Volle Zustimmung zu Deinem obigen Beitrag. Aber das hier funktioniert nicht:
In einer solchen Situation ist ein Gangwechsel nicht mehr möglich. Der Versuch würde alles nur noch schlimmer machen.
Pirx
Der mit der Zweigangachse: 15 Vorwärtsgänge, 3 Rückwärtsgänge, Split, Schnellgang, Differentialsperre
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.
---
"Immer bedenken: Hilfe ist keine Einbahnstrasse, Geholfen-Werden ist kein Recht und es liegt an jedem selbst, inwieweit er sich hier in der Gemeinschaft (die im Extremfall so einiges gemeinsam schafft) involviert und einbringt."
Ein Unimog-Fahrer.
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Serra Cafema...
Da wäre ich auch gerne...das Hartmannstal und auch das Marienflusstal sind quasi unsere Highlights im Kaokoveld...
...wenn auch nicht immer ohne Weiteres zu bereisen...
Gregorix hat es perfekt beschrieben. Kontrolle ist alles, es sollte ein Gang gewählt werden der Bergabbeschleunigung
und damit Korrektur von Fahrfehlern ermöglicht. Da ist Beschleunigung die einzige Möglichkeit , z.b. in Form von Vollgasstößen falls der Motor genug Leistung hat.
Wichtigste Regel : Falllinie !
Wenn ich mich recht erinnere ist die Abfahrt so ca. 150 m hoch...
Beim Kurzhauber würde ich Gang 3. wählen. Die Staudruckmotorbremse würde ich nicht (!) verwenden,zu unsicher, falls sich die Bremse nicht kontrolliert löst...
Das Ganze langsam angehen, den Motor über Allrad schön bremsen lassen abwürgen ausschliessen ! Gas !
Die 90 ° Kehre am Fuß könnte knifflig sein, aber dosiert kannst Du Dich vom eigenen "Rutschsand" am Fuß einbremsen lassen.
Evtl. brauchst Du dann aber Bleche um weiterzukommen.
Die "berühmte" Düne sollte so ca 30-35 ° auf der "Leeseite" haben, mehr nicht denn dann rutscht alles ab was körnig/trocken (!) ist.
Windpressungen die dort vorkommen könnten aber für andere Verhältnisse sorgen.
Grundsätzlich fährst Du aber genau so wie mit dem Cruiser...der war (Aufbau ?) möglicherweise sogar dachlastiger als ein gut gebauter LKW....
45° wären 100 % Gefälle/Steigung...die steilste geteerte Strasse die ich kenne hat 32 % Steigung, das kommt einem schon sausteil vor.
Da konnte man mit dem T2 VW-Bus nicht mehr anfahren...
Eine Skiabfahrt mit 50 ° Gefälle (z.b. Spinnergraben Berchtesgaden tlw. oder "Neue Welt" Zugspitze) kommt einem senkrecht vor...
Man steht am Hang und kann mit der flachen Hand seitlich den Boden berühren...
Hast Du S.C. gebucht ? Wenn nicht werden die antreffbaren Leute dort eher nicht sehr hilfsbereit sein...
War zumindest die letzten Jahre immer ein exclusives Luxusfliegercamp...weil halt alles sehr weit weg ist mit dem Auto...
Boaaah bin ich neidisch...
Vg Roman
P.S.. Danke Harald, das war jetzt mit Abstand das beste Thema heute mit dem ich mich beschäftigt habe...
Da wäre ich auch gerne...das Hartmannstal und auch das Marienflusstal sind quasi unsere Highlights im Kaokoveld...
...wenn auch nicht immer ohne Weiteres zu bereisen...
Gregorix hat es perfekt beschrieben. Kontrolle ist alles, es sollte ein Gang gewählt werden der Bergabbeschleunigung
und damit Korrektur von Fahrfehlern ermöglicht. Da ist Beschleunigung die einzige Möglichkeit , z.b. in Form von Vollgasstößen falls der Motor genug Leistung hat.
Wichtigste Regel : Falllinie !
Wenn ich mich recht erinnere ist die Abfahrt so ca. 150 m hoch...
Beim Kurzhauber würde ich Gang 3. wählen. Die Staudruckmotorbremse würde ich nicht (!) verwenden,zu unsicher, falls sich die Bremse nicht kontrolliert löst...
Das Ganze langsam angehen, den Motor über Allrad schön bremsen lassen abwürgen ausschliessen ! Gas !
Die 90 ° Kehre am Fuß könnte knifflig sein, aber dosiert kannst Du Dich vom eigenen "Rutschsand" am Fuß einbremsen lassen.
Evtl. brauchst Du dann aber Bleche um weiterzukommen.
Die "berühmte" Düne sollte so ca 30-35 ° auf der "Leeseite" haben, mehr nicht denn dann rutscht alles ab was körnig/trocken (!) ist.
Windpressungen die dort vorkommen könnten aber für andere Verhältnisse sorgen.
Grundsätzlich fährst Du aber genau so wie mit dem Cruiser...der war (Aufbau ?) möglicherweise sogar dachlastiger als ein gut gebauter LKW....
45° wären 100 % Gefälle/Steigung...die steilste geteerte Strasse die ich kenne hat 32 % Steigung, das kommt einem schon sausteil vor.
Da konnte man mit dem T2 VW-Bus nicht mehr anfahren...
Eine Skiabfahrt mit 50 ° Gefälle (z.b. Spinnergraben Berchtesgaden tlw. oder "Neue Welt" Zugspitze) kommt einem senkrecht vor...
Man steht am Hang und kann mit der flachen Hand seitlich den Boden berühren...
Hast Du S.C. gebucht ? Wenn nicht werden die antreffbaren Leute dort eher nicht sehr hilfsbereit sein...
War zumindest die letzten Jahre immer ein exclusives Luxusfliegercamp...weil halt alles sehr weit weg ist mit dem Auto...
Boaaah bin ich neidisch...
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P.S.. Danke Harald, das war jetzt mit Abstand das beste Thema heute mit dem ich mich beschäftigt habe...
Schrauberkollektiv Kollbach
Teile was Du hast...sonst teilt Dich was Du bist
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- brummiwomo
- abgefahren
- Beiträge: 1269
- Registriert: 2017-04-14 12:04:22
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Roman: was ist denn das für eine 32 Grad-Strasse?
Lg
Carsten
Lg
Carsten
Is halt immer was :)
Iveco 95-17 (90-16) kurze Hütte mit FM2
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- franz_appa
- Allrad-Philosoph
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- Registriert: 2010-12-23 22:05:17
- Wohnort: Bendorf
- Kontaktdaten:
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Moment !brummiwomo hat geschrieben: ↑2025-08-15 19:01:18Roman: was ist denn das für eine 32 Grad-Strasse?
Lg
Carsten
Er schreibt von 32 Prozent Steigung - scheint nicht das gleiche zu sein wie 32 Grad ...
Greets
natte
edit:
Und Enzos Dächer in Ecuador werden sicherlich ganz schön steil gewesen sein... (... oder flach ??? ...).
on stage:
30.05. '26 - Heart & Soul Blues Brothers Show, Schmallenberg Habbels Kultur Bühne
20.06. '26 - Heart & Soul Blues Brothers Show, Nottuln Blues in Nottuln
26.06. '26 - Heart & Soul Blues Brothers Show, MÖNCHBERG Ochsenbiergarten
10.07. '26 - Heart & Soul Blues Brothers Show, NEUWIED – Deichstadtfest
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Die Straße hat gem. Roman 32 Prozent...das sind also so um die 15 Grad.brummiwomo hat geschrieben: ↑2025-08-15 19:01:18Roman: was ist denn das für eine 32 Grad-Strasse?
Lg
Carsten
Eine Straße mit über 10 % Gefälle fühlt sich schon steil an.
Deutlich mehr als 15 % sind auf öffentlichen Straßen auch bei uns in den Alpen schon eher selten zu finden.
Gute Geländewagen habe eine angegebene Steigfähigkeit von 80 -100 %. (36-45 Grad) Die meisten hü Offroad LKW liegen bei so um die 60 %. (27 Grad)
Der Schüttwinkel von trockenem Sand beträgt übrigens ca. 40 Grad. Steiler kann eine Düne üblicherweise nicht werden..
-
steyermeier
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Moin,Gregorix hat geschrieben: ↑2025-08-16 8:12:55Die Straße hat gem. Roman 32 Prozent...das sind also so um die 15 Grad.brummiwomo hat geschrieben: ↑2025-08-15 19:01:18Roman: was ist denn das für eine 32 Grad-Strasse?
Lg
Carsten
Eine Straße mit über 10 % Gefälle fühlt sich schon steil an.
Deutlich mehr als 15 % sind auf öffentlichen Straßen auch bei uns in den Alpen schon eher selten zu finden.
Gute Geländewagen habe eine angegebene Steigfähigkeit von 80 -100 %. (36-45 Grad) Die meisten hü Offroad LKW liegen bei so um die 60 %. (27 Grad)
Der Schüttwinkel von trockenem Sand beträgt übrigens ca. 40 Grad. Steiler kann eine Düne üblicherweise nicht werden..
Ich bin einmal von Mittenwald nach Innsbruck runter...16% mit Anhänger 10t,nur Motorbremse...das war ein größerer Anfall geistiger umnachtung...und ziemlich schweißtreibend..und das war kein Sand.
Dabei auf Straße,musst du halt so langsam fahren,so weit runterschalten,daß der Motor oder/und die Motor Bremse die Geschwindigkeit mit wenig beibremsungen hält...mit Untersetzung gibt's da ja genug Abstufung...und möglichst vorher wählen... runterschalten kann dann anstrengend bis unmöglich sein.
Heute hätte ich da mit 300kw retarder weniger Sorgen,das Prinzip bleibt das gleiche.
Gruß Markus
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
32 %!!!Roman: was ist denn das für eine 32 Grad-Strasse?
Kneiffelspitzweg in Maria Gern/ Berchtesgaden:
https://www.google.com/maps/place/47%C2 ... FQAw%3D%3D
Vg Roman
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Danke.
Ja, hab mich verschrieben. Prozent natürlich.
32% sind schon cool. Irgendwo in Schottland hatten wir auch mal sowas. Geteert und damit leicht zu fahren aber dennoch beeindruckend.
Ja, hab mich verschrieben. Prozent natürlich.
32% sind schon cool. Irgendwo in Schottland hatten wir auch mal sowas. Geteert und damit leicht zu fahren aber dennoch beeindruckend.
Is halt immer was :)
Iveco 95-17 (90-16) kurze Hütte mit FM2
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Hallo
Gregorix hat das schon sehr gut beschrieben.
Wie schon weiter oben geschrieben, bloß nicht quer zum Hang kommen.
Man kann auch ohne weiteres am Hang anhalten, aber alles immer gaaaanz sachte.
Andreas
Gregorix hat das schon sehr gut beschrieben.
Wie schon weiter oben geschrieben, bloß nicht quer zum Hang kommen.
Man kann auch ohne weiteres am Hang anhalten, aber alles immer gaaaanz sachte.
Andreas
Gruß aus dem südlichen Niedersachsen
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http://www.carriage-road.de
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Für deutsche Verhältnisse flach, für hiesige Verhältnisse viel zu steil. Die Dachneigung beträgt üblicherweise 30%, also 13-14 Grad. Wenn man dann 30 Grad ins Programm haut, sah der fertige Dachstuhl am Rechner schon etwas anders aus als im Plan des Architekten. Man lernt nie aus und seitdem kenne ich den nicht ganz unerheblichen Unterschied von Grad und Prozentfranz_appa hat geschrieben: ↑2025-08-16 1:42:40Und Enzos Dächer in Ecuador werden sicherlich ganz schön steil gewesen sein... (... oder flach ??? ...).
Wenn man es gewohnt ist auf Steildächern zu arbeiten, kommen einem 30 Grad wie ein Flachdach vor. Steht man mit einem Fahrzeug vor solch einer Steigung steigt der Adrenalinspiegel und man fragt sich......wenn das mal gut geht ?
Gruß Jens
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
OTbrummiwomo hat geschrieben: ↑2025-08-16 12:12:57
32% sind schon cool. Irgendwo in Schottland hatten wir auch mal sowas. Geteert und damit leicht zu fahren aber dennoch beeindruckend.
Diese Straßen, oft auch als single track, hatten bei uns in der Ente mit ungebremstem 270kg Anhänger damals einen witzigen Nebeneffekt.
Die Ente hatte schon eine Warnleuchte für die Bremsflüssigkeit und um diese Warnleuchte zu testen gab es tatsächlich einen Druckschalter neben dem Tacho. Also flugs eine 12V Sirene in den Stromkreislauf des Flüssigkeitsschalters eingebaut und man konnte auf Schalterdruck nicht nur die rote Warnleuchte testen (laaaangweilig), sondern auch die Sirene heulen lassen (wo wir hinfuhren, brauchte man das…).
Tja, die Motorbremswirkung des 600er Nasenwärmers war selbst im 1. Gang für das knapp 1,2t Gespanngewicht auf den steilen Abfahrten zu mickrig und so mussten mit beherztem Tritt auf die Bremse die vorderen Scheibenbremsen (die übrigens extra vom Kühlgebläse mit eigenen Schläuchen angepustet wurden) dazu herhalten, dass der Motor nicht über Nenndrehzahl ging.
Und in diesen Situationen passierte es regelmäßig, dass Fahrzeugneigung und minimaler Flüssigkeitsabfall im Behälter den Warner anspringen ließen.
Wir rauschten also nicht nur mit hoch drehendem Luftheuler sondern auch noch unter Sirenengeheule zu Tal
Schade, dass uns nur die Schafe zugehört haben…
Bergauf war übrigens auch spannend. Lieber Sterben, als Schwung verlieren…
Jochen
edit Wortkorrektur
Zuletzt geändert von Landei am 2025-08-16 18:27:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Ich mag sie, diese schwanks aus der jugend 
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Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Hi
Schwanks ? Oder eher Schwänke? Oder Schwänks ? ...
Greets
natte
PS:
Klar - wenn damals alles gut gegangen ist kann man die Schw... heute aus altersweiser Sicht begrinsen.
Das Gefahrenpotential jedoch würde heutzutage durchaus anzutreffenden Kamikaze-Fahrern Bezeichnungen wie Volldepp, Superidiot oder gemeingefährlichem Spinner einbringen
Mein Beitrag dazu:
(Hat mit Sand gar nix zu tun...)
Wir kamen "damals" auf die Idee eine 2 x 3 m Sperrholzplatte auf einem VW-Käfer umzuziehen - mit 2 Spanngummis irgendwie aufs Dach getüddelt.
Auf der B9 dann bei Koblenz (ca 80 kmh) gab nen lauten Knall, ich dreh mich um (war Beifahrer) und sehe die Platte über die 2 spurige Schnellstrasse segeln in Hohem Bogen - dahinter ein wild hupender LKW vor dessen Front die Platte dann auf dem Boden aufkam, der LKW drüber bretterte und uns im Vorbeifahren wilde unfreundliche Gesten zuwarf. Wir mittlerweile angehalten zur Platte zurück gerannt, die kurzerhand hinter die Leitplanke geschmissen wieder vorgerannt zum Käfer und nix wie davon...
Will mir gar nicht ausmalen was da hätte passieren können...
Aber heute ist man ja vernünftiger und fragt vorher hier im Forum wie man das vernünftigerweise macht
So, Schwankmodus aus !
Zurück zum Thema !
Greets
natte
Schwanks ? Oder eher Schwänke? Oder Schwänks ? ...
Greets
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PS:
Klar - wenn damals alles gut gegangen ist kann man die Schw... heute aus altersweiser Sicht begrinsen.
Das Gefahrenpotential jedoch würde heutzutage durchaus anzutreffenden Kamikaze-Fahrern Bezeichnungen wie Volldepp, Superidiot oder gemeingefährlichem Spinner einbringen
Mein Beitrag dazu:
(Hat mit Sand gar nix zu tun...)
Wir kamen "damals" auf die Idee eine 2 x 3 m Sperrholzplatte auf einem VW-Käfer umzuziehen - mit 2 Spanngummis irgendwie aufs Dach getüddelt.
Auf der B9 dann bei Koblenz (ca 80 kmh) gab nen lauten Knall, ich dreh mich um (war Beifahrer) und sehe die Platte über die 2 spurige Schnellstrasse segeln in Hohem Bogen - dahinter ein wild hupender LKW vor dessen Front die Platte dann auf dem Boden aufkam, der LKW drüber bretterte und uns im Vorbeifahren wilde unfreundliche Gesten zuwarf. Wir mittlerweile angehalten zur Platte zurück gerannt, die kurzerhand hinter die Leitplanke geschmissen wieder vorgerannt zum Käfer und nix wie davon...
Will mir gar nicht ausmalen was da hätte passieren können...
Aber heute ist man ja vernünftiger und fragt vorher hier im Forum wie man das vernünftigerweise macht
So, Schwankmodus aus !
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Greets
natte
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30.05. '26 - Heart & Soul Blues Brothers Show, Schmallenberg Habbels Kultur Bühne
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30.05. '26 - Heart & Soul Blues Brothers Show, Schmallenberg Habbels Kultur Bühne
20.06. '26 - Heart & Soul Blues Brothers Show, Nottuln Blues in Nottuln
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10.07. '26 - Heart & Soul Blues Brothers Show, NEUWIED – Deichstadtfest
Re: Düne Tiefsand abwärts Bitte um Fahrtipps
Moin,
bei meinem Magirus hatte die stark entlastete Hinterachse beim bremsen im starken Gefälle den Hang zu springen, was bei langen Gefällen ohne führende Spuren ziemlich gefährlich werden kann. Ähnliches Verhalten habe ich auch schon bei anderen LKW mit kurzem Radstand beobachtet.
Deswegen bin ich Steilhänge immer mit eingelegter Mitten- und Hecksperre gefahren, was das springen eliminiert hat.
Mit ALB und zusätzliche Dämpfern an der Hinterachse tritt das Problem auch ohne Sperre nicht auf.
MLG
Felix
bei meinem Magirus hatte die stark entlastete Hinterachse beim bremsen im starken Gefälle den Hang zu springen, was bei langen Gefällen ohne führende Spuren ziemlich gefährlich werden kann. Ähnliches Verhalten habe ich auch schon bei anderen LKW mit kurzem Radstand beobachtet.
Deswegen bin ich Steilhänge immer mit eingelegter Mitten- und Hecksperre gefahren, was das springen eliminiert hat.
Mit ALB und zusätzliche Dämpfern an der Hinterachse tritt das Problem auch ohne Sperre nicht auf.
MLG
Felix